Das Auge des Teufels

GeschichteFreundschaft, Übernatürlich / P12
Krabat Lyschko OC (Own Character)
23.09.2015
18.11.2019
29
35.139
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23.09.2015 827
 
Hier ein paar Informationen vorweg:
-Ich habe mich größten Teils auf das Buch konzentriert. Ein paar Personen und Szenen sind jedoch aus dem Film entnommen zb. Das Ende, weil es, meiner Meinung nach, besser war.
-Die Copirights kommen ans Ende der Geschichte, weil sie, meiner Meinung nach, nur nerven.
-In meiner Geschichte gibt es, wenn auch nur Ansatzweise Boy x Boy.

Viel Spaß beim lesen

"Vergesst nicht: dieser Zauberspruch ist der bekanntlich stärkste von allen. Niemand von euch wird je in der Lage sein eine Formel zu erschaffen, die auch nur ansatzweise so stark ist wie diese. Ihre Macht ist grenzenlos! Ich bringe ihn euch nur bei, damit ihr euch im äußersten Notfall wehren könnt gegen andere Meister mit Bösen im Sinne, sehr bösen." Boschek, der dieses Jahr Altgeselle geworden war, war inzwischen hellhörig geworden. Eine Zauberformel, dachte er sich, die dem Jenigen der sie vollführte beinahe unendliche Macht verlieh, war gar nicht mal so schlecht. Wort für Wort prägte er sich den Spruch ein, doch bei der letzten Zutat zuckte er zusammen und ein eiskalter Schauer ließ ihn eine Gänsehaut bekommen.

Abends stand Boschek am hölzernen Zaun gelehnt, dem Weg hin zum Wald. Die untergehende Sonne färbte den Himmel in ein blutiges rot. Zum tausensten Mal sagte er in Gedanken die Formel auf, doch auch dieses Mal sträubten sich seine Nackenhaare als er bei der letzten Zutat angelangt war. "Was hältst du eigentlich von dem neuen Zauberspruch?" Er schreckte zusammen, so dass er sich einen Splitter im Holzzaun holte. Fluchend hielt er sich die Hand. Kigan jedoch zeigte keinerlei Mitleid, stattdessen wartete er mit einem schadenfreudigen Grinsen auf die Antwort seines Mitgesellen. Boschek verachtete ihn, noch mehr als die anderen es taten. Kigan war ein schlaksiger Bursche mit kindischen Augen. Seine Haare waren nachtschwarz, mit einem merkwürdigen Schimmer. Die meiste Zeit über tat er nichts anderes als seine Mitgesellen zu belauschen und im Schleichen war er schon immer gut gewesen. Sonst war über ihn nur noch zu sagen, dass er sehr faul und eigennützig war.
„Ich kann mich nicht erinnern dich gerufen zu haben!"  sagte Boschek mit deutlicher Verabscheuung im Unterton. „Na, na, dann wäre ich auch nicht gekommen und jetzt hab dich nicht so. Ich habe dich doch nur etwas gefragt." ,sagte sein Gegnüber mit einem widerlich hinterlistigen Grinsen. Er kam mit schnellen jedoch lautlosen Schritten auf ihn zu und lehnte sich mit dem Rücken gegen den Holzzaun. Dabei warf er einmal seine struppigen Haare nach hinten, die ihm bis über die Schulterblätter reichten. „Du würdest ihn gerne ausprobieren, aber das kannst du dir nun wirklich abschminken. Als ob jemand so inkompetend wie du das schaffen würde!“ sagte er dann ohne auch nur mit der Wimper zu zucken. Boschek  spührte wie die Wut in ihn hoch kam. Inkompetent? Wer war hier der Altgeselle geworden? Er wollte sich nicht gefallen lassen, von einem Lumpen wie ihn beleidigt zu werden!
Kigans Lächeln wurde beim Anblick des Altgesellen nur noch niederträchtiger. Er liebte es ihn um seine Gedult zu bringen.
„Du wirst schon noch sehen. Ich werde diesen Zauber bewältigen und damit diese grausame Welt ins Unheil stürzen!" Boschek drohte Kigan so sehr mit der Faust, dass dieser etwas zurück weichen musste. Doch dieser lachte nur laut auf. Es war ein helles, aufgekratztes Lachen. „Du bist ja sehr überzeugt von dir selber, aber nagut, wenn du es mir so gerne beweisen willst? Ich hatte ohnehin vor eine Wette mit dir einzugehen!" „Auf deine Wetten kann ich verzichten du schlechter Verlierer und jetzt hau ab!" unterbrach Boschek ihn und lief in Richtung Mühle. „Der Gewinner ist der Jenige, der als erster den Zauber vollendet und kriegt damit natürlich die Weltherrschaft. Der Verlierer hingegen muss als Strafe für alle Zeit den Diener spielen." Auf halben Wege hielt Boschek an und räusperte sich. „Ein Diener hm? Den werde ich bestimmt gebrauchen können.“ Er wünschte sich wirklich Kigan leiden zu sehen. Er wollte ihn erfolglos um seinen Tod flehen sehen. Er würde ihn zur Rechenschaft ziehen.
„Gut, die Wette gilt." „Siehst du?" ,sagte Kigan vorwürfig als er wieder mit lautlosen Schritten an ihn vorbei lief. „Das war doch gar nicht so schwer." Alleine blieb Boschek im mittlerweile Halbdunkeln zurück. „Das muss ein Ende haben!" flüsterte er matt bevor er schnellen Schrittes seinen Mitgesellen folgte

Das war das letzte Mal, dass die beiden miteinander gesprochen haben. Am Silvesterabend fanden sie Kigan im Heu der Pferde, doch war er keineswegs unter normalen Umständen gestorben. Sein Mund wurde zu einem Grinsen zugenäht. Auch an der Stelle wo einst sein Herz schlug, war nur eine klaffende Wunde mit einer Nahtspur. Seine Beine sahen aus, als hätte jemand drauf eingeschlagen. Blut Spuren gab es keine. „Es ist besser so." ,sagte sich Boschek. „So kann mir keiner mehr zuvor kommen!" Doch tief im Inneren wusste er, dass seine Wette mit dem Auge des Teufels noch nicht zu Ende war...
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