Ein Hoch auf Tracy!

von - Leela -
GeschichteAbenteuer / P12
Eddie Futura Jake Prime Evil Scared Stiff Tracy
24.09.2015
24.09.2015
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Ein Hoch auf Tracy!

In diesem Jahr hatten sich die zwei Ghostbuster-Pärchen etwas besonders für Tracy zum Geburtstag überlegt. Eddy wußte, das würde für ihn eine Kraftprobe, denn es war eine Fahrt auf einem Bananenmississippidampfer, mit Bananenbuffet, Dschungelambiente und Urwaldmusik. Es war nicht so, daß der Brünette keine Bananen mochte. Seit der Gorilla es mit seiner Liebe zu Bananen aber etwas übertrieben hatte, konnte Eddy einfach keine Bananen mehr sehen.
      Tasha, Jake und Futura hatten aber bereits signalisiert, ihm beizustehen. Immerhin gönnten sie alle Tracy das Vergnügen zu seinem Geburtstag. Dafür hatte Eddy sich im Gegenzug zu seinem Geburtstag einen Tag ganz ohne Bananen gewünscht.
      „Vielleicht haben die ja auch andere Sachen!“ versuchte Futura ihn zu beruhigen.
      „Darauf würde ich nicht wetten!“ bemerkte Eddy und verschwieg, daß die bloße Präsenz von Bananen mittlerweile ausreichte, um ihn elektrisieren zu lassen.

Nun war es jedenfalls soweit. Die fünf Kameraden standen am Hafen, als das große gelbe Schiff im Bananendesign ankam.
      „Einen Bananendampfer habe ich mir immer anders vorgestellt!“ gestand Jake.
      Futur lachte. „Das hier ist ein Bananen-Ausflugsdampfer! Kein Transportschiff – obwohl es heute wohl auch Bananen transportiert.“
      Tracy, der bislang noch nichts von seinem Glück geahnt hatte, stand staunend am Kai. Die vier Freunde hatten es tatsächlich geschafft, die ganzen Planungen geheim zu halten, bis sie hier eingetroffen waren. Der Gorilla konnte sein Glück kaum fassen, als das große Boot im Stil eines Mississippi-Dampfers direkt vor ihnen hielt. „Für mich?“
      „Ja, aber nur heute!“ spezifizierte Jake vorsichtshalber und machte eine einladende Geste.
      Sie wurden von zwei »Bananenmädchen« empfangen; zwei brasilianische Schönheiten, die Bananen um die Hüften trugen und ihre Gäste in’s Innere des Schiffes geleiteten. Das Geburtstagskind ging voran, die anderen folgten ihm auf das Schiff.

Eddy hatte es geahnt! Bananen, wohin das Auge reichte! Nicht nur, daß der Mississippi-Schaufelraddampfer aussah wie eine Banane, es gab Bananentischdecken, Bananenservietten, Bananendeko, Geschirr mit Bananendesign, sogar Bananenmusik lief im Hintergrund, vom »Bananaboatsong« über »Alles Banane«, »Banana Joe« oder »Zwei Apfelsinen im Haar« bis hin zu »Theo, mach mir ein Bananenbrot«. Tasha konnte es nicht lassen, Theo durch Eddy zu ersetzen, als sie bei Bananenkuchen, Bananentorte und Bananentee zusammensaßen, was der Mollige mit einem Augenrollen quittierte. Da half es auch nichts, daß sie argumentierte, daß sein Name am besten von ihnen auf den Song paßte, um Tracy eine Freude zu machen.
      Das Thema riß nicht ab, als es an das Geschenkeauspacken ging. Jake hatte für Tracy eine Bananenkrawatte, von Futura bekam er eine Flasche »Eau de Banan« und Tasha schenkte ihm eine DVD-Box von den »lustigen Bananen«, einer Cartoonreihe für Kinder, von der sie wußte, daß sie aber auch den Gorilla begeisterte. Eddy hatte für ihn ein Gesellschaftsspiel, »Urwaldrallye« nannte es sich, und zumindest kamen auch Bananen darin vor, auch wenn es nicht das Hauptthema war. Tracy freute sich darüber ebenso sehr wie über die anderen Geschenke. „Können wir vielleicht nachher spielen!“ schlug er vor.
