Sturheit

KurzgeschichteRomanze / P16 Slash
15.09.2015
15.09.2015
1
7.800
9
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
15.09.2015 7.800
 
Sturheit


Es war Freitagabend und Eijun saß mit seinen Freunden, Wakana und Brian im Außenbereich eines beliebten Club`s. Brian hatte vor einer halben Stunde angedeutet gehen zu wollen, Wakana hingegen beschwerte sich und versuchte Eijun zum Bleiben zu überreden. Er hatte morgen kein Spiel und er tanzte gern mit Wakana, da sie dafür verantwortlich war, dass er nicht ständig angemacht wurde.

„Lass uns noch bleiben Eijun“, jammerte sie.

„Es ist erst kurz nach 12 Brian, warum willst du schon gehen?“, fragte Eijun seinen Kumpel.

„Ich weiß nicht, bin nicht in Stimmung.“

„Sehr schlimm wenn wir noch bleiben?“. Brian schüttelte sofort mit dem Kopf.

„Natürlich nicht. Macht nur keinen Unfug“, sagte er grinsend und verabschiedete sich schließlich. Wakana jubelte, dass Eijun mit ihr noch bleiben würde und trank gierig von ihrem Drink.

„Überstürz es nicht, wir bleiben so lange wie du willst“, versicherte ihr Eijun.

„Sehr schön, ahhh, ich will tanzen“, schrie sie förmlich.

„Das werden wir. Aber lass mich erst in Ruhe austrinken.“ Er nahm seine Flasche, nippte daran und überflog die Gesichter der anderen Gäste, welche sich in der Nähe aufhielten. Der Club war sehr beliebt unter den Studenten jeglicher Universitäten Tokyos und Wakana war es gewesen die ihm auf diesen aufmerksam gemacht hatte. Nicht nur weil er keine Ahnung von den Club`s Tokyos hatte, sondern weil er überhaupt nichts über Tokyo wusste. Er hatte sein Baseball- und Sportstudium in den Staaten begonnen und erst in diesen Sommer gewechselt. Er hatte die USA geliebt, aber seine Mom wollte wieder zurück in die Heimat, auch wenn er darüber nicht wirklich glücklich war. Das einzige was ihm Hoffnung gemacht hatte, war Wakana gewesen. Seine Kinder- und Jugendfreundin auf die er sich immer verlassen konnte.

Beim Beobachten der anderen Studenten viel ihm ein blonder Junge auf. Narumiya Mei war ein Arschloch wie es im Buche stand. Er war ein Stressmaker und Eijun hatte keine Lust schon wieder mit ihm aneinander zugeraten. Das letzte Mal war es nach dem Spiel vor einer Woche gewesen, dass er und sein Team – durch sein geniales Pitching – gewonnen hatten. Narumiya war darüber alles andere als begeistert gewesen und hatte angefangen ihn als Schwuchtel und Schlimmeres zu beleidigen. Eijun hatte nicht lange gefackelt und ihm eine verpasst, was ihm bis heute nicht leidtat. Was ihm jedoch leidtat war die Tatsache, dass er dadurch vom nächsten Spiel ausgeschlossen wurde. Er sollte den Bastard noch eine verpassen.

„Eijun!“, sagte Wakana warnend.

„Ja?“, fragte er.

„Denk nicht mal daran.“

„Keine Angst, ich werde brav sein.“

„Das will ich hoffen.“  

Eijun grinste nur und nahm einen weiteren Schluck aus seiner Flasche.

„Sieh an, sieh an wem haben wir denn da“, hörte er plötzlich Narumiya sagen und Eijun dachte im ersten Moment, das er gemeint wäre. Doch dieser sah auf einen Jungen mit Brille, welcher gerade mit zwei Freunden den Außenbereich betrat. Eijun kannte sie nicht, aber auch sie schienen über die Anwesenheit von Narumiya nicht begeistert zu sein.

„Mei, wie immer eine Freude dich zu sehen“, sagte der Brillenjunge, wobei seine Stimme von Sarkasmus triefte.

„Ich frage mich ob du nach Sonntag immer noch so voller Sarkasmus und Überheblichkeit sein wirst, wenn wir euch durch den Dreck gezogen haben“, sagte Narumiya boshaft. Eijun konnte nicht anders und fing laut an zu lachen, so dass er die volle Aufmerksamkeit hatte. Eijun sah Narumiya in die Augen und fragte:

„Hast du aus letzter Woche denn gar nichts gelernt?“. Narumiya`s Blick verfinsterte sich sofort, was Eijun eine Welle von Zufriedenheit durch seinen Körper jagte. Entspannt lehnte er sich in seinen Sessel zurück und sah Narumiya abwartend an. Dieser sagte jedoch nichts.

„Hat es dir etwa die Sprache verschlagen?“, fragte Eijun herausfordernd.

„Eijun“, flüsterte Wakana warnend. Doch Eijun sah Narumiya weiterhin direkt in die Augen und konnte tatsächlich sowas wie Angst darin sehen. Wie kraftvoll hatte er zugeschlagen?

„Was … Was machst du denn hier?“, kam es schließlich doch noch von Narumiya.

„Was … Was“, äffte er Narumiya nach, „ich hier mache? Nun da ich morgen, Spielfrei habe, kann ich heute so lange feiern wie ich will.“

„Ihr werdet morgen aus dem Turnier ausscheiden“, prophezeite Narumiya ärgerlich.

„Ach weißt du, wir haben auch einen ziemlich guten Relief-Pitcher, Segakou wird das morgen auch ohne mich schaffen und dann werden wir nach Koshien gehen und du kleiner Giftzwerg kannst dich darüber schwarz ärgern, weil du es warst weshalb ihr verloren habt“, sagte Eijun mit einem reizenden Lächeln.

„Meine Schuld?“, knurrte Narumiya.

„Wessen sollte es denn sonst gewesen sein? Es war ein reines Pitcher-Duell, keiner der Batter hatte bis zum neunten Inning richtig getroffen und dann hast du die Nerven verloren und nicht mehr das gepitcht, was dein Catcher von dir verlangt hat. Du hast eine One-Man-Show daraus gemacht und das war dein Fehler. Baseball spielt man nicht allein sondern im Team.“

Narumiya`s Reaktion war genau die, welche Eijun erreichen wollte. Er sprang auf kam direkt auf ihm zu, während Eijun sich keinen Millimeter bewegte und ihn nur weiterhin angrinste.

„Was ist Narumiya? Soll ich das von letzter Woche wiederholen?“.

Narumiya schien sich daran zu erinnern und berührte sein rechtes Auge, welches noch immer in den verschiedensten Farben leuchtete. Eijun grinste frech.

„Es ist immer dasselbe nicht wahr Mei? Scheint als wärst du dieses Mal an den Falschen geraten?“, sagte der Brillenjunge grinsend, welcher sich mit seinen beiden Freunden an den Nebentisch von Eijun und Wakana setzte.

„Misch du dich nicht ein Miyuki“, sagte Narumiya wobei seine Stimme sich fast überschlug.

„Verschwinde einfach, deine Gesellschaft will niemand“, sagte Eijun und nachdem sich Narumiya kurz umgesehen und sich die Gesichter der anderen angesehen hatte, verschwand er tatsächlich.

