Der letzte Stich

SongficDrama / P16 Slash
 Mizuki
25.09.2015
25.09.2015
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So, selbstredend ist Mizuki kein Mädchen, aber das Lied passte meines Erachtens nach einfach so gut in den Kontext. Seht es einfach als eine Metapher für Zerbrechlichkeit, Unschuld an. Ich hoffe es gefällt euch trotzdem c:
Zu dem Pairing gab es noch nicht viel und ich hab mich gefreut dazu eine Geschichte zu erzählen c:
Wenn es euch gefallen hat, so lasst mich das ruhig wissen <3

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Der letzte Stich
Meister, Meister gib mir Rosen,
Rosen auf mein weißes Kleid,
stech die Blumen in den bloßen
unberührten Mädchenleib.


Hallo Mama, Papa,

Es tut mir leid, aber ich kann nicht länger hier bleiben. Denn wenn ich das tue, ersticken meine Träume. Ein normaler Job, heiraten, Kinder ist einfach nichts für mich, es fühlt sich falsch an. Ich habe mir seit Jahren vorgenommen, Tätowierer zu werden sowie ein Ribteam zu gründen und ich werde das auch durchziehen. Bitte sucht nicht nach mir. Lebt wohl,

Mizuki

Ein gutes Mädchen lief einst fort,
verließ der Kindheit schönen Ort;
verließ die Eltern und sogar
den Mann, dem sie versprochen war.
Vor einem Haus da blieb sie steh'n,
darinnen war ein Mann zu sehn
der Bilder stach in nackte Haut,
da rief das gute Mädchen laut:

Meister, Meister gib mir Rosen,
Rosen auf mein weißes Kleid,
stech die Blumen in den bloßen
unberührten Mädchenleib


Mizuki fühlte sich etwas allein, aber auch frei, als er die Straßen von Midorijima entlang lief. Ein Lächeln spielte sich auf sein Gesicht. Er bereute seine Entscheidung nicht. Sie war zwar schweren Herzens, aber nötig gewesen.
Langsam betrachtete er die Schaufenster, bis er eines erblickte, das ihn besonders faszinierte. Es war ein Tattoo-Studio. Darin hingen wunderschöne Designs an der Wand. Die feinen Linien waren ineinander verschlungen und wirkten düster und trotzdem lebhaft. Mizuki verstand nicht viel von Kunst oder Tattoos, aber er war hin und weg davon. Seine Nase hatte er wie ein kleines neugieriges Kind gegen die Scheibe gedrückt. Er beobachtete den Mann, dem dieser Laden wohl gehörte, wie er mit einem Kunden sprach. Für eine ganze Weile rührte er sich nicht vom Fleck, doch dann, als der Kunde weg war, sprang er über seinen eigenen Schatten und trat ein.
„Hallo“, sagte er und blickte sich weiterhin staunend um. Deswegen entging ihm der leicht skeptische Blick, den der Tätowierer ihm zuwarf.
„Was willst du hier?“, entgegnete er ihm, klang allerdings noch freundlich dabei. Auch wenn er sich nicht vorstellen konnte, was er hier wollte, seine Kundschaft war normal deutlich älter.
„Ich will wissen, wie das geht. Zeig mir, wie man Tattoos sticht. Zeig mir deine Designs. Zeig mir deine Welt“, sprudelte es plötzlich aus Mizuki heraus und er strahlte den überraschten Tätowierer mit glänzenden Augen an.
„Ich nehme keinen Auszubildenden an zur Zeit, da ich sehr viele persönliche Aufträge bekomme, tut mir leid“, erwiderte der Tätowierer und lächelte freundlich. Mizuki blickte weg und seufzte. Er fand es wirklich schade, denn die Arbeiten die an der Wand hingen, gefielen ihm sehr. Er konnte sich vorstellen, dass die Leute da Schlange standen und er sich nicht noch um einen Lehrling kümmern konnte. Dennoch blickte er wieder auf, dem anderen in die Augen.
„Na gut. Dann möchte ich gern ein Tattoo von dir haben. Ich vergöttere deine Arbeiten…“, gestand er ihm und lächelte.
„Ich will dir nicht zu nahe treten, Kleiner“, erwiderte der Tätowierer sanft lächelnd und zeigte ihm eine Preisliste, „aber kannst du dir das leisten?“
Mizuki blickte sich die Preise an, welche ihn fast zum Weinen brachten und schüttelte verstört den Kopf. Für einen Moment fühlte er sich furchtbar, aber er wollte einfach nicht aufhören, fest daran zu glauben, dass er es irgendwann noch schaffen würde…
„Aber… ich will trotzdem Tätowierer werden. Und ich werde es schaffen und ich habe mir vorgenommen, eines Tages so gut zu werden wie du“, sagte er selbstsicher und blickte den anderen bestimmt an.
„Viel Glück, Kleiner“, erwiderte der Tätowierer belustigt und grinste. Die Entschlossenheit des Teenagers gefiel ihm.
„Ich bin Mizuki!“, beschwerte Mizuki sich trotzig, weil er nicht als klein betitelt werden wollte. So klein war er doch schließlich gar nicht, oder?
„Freut mich, ich bin Ryuuhou“, sagte der Tätowierer ruhig und lächelte.
„Ebenfalls. Du wirst noch von mir hören, Ryuuhou! In ein paar Jahren!“, verkündete Mizuki lächelnd und verließ mit diesen Worten den Laden.