      Jake sah auf die Verpackung. „Vier bis sechs Spieler, ab sechs Jahren.“ Er zuckte bedauernd die Schultern. „Tut mir leid, Tracy, aber Eddy und Tasha sind noch zu jung dafür!“ Er hatte kaum ausgesprochen, da hatte er sich von seiner Cousine auch schon einen Tritt eingefangen. „Wenn hier jemand zu jung ist, dann ist es deine Freundin! Und damit sind wir immer noch genug Spieler!“
      „Keine Chance! Ich spiele auch mit, und wenn ich euch dafür mit in die Zukunft nehmen muß!“ lachte Futura.
      „Dann bin ich froh, daß da nicht etwas wie ‚Im Alter von 6 bis 100‘ draufsteht!“ frotzelte Jake. „Sonst würdest du alleine spielen müssen!“
      Eddy freute sich indes, daß sein kleines, diplomatisch gewähltes Geschenk so gut ankam.
      Tracy schenkte indes noch einmal Bananentee aus an diejenigen, die mochten.
      „Noch ein Stück Bananentorte…?“ Futura fragte schon sehr vorsichtig, als sie Eddy ansah, und der überlegte. „Hast du noch ein Stück von der Sorte mit den Kirschen?“
      „Von der Kiba-Torte? Ja!“ Die dunkelhaarige Zauberin lächelte und reichte ihrem Kameraden ein Stück.
      Eddy rang sich ein Lächeln ab. Wenn es in diesem Rahmen blieb mit den Bananen, dann war es für ihn okay. Zumindest mußte er den Bäckern zugestehen, daß sie etwas von Kuchen und Torten verstanden.

Nachdem der offizielle Kaffee & Kuchen-Teil und der Moment des Geschenke-Auspackens vorüber waren, hatten die Gäste des Bootes Zeit, sich gemütlich umzusehen. Eddy hatte es sofort nach draußen an die Reling gezogen, wo er die Umgebung überblicken konnte. Dort stand er mit Tasha, die einen Prospekt in der Hand hielt und mit ihm die Route nachvollzog, die der Dampfer nehmen würde. Nach einer Weile verstaute sie den Prospekt wieder und rückte näher in Eddys Arme, um die Aussicht mit ihm zusammen zu genießen. Für Eddy kam es doppeltem Glück gleich: Zeit mit seiner Freundin, und ohne Bananen!
      Jake, Futura und Tracy saßen noch eine Weile in dem Aufenthaltsraum zusammen und unterhielten sich. Jake war zu Futura herübergerückt und hatte den Arm um sie gelegt, Und Tracy hatte sich bequem auf seinem Stuhl zurückgelehnt, die Arme hinter dem Kopf verschränkt, die Teetasse in einer Hinterhand haltend.
      Die Bananenmädchen räumten indes das Kaffeegeschirr ab und stellten kleine Schüsseln mit getrockneten Bananenscheiben und Bananenkeksen für einen kleinen Zwischensnack bereit. „Ist alles zu Ihrer Zufriedenheit? Haben Sie vielleicht noch einen speziellen Wunsch?“ erkundigte sich eine dunkelhäutige Schönheit mit lockigem schwarzen Haar.
      „Alles bestens!“ erklärte Jake mit einem Lächeln, als auch der Gorilla in beseeltem Zustand keine Anstalten machte zu intervenieren. „Wieviel Zeit haben wir denn jetzt bis zum Buffet?“
      „Das Buffet wird heute Abend auf der Rückfahrt serviert.“ erklärte sie. „Wir fangen gleich schon an umzuräumen, aber lassen Sie sich davon nicht stören.“
      Jake nickte. Dann sah er von Futura zu Tracy. „Das heißt, wir haben jetzt schön Zeit, die Fahrt zu genießen. Wollen wir mal zu Eddy und Tasha nach draußen sehen?“
      Er bekam zweifaches bestätigendes Kopfnicken, und so erhoben sie sich von ihren Plätzen und verließen ebenfalls den Aufenthaltsraum.
      Das Wetter war wunderschön für eine Fahrt auf dem Bananendampfer. Es war warm, aber nicht zu heiß, und die Luft war klar, und frisch von der natürlichen Umgebung. Die Bäume an den Seiten spenden Schatten, und trotzdem brach die Sonne noch genug hindurch, um daß es den Gästen nicht zu kalt wurde.