„EIJUN“, brüllte Wakana ihn an, „Was zum Teufel sollte das?“

„Ich hab doch gar nichts gemacht“, verteidigte er sich.

„Nichts gemacht? Du hast ihn provoziert. Du bist schon ein Spiel gesperrt verdammt nochmal und wenn dein Team morgen verliert, dann lag es daran dass du deine Nerven verloren hast.“

„Er hatte es verdient!“, sagte er wütend.

„Ist doch scheißegal, du sagst doch immer das Ace muss an das ganze Team denken und nicht nur an sich selbst, auch wenn er der egoistischste Spieler von allen ist.“

Eijun schwieg. Wakana seufzte.

„Tut mir leid.“

„Nein, schon gut. Du hast ja Recht“, sagte Ejun, lehnte sich zurück und schloss die Augen. „Es ist nur so, das was er gesagt hat war einfach …“

„Was hat denn gesagt? Ich meine es kann nicht nur die Beleidigung über deine sexuelle Ausrichtung sein. Das stört dich im Grunde doch gar nicht, meistens lässt du dann einen klugen Spruch los und das war es. Was hat er noch gesagt?“

„Nichts“, wiegelte Eijun ab.

„Eijun? Komm schon, hast du vergessen wer ich bin?“

„Nein, aber ich will nicht darüber reden ok? Wollen wir jetzt tanzen gehen?“

„Na schön“, gab sie nach und erhob sich.

„Tanzen?“ Wakana erschrak. Einer von Miyuki`s Freunden stand direkt vor Wakana und starrte sie fragend an. Eijun fand dies urkomisch und versuchte sich das Lachen zu verkneifen. Er wusste, welche Wirkung Wakana auf das heterosexuelle Geschlecht hatte. Nämlich die gleiche wie er.

„Ich … ich meine willst du?“, fragte er schüchtern und starrte weiter. Eijun beobachtete ihn eine Weile und sah dann schließlich zu Wakana, welche noch nicht reagierte hatte. Was er sah überraschte ihn, denn sie hatte eine rötliche Färbung auf ihre Wangen und sah tatsächlich etwas verwirrt aus. Das ist also der Typ Mann der dich aus den Schuhen zieht? Interessant.

„Eijun, ich … äh, ich geh mit ihm tanzen ok?“, flüsterte Wakana und ihre Wangen verdunkelten sich noch ein wenig mehr. Eijun grinste sie an und sagte: „Ganz wie du willst.“

Wakana und ihr neugefundener Tanzpartner verschwanden innerhalb des Club`s. Eijun und auch der Nebentisch fing an zu lachen.

„Das war…“, begann Miyuki, „Merkwürdig“, beendete Eijun den Satz. Beide sahen sich an und zuckten gleichzeitig zusammen. Es war nicht die Augenfarbe die sie beide zusammenzucken ließ, sondern das was sie in den Augen des anderen erkennen konnten. Es war Intelligenz und Schalk. Beide fühlten sich als würden sie in einen Spiegel blicken und Eijun hatte das Gefühl, dass dies ziemlich explosiv sein konnte. Er allein war schon ziemlich gerissen und übermütig, doch wenn seine Fähigkeiten mit einem anderen zusammengefügt werden würden. Puhhh, Eijun wollte gar nicht daran denken. Aber es ging auch anders herum, wenn sie gegeneinander agieren würden, nun auch darüber wollte Eijun nicht weiter nachdenken.

Sie sahen sich noch immer an und keiner wollte den Blick abwenden. Eijun hatte das Gefühl, dass er Schwäche zeigen würde, sobald er diese Augen verlassen würde. Er konnte sich denken, dass es diesen Miyuki ebenso erging. Doch Eijun war schließlich nicht dumm.

„Was denkst du?“, fragte er.

„Nichts Bestimmtes“, sagte Miyuki und Eijun sah wie sich die Augenfarbe seines Gegenübers verdunkelte. WOW, dachte Eijun. Wirklich? Nicht Bestimmtes, also? Tze. In wenigen Sekunden hatte sich die komplette Situation zwischen ihnen geändert.

„Ok“, sagte Eijun und stand auf, um sich ebenfalls in den Club zu bewegen. Er wusste genau, was er in den Augen von Miyuki gesehen hatte, das Problem dabei war, dass dieser wahrscheinlich genau das Gleiche in seinen beobachten konnte. „Verdammt“, murmelte Eijun. Das durfte nicht passieren. Auf keinen Fall. „Nein, nein, nein, nein, nicht schon heute“, flüsterte Eijun vor sich hin. Vielleicht sollte er verschwinden.

„Eijun?“, sprach Wakana ihn plötzlich an, „Wo willst du hin?“

„Ich glaub ich gehe besser“, sagte Eijun ehrlich.

„Warum?“, fragte diese überrascht. Eijun trat näher an seine beste Freundin heran und flüsterte: „Weil ich nicht vorhabe die Wette schon in der ersten Woche zu verlieren“, sagte er ehrlich und sah ihr tief in die Augen.“

„Lass mich raten? Der mit der Brille?“

„Shit, jaaa“, bestätigte er, „Er will mich. Ich konnte es in seinen verdammten Augen sehen.“

„Scheiß auf die Wette und geh mit ihm nach Hause“, sagte Wakana.

„Nein, das ist genau das was Brian will. Ich werde diese Wette gewinnen, verdammt noch mal“, sagte Eijun fast etwas wütend.

„Na gut, dann solltest du vielleicht gehen und zwar schnell, weil“, sie sah an ihm vorbei und grinste, „da ist jemand auf der Jagd und er hat soeben seine Beute entdeckt.“

Eijun drehte sich um und sah Miyuki auf sich zukommen. Seine Augen blickten sofort in seine und es war als würde alles um sie herum verblassen. Es gab nur noch sie beide in diesen verdammten Club und Eijun hatte tatsächlich das Gefühl er wäre für Miyuki Beute, welche es zu jagen galt.

„Fuck“, flüsterte er. Miyuki stand nun direkt vor ihm und legte seine Hand an seine Hüften und drückte ihn ohne zu zögern an sich. Er spürte die Erektion und konnte seine eigene wachsen fühlen. „Fuck“, flüsterte er erneut.

„Ja genau“, sagte Miyuki und küsste ihn im nächsten Moment. Es war ein guter Kuss und Eijun wünschte sich nichts sehnlicher als ihn an der Hand aus dem Club und in sein Studentenwohnheim zu führen. Miyuki beendete viel zu schnell den Kuss und flüsterte in sein Ohr: „Lass uns gehen.“

„Das ist eine ganz dumme Idee“, sagte Eijun nicht wirklich überzeugend.

„Ich weiß nicht was in deinem Kopf vor geht aber ein bestimmter Teil von dir sieht das ganz anders.“

Eijun spürte wie die tanzende Menge sich von überall an ihm drückte, wie er immer wieder an Miyuki gepresst wurde. Seine Körperwärme ließ ihn anfangen zu schwitzen. Sie tanzten und Eijun fühlte wie Miyuki`s Hand unter sein Shirt wanderte und seine Finger stetige Kreise auf seinen Bauch zogen.

„Oh Gott“, keuchte er und fühlte Miyuki`s Hand in seinen Nacken.