„Diese Rosen kosten Blut“,
sprach der Meister sanft und gut,
„Enden früh dein junges Leben,
will dir lieber keine geben.“
Doch das Mädchen war vernarrt,
hat auf Knien ausgeharrt
bis er nicht mehr widerstand
und die Nadel nahm zur Hand.


Ein paar Jahre später hatte Mizuki wirklich sein eigenes Tattoostudio. Es lief ganz gut und gerade wurde er immer bekannter. Sein Ribteam Dry Juice nahm auch an Mitgliedern zu und das brachte ihm wiederum neue Kunden ein. Er hatte seinen Traum zur Realität gemacht und fühlte sich mehr als glücklich damit.
So unterhielt er sich gerade mit einem seiner Kunden über ein neues Design und einen neuen Termin. Es dauerte etwas und er bemerkte zuerst den Mann nicht, der ebenfalls in den Laden gekommen war und sich Mizukis Designs an der Wand ansah.
Erst als sein Kunde den Laden verließ, bemerkte er anderen Herrn.
„Hallo, wie kann ich Ihnen helfen?“, sprach er ihn an und schenkte ihm ein aufrichtiges Lächeln. Der andere drehte sich langsam zu ihm um, und erst jetzt bemerkte Mizuki, dass es Ryuuhou war.
„Hallo Mizuki“, sagte er und lächelte ebenfalls.
„…Ryuuhou“, hauchte Mizuki völlig überrascht, denn damit hätte er kaum gerechnet. Dass DER Ryuuhou jemals in seinem kleinen Laden stehen würde. Selbst wenn er damals als Teenager behauptet hatte, er würde noch von ihm hören…
„Ich habe wirklich von dir gehört. Deine Designs sind echt nicht schlecht. Damals habe ich es für einen Scherz gehalten, aber dass du deinen Traum wirklich durchgezogen hast… meinen Respekt hast du, Junge“, sagte Ryuuhou und lächelte. Er freute sich wirklich für ihn.
„Meine Designs sind nicht schlecht? Ohhh danke, das ist wirklich unglaublich lieb von Ihnen“, sagte Mizuki verlegen und wurde auch sofort rot. Dass er mal solch ein Kompliment von seinem Idol und Vorbild bekommen würde, damit hatte er in hundert Jahren nicht gerechnet. Ohnehin kam ihm die ganze Situation ziemlich surreal vor.
„Hör doch auf mit dem ‚Sie‘. Ich wollte dir etwas schenken, Mizuki“, sagte Ryuuhou ruhig und kramte in seiner Tasche. Letztendlich zog er eines seiner Designs hervor und reichte es Mizuki.
„Danke. Wow… hah, wenn ich nur sowas auf der Haut hätte“, sagte er schließlich. Er hatte sich früher immer ein Tattoo von Ryuuhou gewünscht. Und auch jetzt war der Wunsch immer noch da…
„Du kannst doch inzwischen selber alles Mögliche machen. Entwirf doch einfach etwas Ähnliches“, schlug ihm Ryuuhou vor, doch Mizuki schüttelte den Kopf. Langsam ging er näher auf Ryuuhou zu und blickte ihm direkt in die Augen.
„Ich will es aber von dir“, hauchte er, „egal, welchen Preis ich dafür zahlen muss.“
„Oho“, sagte Ryuuhou und lachte leicht, „das ist ja mal eine Ansage. Aber glaub mir, meine Tattoos sind eben nicht für dich bestimmt“, drückte er sich vornehm aus, aber Mizuki fasste es direkt als Beleidigung auf.
„Ich dachte, du magst mich!“, sagte er etwas vorwurfsvoll, während er den anderen Tätowierer trotzig anfunkelte, selbst als dieser ihm über die Wange streichelte.
„Eben deswegen“, sagte Ryuuhou leise und wollte zurückweichen, er konnte das dem anderen einfach nicht erklären, doch Mizuki hielt ihn fest.
„Bitte! Bitte stech mir eins! Bitte… Bitte bitte bitte!“, bettelte er, während er sich an Ryuuhou festklammerte. Wie sein Verhalten wirken musste, war ihm egal. Auf die Tatsache, dass er Ryuuhou ziemlich nahe war, achtete er auch nicht – dennoch konnte Mizuki es wahrnehmen, dass sein Herz angefangen hatte, schneller zu schlagen.
„Hör auf zu betteln, nein“, sagte Ryuuhou lachend, schon ihn aber nicht von sich weg.
„Doch!“, erwiderte Mizuki pikiert.
„Nein“, sagte Ryuuhou lachend.
„DOCH!“, bestand Mizuki erstrecht darauf, auch wenn das vielleicht kindisch war.
„Du bist echt  süß“, erwiderte Ryuuhou und grinste schief, er mochte Mizukis Art wirklich.
„Was?“, Mizuki blinzelte überrascht und hatte sofort die Diskussion vergessen, als sich ein Rotschimmer auf seine Wangen spielte. Als er wenig später Ryuuhous Lippen auf den seinen spürte, vergaß er sowieso alles andere um sich herum.
„Vielleicht stech ich dir eins. Du wirst noch von mir hören“, sagte Ryuuhou lächelnd und mit diesen Worten verließ der den Laden.  

