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Alle guten Dinge sind Drei

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
16.09.2015
10.09.2020
18
27.495
2
Alle Kapitel
41 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
01.11.2015 2.279
 
Hallo alle zusammen =D
Na wie geht es euch so???
Ich hab gerade Zeit um ein neues Kapitel hoch zu laden^^
Viel passiert nichts aber ich hoff es gefällt euch weiterhin =)

Danke kleeblatt4, Juli und lara14 für eure lieben Rückmeldungen =D Immer toll von euch zu hören :**

Nun dann viel Spass beim lesen^^

LG Schlummerpieps94

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Bis spät am Abend hatte Mounir Mia beim auspacken geholfen.
Lustige Sachen waren aufgetaucht, wie ein altes Kinderbild von Mia.
Mounir hatte sie damit aufgezogen und geneckt.
Schliesslich als sie fertig sind muss Mounir zurück in seine eigenen Vierwänden.
Er steht nun vor der Türe und sieht sie traurig an: "Schade ist die Zeit schon vergangen."
Mia lehnt sich am Türrahmen an und nickt enttäuscht.
Einen Feind hatten sie hier in Berlin: Die Zeit.
Mounir ist warm eingepackt in seiner Jacke und seinem chicen Schal.
"Dann sehen wir uns morgen?" fragt er hoffnungsvoll und Mia nickt.
"Natürlich."
"Dann bis morgen." Er küsst sie auf ihrer Wange und geht schnell, an den Gedanken dass der Abschied so weniger schmerzvoll sein wird.
Doch Mia hätte mehr Zärtlichkeit erwartet und starrt Mounir hinterher.
Als er durchs Gartentor gegangen ist, fehlt jede Spur von ihm.
Ein Kloss bildet sich in Mias Hals: Hätte sie noch zu ihm gehen sollen?
Ihre Eltern würden das nicht erlauben.
Sie kennen Mounir noch zu wenig...
Seufzend schliesst sie die Türe und trottet traurig die Treppe hoch.
Ihr Vater, der auf der Couch Zeitung, liesst sieht sie verwundert an: "Alles in Ordnung Mia?"
"Ja alles bestens." lügt Mia und eilt die Treppe hoch.
Wie immer behält sie ihre Probleme für sich.
Sie ist es sich auch nicht anders gewöhnt...
Als Mittlere in der Familie hat man es nicht immer leicht.
Ihre Eltern hatten das sicherlich nicht gewollt, aber man bekam halt automatisch weniger Aufmerksamkeit als die Ältere oder der Jüngste...
Mia ist in ihr Zimmer angelangt und schliesst prompt die Türe zu.
Seufzend lehnt sie sich dagegen und lässt den heutigen Tag Revue passieren.
Mounir war sie abholen kommen am Flughafen...
Mounir hat sie nach Haus begleitet...
Mounir schenkte ihr ein Liebesschloss, was seine Liebe für sie zeigte...
Mounir half ihr beim Auspacken...
Mounir....
er...
"Er hat so viel für mich getan heute... und ich?" denkt sich Mia entsetzt.
Nicht wirklich viel... eigentlich gar nichts....
Mia fast sich an die Stirne und trottet mit Gewissensbisse an ihren Spiegel.
Sie sieht ihr Spiegelbild an.
Der Pferdeschwanz war nicht mehr so exakt wie am Morgen...
"Was kann ich nur tun?" murmelt Mia und dabei kommt ihr eine Idee.
Auch wenn sie das noch nie gemacht hat, gefällt ihr diese Idee.
Eilig kramt Mia frische Kleider hervor und düst ins Badezimmer.
Viel Zeit bleibt ihr nicht...