„Kazuya reicht völlig aus“, sagte er und Eijun wusste auch ohne sein Gesicht sehen zu können, dass er ein freches Grinsen aufgelegt hatte. Shit, er war doch genauso. Nur, dass er sonst der Mann war, welcher so offensiv vorging wie Kazuya es gerade tat.

„Verdammt“, flüsterte Eijun.

„Du willst es doch“, sagte Kazuya. Eijun riss sich los und atmete tief durch.

„NEIN. Ich kann nicht.“ Eijun verschwand in der Menge und hatte keine Ahnung, dass er einen wahnsinnig verwirrten Kazuya zurück ließ.



*




Miyuki Kazuya POV:



„Was zum Teufel“, murmelte er und sah diesen verdammt heißen Typen hinterher. Was war passiert? Er hatte ihn doch schon völlig in der Hand gehabt? Er wollte ihn, das hatte er deutlich spüren können. Jeder homosexuelle Typ wollte ihn verdammt noch mal.

„Hmmm, ich dachte er würde dich mitnehmen“, kam es plötzlich von der Seite. Miyuki drehte sich zu der Stimme und erkannte, das Mädchen mit welchem Kuramochi tanzen gegangen war. Dieser stand auch direkt hinter ihr.

„Nun, das hatte ich auch gedacht“, sagte er.

„Es lag nicht an dir. Er hat eine Wette am laufen“, sagte sie. Miyuki runzelte die Stirn.

„Eine Wette?“, fragte Kazuya überrascht.

„Ein Monat kein Sex“, sagte sie grinsend und dann, „Sorry.“

„Was bitte stimmt nicht mit ihm?“, fragte er.

„Eijun ist ein ziemlicher Aufreißer und ein Freund meinte zu ihm, dass er es nicht schaffen würde einen Monat ohne Sex auszukommen. Nun und da Eijun jede Herausforderung annimmt, die ihm gestellt wird, hat er auch diese angenommen“, sagte sie und zuckte mit den Schultern. Kazuya fing an zu grinsen, denn auch er nahm jede Herausforderung an.

„Oh nein“, sagte Kuramochi. Das Mädchen drehte sich zu ihm und sah ihn fragend an. „Dein Eijun ist nicht der Einzige der gern eine Herausforderung annimmt, Wakana.“ Sie sah ihn wieder an und ihre Augen sagte ihm: „Das kannst du nicht machen!“. Doch Kazuya grinste nur. Oh und wie er konnte.





*




Sawamura Eijun POV:



Eijun schulterte seine Sporttasche und verließ die Sportanlage. Er war müde und völlig fertig vom heutigen Training. Seine Augen konnte er kaum noch offen halten und er versuchte einfach nur einen Schritt nach dem anderen zu machen.

„Du siehst fertig aus“, wurde er plötzlich angesprochen. Er sah zur Seite und es bestätigte sich das, was er sich schon gedacht hatte. Die Stimme, welche ihn im Club ins Ohr geflüsterte hatte, würde er immer wieder erkennen.

„Shit, komm schon“, sagte Eijun.

„Ja, schön auch dich wieder zu sehen Sawamura Eijun.“

„Glückwunsch du kennst meinen Namen“, meinte er lahm und versuchte seine Desinteresse zu demonstrieren.

„Wakana hat ihn mir verraten“, sagte er.

„Wie auch immer, ich bin müde und will nur noch hause. ALLEIN“, meinte Eijun deutlich.

„Bist du sicher?“

„Ganz sicher.“

„Um was hast du gewettet?“, fragte ihn Kazuya und Eijun verfluchte seine beste Freundin. „Ich sage dir, es ist nicht so viel wert, wie das, was du stattdessen bekommst.“

„Wow, du scheinst ja wirklich überzeugt von dir zu sein.“

„Oh, das bin ich.“

„Schön für dich, aber ich bin nicht interessiert.“

„Lüge und das weist du auch.“

„Ist mir egal. Hör zu, ich will nur ins Bett ja?“

„Aber Eijun, ich doch auch“, sang er fast und grinste ihm frech entgegen. Eijun sah ihn lange an und ihm wurde plötzlich aber sicher klar worum es hier eigentlich ging.

„Bin ich sowas wie eine Herausforderung für dich?“

„Was denkst du?“

„Ich denke, dass es genau das ist. Du willst meine Wette sabotieren.“

„Schuldig im Sinne der Anklage“, sagte Kazuya und lächelte.

„Jetzt werde ich erst recht nicht mitkommen.“

„Ich kann auch mit in dein Wohnheim kommen, das macht mir Nichts aus.“ Eijun rollte mit den Augen. Er war zu müde um zu diskutieren und lief einfach weiter zu Straßenbahn. Kazuya schloss sich ihn an.

„Also erzähl mir von der Wette.“

„Ein Monat kein Sex, das ist alles. Wenn ich gewinne“, Eijun gähnte, „bekomme ich Brian`s Baseball unterschrieben von Hideki Matsui, wenn ich es nicht schaffe bekommt er meinen Ball von Matsuzaka und diesen möchte ich gern behalten.“

„Mets oder Yankees?“, fragte ihm Kazuya.

„Yankees.“

„Warum hast du dann ein…“

„Ich hab ein von Matsuzaka gefangen als ich im Stadion war“, unterbrach er Kazuya.

„Er spielt bei den Mats, warum willst du diesen unbedingt behalten?“

„Weil er ein verdammt guter japanischer Pitcher ist, auch wenn er sich den falschen Verein angeschlossen hat.“

„Hmmm, ich verstehe … Ich bin Mats-Fan.“

„Deine Chancen mich flachzulegen sinken weiter, Kazuya“, sagte Eijun und lächelte ihn an.

„Nein, das sehe ich nicht so.“

„Du scheinst wirklich von dir überzeugt zu sein“, stellte Eijun fest.

„Bin ich. Also wie viele Tage von deiner Wette sind bereits um?“

„Drei“, sagte Eijun und beobachtete wie Kazuya alles aus dem Gesicht fiel.

„Shit!“

„Ja shit“, stimmte er zu, „Aber ich hätte nichts dagegen wenn du dich in 27 Tagen noch mal meldest.“

„Sorry aber das geht nicht.“

„Natürlich nicht, weil du dann deine eigene Wette verlieren würdest. Hab ich Recht?“.

„Hast du. Wakana meinte, dass du durchhalten würdest, wenn du es tatsächlich schaffst, verliere ich an ihr meinen besten Catcher-Handschuh und diesen mag ich echt gern.“

„So wie ich meinen Matsuzaka Ball.“

„Das klingt nach einer echten Zwickmühle“, stellte Kazuya fest und grinste ihn an. Der Weil kam Eijun`s Bahn in Sicht und er schulterte erneut seine Tasche und fühlte wie er bei dem Gewicht schwankte. Shit, er war Sportler, er sollte stärker sein.

„Bist du in Ordnung?“, fragte Kazuya besorgt.

„Nur müde“, doch er sprach so leise, dass er bezweifelte, dass Kazuya es überhaupt gehört hatte, da auch die Bahn gerade einfuhr. Sie beide stiegen ein und setzten sich auf zwei freie Plätze so, dass sie sich ansehen konnten.

„Weck mich, wenn wir da sind“, sagte er, legte seinen Kopf an die Scheibe und schloss die Augen.

„Segakou oder?“, wurde er noch einmal gefragt.

„Hmmm“, sagte er nur.