      „Schau mal, alles extra nur für dich!“ lächelte Tasha den Gorilla an.
      Der grinste zurück. „Gut organisiert!“
      „Das will ich meinen!“ Eddy schaffte, bei seinem Satz keine Miene zu verziehen, wobei die anderen kaum an sich halten konnten zu lachen.

Später, als sie gemeinsam an Deck standen und über das Wasser sahen, ging Futura eine Weile allein auf Erkundungstour und sah sich auf dem Boot um. Obwohl es nicht allzu groß war, brauchte sie eine Weile bis an’s andere Ende, vorbei an der Kabine mit dem Bananenbuffet, das gerade von den Bananenmädchen wieder neu hergerichtet wurde. Bananenauflauf, Bananenpizza, Bananensalat und mit Bananen überbackene Schnitzel standen auf dem Programm, wie sie anhand der kleinen Hinweisschilder bemerkte, und ein Stück weiter sah sie eine Pfanne, in der flambierte Bananen gemacht werden sollten. Sie mußte leicht schmunzeln bei dem Gedanken an den armen Eddy. Bei diesem Anblick fragte sie sich auch, ob Tracy der Bananen niemals überdrüssig werden würde.
      Am Heck angekommen sah sie sich neugierig auf dem Deck um und fand zwei Treppen. Eine führte in die Tiefe, vermutlich in den Maschinenraum. Sie spähte neugierig in die Dunkelheit hinab und sah plötzlich eine goldgelbe Gestalt zwischen den Kurbeln und Turbinen, die ihr im ersten Moment wie die Scared Stiffs erschien. ‚Nein, das kann nicht sein!‘ Sie schmunzelte über sich selbst und wandte sich zu der anderen Seite um. Die andere Treppe führte auf das Dach der Passagierkabine. Wenn sie sich nicht täuschte, war dort die Brücke, von wo aus der Bananenkahn gesteuert wurde.
      Ihre Neugierde siegte, und so stieg sie vorsichtig hinauf, nur um einen kleinen Blick zu erhaschen. Sie konnte von den letzten Stufen aus bereits bis zum Führerstand sehen. Durch die offene Tür der halbhoch verglasten Kabine konnte sie die imposante Gestalt des Kapitäns ausmachen. Dann stutzte sie. Sie sah einen roten Mantel wehen… Für eine Sekunde spürte sie, wie ihr die Farbe aus den Wangen wich. Dann gemahnte sie sich zur Ruhe. ‚Nein. Das kann nicht sein!‘ Doch dieser kurze Eindruck ließ ihr keine Ruhe. Und so beschloß sie, auf Nummer Sicher zu gehen und schlich sich auf das Dach der Kabine. Schnell huschte sie in eine Deckung hinter einer Holzkiste und ein paar zusammengerollten Tauen und schob sich näher. Als sie den Kapitän näher sehen konnte, stockte ihr der Atem! Jetzt konnte sie auch die stahlblaue Maske sehen, grüne, geisterhafte Haut, und mit klauenartigen Nägeln bewehrte Finger, die auf dem Steuer ruhten. Prime Evils Blick ging geradewegs auf das Wasser hinaus, und er schien guter Dinge zu sein.
      ‚Was passiert hier?‘ schoß es Futura durch den Sinn. Dann schaltete sie schnell. Sie mußte die anderen warnen! Sie bemühte sich, sich in der Eile nicht zu verraten, als sie die Treppe wieder nach unten lief und sich beeilte, zurück zu ihren Freunden zu kommen.

Jake, Eddy, Tasha und das Geburtstagskind hatten von alldem noch nichts mitbekommen. Sie genossen noch immer die Fahrt und unterhielten sich prächtig, als sie gemütlich auf der Reling am Bug lehnten und den Blick fasziniert zwischen dem Wasser und den naturgesäumten Ufern hin- und herschweifen ließen. Eddy und Tasha hatten ein Spiel daraus gemacht, wer welche Tiere in den Wäldern entdeckte, Jake versuchte, Fische im Wasser zu entdecken und Tracy ließ sich den Fahrtwind beseelt durch das Fell brausen.