Meister, Meister gib mir Rosen,
Rosen auf mein weißes Kleid,
stech die Blumen in den bloßen
unberührten Mädchenleib

Und aus seinen tiefen Stichen
wuchsen Blätter, wuchsen Blüten,
wuchsen unbekannte Schmerzen
in dem jungen Mädchenherzen.
Später hat man sie geseh'n,
einsam an den Wassern steh'n.
Niemals hat man je erfahr'n,
welchen Preis der Meister nahm.


Das nächste Mal, als Mizuki Ryuuhou sah, war es nicht, weil er sich bei ihm gemeldet hätte. Es geschah vielmehr durch Zufall. Oder doch nicht?
Mizuki wusste nicht so recht, wie ihm passierte, als er neben Virus und Trip herlief. Er wollte doch gar nicht Morphine beitreten zumindest nicht so. Und nun würde er am liebsten alles rückgängig machen, doch es ging jetzt nicht mehr. Nein, seinen Stolz würde niemand brechen, das nahm Mizuki sich ganz fest vor. Morphine war nur ein anderes Team, so viel stärker konnte es gar nicht sein und er würde seinen Kopf schon wieder aus dieser Schlinge herausbekommen, oder nicht? Ein nahezu krankhafter Optimismus, kurz vorm Abgrund…
Alles änderte sich, als er in einen Raum gebracht wurde, der einem Tattoostudio glich. Es wirkte nur ziemlich düster und Mizuki schauderte, als er sich alles betrachtete. Plötzlich trat jemand ein und  berührte seine Schulter, was ihn zusammen zucken ließ.
„Ryuuhou!“, reagierte Mizuki  überrascht, nachdem er sich herum gedreht hatte.
„Ich habe beschlossen, ich steche dir doch ein Tattoo. Den Preis kannst du nicht durch Geld bezahlen“, sagte Ryuuhou und lächelte dabei nicht, wie er das sonst getan hätte. Mizuki fühlte sich ganz und gar unwohl, dabei müsste er sich doch über ein Tattoo von seinem Idol freuen…denn es war doch das, wovon er all die Jahre geträumt hatte, oder nicht?
„Na gut. Danke. Wie du weißt, vergöttere ich deine Arbeiten“, druckste  Mizuki herum. Doch es fühlte sich falsch an. Dabei wusste er nicht mal warum. Er hatte doch nicht gelogen, oder?
„Das hört man doch gerne. Du bist echt süß…“, erwiderte Ryuuhou und legte einen Arm um Mizuki. Sodann zog er ihn ein Stück näher an sich heran. Mizuki hatte wirklich Herzklopfen. Auch wenn er sich sonst nicht wohl fühlte, so wünschte er sich, dass Ryuuhou ihn nochmal küssen würde, so wie damals. Damals, wo er ihm hätte nachlaufen sollen und sich nicht getraut hatte. Doch jetzt, wo er sogar ein Tattoo von ihm bekommen sollte, was hatte er da schon zu verlieren?
„Und es sind auch nicht nur deine Arbeiten, die mich faszinieren“, erwiderte er und blickte ihm in die Augen. Sanft streichelt er an seiner Wange entlang und kam ihm näher.