Frisch geduscht und frisiert kommt Mia aus dem Badezimmer heraus.
Sie hat sich extra die schönen Kleider von London angezogen.
Die Lichter brennen nicht mehr in Haus.
Scheint als würden alle Schlafen.
Mit Zehenspitzen schleicht sich Mia leise die Treppe runter.
Noch eine Treppe runter dann könnte sie raus gehen.
Doch sie hört wie ihre Eltern noch vor dem Fernseher sitzen und ihre Politsendung gemeinsam ansehen.
Mias Herz schlägt voller Adrenalin.
Was soll sie nun tun?
Sie blickt sich um und erblickt ein Fenster.
Sollte sie da rausklettern? In der Nähe ist ein Baum auf den sie locker rüberklettern kann.
"Ich kann das nicht..." hämmert es in Mias Kopf. "So sportlich bist du nun mal auch nicht wieder..."
Nein!
Sie will zu Mounir!
Koste es was es wolle!
Mia schluckt und nimmt ihren ganzen Mut zusammen.
Mit eisernem Willen springt sie über ihrem Schatten und öffnet das Fenster.
Kalte Oktoberluft steigt ihr in die Nase.
Sollte sie sich nicht noch die Jacke anziehen?
"Zu spät, sonst hören sie mich. Jetzt oder nie." denkt Mia und klettert langsam aus dem engen Fenster direkt auf den Baum.
Die kühle Luft lässt Mia frieren, doch bald hat sie es runter geschafft.
"Nur nicht runter fallen Mädchen." murmelt sie und klettert gekonnt runter.
Den letzen Meter hüpft sie runter und landet auf beiden Füssen.
Erleichtert blickt Mia hoch zum Fenster.
Ihr Selbstbewusstsein steigert sich sofort: "Super ich hab's geschafft!"
Grinsend macht sich Mia auf den Weg zu Mounir's Wohnung. In der Hoffnung sie schnell zu finden in dieser Dunkelheit.
Als Mia aus dem Garten ist sichtet sie ein Bushaltestelle. Mounir hatte doch gesagt er wohne in der Rheinhardstrasse 12...
"Irgendwie werd ich schon dorthin gelangen." muntert sich Mia selber auf, auch wenn etwas Angst sie gepackt hat.
Sie setzt sich bei der Bushaltestelle auf eine leere Bank hin und beginnt wieder zu zittern.
Es ist schon kalt hier...
Aber jetzt nach Hause zu gehen wäre dumm!
Sie zieht das jetzt durch!
Ein älterer Mann setzt sich neben Mia hin und betrachtet sie von oben bis unten.
Mia bemerkt diese Blicke und wendet sich leicht weg.
Diese Kleider von London waren vielleicht etwas zu reizvoll...
Karla meinte, dass diese sicherlich gut bei Mounir ankommen würden...
Sie hatte wohl zu viel recht, nicht nur auf Mounir fuhren diese Fetzen ab.
"Na Süsse, wohin des Wegs?" fragt der Mann  und zwinkert ihr offensichtlich zu.
Mia spürte wie sich das Frühstück melden möchte und ist sichtlich erleichtert als der Bus um die Ecke kommt.
Eilig geht sie in den Bus an einen Platz neben einer älteren Frau.
Enttäuscht muss sich der Mann weiter anders hinsetzten.
"Das ging ja noch gut." denkt sich Mia erleichtert und sieht zu wie der Bus losfährt.

