Himmelsrand

MitmachgeschichteAbenteuer, Fantasy / P16
14.09.2015
16.12.2015
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Als Abu Rabenfels in in östlicher Richtung verließ und am Strand entlang ging, wurde er von einigen Banditen überfallen, die sich ein leckgeschlagenes Schiff als Unterschlupf auserkoren hatten. Er machte mit ihnen kurzen Prozess und fand im inneren einen dieser Ost-kaiserlichen Anhänger, die er zu fünfhundert Septimen das Stück verkaufen konnte.
Er ging weiter und kam in einen Hinterhalt der Aschenbrut. Er konnte sich gegen sie erwehren, was man von Varona, deren Leiche in der Nähe lag, nicht behaupten konnte. Sofort wandte er sich nach Süden zum Turm Neloth's, wo er hierüber Bericht erstatten wollte.
Neloth war nicht sonderlich schockiert. Er sagte nur: „Tot? Wie ärgerlich. Wie ist sie gestorben?“
„Alles sieht nach einem Angriff der Aschenbrut aus“, sagte Abu.
„In letzter Zeit tauchen hier immer mehr von diesen Dingern auf. Dann werdet ihr mir wohl einen neuen Diener suchen müssen. Probiert es in Rabenfels, dort verehren mich die Leute. Ich bin mir sicher, fast jeder möchte in meinen Diensten stehen“, wies ihn Neloth an.
„Ihr könnt mir nicht einfach Befehle erteilen!“, protestierte Abu.
„Nun irgendjemand muss mir einen neuen Diener beschaffen, wieso nicht ihr? Aber ihr seid töricht, wenn ihr einem Hochmagier des Hauses Telvani nicht helft und seine Gunst erlangen wollt.“
„Nagut, was für eine Person stellt ihr euch vor?“, fragte Abu ärgerlich, was Neloth ignorierte.
„Genialer Verstand, robuster Körperbau und blinder Gehorsam wären von Vorteil. Und die Person muss wissen, wie man Tee zubereitet. Ulves verwässert ihn immer“, sagte Neloth.
„Genialer Verstand und blinder Gehorsam? Ihr scherzt wohl, oder?“, fragte Abu.
„Ja, das wird schwierig, eines davon reicht mir schon“, antwortete Neloth.
„In Ordnung, habt ihr noch mehr schwarze Bücher gefunden?“, fragte Abu.
„Ja, Hermaeus Mora ist verschlagen, aber das bin ich auch. Es ist nur ein Gerücht vom Hörensagen einer Vermutung, aber ich glaube, dass es sich wirklich im Weiskammhügelgrab befindet. Sucht es und bringt es mir“, sagte Neloth.
„Das ist schon eine bessere Aufgabe, aber eine Frage habe ich noch, glaubt ihr, dass jemand es auf euch abgesehen hat?“, fragte Abu.
„Ich weiß es nicht, aber die Aschenbrutangriffe sind ein gutes Indiz. Vielleicht könnt ihr mir ja helfen, es herauszufinden. Ich muss noch ein paar Nachforschungen anstellen, bevor ich Gewissheit habe. Wenn es so weit ist, sage ich euch Bescheid, das dürfte eine Aufgabe nach euren Geschmack sein.Und nun geht“, sagte Neloth und Abu verließ den Turm in Nördlicher Richtung. Zuerst besuchte er die Skaal und berichtete Morven, dass der Priester in Falkenring einverstanden war. Sie freute sich und schenkte Abu einen Helm, den sie geschmiedet hatte. Hier kaufe Abu noch ein und kam schnell am Hügelgrab an.
Im Inneren fand er zwei Dunmerleichen, die offenbar von den Draugr getötet wurden. Er ging weiter und wurde mehrfach von Spinnen angegriffen. 'Wohl doch keine Draugr, sondern Spinnen. Diese Leichen da draußen müssen echte Milchtrinker gewesen sein', dachte sich Abu, während er die Spinnen zertrat.
Weiter im inneren traf er auf Dunmer, denen eine solche Spinne im Nacken saß, diese schien ihre Opfer zu steuern. Abu bekämpfte sie und gelangte immer tiefer in das Grab.
In einer Großen Halle traf er auf einen gewöhnlichen Dunmer, der mit spinnen um sich warf, die bei der Landung explodierten. So langsam wurde es Abu zu bunt. Spinnen waren zwar nicht seine Lieblingstiere, aber explodierende Spinnen, das ging zu weit. Er tötete ihn und nahm ihm einen Schlüssel und sein Tagebuch ab. Mit dem Schlüssel konnte er ein Verlies öffnen, in dem er, wie es schien, Versuchsobjekte, also Dunmer gefangen hielt. Auch sie wurden von Spinnen gesteuert.
Nachdem er sie erschlagen hatte, fand er einen Vergitterten Raum, indem wohl die Experimente stattfanden. Hier lag eine weitere Leiche, aus deren Tagebuch hervorging, dass er mit dem anderen Wahnsinnigen zusammengearbeitet hatte.