„Wenn du mich so sehr vergötterst, werde eins mit mir“, schlug Ryuuhou vor und lächelte leicht, während er Mizuki auch näher kam, der ihn für einen Moment etwas verwundert ansah. Doch dann beschloss Mizuki, diesen Vorschlag anzunehmen – und ziemlich plötzlich küsste er Ryuuhou leidenschaftlich.
Es blieb natürlich nicht nur bei einem Kuss. Wenig später lag Mizuki auf der Liege des kleinen Tattoostudios – aber nicht, um sich ein Tattoo stechen zu lassen. Bilder auf seinen inzwischen nackten Körper malten höchstens Ryuuhous Lippen, während Mizukis Herz höher schlug. Ohja, er wollte ihn, und wie er das wollte. Seine Hände wanderten über seinen Körper und was er letztlich in der Hand hielt, gefiel ihm. Ein paar Stiche davon anderer Art – sofern dass der Preis für das Stechen einer Tätowierung sein sollte, konnte er damit locker leben. Und so ließ er sich langsam fallen, gefangen in seiner Lust, während sich ein genießerisches Lächeln auf sein Gesicht spielte, begleitet von leisem Stöhnen, das von Ryuuhou erwidert wurde.
„Na los, stech schon zu“, sagte Mizuki ein kleines bisschen provokant und lächelte schief.
„Wie du wünschst“, erwiderte Ryuuhou und kam seinem Verlangen nach.
Ein lautes Stöhnen entwich Mizukis Kehle, als er ihn endlich in sich spürte. Er verwickelte ihn erneut in einen Kuss. Jeder Stich fühlte sich unglaublich gut an, das war der Unterschied zum tattoowieren. Aber er war sich sicher, dass er nachher bestimmt keinen sonderlichen Schmerz mehr spüren würde, wo er doch das Gefühl hatte, gleich schweben zu können. Dass Ryuuhou nicht nur ein göttlicher Tattoowierer war, konnte man Mizukis Stöhnen entnehmen, während er sich ihm vollends hingab und seine Finger sich tiefer in Ryuuhous Haut krallten. Er konnte kaum noch atmen und doch hielt er für einen Moment den Atem an… Eine süße Weile später erlebte er, wie ein unglaubliches Gefühl begleitet von lautem Stöhnen durch seinen Körper flutete. Atemlos lächelte er Ryuuhou mehr als glücklich an, und fast wäre ihm etwas Patethisches über die Lippen gehuscht. Doch anstatt dessen sagte er nur:
„Ich glaube, ich habe bezahlt“, und grinste schief. Doch zu seiner Überraschung schwand Ryuuhous Lächeln augenblicklich.
„Das war nicht so gemeint. Eigentlich war das hier nur… weil ich dich doch ganz gern haben wollte“, druckste Ryuuou herum und wendete sich von ihm ab, während er sich seine Kleidung wieder zusammensuchte, „der Preis ist ein anderer.“

