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Waiting on an Angel

von MariaAust
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Dr. Robert Chase OC (Own Character)
15.09.2015
15.06.2018
12
27.076
2
Alle Kapitel
15 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
15.06.2018 954
 
Hallo ihr Lieben,
ich muss euch leider mitteilen, dass dies das letzte Kapitel ist. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Lesern bedanken! <3 Vielen Dank für die Favoriteneinträge und die lieben Kommentare. Ganz besonders möchte ich Ramona danken, die so treu und lieb reviewt hat! Du hast mir so manches Mal wirklich den Tag versüßt.
Es mag sein, dass das Ende etwas abrupt kommt, aber ich finde es an dieser Stelle auch nicht unpassend. Einen Epilog gibt es auch noch, den lade ich gleich anschließend hoch.
Noch einmal vielen Dank für die lieben Worte und die Unterstützung!
Wie immer hoffe ich, dass euch auch dieses Kapitel gefällt.
Alles Liebe,
eure Maria






Kapitel 10: Alles gut

Es waren zwei Jahre vergangen, seitdem Dafne ihren Onkel aufgesucht hatte. Es war viel passiert in der letzten Zeit, doch es hatte sich schließlich alles zum Guten gewendet.
Sie hatte sich mit ihrer Mutter ausgesprochen, war schließlich mit Chase zusammengezogen und war gerade dabei, ihre Masterarbeit zu schreiben. Mit Wilson sah sie sich regelmäßig und auch House konnte es nicht lassen, sie und Chase ab und an zu nerven. Doch egal, was auch geschah, Dafne war endlich glücklich.

„Wie geht es dir?“, fragte Wilson und legte die Speisekarte weg. Sie waren in ihrem Stammlokal und er würde sowieso wieder das bestellen, was er dort immer bestellte. „Wirklich gut“, sagte Dafne fröhlich. „Und dir? Du siehst müde aus“, sagte sie und sah ihren Onkel an. Der wedelte ihren Kommentar mit einer lässigen Handbewegung ab. „Ich hab nur viel zu tun. Und dann auch noch die Scheidung.“ Er schüttelte den Kopf.
„Schon komisch, dass ich deine Frau tatsächlich nie kennengelernt habe“, sagte Dafne und lachte. „Oh glaube mir, das ist besser so“, entgegnete Wilson und nahm ein Schluck von seinem Bier.
„Was ist mir dir und Chase? Behandelt er dich gut?“, fragte Wilson zögerlich und warf Dafne einen kritischen Blick zu, nachdem sie ihr Essen bestellt hatten. Dafne lachte erneut. Er macht sich immer noch Sorgen. „Ja James, er behandelt mich gut. Er ist kein Player oder was du auch von ihm denken magst. Mach dir keine Sorgen“, schob sie hinterher.
„Ich weiß, ich weiß!“, er hob abwehrend die Hände. „Du hast es mir oft genug gesagt. Ich glaube dir auch, aber Sorgen werde ich mir immer machen. Bei jedem Mann.“ Er lächelte kurz, dann hob er sein Glas. „Ich möchte einen Toast ausbringen“, verkündete er fröhlich. „Einen Toast? Wieso das?“, fragte Dafne und hob, nicht ganz passend, ihre Cola. „Auf dich, auf uns. Genau heute vor zwei Jahren habe ich dich wiedergesehen“, sagte Wilson. Dafne schaute ihn ungläubig an, das Glas immer noch erhoben. „Das hast du dir gemerkt?“
„Selbstverständlich, du bist immerhin meine Lieblingsnichte.“
„Ich bin deine einzige Nichte.“
„Das tut nichts zur Sache.“ Die beiden stießen an.
Heute ist ein guter Tag.

„Wie war dein Abend?“, fragte Chase und warf sein Hemd auf den Sessel neben dem Bett. „Echt schön“, sagte Dafne und kuschelte sich weiter unter die Decke. „James hat mich gefragt, ob du mich auch gut behandelst“, sagte Dafne lachend. „So?“, Chase drehte sich mit gespielt entsetztem Gesichtsausdruck zu ihr um. „Und tue ich das?“
„Ich weiß nicht, tust du’s?“, fragte Dafne neckend und warf ihm eines der unzähligen Kissen ins Gesicht. „Ich habe dir letzte Woche ein Eis gekauft“, antwortete er. „Also ja, auf jeden Fall. Besser geht es gar nicht mehr!“ Er warf das Kissen zurück und entledigte sich seiner Hose. Als er nichts mehr trug als seine Boxershorts rutschte er unter Dafnes Decke. „Lass das“, fauchte sie. „Du stiehlst meine Wärme, nimm deine eigene Decke!“ Die letzten Novembertage waren überraschend kühl gewesen.
„Aber bei dir ist es so kuschlig“, beschwerte sich Chase und dachte gar nicht daran, sich von Dafne wegzubewegen. Seufzend akzeptierte sie ihr Schicksal und schmiegte sich den Arzt.
„Hast du manchmal das Gefühl, das Leben sei zu perfekt?“, fragte sie und sah zur Decke hinauf. „Zu perfekt? Wie soll das gehen?“, fragte Chase.
„Naja, zu gut eben. So als wäre es gar nicht mehr echt, als dürfte es nicht so sein.“ Dafne zuckte mit den Schultern. Chase runzelte nachdenklich die Stirn. „Wieso fragst du?“
„Mein Leben ist perfekt“, sagte sie schlicht und sah ihn aus den Augenwinkeln an. „Und deswegen machst du dir Sorgen?“, fragte Chase lachend. „Du meinst, dein perfektes Leben hätte das Universum aus seinem inneren Gleichgewicht gebracht und nun werden die Götter dich dafür bestrafen?“ Er lachte. Doch Dafne stützte sich auf ihren Ellenbogen und sah Chase böse an. „Hör auf zu lachen, ich meine es ernst!“ Doch das brachte ihn nur noch mehr zum Lachen und schließlich fiel sie auch mit ein. „Meinst du nicht, es könnte irgendwann zerbrechen?“
„Natürlich“, entgegnete Chase. „Aber geht es im Leben nicht darum?“
„Darum, dass alles Gute zerbricht?“
„Ja und nein. Es kann nicht immer gut sein, aber es kann auch nicht immer schlecht bleiben. Und wenn schlechte Zeiten kommen, dann bin ich für dich da“, sagte er und küsste ihre Schulter. Dafne fuhr durch seine Haare und blieb bei seiner Wange stehen. „Ich weiß und ich bin für dich da“, sagte sie leise, dann küsste sie ihn.
Eine Zeit lang lagen sie einfach nur da. Dafne fühlte sich so sicher wie nirgendwo sonst, wenn sie in seinen Armen war.  Es ist alles gut. Endlich ist alles gut.

Der nächste Morgen brach an, sie küsste Chase zum Abschied und sah ihm noch kurz hinterher, als er mit dem Auto in Richtung des Krankenhauses verschwand. Dann machte sie sich auf den Weg zur Uni. Fröhlich schlenderte sie die Straße entlang und band sich dabei den Schal enger um, es war winterlich kalt geworden.

Sie überquerte die Straße, doch das Auto bemerkte sie zu spät.
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