Wo Man(n) hingehört

GeschichteRomanze / P16 Slash
Furuya Satoru Kuramochi Youichi Miyuki Kazuya Sawamura Eijun
19.09.2015
06.12.2015
6
12.879
7
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19.09.2015 1.632
 
So meine Lieben,


ich freue mich, dass ihr zu meiner neusten „Ace of Diamond“ Story gefunden habt. Dieses Mal gibt es etwas mehr als einen One-Shot. Die Story ist fertig und wird regelmäßig gepostet werden.


Viel Spaß mit dem ersten Teil.


Eure Vampir_Addict


PS: Charaktere gehören dem Autor Yūji Terajima und sind für meine Story nur ausgeliehen.






„The Box“




Eijun saß im Chill-Out-Bereich, trank aus seiner Flasche Bier und blickte hinab auf die Menschenmenge, welche sich rhythmisch zur Musik bewegte. Er war auf der Suche nach etwas Interessantem, etwas das ihn herausforderte und nicht einfach nur irgendein Kerl der einfach nur geil war. Doch er saß hier bereits seit einer Stunde und er hatte noch nicht mal ansatzweise was Gutes gesehen.

Er hatte keine Probleme mit dem Abschleppen von Fremden, genau genommen war er sogar ziemlich gut darin, jedoch konnte dies auch teilweise langweilig werden, wenn er keine Herausforderungen mehr gab. Er sah gut aus, konnte unglaublich charmant sein und das was für ihm wichtig war: Er war intelligent und diese Eigenschaft schätze er auch an den Männern, welche er mit nach Hause nahm.

„Was ist los Eijun?“, fragte ihn Okumura, einer seiner Begleiter und ein sehr guter Freund.

„Nichts, das ist ja das Problem“, sagte Eijun, welcher so langsam frustriert war. Okumura sah ihn an und Eijun wusste, dass dieser sich ein Grinsen verkniff.

„Niemand Interessantes dabei, was?“, sagte er wissend.

„Nein“, seufzte er und ließ seinen Blick erneut über die Menge schweifen. Die Bässe wurden für einen Moment lauter, da neue Gäste den ruhigen Bereich betraten, doch auch diese konnte Eijun`s Interesse nicht wirklich gefangen nehmen.

„Ich geh mal an die frische Luft“, sagte er und verließ seinen Begleiter, welcher nur nickte.

In wenigen Minuten hatte er den Club verlassen und befand sich im Hof vom „The Box“. Er zog seine Zigarettenschachtel heraus, fischte eine der ungesunden Stäbchen heraus und zündete sie an. Eijun sah sich wieder suchend um, doch leider war auch hier nichts bei, was sein Interesse wecken konnte.

Seine Zigarette neigte sich langsam dem Ende zu, er schloss genießerisch die Augen, um die letzten Züge zu genießen. Und dann hörte er es. Es war ein Lachen. Ein Lachen, welches ihn eine sofortige Gänsehaut über den ganzen Körper jagte. Es war nicht mal, dass es einen besonders schönen klang hatte, sondern viel mehr die Tatsache, dass mehr hinter diesem Lachen steckte. Es klang sarkastisch, gemein und hinterhältig. Eijun schmunzelte, öffnete die Augen und sah in die Richtung aus der er das gruselige Lachen gehört hatte.

Sein Blick traf auf einen jungen Mann, braunes Haar, Brille und Augen stecken da hinter, welche Eijun ein weiteres Mal eine Gänsehaut bescherten. In diesen Augen, sah er Schalk, Intelligenz und sowas wie pure Belustigung. Er konnte das freche Glitzern bis zu sich funkeln sehen und er fragte sich augenblicklich wer dafür verantwortlich war. Und er bekam seine Antwort.