      Anstatt die gesamte Geburtstagsgesellschaft in Aufruhr zu versetzen, zog Futura ihren Freund beiseite. „Jake! Was habt ihr da um Himmels Willen für eine Fahrt gebucht?“
      Der blonde Teamchef stutzte irritiert. „Wie meinst du das? Wir haben bei der Tourismus-Gesellschaft angerufen und einen Themendampfer organisiert! Mehr nicht! Warum?“
      „Prime Evil sitzt am Steuer!“ schoß die Zauberin heraus ohne nachzudenken.
      Zum ersten Mal seit langem sah sie ihren Freund sprachlos. Dann stahl sich ein Lächeln auf Jakes Lippen. „Ja. Klar!“
      „Ich meine es ernst!“ zischte Futura. „komm mit!“
      Verwirrt folgte der Teamchef seiner Freundin, und so ließen sie die Geburtstagsgesellschaft allein.
      Tracy, Eddy und Tasha hatten das Geschehen um sie herum nicht einmal richtig registriert. Sie lehnten gemeinschaftlich auf der Reling und genossen den Ausblick.
      „Und, gefällt dir dein Geburtstag denn?“ erkundigte sich Tasha.
      „Oki Doki!“ erwiderte Tracy beseelt.
      „Naja, wenigstens ist es schön ruhig und gemütlich.“ bekannte Eddy.
      Er hatte kaum ausgesprochen, als der Bananendampfer plötzlich eine ungeahnt harte Wendung vollzog. Die plötzliche Kurve warf die drei Freunde fast aus dem Gleichgewicht, und der Gorilla hatte sich geistesgegenwärtig gegen das Deck gestemmt, um den Sturz seiner beiden Freunde aufzuhalten. Eddy atmete durch und freute sich gerade, daß sie diese Wendung nicht in die andere Richtung vollzogen hatten. Er wußte, er hätte das Gorillagewicht nicht abstützen können.
      Tasha zog sich alarmiert am Geländer wieder hoch und hatte schon ganz andere Sorgen. „Was macht der denn da? Wir kollidieren gleich mit dem Ufer!“
      „Nein! Schaut…“ Tracy hatte schneller entdeckt, was vor sich ging und machte seine beiden Kameraden darauf aufmerksam.
      Die beiden staunten nicht schlecht, als sie in einen Seitenarm des Flusses steuerten, der fast unscheinbar zu ihrer rechten gelegen hatte. Dichte, grüne Vegetation kratzte an dem Rumpf des Bootes entlang, als es in einen Seitenarm einbog, und die drei traten vorsichtig ein paar Schritte zurück, um keine Zweige in’s Gesicht zu bekommen. Nach einer kurzen Passage durch das Dickicht lag der Blick auf einem etwas schmaleren Flußlauf frei, und die Fahrt ging ungehindert weiter.
      „Wo geht es denn hierhin…?“ fragte Tasha irritiert. „An diese Abzweigung kann ich mich gar nicht erinnern!“
      Tracy zückte bereits nachdenklich eine Flußkarte und kratzte sich verwirrt am Kopf.
      „Wie auch immer!“ rief Eddy derweil aufgeschreckt und zeigte mit Panik im Blick nach vorne. „Da kommt etwas auf uns zu!“
      Tracy und Tasha erkannten auch die Stromschnellen, die über einige scharfkantige Felsen führten, nur einen Moment später. Das Geburtstagskind warf vor Schreck die Karte von sich.
      „Was haben die denn vor?“ entfuhr es Tasha beklommen, als das Boot schon in’s Schlingern geriet, und sich die drei festhalten mußten, um nicht von den Füßen gerissen zu werden.
      „Ob das normal ist?“ wunderte sich Eddy.
      „Keine normale Route!“ bestimmt der Gorilla. „Vielleicht verfahren!“
      „Willst du mal nachsehen?“ fragte Tasha beklommen.
      „Oki Doki!“ Schwankend unter dem sich in alle Richtungen neigenden Deck machte sich der Gorilla auf den Weg zum Heck des Schiffes.

In der Zwischenzeit hatten sich Futura und Jake in der Deckung beim Führerstand verschanzt. Von hier konnten sie auf den breiten, rotbemantelten Rücken Prime Evils schauen. „Was habe ich dir gesagt?“ zischte Futura.
      „Aber was macht er hier? Und wie kommt er her?“ wunderte sich Jake leise.