Mizuki schaute Ryuuhou nur mit großen Augen an. Der Preis war ein anderer? Er konnte sich gar nichts darunter vorstellen und zog sich langsam wieder an. Er blickte unsicher zu Ryuuhou, in der Hoffnung, dass er sich gleich wieder zu ihm umdrehte.
Was auch geschah, nur nicht so, wie Mizuki es erwartet hätte. Ryuuhou drehte sich um und hatte plötzlich die Tattoonadel in der Hand. Er wirkte viel düsterer und in seinem Lächeln lag irgendwie ein irrer Touch.  
„…Du brauchst mich gar nicht so anzusehen, Mizuki, Liebling, wie ich bereits sagte…-“, fing Ryuuou an und lächelte süffisant.
Eigentlich jagte es Mizuki plötzlich einen kalten Schauer über den Rücken, auch wegen Ryuuhous unheimlicher Ausstrahlung. Doch er wollte sich seine Angst nicht anmerken lassen  und unterbrach ihn möglichst selbstsicher:
„Was ist der Preis?“
Ryuuhou grinste nur, während er näher kam und Mizuki auf die Liege drückte und festband, bevor dieser überhaupt realisierte, was mit ihm vor sich ging.
„Der Preis ist deine Identität. Die brauchst du jetzt nicht mehr“, sagte Ryuuhou leise, während sein Grinsen inzwischen durchaus etwas dämonisches an sich hatte und zückte die Nadel. Im nächsten Moment presste er sie in Mizukis Haut. Ein Schrei verließ Mizukis Kehle und allgemein war die Prozedur sehr schmerzhaft. Dabei hielt er doch einiges aus… Aber es war so heftig, dass selbst Mizuki irgendwann schwarz vor Augen wurde.

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Was Ryuuhou mit seiner Aussage gemeint hatte, sollte Mizuki erst herausfinden, nachdem er wieder zu sich gekommen war. Zitternd stand er vor dem Spiegel und betrachtete sich. Auf seinem Hals, wo sich vorher das Zeichen seines Teams befunden hatte, prangte nun ein großes, geflügeltes Herz… Morphine. Echte Tränen rannen über Mizukis Gesicht.
„Gefällt es dir nicht?“, fragte Ryuuhou sarkastisch und sortierte seine Werkzeuge.
„Es ist so … falsch“, wisperte Mizuki und schluckte schwer.
„Warte nur ab. Irgendwann wird es richtig sein“, erwiderte Ryuuhou und näherte sich ihm. Doch bevor er ihn anfassen konnte, rannte Mizuki aus dem Raum. Er wollte einfach nur raus. Irgendwo nach draußen. Doch das konnte er nicht mehr. Und dabei hatte er sich selbst einfangen lassen… Als er letztlich irgendeine Tür nach draußen fand, bemerkte er, dass es unter ihm mächtig in die Tiefe ging und blickte auf die Stadt. Es regnete heftig und Mizuki wurde nass, doch das störte ihn nicht. Er konnte den Distrikt wiedererkennen, wo er herkam. „Das ist Dry Juice Gebiet“, hauchte er leise. Fest umfasste er das Geländer. Tränen liefen seine Wangen herunter, während er einsam in der Dunkelheit stand. Seine Freunde, wo waren sie jetzt? Er hatte sie alle ins Verderben geführt. Für einen Moment überlegte er, über das Geländer zu  klettern. Doch als er sich in Bewegung setzte, wurde ihm erneut schwarz vor Augen.

Meister, Meister gib mir Rosen,
Rosen auf mein weißes Kleid,
stech die Blumen in den bloßen
unberührten Mädchenleib

Meister, Meister gib mir Rosen,
Rosen auf mein weißes Kleid,
stech die Blumen in den bloßen
unberührten Mädchenleib


Es dauerte keine Minute, doch als Mizuki seine Augen dieses Mal wieder öffnete, war er nicht mehr er selbst…

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