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Verbannt

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P12 Slash
Brenda Jorge Gallparga Minho Newt OC (Own Character) Thomas
26.09.2015
01.11.2015
50
80.825
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26.09.2015 1.364
 
Ich war gerade auf dem Weg zurück zu meinem Loft in dem ich...Naja ich denke, man kann es schon "Leben" nennen, auch wenn ich mir als kleines Kind unter einer erfüllten Zukunft etwas anderes vorgestellt hatte. Ich hatte eins meiner Messer in der Hand fest umklammert von den anderen hing eines an meinem Gürtel und eins war an meinem Oberschenkel befestigt. Außerdem hatte ich eine Pistole hinten in meiner Hose versteckt, die ich jedoch nur im zwingenden Notfall benutzte, da ich keine Munition verschwenden durfte. Vorsichtig, immer auf der Hut lugte ich um die nächste Ecke und kniff verwundert die Augen zusammen. Eine Gruppe Jungen und ein Mann, der mir ein wenig bekannt vorkam, liefen durch die enge Gasse auf mich zu. Ich zog mich zurück und verschwand im Grunde im Schatten den die langen Schatten der Häuser in der untergehenden Sonne warfen. Ich stand an einer Kreuzung und wartete ruhig, bis die Gruppe vorbei war, als sie jedoch näher kamen erkannte ich überrascht, dass sie gar nicht krank waren. Oder zumindest noch nicht so weit fortgeschritten. An sich war das nicht merkwürdig, es gab viele Cranks, die noch nicht so stark von der Krankheit befallen waren. Jedoch war es ungewöhnlich eine so große Gruppe von ihnen hier anzutreffen. Sie kamen an der Kreuzung an und blieben stehen, schienen zu überlegen, welche Richtung sie nehmen sollten und ich schmunzelte unter dem Stück Stoff was ich mir gegen die heiße Luft über Mund und Nase gezogen hatte. Sie entschieden sich einfach geradeaus zu gehen und ich hätte mir an den Kopf schlagen können. Was wollten die denn da? Einer Horde verrückter Cranks in die Arme zu laufen erschien mir nicht als sehr weise. Langsam schlich ich aus dem Schatten auf sie zu, zückte mein Messer und stürzte mich auf den der Jungen, der mir am nächsten stand. Ein asiatischer Junge. Ich packte seinen linken Arm drehte ihn ihm auf den Rücken und hielt ihm die Schneide des Messers an die Kehle.
"Eine falsche Bewegung und du bist tot!", zischte ich ihm bedrohlich ins Ohr. "Und ihr,", rief ich und wandte mich an die Jungen die erschrocken zu mir herumgewirbelt waren. "Wer seid ihr?"
Der Junge, den ich im Polizeigriff hielt wehrte sich, doch ich schob im seinen Arm einfach ein Stück den Rücken hoch, bis er keuchend aufgab. "Also?"
"Lass ihn los!", rief ein dunkelhäutiger großer Junge und wollte auf mich zugehen, wurde jedoch von einem blonden am Arm gepackt.
Ich kicherte leise und bedrohlich: "Erst, wenn ihr mir meine Fragen beantwortet. Wer seid ihr, was wollt ihr hier und warum seht ihr so aus als wollt ihr an einen bestimmten Ort? Und welcher wäre das?"
Die Jungen sahen sich zögernd an, der Blonde warf dem großen noch einen strengen Blick zu, sah dann zu meiner Geisel und richtete seine Augen auf mich. Er trat ein paar Schritte auf mich zu und ich bemerkte ein leichtes Humpeln bei ihm, allerdings keine Verletzung an seinem Bein. Doch da achtete ich vorerst nicht drauf.
"Mein Name ist Newt.", stellte er sich mit leichtem Dialekt vor und fuhr fort. "Das da,", er zeigte auf den Asiaten, der leise wütend zischte und leicht rumzappelte, weswegen ich seinen Arm noch mehr verdrehte. "Ist Minho und das sind~"
"Hey, ich will nicht eure Namen wissen, sondern wer ihr seid!", unterbrach ich ihn. "Woher ihr kommt und was ihr wollt!"
"Newt halt ja deine beklonkte Klappe!", keuchte Minho und ich krallte meine Fingernägel in sein Handgelenk, sodass er kurz aufstöhnte.
"Na los, sags ihm hombre.", sagte der Mann, der wie der große Junge eine gebräunte Haut hatte. Ich musste mir bei seinen Worten ein Lachen verkneifen, 'sags ihm'.
Newt kniff die Augen zusammen und sah mich abschätzend an, bevor er begann zu erzählen: "Na schön. Wir wurden von einer Organisation, die sich ANGST nennt hierher geschickt~"
"Erzähl mir nichts von ANGST!", fiel ich ihm ins Wort. "Alle die hier sind wurden von denen geschickt. Ich will Details!"