      „Das ist doch ganz egal! Wir müssen zusehen, daß wir ihn loswerden, bevor noch schlimmeres passiert!“ Futura konnte sich bei einem plötzlichen Rucken nicht mehr halten und fiel rückwärts. Sich das Hinterteil reibend setzte sie sich wieder auf.
      Jake musterte sie besorgt. „Du hast Recht. Es geht schon los.“
      „Probieren wir, ihn zu dematerialisieren?“ Futura strich die dunklen Strähnen zurück, die ihr wild in’s Gesicht gefallen waren. „Es hat ja schon einmal gut geklappt, wenn wir mein Multigem mit dem Dematerialisator kombinieren.“
      Jake schaute unschlüssig. „Aber jemand muß das Schiff steuern! Kannst du das?“
      Futura überlegte. „Tracy könnte sicher!“
      Jake atmete durch und nickte. „Gut.“ Das Boot schlingerte mittlerweile bedrohlich. „Wir dürfen keine Zeit verlieren! Ich habe aber nur einen Minidematerialisator für den Notfall bei mir…“
      „Für den Moment muß das reichen. Wenn du ihn damit nicht ganz erwischst, kannst du ihn vielleicht aber schwächen oder in Schach halten.“ Die große schlanke Frau nahm bereits das Multigem von ihrem Hals ab. Gemeinsam präparierten sie den Dematerialisator.
      Jake sah ein wenig beklommen auf das Resultat. Er wußte, daß der Minidematerialisator gute Dienste leistete, aber nicht mit der Energie seines großen Bruders mithalten konnte. Hoffentlich würde die Kombination mit Futuras Edelstein ausreichen, um ihn und seine Freunde zu schützen. „Gehst du nach Tracy sehen, und ich kümmere mich um Prime Evil?“
      Futura nickte und machte sich sofort auf den Weg, während Jake bereits in eine gute Position pirschte, um den Herrn des Bösen in’s Visier zu nehmen, der von alldem anscheinend noch nichts mitbekommen hatte – oder sich nichts anmerken ließ. Die Zauberin aus der Zukunft mußte gar nicht weit gehen. Tracy kam ihr bereits auf der Treppe entgegen. „Tracy! Gut, daß du kommst!“ begrüßte sie ihren Kameraden, der mit besorgter Miene den Weg nach oben angetreten hatte. „Prime Evil ist am Steuer!“
      „Prime Evil?“ entfuhr es dem Erfinder verblüfft. „Bist du sicher?“
      „Ja! Jake macht sich bereit, ihn zu dematerialisieren, aber wir brauchen jemanden, der die Steuerung des Schiffes übernehmen kann. Kannst du so etwas?“
      „Oki Doki!“
      Schnell huschten die beiden wieder nach oben, in die Deckung zurück.
      Jake registrierte beruhigt, daß seine beiden Teamkollegen in der Nähe waren, und noch beruhigter war er, als die beiden das Zeichen gaben, daß alles nach Plan klappte. Jetzt brachte Jake sich in Position, bemühte sich, den Wellengang auszugleichen und eine stabile Lage zu finden, um den Dematerialisator nicht zu verreißen, zielte direkt auf die große Statur Prime Evils und schoß. Der Strahl des Dematerialisators zischte der Silhouette des Dämonenfürsten entgegen, prallte aber ein Stück vorher wie von einem unsichtbaren Kraftfeld ab, ging fehl und zog über die Köpfe von Futura und Tracy hinweg, so daß die beiden sich erschrocken duckten. Jake schnappte geschockt nach Luft. „Was war das denn?“
      Der Kapitän in seinem Mantel schwebte unbeeindruckt an den Kontrollen, den Blick geradeaus auf das Wasser gewandt. Das Schiff neigte sich gefährlich zu den Seiten, als es zwischen den Felsen hindurch schlingerte, kippte nach vorne und hinten und drohte ein paar Mal, sich zu drehen, umzukippen oder zu kentern.
      „Was machen wir denn jetzt?“ rief Futura, als sie rückwärts stolperte und gegen Tracy knallte, der sie abfing. Sie begrüßte es, in dem weichen Fell ihres Kameraden zu landen, besonders nach dem unsanften Aufprall auf dem Boden bei dem Mal zuvor.
      Jake sah ratlos drein. Er wagte nicht, noch einmal zu schießen. „Besprechung, unten, schnell!“
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