Er ging weiter und kam in eine Grabkammer, in der ein toter Drachenpriester auf ihn wartete. Nachdem er ihn besiegt hatte fand er neben den Schwarzen Buch, noch einen Wortmauer. Er nahm das Buch und schlug es auf, woraufhin er sofort wieder in Apokrypha war. Zum Glück hatte dieses Buch nur ein Kapitel, denn es war sehr dunkel und er hatte keine Lust in die Bodenlosen Tiefen von Apokrypha zu fallen.
Er verließ das Grab und machte sich auf den Weg zurück nach Rabenfels, da es bereits Nacht war und obwohl der Kampf gegen die Spinnen nicht anstrengend, doch ermüdend war. Ganz zu schweigen von einer Reise nach Apokrypha. Unterwegs kam er noch an der Stalhrimlagerstätte vorbei und fand alle Särge wieder gefüllt. 'Anscheinend regeneriert sich das Zeug, hoffentlich fangen aber nicht an die Waffen und Rüstungen daraus an zu wuchern', dachte sich Abu. Dort schlief er erst einmal und trieb etwas Handel. Auch fragte er herum, wer bei Neloth Dienst tun würde. Alle hielten es zuerst für einen Witz und lehnten entschieden ab. Manche schickten ihn in den Spuckenden Netch.
Hier fragte er den Gehilfen des Wirtes, der sofort einverstanden war und sich sofort auf den Weg zu Neloth machte. Abu nahm noch einen Met und machte sich dann ebenfalls auf den Weg zu Neloth. Unterwegs fand er einen Dunmer, der in dem Kuppelförmigen Zugang zu einem Grab stand und versuchte diesen frei zu legen. Abu fragte ihn, wieso er dies tat.
„Ich habe einen Investor, drüben in Morrowind. Er vermutet hier einige wertvolle Artefakte, die ich ausgraben soll. Aber für jede Schaufel Asche, die ich herausschaffe, weht der Wind Zwei wieder hinein.“
„Wieso stellt ihr keine Leute aus Rabenfels ein?“, fragte Abu.
„Glaubt ihr, ich hätte so viel Gold? Nein ich werde erst bei Lieferung bezahlt. Ich brauche etwas Startkapital, mein Teilhaber würde natürlich einen großen Profit erhalten“, sagte er.
„Wie viel braucht ihr denn?“, fragte Abu.
„Mit tausend Septimen würde ich anfangen können“, meinte der Dunmer.
„Versucht nicht mich zu bescheißen!“, knurrte Abu und gab ihm die tausend Septime.
„Danke, ich heiße Ralis Sedarys, und ihr?“, fragte er.
„Abu Bakr, und wehe es lohnt sich nicht“, antwortete Abu und schickte Ralis sofort nach Rabenfels.
Abu ging weiter und fand Neloth wie üblich in seinem Arbeitszimmer.
„Ich habe einen Diener für euch gefunden, er sollte schon da sein“, sagte Abu.
„Diesen Drovas? Er wird wohl genügen, auch wenn er einen abscheulichen Caniswurzeltee macht. Aber ich sollte mich bei euch bedanken, hier, nehmt das“, sagte Neloth. Offensichtlich hatten Abu's Erziehungsversuche gefruchtet. Er gab Abu fünfhundert Septime und fügte hinzu: „Oh und ihr dürft meinen Stabverzauberer Benutzen, ebenso wie mein Schwarzes Buch, nehmt es ruhig mit, ich habe eine Abschrift davon.“
„Danke, hier ist noch das andere Schwarze Buch, das ich finden sollte“, sagte Abu.
„Sehr gut, hier, für euch“, sagte Neloth und gab Abu weitere tausend Septime. Danach ging er davon um sich eine Abschrift zu machen. Als er zurückkam, fragte er: „Ihr kommt doch aus Himmelsrand, oder?, Habt ihr von den Dornenherzen gehört?“
Abu bejahte.
„Sie sind Grimmige Krieger der Abgeschworenenstämme. Hexenraben Pflanzen ihnen große Dornensamen statt ihrer echten herzen ein, dies verbindet ihr Leben mit den Naturgewalten. Ihr müsst einen von ihnen untersuchen, versucht so viel wie möglich herauszufinden. Ich werde einen Erinnerungsspeicherzauber auf euch wirken, damit ihr nichts aufschrieben müsst. Euch, der jedem anderen zu erklären, worauf ihr achten müsstet, würde Jahre gemeinsamer intensiver Forschungen bedeuten. So ist es einfacher“, sagte Neloth und belegte Abu mit dem zauber.
„Ich werde in den nächsten tagen nach Himmelsrand reisen, wann ich zurückkomme, weiß ich noch nicht“, sagte Abu, doch Neloth war wieder in seine Forschungen vertieft.