"Also...", fuhr Newt fort und warf mir einen vernichtenden Blick zu und dann erzählte er ihre Geschichte.
Von dem Labyrinth, ihrer Flucht, der Herberge, dem Rattenmann, dem Tunnel mit den Quecksilberkugeln, der Wüste, dem Gewitter, wie sie auf Jorge (den Mann) und ein Mädchen namens Brenda trafen, von ihr und einem Jungen, Thomas hies er, bei einer Explosion getrennt wurden und schließlich auf mich trafen. Die ganze Zeit hörte ich aufmerksam und neugierig zu, bis Newt zu der Stelle mit dem Heilmittel kam.
"Heilmittel?", fragte ich hoffnungsvoll. "Es gibt ein Heilmittel gegen den Brand?"
Newt nickte, dann seufzte ich gedehnt.
"Und ihr glaubt denen den ganzen Scheiß auch noch?", wollte ich wissen. "Scheint, als hätte der Brand euer Gehirn schon zur Hälfte aufgefressen."
"Wir haben ja wohl keine andere Wahl oder?", fragte Newt.
"Und selbst wenn, wir haben ja nichts zu verlieren.", fügte der große Dunkelhäutige, der Bratpfanne hieß leise und traurig hinzu und eine Spur Mitleid regte sich in mir.
"Ihr glaubt also wirklich, dass es ein Heilmittel gibt.", wiederholte ich nach einer langen Pause und die Jungs nickte zögernd und ihnen schien plötzlich klar zu werden, wie dumm sich ihre Geschichte anhören musste, doch ich hatte wirklich Mitleid mit ihnen und wenn es wirklich ein Heilmittel geben sollte...Nein! Ich durfte nicht an meine Eltern denken.
"Ihr habt also vor zu diesem sicheren Hafen zu gehen und wollt so wenigen Cranks  wie möglich begegnen?", hakte ich nach und wieder nickten die Jungs. "Nun dann,", ich lies Minho los und gab ihm einen Schups in Richtung der andern. "Geht ihr in die falsche Richtung."
Mit wütend verengten Augen wirbelte Minho zu mir herum. "Warum sollten wir dir glauben? wir wissen ja noch nicht einmal deinen Namen."
Kurz überlegte ich, dann entschied ich, dass er recht hatte.
"Ich heiße Alex.", stellte ich mich vor. "Und ich kann euch einen sicheren Weg aus der Stadt Richtung Norden zeigen, denn wenn ihr in diese Richtung weitergeht, werdet ihr zu 100% von Cranks zum Abendessen verspeist."
"So ein Klonk!", wiedersprach Minho und ich verdrehte genervt die Augen. "Ich wette du lockst uns in eine Falle."
"Ja klar, du Genie, und was hätte ich davon?", wollte ich von ihm wissen und nickte in die Richtung die die Jungs einschlagen wollten. "Scheint, als kriegen wir Gesellschaft.", eine ganze Horde Cranks tauchte aus den Schatte auf und kam langsam auf uns zu und die Jungen wirbelten erschrocken herum. "Also entweder ihr vertraut mir und folgt mir, oder ihr freundet euch ganz schnell mit denen da an. Ich fürchte, ihr habt keine Wahl."
Ohne auf die Reaktionen der Jungs zu warten drehte ich um und lief in die linke Seitengasse, in Richtung eines Hauses in dem wir für die Nacht untertauchen konnten. Wenn sie mir folgen sollten, doch ich hörte hastige Schritte hinter mir.
Ich bog hier um eine Ecke und dort und kam schließlich an einem kleineren Hochhaus an, was von außen noch nicht so zerstört schien, wie die anderen. Schnell öffnete ich die Flügeltür und wartete, bis die Gruppe an mir vorbei in dem Haus war, dann ließich sie mit einem lauten krachen zufallen und verriegelte sie von innen. Das letzte bisschen Sonnenlicht des sterbenden Tages erhellte den Raum leicht und ich konnte sehen, wie die Jungen immer noch außer Atem zur Tür starrten wo ich immer noch angelehnt stand und belustigt zu ihnen schaute.
"Also,", begann ich, lief zwischen den Jungs hindurch auf eine alte halb zerfetzte Matratze in einer Ecke zu, neben der nur ein Stuhl, ein zerbrochener Spiegel und eine alte Lampe standen die nicht mehr funktionierte. "Willkommen in meinem bescheidenen Heim."
Ich zog die Kapuze vom Kopf und das Tuch vor Mund und Nase runter und die Jungen keuchten, als sie mein Gesicht erkennen konnten....
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