*




Miyuki Kazuya POV:



Er saß in der Bahn und beobachte Eijun beim Schlafen. Noch hatte er keine Ahnung wie er diese verdammte Wette gewinnen sollte, denn Eijun würde es ihm absolut nicht einfach machen. Er war ein Kämpfer und stur wie er selbst. Im Grunde erkannte er in seinen Augen - wenn sie dann nicht geschlossen waren - dass er ihm ziemlich ähnlich war. Daher konnte er auch sagen, dass Eijun wusste, dass er es ihm ebenso nicht leicht machen würde. Kazuya hörte die Durchsage und hoffte inständig, dass sein Gegenüber nicht völlig weggetreten war, so dass er ihn wach bekommen würde.

„Sawamura?“, fragte er. Nichts geschah.

„Sawamura?“, etwas lauter dieses Mal. Verdammt.

„Eijun“, sagte er noch einmal und schüttelte ihm an der Schulter. Kazuya beobachtete wie Eijun`s Lieder flatterten und vergaß fast zu atmen, als er ihn schließlich verwirrt ansah. Er hatte noch nie eine solche Augenfarbe gesehen. Golden, wie die Sonne und sie sahen ihn verwirrt und fast verletzlich an.

„Was?“, fragte er, wobei seine Stimme verschlafen klang. Er würde ihn wieder so hören, morgen, nach hoffentlich unglaublich gutem Sex.

„Komm schon, wir müssen raus“, sagte er und half ihm beim Aufstehen.

Sie stiegen aus und redeten auf dem ganzen Weg bis in Eijun Zimmer kein Wort. Er konnte sehen wie fertig er war, da er kaum seine Augen offen halten konnte.

Eijun schmiss seine Tasche in die nächstgelegene Ecke und ging in seine Küche.

„Einzelzimmer. Nett“, sagte Kazuya und grinste Eijun an, der nur die Augen verdrehte.

„Was zu trinken?“, fragte Eijun.

„Ich dachte du würdest sofort in dein Bett fallen“, sagte er anstatt eine Antwort zu geben.

„Wollte ich auch.“

„Warum hast du mich mitgenommen?“

„Ich weiß nicht“, bekam er als Antwort. Er sah wie Eijun Wasser aufsetzte, zwei Tassen heraussuchte und Kaffee aus einem Regal nahm. „Ich hatte das Gefühl, dich nicht wirklich abwimmeln zu können.“

„Nun, ich bin ziemlich sicher, dass mit dir heute nicht mehr viel anzufangen ist.“

„Stimmt, aber auch wenn ich nicht todmüde wäre, würde ich dich nicht in mein Bett lassen.“ Er schenkte ihm nur ein Grinsen.

Bis Eijun den Kaffee in den Tassen fertig hatte, schwiegen sie ein weiteres Mal. Es war kein angespanntes Schweigen sondern viel mehr eines, dass er von seinem Elternhaus kannte. Es war harmonisch und beruhigend. Kazuya fühlte wie er selbst anfing müde zu werden.

Er trank vorsichtig aus seiner Tasse und sah über dessen Rand in Eijun`s Augen. Auch er sah ihn direkt an und wieder entstand eine knisternde sexuelle Spannung zwischen ihnen.

„27 Tage“, grinste Kazuya, „können für einen Mann verdammt lang sein.“

„Ja das können sie“, stimmte Eijun.

„In dieser Wette ist da jegliche sexuelle Handlung verboten oder nur der reine Sex?“, fragte Kazuya nach.

„Jegliche Fremdeinwirkung“, erklärte Eijun. Kazuya nickte, auch wenn ihm diese ganze Wette mehre und mehr lästig wurde. Er wollte ihn einfach nur im Bett haben. Er trank seinen Kaffee aus und sagte: „Ist wohl Zeit zu gehen.“

„Ja“, sagte sein Gegenüber und es ärgerte ihm ungemein, dass er einfach so zustimmte. Er wollte, dass er wollte, dass er blieb. Sie standen beide von den Küchenstühlen auf und begaben sich zur Wohnungstür. Das er Eijun nach Hause begleitet hatte, war reine Zeitverschwendung gewesen, wenn man mal davon absah, dass er wirklich niedlich ausgesehen hatte, als er in der Bahn eingeschlafen war und vermutlich wäre er bis nach weiß wo gefahren, hätte er ihn nicht begleitet.

Eijun griff zur Klinge, um für ihn die Tür zu öffnen, doch er wollte nicht so einfach gehen. Er legte seine Hand auf die von Eijun und sah ihn an.

„Ich will nicht gehen“, sagte er. Eijun seufzte.

„Und ich will meine Wette nicht verlieren.“

„Ich weiß“, sagte Kazuya, lehnte sich aber trotzdem vor und küsste Eijun.



*




Sawamura Eijun POV:



Eijun`s Körper fing sofort Feuer. Die Müdigkeit war wie verflogen und er zog ohne nachzudenken Kazuya näher an sich. Der Kuss begann langsam, weich und er dachte darüber nach wie sanft seine Lippen waren. Er spürte wie Kazuya mit seiner Zunge um Einlass bat und er ohne zu zögern seine Lippen trennte. Als sich ihre Zungen trafen, konnten beide nicht anders als zu stöhnen und Kazuya stieß seinen Körper gegen die Tür. Genau wie auch schon im Club spürte er den Schwanz von Kazuya, der sich an seine eigene Mitte drückte. Er reagierte ohne, dass er was dagegen tun konnte und fing an seine Hüfte in kleinen Schleifen zu bewegen. Kazuya stöhnte erneut in den Kuss, als er den Zuspruch von Eijun`s Hüften spürte. Seine Lippen verließen die von Eijun und bahnten sich einen Weg zu seinen Hals. Eijun krallte sich an Kazuya`s Rücken und sagte sich still immer wieder, dass er das gleich beenden musste. „Nur noch ein wenig mehr. Nur noch ein wenig“, dachte er. Kazuya`s Hände begannen über seinen ganzen Körper zu streicheln, immer schneller und hastiger als würde er wissen, dass es jeden Moment vorbei sein würde. Doch umso eiliger es Kazuya hatte, desto mehr brach Eijun`s Willen. Er konnte genau fühlen wie sich die fremden Finger an seinen Gürtel zu schaffen machten, hörte wie in einem Rascheln seine Hose auf den Boden landete und schmeckte Kazuya der ihn erneut küsste. „Kaffee“, dachte Eijun, vertiefte den Kuss und stöhnte laut auf als er Kazuya`s Hand um seinen Schwanz spürte.

„Shit“, brachte hervor.

„Soll ich aufhören?“, fragte Kazuya leise an seinem Ohr und biss ihn leicht ins Ohrläppchen. Eijun atmete schwer, als er die langsamen, viel zu langsamen Auf und Ab Bewegungen fühlte.

„Shit“, sagte er nur und Kazuya kicherte an seinem Ohr. Es fühlte sich so gut an. Alles fühlte sich so gut an. Kazuya der ihn immer noch gegen die Tür drückte, sein Atmen, welcher nach Kaffee roch und über seinen Hals wehte. Seine kleinen Bisse in seine überempfindliche Haut und seine Hand die ihn schier in den Wahnsinn trieb. Er war so hart, er konnte es fühlen und ohne dass er es richtig merkte, öffnete er die Hose von Kazuya und ließ sie zu seiner eigenen auf den Boden gleiten.