Abu ging in den Raum des Stabverzauberer's und nahm dort das Schwarze Buch und schlug es auf. Als Abu wieder zurück war, machte er sich auf den Weg nach Thirsk, wo er dem Schmied einige Materialien vorbeibringen wollte. Hierfür bekam Abu tausendzweihundert Septime und er machte sich gleich auf den Weg, zum Skaal-Dorf, um zu sehen, ob sie noch Hilfe gebrauchen konnten. Einer der Jäger kam auf ihn zu und bat ihn, nach seinem Bruder zu suchen.
„Was ist mit ihm geschehen?“, fragte Abu.
„Ich wünschte, ich könnte es euch sagen, mein Freund. In Torkild's Augen leuchtete ein wilder Glanz. Wilder als in allen anderen. In dunklen Stunden, fürchte ich, dass er sich den Werbären angeschlossen hat.“
„Oh ja, die kenne ich, hatte schon manches mal mit ihnen zu tun“, sagte Abu.
„Dann wisst ihr, dass sie gefährlich sind. Als Mensch war er schon ein ungezähmter Krieger, aber als Bestie, ich will es mir nicht einmal vorstellen“, sagte er.
„Ich werde nach ihm suchen, verlasst euch auf mich“, sagte Abu.
„Danke, ihr seid wirklich ein Freund der Skaal.“
Abu ging nach Rabenfels um von dort nach Himmelsrand zurückzureisen. Als er zum Markt wollte, um noch einige Dinge zu kaufen, wurde er zuerst von einem Kurier mit einer Nachricht von Ralis und danach von einem Ork, der in Rabenfels als Mogrul bekannt war, aufgesucht. Letzterer meinte: „Sieht aus, als hättet ihr ein Problem geerbt.“
„Was für ein Problem?“, fragte Abu.
„Drovas Revi schuldet mir eintausend Septime. Zumindest hat er das, bis ihr ihn an diesen Telvanni-Zauberer vermittelt habt, jetzt ist er unberührbar. So wie ich das sehe, ist es eure Schuld, dass er mir das Geld nicht geben kann, also muss ich es mir von euch holen“, knurrte der Ork.
„Und wenn ich euch nichts gebe?“, fragte Abu grimmig.
„Dann passiert erst einmal gar nichts, aber achtet immer darauf, was hinter euch vorgeht. Ich werde ein paar Eintreiber schicken, die werden nicht so höflich sein, wie ich“, lache Mogrul.
„Viel Erfolg, kein einziger wird zurückkommen“, sagte Abu und ging an Mogrul vorbei, aber nicht ohne ihn anzurempeln.
Zu Hause machte er den Brief von Ralis auf, dieser bat ihn inständig zu ihm, ans Kolbjornhügelgrab, zu kommen. Abu machte sich sofort auf den Weg, da es nicht weit war. Ralis erwartete ihn schon:“Es ist nicht gut. Wir sind nur ein kurzes Stück hineingekommen, als irgendetwas die Draugr aufgescheucht hatte. Bevor ich mich versah, waren alle Bergleute tot und ich wäre fast der nächste gewesen. Niemand sonst ist raus gekommen.“
„Das kommt davon, wenn ihr an den Arbeitskräften spart“, sagte Abu grimmig.
„Tja das wars wohl, mit unserer kleinen Unternehmung, außer ihr wollt die Draugr vernichten. Vielleicht ist es ohnehin vorbei. Bevor die Draugr über die Männer herfielen, sah es so aus, als wären wir in einer Sackgasse gelandet, aber vielleicht habe ich etwas übersehen.“
„Nagut, ich sehe mal nach“, meine Abu und betrat das Grab.
Im Inneren fand so sogleich Draugr und die Leichen der Bergmänner. Sie lieferten einen harten Kampf, währenddessen am Ende der Kammer eine Tür aufging. Nachdem die Draugr das waren, was sie sein sollten, tot, betrat er die nächste Kammer und fand hier ein paar verzauberte Stiefel auf einem Podest mit Druckschalter. Sofort steckte er sie ein und ging zurück zu Ralis.
„Hattet ihr Glück?“, fragte dieser.
„Ja, der Weg ist frei und die Draugr sind beseitigt. Ihr könnt weitermachen“, antwortete Abu. Von den Stiefeln erzählte er nichts, da Ralis diese bestimmt für sich beanspruchen wollte.
„Dann gibt es vielleicht ja doch noch Hoffnung für uns. Jetzt muss ich noch neue Bergleute anwerben, was nicht leicht wird, da keiner ihrer Freunde vom ersten versuch zurückgekehrt ist. Ich glaube ich brauche...sagen wir...ungefähr...wenn ihr so viel habt....zweitausend Septime“, druckste Ralis herum.
„Wehe das lohnt sich nicht“, sagte Abu und gab ihm die geforderte Summe.
„Vielen Dank. Ihr hört von mir, wenn es Neuigkeiten gibt.
Abu ging davon und bestieg, mit so vielen Waren wie er tragen konnte die Nordmaid um nach Himmelsrand zu kommen.
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