„DU BIST SO EIN ARSCHLOCH!“, wurde der Brillenjunge von einem anderen Typen angekeift. Doch der Brillenjunge zuckte nicht mal mit der Wimper, sondern sah eher so aus, als wäre er noch mehr über die Reaktion des anderen begeistert. Eijun sah wie sich die Lippen des Angebrüllten teilten, konnte aber leider nicht verstehen was er sagte. Im nächsten Moment konnte er nur sehen, dass der Typ, welcher ihn gerade noch als Arschloch bezeichnet hatte,  um den Hals fiel und küsste. Eijun war überrascht, als er sah, dass der Kuss erwidert wurde und auch irgendwie enttäuscht. Der hatte wirklich Potenzial gehabt, dachte Eijun leicht eifersüchtig. Er zog sich noch eine weitere Zigarette aus seiner Schachtel und beobachtete beim Rauchen das Grüppchen mit großem Interesse.

Die Gruppe bestand aus vier Männern. Eijun schätze sie auf ein Alter von ca. 20 Jahren. Der, welcher den Brillenjungen geküsst hatte war der Größte in der Gruppe und so überhaupt nicht Eijun`s Typ. Bei den anderen Beiden, konnte er auf den ersten Blick sagen, dass sie Hetero waren und sowieso nicht in Frage kamen.

Eijun drückte den Glimmstängel aus und warf einen letzten Blick zur Gruppe. Doch gerade als Eijun sich abwenden wollte, blickten ihn funkelnde Augen, hinter zwei Brillengläsern, direkt an. Wow, dachte Eijun. Er selbst wusste, dass er bei jeglichen Geschlecht gut ankam, ob Männchen oder Weibchen, wenn er wollte, konnte er alles und jeden flachlegen.

Der Blick des Brillenjungen ließ für Eijun keine Fragen offen, außer vielleicht die, warum er ihn so ansah, obwohl sein Freund direkt neben ihm stand. Und Eijun wusste genau, dass diese beiden nicht nur eine einfache Affäre miteinander teilten. Denn Brillenjunges Freund, hatte ihre Hände fest miteinander verbunden und auch jede weitere Interaktion zwischen den Beiden, welche Eijun die letzten Minuten beobachten konnte, hatte darauf schließen lassen, dass sie ein Paar waren. Der kleine Brillenjunge war wirklich dreist, dachte Eijun aber viel wichtiger fand er, dass ihn dies tierisch antörnte.

Er stand nicht wirklich darauf bestehende Beziehungen zu gefährden oder gar völlig zu zerstören, aber dieser Typ war einfach zu heiß. Außerdem hatte sein Kopf-Kino angefangen Bilder zu produzieren, welche er ganz schnell in die Tat umsetzen wollte.

Eijun schenkte den Brillenjungen ein schiefes Grinsen, bei dem er wusste, wie es beim Brillenjungen ankommen würde. Es war eines von der Sorte was Alles sagte was nötig war. So ungefähr wie: „Ich weiß genau was du willst, aber traust du dich auch es dir zu holen?“. Eijun sah wie Brillenjunge schluckte und wie aus einer Trance zurückkehrte. Er wandte sein Gesicht ab und sah schließlich, Eijun würde fast sagen schuldbewusst, zu seinem Freund. Eijun konnte nicht anders und lachte laut auf. Er hatte die sofortige Aufmerksamkeit der Umstehenden, doch sein Blick galt nur den Brillenjungen, welcher ihn etwas erschrocken ansah. Eijun zwinkerte ihm zu und ging schließlich wieder ins Innere des Clubs.

Vielleicht würde das doch noch ein Interessanter Abend werden, denn eines war er sich sicher: Er würde diesen Brillenjungen wiedersehen.



*




Eijun bewegte sich in Rhythmus der Menge, spürte wie Arme, Hände, Fingerspitzen nach seiner Haut gierten. Er spürte Körper, welche sich an ihm pressten, Erektionen die sich immer wieder an ihm rieben, weiche Lippen die über seinen Hals strichen. Eijun hatte die Augen geschlossen und genoss diese Berührungen der fremden Körperteile, die ihn so unbedingt besitzen wollten. Er war wie in einem Rausch. Ein Rausch den Eijun liebte. Den Rausch von Musik, Alkohol und dieser sexuellen Spannung, welche den ganzen Raum herrschte.

Er spürte wie eine fremde Hand unter sein Shirt wanderte, genoss die warme Berührung des Körpers an welchen er gedrückt wurde. Er genoss die sanften Lippen, die federleicht über seinen Hals strichen, fühlte jenen Weg, die sie sich zu seinem Ohr bahnten.