„Bitte“, flüsterte Kazuya und Eijun wusste genau was er meinte. Eijun ließ ihn nicht eine Sekunde länger warten und nahm Kazuya`s Schwanz in seine Hand.

„Fuck“, sagten sie beide gleichzeitig und stöhnten auf.

„Eijun“, keuchte Kazuya, stieß dabei gierig in seine Hand und als Eijun seinen Namen aus der Kehle von Kazuya hörte, wusste er, dass er verloren hatte. Er ließ ihn los, was Kazuya wimmern ließ und zog ihn mit sich in sein Schlafzimmer. Er stieß ihn auf sein Bett und sah ihn mit glühenden Augen entgegen.

„Scheiß drauf“, sagte er, zog seine Boxershorts aus und beugte sich über Kazuya um auch ihn von dem unerwünschten Stoff zu befreien. Kazuya brachte sich in eine sitzende Position und zog in einer fließenden Bewegung sein T-Shirt aus. Eijun tat es ihm gleich, drängte sich zwischen Kazuya`s Beinen, zog ihn an sich und küsste ihn gierig. Dieser ergriff erneut Eijun`s Erektion was diesen keuchen ließ. Kazuya überfiel wieder seinen Hals und zog eine Spur von Küssen und leichten Bissen über seine Haut.

„Kazuya“, flüsterte er und erschrak fast selbst über seine Stimme. Dieser entfernte sich ein Stück um Eijun in die Augen sehen zu können. Seine Bewegungen an seinem Schwanz ließen dabei nicht nach.  

„Was willst du tun Eijun?“, fragte er ihn.

„Ich will dich“, sagte er ohne Scheu.

„Worauf wartest du dann noch?“, war Kazuya`s Antwort. Eijun verließ Kazuya`s Berührungen, ging zum Nachttisch und kramte ein Kondom heraus und schmiss es auf`s Bett. Kazuya griff danach.

„Also wenn du glaubst, dass du es benutzen wirst, dann muss ich dich enttäuschen“, meinte Eijun und Kazuya sah ihn fragend an.

„Was? Oh“. Schweigen. Eijun sah ihn an, fing dann aber an zu grinsen.

„Vergiss es Eijun“, sagte Kazuya darauf hin und wollte schon das Bett verlassen.

„Hmmm, ok, dann würde ich sagen, dass du deine Wette wohl verlierst.“ Kazuya hielt in seiner Bewegung inne.

„Du kleiner …“, er sprach nicht weiter sondern sah Eijun wütend an.

„Ich schätze, über diese Möglichkeit hast du nicht nachgedacht?“ Kazuya schwieg darauf hin.

„Komm her“, sagte Eijun und streckte seine Hand aus. Kazuya sah ihn unsicher an, kam dann aber doch wieder zu ihm. Eijun presste sich an ihm, fing an ihn wieder zu küssen und bald waren sie wieder an den Punkt, an dem keiner von ihnen Genug bekommen konnte. Eijun`s Hand lag um Kazuya`s Schwanz und bewegte sich auf und ab. Seine Augen waren geschlossen und Eijun sah wie er die Berührung genoss, doch Eijun hatte andere Pläne. Seine Hand verließ ihn und wanderte tiefer und Eijun spürte sofort wie sich Kazuya anspannte, als er mit dem Finger über dessen Eingang strich.

„Sshhhh, alles in Ordnung“, flüsterte Eijun beruhigend in Kazuya`s Ohr. Er entfernte seine Hand und griff ein weiteres Mal in die Schublade seines Nachttisches. Eijun öffnete die Tube mit dem Gleitgel, strich etwas auf seine Finger und brachte diese erneut in Position. Er konnte deutlich sehen, dass Kazuya wahnsinnig angespannt war.

„Eijun, ich …“ Doch Eijun glitt bereits vorsichtig mit einem Finger in Kazuya`s Eingang.

„Eijun“, keuchte Kazuya, „Wa Warte“, bat er. Eijun küsste ihn beruhigend, hielt seinen Finger aber genau wo er war. Als er spürte, dass der Körper unter ihm sich anfing zu entspannen, schob er etwas tiefer und Kazuya stöhnte auf als Eijun seine Prostata berührte.

„Oh Gott“, flüsterte Kazuya und bewegte unbewusste seine Hüfte auf Eijun`s Finger. Eijun grinste.

„Siehst du. Ich wusste, dass es dir gefallen wird“, wisperte Eijun und beobachtete den sich windenden Kazuya.  

„Eijun …“, stöhnte er wieder. Dieser begann einen zweiten Finger zum ersten zu gesellen, wieder verspannte sich Kazuya anfangs, überwand das Unwohlsein aber dieses Mal schneller. Kazuya dabei zu zusehen wie er von seinen Fingern ficken ließ, tat auch seinen Zweck bei Eijun. Er war so hart und wusste nicht wie lange er noch diese Geduld aufbringen würde. Er wollte Kazuya um alles in der Welt, aber unter keinen Umständen wollte er ihm wehtun.

„Ei … Eijun …“, hauchte Kazuya und er klang fordernd, wollte mehr und Eijun erfüllte ihm den Wunsch. Vorsichtig ließ er einen weiteren Finger in Kazuya gleiten. Er fühlte wie er sich ihm anpasste, sah wie entzückt Kazuya immer mehr die Kontrolle verlor und Gott, er wünscht, dass nicht seine Finger dies verursachen würden. Eijun konnte wollte nicht länger warten. Er entfernte seine Finger aus Kazuya und griff nach dem Kondom.

Er hörte Kazuya neben sich schwer atmen, wusste aber ungefähr was in ihm vorging. Nicht, dass er es selbst schon erlebt hatte, er war immer Top gewesen, aber die Vorstellung es einmal nicht zu sein, ließ ihn wahrlich nervös werden.

Nach dem er das Kondom übergezogen hatte, griff er ein weiteres Mal nach dem Gleitgel und schmierte seinen Schwanz ein. Er schaute hinüber, direkt in die Augen von Kazuya. Seine ganze Überheblichkeit und Arroganz waren im Augenblick völlig verschwunden. Das was Eijun sah, war Nervosität gemischt mit Aufregung und purer Lust.

„Küss mich“, sagte Eijun und Kazuya tat es. Sie lagen beide ausgestreckt nebeneinander und absolut Nichts hätte zwischen ihnen gepasst. Sie küssten sich leidenschaftlich und rieben süchtig ihre Körper aneinander.

„Tu es“, flüsterte Kazuya in Eijun`s Ohr, was ihm eine Gänsehaut über seinen ganzen Körper bescherte. Eijun drehte Kazuya auf den Rücken und positionierte sich zwischen seinen Beinen, legte sich auf ihn und flüsterte ihm ins Ohr:

„Das werde ich Kazuya“, und küsste ihn hart. Seine Hand wanderte hinab, strich langsam über Kazuya`s Eingang, welcher sofort bereitwillig seine Finger aufnahm. Er war soweit, sagte sich Eijun und begann seine Finger langsam mit seinem Schwanz zu ersetzen. Kazuya klammerte sich an ihm, keuchte, hielt inne, stöhnte, bewegte sich und Eijun hatte große Mühe nicht zu früh zu kommen. Kazuya war so instinktiv gut darin, obwohl es sein erstes Mal war, dass Eijun ihn bremsen musste.