Mounir ist inzwischen in seiner Wohnung und hat das Radio eingeschaltet.
In seinem Schlafzimmer macht er noch ein paar Muskeltraining mit seinem mitgenommenen Handeln.
Das Gewichte heben tut ihm gut.
Er will es nicht zugeben, aber irgendwie war er schon enttäuscht.
Nur zu gerne hätte er mehr Zeit mit Mia verbracht.
Oder das sie wenigstens zu ihm gekommen wäre.
Er hatte beim einräumen ihrer Sachen Andeutungen gemacht, wie schön seine Wohnung doch sei. Jedoch hatte Mia da nicht angebissen und seelenruhig weiter ausgepackt.
Völlig ausser Puste lässt Mounir die Handel zu Boden fallen.
Knapp an seinem Fuss vorbei.
Er atmet schwer aus und wischt sich den Schweiss mit einem Tuch von seinem Gesicht.
"Feierabend meine Lieben." denkt sich Mounir und betrachtet im Spiegel seine Muskeln.
Dank seinem trägellosen T-Shirt kommen die Muskeln besonders gut zur Geltung.
Stolz verräumt Mounir die Handeln, als es an der Türe klingelt.
"Wer ist das?" denkt sich Mounir und geht ans Fenster, wo er direkt unten zur Strasse sehen kann. Vor der Haustüre stand eine Blonde Frau.
So viel kann er erkennen.
"Man ist das Dunkel hier!" murmelt Mounir und denkt sich, dass sich wohl diese Frau ausgeschlossen hatte und gerne in den Block möchte.
Also geht er zu seiner Haustüre und drückt den Knopf, sodass unten die Türe aufgeht.
Dabei blickt er zur Uhr an seiner Wand und runzelt die Stirn: "1 Uhr morgens? Etwas spät für einen Montag Abend..."
Aber das ist schliesslich Berlin.
Da kam es wohl nicht darauf an, wann man Party feiern wollte.
Somit will Mounir ins Badezimmer gehen, als es wieder an seiner Türe klingelt.
Ein ungutes Gefühl kommt in ihm hoch.
Was will diese Frau bei ihm?
Kaufen will er sowieso nichts!
Genervt geht Mounir zur Türe, um nicht unhöflich zu sein.
Er schliesst sie auf und öffnet die Türe eifrig.
"WAS?" ,fragt Mounir genervt und sofort wird seine Mine weicher, als er Mia vor seiner Türe stehen sieht, "Mia? Was machst du den hier?"
"Kann ich rein kommen?" bibbert Mia leise.
Mounir macht ihr platz und Mia trottet in seine Wohnung herein.
Mounir betrachtet sie von oben bis unten.
Sie ist ja richtig chic! Ihre Haare waren frisch gestylt und ihre Kleider... oh man sie hat aber Ausschnitt!
Mounir spürt die Röte in seinem Gesicht aufkommen.
Schnell Thema-Wechsel: "Mia du frierst ja. Hast du keine Jacke?"
Mia schüttelt den Kopf: "Die hab ich vergessen..."
"Auch gut..." plappert Mounir aus, als er Mias Körper betrachtet, "Eh ich meine... komm ich geb dir was von mir." Eilig geht Mounir in sein Zimmer und kramt in seinem Ghetto ein Kapuzenjäcken hervor. Zum Glück ist sein Vater nicht da um dieses Chaos zu sehen!  
Das hatte sich beängstigend schnell gebildet in diesen 2 Tagen...
Mia hat bemerkt, dass ihr Outfit wohl etwas zu gewagt ist...
Mounir hat es regelrecht die Sprache verschlagen.
"Man Karla!" denkt sie sich vorwurfsvoll.
Wieso hatte ihre grössere Schwester sie dazu überreden lassen?
Somit sieht sie wie Mounir zu ihr kommt und ihr sein Kapuzenjäckchen über die Schultern legt: "Geht's?"
"Ja danke." lächelt Mia nett.
"Aber was machst du hier?" fragt Mounir und setzt sich auf die Couch.
Mia gesellt sich zu ihm und flüstert vor sich her: "Es war eine doofe Idee... tut mir leid."
"Was? Mia ich bin froh bist du hier. Ich hätte es nur nie erwartet." lächelt Mounir freundlich und hebt mit seinem Finger Mias Kinn.
So muss sie ihm in die Augen sehen!
Mounir lächelt sanft und gibt ihr einen sanften Kuss auf die Lippen.
Diese sind eisig kalt!
Mounir schreckt zurück und steht sofort auf: "Ich mach dir einen Tee."
Mia sieht zu wie Mounir in seine Küche geht und Wasser aufkochen lässt.
Nach wenigen Minuten kommt er mit einer heissen Tasse Tee zu ihr und gibt ihr diese.