„Ich würde dich so gern mit nach Hause nehmen“, hörte er eine Stimme flüstern, welche direkt zu seinem Schwanz ging. Er grinste, denn er wusste sofort, wer da hinter ihm stand, wem diese Fingerspitzen auf seinem Bauch gehörten, die es nicht unterließen kleine Kreise zuziehen. Eijun unterdrückte ein Stöhnen und antwortete: „Aber du kannst nicht!“. Es war eine Tatsache. Eijun wusste, dass dies hier kein Vorspiel war, sondern viel mehr eine Erklärung oder ein Appetitanreger.

„Ja“, seufzte der Brillenjunge fast enttäuscht und Eijun nahm den leichten Geruch von Kaffee wahr. Gott, er selbst liebte Kaffee und unweigerlich fragte er sich, ob sein Tanzpartner auch nach dem heißgeliebten Getränk schmecken würde. Doch statt dies herauszufinden, sagte er: „Ich liebe Kaffee“, und spürte wie die Fingerspitzen ein Stück tiefer fuhren. Er verstand. Doch das war nicht alles, er konnte die deutliche Erektion vom Brillenjungen an seinen Hintern spüren und Eijun war nicht so fair, diese einfach zu ignorieren, stattdessen drückte er sich ihr entgegen und fing an kleine Kreise zu ziehen. Er hörte ein unterdrücktes Keuchen und merkte wie der Brillenjunge stockte, wie sein Griff an seiner Hüfte fester wurde. Eijun konnte den inneren Kampf im Kopf seines Hintermanns förmlich austragen hören. Aber wie schon gesagt, Eijun war nicht fair und würde dieses Spiel nicht beenden.

„Du spielst unfair“, warf er ihm vor und Eijun lachte.

„Das gleiche könnte ich sagen“, entgegnete er, denn schließlich war er hier nicht der einzige der nicht das bekommen würde, was er haben wollte. Obwohl, vielleicht könnte er ihn ja doch überzeugen.

„Ich wollte nur …“, doch Eijun unterbrach ihn, „Tanzen?“.

„Ja“, wurde ihn wieder ins Ohr gehaucht.

„Warum quälst du dich selbst?“, fragte Eijun neugierig.

„Tu ich das?“

„Ich glaube ich bin mehr als nur ein Aperitif.“

„Bist du nicht.“

„Dann habe ich dich wohl doch falsch eingeschätzt.“

„Inwiefern?“

„Nun ich dachte du wärst intelligent.“ Eijun wusste, dass dies nicht gerade höflich war, aber scheiß drauf.

„Die meisten Menschen sagen, dass ich das bin.“ Eijun drehte sich in den Händen und sah direkt in die Augen des Brillenjungen. Sie beide waren fast gleichgroß, was Eijun gefiel. Er beugte sich vor spürte wie er zurückweichen wollte, doch Eijun legte unnachgiebig seine Hand in dessen Nacken und hielt ihn an Ort und Stelle. Kurz bevor sich ihre Lippen trafen, drehte Eijun ab und legte sie sanft an dessen Ohr und flüsterte: „Ich glaube du bist ein Masochist, der heute Nacht, wenn er mit seinem Freund ins Bett geht, nicht dabei an ihm denken wird und ich bin mal so arrogant und sage, dass du an mich denken wirst“, damit ließ er ihn frei, wandte sich ab und verschwand in der Menge.

Er wusste, dass das was er gesagt hatte, der  Wahrheit entsprach. Der Brillenjunge, war vielleicht vergeben, aber nichts destotrotz war er unglaublich scharf auf ihn gewesen und die Tatsache, dass er mit ihm „tanzen“ wollte, sagte Eijun nur, dass er einfach nicht anders gekonnt hatte. Er wollte seine Nähe spüren, wollte seinen Körper eng an sich drücken und wenn er dies nicht auf der horizontalen Ebene durfte, dann halt so. Ja er war definitiv ein Masochist.


Ich hoffe es hat euch gefallen. Bis zum nächsten Kapitel.
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