„Shhh, nicht so schnell“, sagte er und biss die Zähne zusammen.

„Ich … ich kann nicht länger warten“, sagte Kazuya und stieß seine Hüfte nach vorne. Eijun zog scharf die Luft ein, aber auch er konnte nicht mehr warten. Wollte nicht mehr warten, er stieß in Kazuya, welcher laut aufstöhnte und sie beide fanden einen Rhythmus der beide nahe an die Klippe brachte.

„Gott Kazuya …“, stöhnte Eijun.

„Mehr, mehr Eijun“, knurrte Kazuya frustriert, drückt Eijun noch enger an sich und Eijun spürte wie sein Orgasmus sich aufbaute, wie er immer näher kam. Er griff zwischen sich und nahm Kazuya`s Schwanz in seine Hand.

„Lass los und komm für mich Kazuya“, flüsterte Eijun und stieß ein letztes Mal tief in ihm hinein. Beide kamen stöhnend zur selben Zeit und Eijun brach schließlich erschöpft auf Kazuya zusammen. Sie keuchten schwer, waren verschwitzt und müde. Eijun hätte sofort einschlafen können und das wäre er wohl, wenn Kazuya nichts gesagt hätte.

„Bist du noch da?“, fragte er. Eijun nickte an Kazuya Schulter und rollte sich schließlich von ihm.

„Bin ich“, sagte er mit rauer Stimmte und setzte sich auf dem Bettrand um das Kondom zu entfernen. Anschließend ging er ins Bad, säuberte erst sich und warf Kazuya schließlich einen Waschlappen zu. Er fischte seine Boxershorts vom Boden, zog sie an und  sah zu wie Kazuya sich reinigte.  

„Wie fühlst du dich?“

„Seltsam gut und du?“

„Ich habe meine Wetter verloren, aber ich denke es hat sich gelohnt“, sagte er mit einem zufriedenen Grinsen und legt sich wieder ins Bett. Auch Kazuya schnappte sich seine Shorts und drehte sich zu Eijun um ihn betrachten zu können.

„Ich hätte das früher machen sollen“, gab er zu.

„Nein“, sagte Eijun.

„Wieso nicht? Es war gut.“

„Das erste Mal vergisst man nie“, grinste Eijun.

„Ahhh, ich verstehe, du willst, dass ich dich nicht vergesse? Klingt nach Romantik?“, grinste Kazuya ihm frech an.

„Übertreib es nicht“, sagte Eijun und schloss die Augen, öffnete sie aber wieder als er merkte, dass Kazuya aus dem Bett stieg. Er wusste nicht warum aber er hatte gehofft, er würde bleiben. Eijun drehte sich auf die Seite, schloss wieder die Augen und kuschelte sich in sein Kissen.

„Du kannst bleiben“, flüsterte Eijun, war sich aber nicht sicher ob Kazuya ihn gehört hatte. Als er keine Reaktion hörte, hob er den Kopf und sah sich um. Kazuya war nicht mehr da und Eijun seufzte enttäuscht.



Miyuki Kazuya POV:



Kazuya ging ins Schlafzimmer zurück, nachdem er sich im Bad frisch gemacht hatte und sah hinunter auf einen schlafenden Eijun. Seine Atemzüge waren regelmäßig und Kazuya dachte, dass er sich seinen Schlaf redlich verdient hatte. Er fragte sich wie das Training der Segakou aussah, dass ihre Spieler schon fast aus Schlafmangel umfielen.

Er dachte darüber nach zu gehen, doch er hatte Eijun`s Aussage gehört. Wenn er wollte konnte er bleiben. Normalerweise machte er sowas nicht, aber mit Eijun war sowieso irgendwie alles anders. Er hatte sich verdammt nochmal von ihm ficken lassen. Bei diesem Gedanken schüttelte es seinen ganzen Körper. Nie hätte er gedacht, dass er diese Gefühle empfinden könnte, es war unglaublich gewesen und er wollte es wieder tun, am liebsten mit dem Mann der da gerade dort in diesem Bett lag. Ohne weiter darüber nachzudenken, legte er sich zurück ins Bett und ohne dabei aufzuwachen kuschelte sich Eijun an ihm. Kazuya lag wie versteinert da. Kuscheln? Wirklich? Kazuya schloss seufzend die Augen und bevor er sich versah war auch er eingeschlafen.



*




Kazuya erwachte und fühlte sich wie in einer Sauna. Es war so warm, wobei er keine Ahnung hatte wieso. Es war Anfang September und die große Tokyo Hitze war vorüber. Er öffnete blinzelnd die Augen und sah nur bronzefarbene Haare vor sich. Kazuya`s Gedanken überschlugen sich. Alle Erinnerungen von letzter Nacht kehrten in Überschallgeschwindigkeit zurück und die Erinnerung, die in jener Eijun in ihm ist und sich in einen schnellen Rhythmus bewegt, lässt sein Herz schneller schlagen, ganz zu schweigen davon, dass sein Schwanz sofort hart ist.

„Kazuya?“, murmelt Eijun plötzlich auf seiner Brust.

„Hmmm?“

„Du … Wach?“, versuchte Eijun, welcher sichtlich noch nicht ganz aus seinen Träumen herausgefunden hat.

„Bin ich“, sagte er. Eijun schien dann doch mehr wach zu sein als es den Anschein machte.  Denn Kazuya hielt den Atem an und stöhnte, als er Eijun`s Finger an seinem Schwanz spürte. Seine Brust verließ die Last und Eijun sah ihn an.

„Willst du, dass ich dich ficke?“, fragte Eijun ihn und bewegte seine Hand auf und ab. Kazuya konnte nicht glauben wie diese goldenen Augen, mit einem solch schmutzigen Mund zusammenpassten. Eijun küsste ihn, blieb aber nicht lange an seinen Lippen sondern, küsste sich eine Spur bis zu seinem Ohr: „Ich glaube, du willst es Kazuya. Ich glaube du willst noch einmal meinen Schwanz in dir spüren und von mir gefickt werden“, flüsterte ihn Eijun ins Ohr.

„Fuck, Gott ja bitte“, antwortete er und merkte erst in diesem Augenblick, dass bereits zwei Finger Eijun`s in seinem Inneren waren.

„Oh Fuck“, keuchte er und bewegte seine Hüften. Eijun verließ ihn nur so weit wie er musste, um an den Nachttisch zu gelangen. Es dauerte nicht lange bis er sich das Kondom übergezogen hatte, doch Kazuya erschien es wie Ewigkeiten.

Als Eijun in ihm eindrang, war es angenehmer als in der Nacht zuvor. Er war immer noch offen für ihn und, Fuck es fühlte sich noch besser an als das erste Mal. Er spürte jedoch, dass Eijun sich vorsichtig verhielt und dabei wollte Kazuya, dass der Mann welcher voll und ganz in ihm war, seine Worte Taten folgen ließ.

„Eijun! Fick mich verdammt“, forderte er und Eijun keuchte auf, positionierte sich und kam seiner Anweisung nur zu gern nach.