"Es ist Kamillentee." lächelt er und setzt sich wieder hin.
"Danke." Mia trinkt einige Schlücke und die Wärme tut ihr richtig gut.
Das würde sie wieder auftauen lassen.
Mounir beobachtet sie dabei und kann sich ein Grinsen nicht verkneifen.
Sie bemerkt die Blicke und hört somit auf zu trinken: "Warst du gerade am trainieren?"
"Nein ich war gerade fertig."
Die Schweissperlen sind weg, wie Mounir feststellen muss.
Hoffentlich riecht man es nicht!
"Keine Sorge du riechst gut." lächelt Mia süss, als hätte sie gerade Mounir's Gedanken gelesen. Erleichtert lächelt Mounir und er sieht wie Mia schüchtern zu Boden sieht: "Sag mal... hast du noch platz frei für mich? Zum Schlafen?"
Sofort beginnt er zu strahlen: "Klar für dich hab ich doch immer platz."
Als Mia den Tee ausgetrunken hatte schliesst Mounir alles ab und löscht überall die Lichter ausser im Schlafzimmer.
Er und Mia gehen gemeinsam in sein Schlafzimmer und Mia muss leise lachen: "Man sieht das du hier wohnst."
Dabei meint sie das Chaos das sich gebildet hatte.
Mounir grinst verlegen und macht die Decke bereit: "Ich wusste ja auch nicht das du kommst. Sonst hätte ich schon aufgeräumt."
"Denkst du, ich glaub dir das?" schmunzelt Mia und Mounir nimmt sie an der Hand.
Mit verträumten Augen führt er sie ans Bett und gemeinsam legen sie sich hin.
Kopf an Kopf sehen sie sich an.
Mounir nimmt die Decke und deckt sie beide zu.
Unter dieser Decke ist es richtig kuschelig warm, wobei  sich Mia näher an Mounir kuschelt.
Sie legt ihren Kopf auf seine Schulter und schliesst die Augen.
"Warte ich schalte noch das Licht aus." flüstert er und steht schnell auf um den Lichtschalter zu betätigen.
Als das Licht aus ist, sieht Mia nur noch die Silhouette von Mounir.
Er hat schon recht Muskeln, was ihm einen kantigen Umriss verleiht.
Sie sieht zu wie er wieder zurück zu ihr ins Bett kommt und sie in seine Arme nimmt: "Schön dass du hier bist."
"Ich dachte ich bedanke mich so, für den heutigen Tag. Er war sehr schön." lächelt Mia auch wenn Mounir das Lächeln wohl kaum sieht.
"Mir hat er auch gefallen. Aber sag mal, lassen dich deine Eltern hier übernachten?"
"Ehm..." Mia versucht eine Notlüge zu erfinden, doch Mounir hat sie schon durchschaut. "Mia... du hast dich rausgeschlichen?! Hätte ich echt nicht erwartet von dir."
"Ich ja auch nicht...", muss Mia zugeben, "...aber ich hab ihnen einen Zettel hinterlassen."
So konnte sie ohne schlechtem Gewissen hierher kommen.
Dann wissen ihre Eltern wenigstens, dass sie hier ist.
Mounir lacht daraufhin.
Das hört sich schon mehr nach Mia an.
"Du bist süss." grinst er und streichelt ihr über den Rücken.
"Ich hab das noch nie gemacht..." sagt Mia vor sich her.
"Aber war es nicht ein wenig gefährlich draussen? Sind nicht viel komische Leute unterwegs um diese Zeit?"
"Na ja.... also..."
"Mia! Dir hätte was zustossen können!" belehrt Mounir Mia.
Mia nickt eingeschüchtert und verteidigt sich leise: "...ich wollte nun mal zu dir."
Mounir bemerkt daraufhin, dass er wohl ein wenig zu streng reagiert hat und wird sanfter: "Stimmt. Tut mir leid. Versuchen wir doch zu schlafen."
Somit kuschelt sich Mia näher an Mounir und gibt ihm noch einen Gute-Nacht-Kuss auf die Backe: "Schlaf gut Mounir."
Mounir lächelt voller Stolz.
Nicht wegen seinen Muskeln!
Sonder wegen seiner tollen Freundin, die er doch hat.
"Du auch Mia." ,flüstert er ihr zu und küsst die sanft auf den Mund, "Ach und übrigens... du siehst scharf aus"
Mia beginnt zu kichern: "Gute Nacht Mounir."
Mounir schmunzelt und schliesst somit seine Augen.
Heute würde er nicht nur von Mia träumen, sondern heute würde er auch neben ihr aufwachen!
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