*




Sawamura Eijun`s POV:

Es waren jetzt fast zwei Wochen vergangen, dass Kazuya und er diese unglaubliche Nacht miteinander verbracht hatten, doch gemeldet hatte er sich seit dem nicht. Es ärgerte ihm und das viel mehr, als ihm lieb war. Er hatte schließlich nicht das erste Mal einen verdammten One-Night-Stand genossen, woraufhin sich der andere Typ nicht mehr gemeldet hatte.

Das Problem so wusste er nur zu gut, war allein er. Es sollte ihm nicht so gegen den Strich gehen, dass Kazuya kein weiteres Mal vorbei geschaut hatte. Ob nun bei ihm zu Hause oder vor seiner Uni, das war ihm herzlich egal, aber er wollte, dass er es tat. Die Tatsache, dass er ihn genauso gut hätte aufsuchen können, verdrängte er geflissentlich, schließlich hatte er wegen ihm schon seinen Baseball verloren. Nein, er würde nicht bei ihm ankommen.

Ja seine Laune war dementsprechend im Keller und das spürten auch Wakana und Brian, die einen weiteren Freitagabend mit ihm im Club verbrachten. Jenen Club in welchen er auch Kazuya kennengelernt hatte.

„Was ist los?“, fragte Brian und er wusste, dass er ihn meinte. Natürlich.

„Gar nichts“, sagte Eijun und nahm einen Schluck aus seiner Bierflasche.

„Na klar“, sagte Brian sarkastisch und sah ihn tief in die Augen.

„Es ist wirklich alles bestens“, knurrte er und rollte die Augen. Im Grunde war es das auch. Sie hatten ihre letzten zwei Spiele gewonnen und waren nun im Viertelfinale des Koshiens-Tunier. Das Spiel, welches er nicht bestreiten durfte, hatte sie zwar geradeso gewonnen, aber scheiß drauf. Gewonnen war gewonnen.

„Hallo Eijun“, sagte plötzlich eine Stimme, die ihm nur allzu bekannt war. Unweigerlich blitzen in seinem Gedächtnis Bilder auf. Er drehte sich in Kazuya`s Richtung und sah ihn abwartend an.

„Kazuya“, begrüßte er ihn und versuchte dabei möglich neutral zu klingen. Hinter Kazuya konnte er sehen, dass Kuramochi und der andere Freund dabei waren. Eijun wusste nicht wie er hieß, fand jedoch, dass er mit seinen rosafarbenen Haaren aussah wie ein Mädchen.

„Setzt euch doch zu uns“, sagte Wakana und Eijun sah, dass alle drei ihrer Aufforderung nachgingen.

„Hey Miyuki, ich muss dir danken“, kam auch schon von Brian und Eijun rollte ein weiteres Mal mit den Augen.

„Wofür“, fragte Kazuya verwirrt. Brian grinste und sagte: „Dank dir besitze ich jetzt einen Baseball von Matsuzaka.“ Brian grinste wie ein Honigkuchenpferd.

„Nun, ich gebe zu, dass ich dabei weniger an dich gedacht habe“, sagte Kazuya und grinste Eijun an. Dieser sah ihn jedoch weiterhin regungslos an, was Kazuya die Augenbrauen fragend zusammenziehen ließ.

Auch die anderen schienen die Stimmung zu realisieren und es herrschte plötzlich unangenehmes Schweigen am Tisch.

„Ähm … Wakana hast du Lust tanzen zu gehen?“, fragte Kuramochi. Wakana sprang förmlich auf und zog Kuramochi vom Tisch weg, doch die beiden waren nicht die einzigen die das Weite suchten. Brian und der mit den rosa Haaren verschwanden ebenfalls und nun saßen beide allein am Tisch.

„Was ist los?“, fragte er auch sofort.

„Gar nichts“, sagte er ein weiteres Mal an diesem Abend.

„Gar nichts also? Wieso werde ich dann das Gefühl nicht los, dass du sauer auf mich bist?“

„Du fragst mich ob was los ist. Dann sage ich, dass Nichts los ist und weil du mir das nicht glaubst, denkst du, dass es dabei um dich gehen würde? Das ist eine arrogante Denkweise.“

Kazuya beobachte ihn aufmerksam und Eijun hatte das Gefühl innerlich zu verbrennen. Es fühlte sich an, als wäre Kazuya zu einem Röntgengerät mutiert und würde ihn nun völlig durchleuchten. Fuck, dachte Eijun.

„Also, warum genau bist du sauer auf mich?“, fragte er irgendwann ungerührt, als hätte Eijun zuvor nichts gesagt.

„Hast du nicht zugehört?“

„Doch habe ich, aber wir wissen doch beide, dass es eine Lüge war. Willst du wissen was ich glaube?“

„Nein“, sagte Eijun, wobei er genau wusste, dass Kazuya ihn trotzdem sagen würde was er dachte.

„Du bist sauer, weil ich mich nicht bei dir gemeldet habe?“, sagte er, was Eijun unecht auflachen ließ. Kazuya zog fragend die Augenbrauen hoch.

„Ich bin nicht sauer auf dich“, log Eijun weiter, schließlich wollte er auf keinen Fall, dass Kazuya glaubte er würde mehr von ihm wollen. Wollte er nicht. Niemals. Single zu sein war toll und er würde es auch weiterhin bleiben wollen. Genau.

„Na schön, wie du meinst“, sagte Kazuya, stand auf und verschwand.

„Verdammt“, murrte Eijun und trank sein Bier mit einem Zug leer, er hatte keine Lust mehr hier zu bleiben außerdem hatte er morgen sowieso ein Spiel.



*




Miyuki Kazuya POV:



Er wusste nicht was mit Eijun passiert war, er hatte ihn nicht so störrisch in Erinnerung gehabt. Arrogant und übermüdet vielleicht, aber nicht störrisch. Und er war klug genug um zu wissen, was das Problem war, aber er hatte sich extra nicht gemeldet, weil er nicht wollte, dass Eijun dachte, dass er mehr wollte als Sex. Und er wollte nicht mehr als Sex. Definitiv nicht und seine Regeln waren einfach. Eine lautete sich erst beim anderen zu melden, wenn mindestens drei Wochen vergangen waren und das waren sie verflucht noch mal nicht. Außerdem hätte er sich genauso gut melden können. Großartig, jetzt war er auch angepisst.

Er sah sich im Club um und sah Eijun aus dem Club verschwinden. Sein Gesicht sagte deutlich, dass er noch immer tierisch schlecht gelaunt war. Gegen jede Vernunft konnte Kazuya es trotzdem nicht verhindern, dass er los lief und ihm folgte.

Kazuya erwischte ihn gerade noch so, bevor er in die Straßenbahn einsteigen konnte.  

„Was willst du?“, fragte Eijun und Kazuya konnte hören, dass er stinksauer war. Doch so langsam verlor auch er seine Geduld.

„Hey was verdammt noch mal ist dein Problem?“

„Lass mich einfach in Ruhe.“

„Du willst doch gar nicht, dass ich dich in Ruhe lasse. Du bist sauer weil ich mich nicht bei dir gemeldet habe, wo du es genauso bei mir hättest tun können.“ Die Antwort welche er von Eijun erhielt war ein demonstratives Schnauben.

„Na schön, wie du meinst“, sagte Kazuya, „Du und dein Stolz haben ein ganz schönes Problem“, meinte er weiter und drehte sich in die entgegengesetzte Richtung.

„Ich und mein Stolz?“, schrie Eijun ihn schließlich nach.

„Ja du und dein Stolz. Wenn du mehr Kontakt zu mir haben willst, hättest du dich auch bei mir melden können“, sagte er.

„Sorry, das ich mich nicht wie ein Stalker aufführe und dich bis an deiner Uni verfolge“, sagte Eijun und funkelte ihn an.

„Stalker?“, knurrte Kazuya. Jetzt war er wirklich wütend. „Nimmst du auch jeden Stalker mit zu dir nach Hause und vögelst ihn?“

„Nein du warst der erste, aber keine Angst, wird nie wieder passieren“, zischte er, ebenso wütend.

„Fick dich, Eijun!“

„Fick du dich!“

Beide starrten sich wütend an und wussten nicht weiter. Sie hatten eine so perfekte Nacht mit einander erlebt, dass es Kazuya so vorkam, als würden sie sie jetzt beide aus unerfindlichen Gründen ruinieren wollen. Kazuya seufzte, wenn Eijun genauso dachte wie er, war es kein Wunder, dass sie sich hier im Kreis drehten. Die Nacht hatte ihn beide mehr bedeutet, als sie sich eingestehen und schon gar nicht gegenüber zugeben wollten. Eijun war nicht dumm, auch er hatte diese Gedanken, dass wusste Kazuya nur zu gut.

Eijun hatte sich derweil abgewendet und wartete Stur auf seine nächste Bahn. Er schluckte seinen eigenen Stolz runter und ging zu ihm. Er stellte sich direkt vor ihm und sah ihn in die Augen.

„Du weißt, dass das lächerlich ist oder?“, fragte er ihn. Eijun sah ihn fragend an, wollte aber dazu nichts sagen. Kazuya seufzte erneut. Gott, der war noch sturer als er selbst.

Langsam legte er seine Hand an seine Wange, sah ihn dabei direkt in die Augen und kam ihn ein Stück näher.

„Es war mehr für mich als nur Sex“, sagte er und musste sich selbst dazu zwingen den Blick nicht abzuwenden. Das war nicht wirklich das, was er sagen wollte. Aber als er Eijun`s funkelnde Augen gesehen hatte konnte er nicht anders. Eijun schluckte, schloss die Augen und flüsterte: „Für mich auch.“ Kazuya grinste, beugte sich vor und küsste ihn. Es war ein sehr sanfter Kuss, einer der von mehr als nur Sex und purer körperlichen Leidenschaft sprach. Er lehnte sich wieder ein Stück zurück und sprach:

„Ich mag dich wirklich Eijun, aber ich bin wahnsinnig schlecht in sowas.“

„Sowas?“

„Nun … ich meine …“, er wusste nicht ob er das Wort Beziehung aussprechen sollte. Eijun zog eine Augenbraue hoch.

„Beziehung?“, Eijun sprach es aus und Kazuya zuckte zusammen.

„Ja“, hauchte er.

„Was heißt schlecht?“

„Ich hatte noch keine“, sagte er ehrlich.

„Ich auch nicht“, gab sein Gegenüber zu. Kazuya hatte das Gefühl, dass er die Luft angehalten hatte und zog die Luft nun gierig ein.

„Du klingst erleichtert“, sagte Eijun und seine Augen waren von der Wut völlig befreit, viel mehr war es jetzt so, dass er sich ein Grinsen verkneifen musste.

„Lass es“, er atmete ebenfalls tief ein und sagte weiter, „Lass es uns langsam angehen.“ Kazuya nickte darauf hin nur und küsste ihn schließlich wieder. Ein Geräusch ließ sie beide aus einander treten und sie sahen beide auf. Die Bahn kam und Eijun schnappte sich seine Hand und zog ihn schließlich mit sich. Dieses Mal schlief Eijun nicht ein, sondern genoss die Küsse von Kazuya, welche von Haltestelle zu Haltestelle leidenschaftlicher wurden. Endstadion war Eijun`s Bett.



*


Ein Jahr später




Sawamura Eijun`s POV:

Eijun atmete tief ein und aus. Er schloss die Augen und entspannte sich. Ging noch mal in Gedanken das Spiel durch. Sein Team und er führten mit einem Run und wenn er den nächsten Batter ausstriken konnte, hätten sie das zweite Mal in Folge das Koshien-Tunier gewonnen. Er wollte es unbedingt. Er atmete noch einmal tief ein und sah zur Batter-Box, direkt in die Augen von Kazuya. Sein Herz schlug viel zu schnell, er war zu unruhig, zu nervös.

„Verdammt“, flüsterte er. Er hob die Hand und rief laut: „Time out“. Sofort kamen sein Catcher und die Fielders zu ihm auf den Mound gerannt. Ein Blick zu Kazuya sagte ihm, dass dieser genau wusste, was in ihm vorging. Fuck, dachte Eijun. Dieses Grinsen würde er spätestens zu Hause aus seinem Gesicht wischen, egal wie dieses Spiel ausgehen würde. Er würde ihn an ihr Bett fesseln und ihn so lange betteln lassen bis er es selbst nicht mehr aushielt. Diese Vorstellung ließ ihn ebenfalls grinsen und dieses Grinsen schenkte er auch seinen Freund in der Batter-Box. Das dieser seine Augen ein Stück weiter aufriss und schluckte, ließ ihn gleich ein wenig besser atmen.

„Was ist los Sawamura?“, fragte ihn sein Catcher.

„Kazuya“, sagte er ehrlich und hörte das Seufzen, welches unisono von seinem Team kam. Auch wenn er es nicht sah, konnte er sich denken, dass sie allesamt mit den Augen rollten.

„Stell dir einfach vor, es wäre jemand anderes“, kam ein Tipp von einen seiner Fielder.

„Ja, vielleicht Mei“, sagte ein weiterer und fing an zu kichern. Eijun konnte nicht anders und stimmte mit ein.

„Danke Leute“, sagte er und: „Ich bin bereit.“ Alle nickten ihm zu, schlugen mit ihren Handschuhen auf seine Schulter oder Brust und gingen wieder auf ihre Positionen.

„Tut mir leid, Kazuya“, flüsterte Eijun und pitchte drei auf einander folgende Striks.

Eijun wurde von seinen Teamkameraden eingekesselt und bejubelt, doch sein Blick blieb auf Kazuya gerichtet, welcher seine Tränen nicht zurückhalten konnte. Aber er war nicht allein, sondern wurde auch von seinem Team umgeben, welches versuchte ihn aufzumuntern. Es tat Eijun verdammt weh Kazuya so zu sehen, aber sie hatten beide gewusst, dass es einen von beiden so gehen würde, wenn das Spiel vorbei war. Aber Eijun hatte ihr Versprechen nicht vergessen.

„Jungs, ich muss ein Versprechen einlösen“, sagte Eijun und sein Team ließ ihn frei und bahnte sich einen Weg zu Kazuya.

Als er bei diesem angekommen war, legte er vorsichtig seine Hand auf dessen Wange, wischte ihm die Tränen weg und küsste ihn schließlich. Es war den meisten bekannt, dass sie eine Beziehung zu einander führten und als das Jubeln und Tosen in den Zuschauerreihen begann fühlte er wie Kazuya anfing in den Kuss hinein zulächeln. Sie trennten sich voneinander und sahen sich in die Augen und beide sagten fast gleichzeitig:



„Ich liebe dich.“
Review schreiben