Himmelsrand

MitmachgeschichteAbenteuer, Fantasy / P16
14.09.2015
16.12.2015
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„Ich werde nicht lügen, wenn ich gefragt werde, Bujold“, sagte Abu und Uthgerd, die neben ihm stand, nickte entschlossen.
„Nagut, mehr kann ich wohl nicht erwarten“, grummelte Bujold und zu dritt gingen sie nach Thirsk zurück. Als sie dort ankamen, redete sie mit einem der Krieger, der daraufhin zu Abu kam: „Ich heiße Kuvar, Bujold sagt, ihr hättet ihr bei ihrer Reise zum Hrothmund's Grab gute Dienste geleistet. Vor meiner Heirat mit ihr, war ich ihre rechte Hand bei dieser Reise. Hrothmund erkennt Stärke, in dieser Welt und der nächsten. Aber sie wirkt anders als damals. Könnt ihr mir sagen, was geschehen ist?“
„Es fällt mir nicht leicht, euch das zu sagen, aber Hrothmund hat sie abgelehnt. Sie ist nicht mehr die Anführerin von Thirsk“, antwortete Abu.
„Ihr habt keine Ahnung, wie gefährlich eure Worte sind“, antwortete Kuvar.
„Doch das habe ich. Würden sie nicht stimmen, hätten meine Frau und ich, die Ganze Halle von Thirsk gegen uns, aber wir sind ehrenhafte Krieger, ich bin der Herold der Gefährten von Weißlauf, wenn euch das etwas sagt!“, antwortete Abu und nagelte Kuvar mit seinen Blicken fest.
„Ich habe von ihnen gehört. Aber ihr habt mich nicht ausreden lassen. Es ist eine schwere Anschuldigung, wie ihr wisst, wir werden Bujold befragen, sie muss der ganzen Halle Rede und Antwort stehen!“, sagte Kuvar.
Als Abu zur Seite blickte, sah er, dass Uthgerd sich entspannte. Sie war wohl kurz davor, ihren Zweihänder von ihrem Rücken zu nehmen und damit jeden, der sich ihr oder Abu in den Weg stellte, zu erschlagen. Kuvar hatte es ebenfalls bemerkt und rief Bujold herbei.
„Bujold, eure rechte Hand behauptet, dass Hrothmund euch nicht gesegnet hätte. Ist das wahr?“, fragte er sie.
„Es wäre klug, wenn meine rechte Hand den Mund halten würde!“, knurrte sie Abu an, doch auch sie sah, dass Uthgerd bereit war, ihren Mann zu beschützen.
„Also leugnet ihr es nicht?“, fragte Kuvar.
„Kuvar, hört mich an. Ihr sagtet selbst, dass dieser Ort seine Vergangenheit aus dem Blick verloren hat. Dass wir neue Traditionen brauchen, um voranzukommen! Statt auf einen Geist in einem Grab zu hören, sollten wir unser Schicksal selbst in die Hand nehmen!“, entrüstete sie sich.
„In euren Worten liegt Weisheit, aber würdet ihr an den Geist von Thirsk glauben, hättet ihr aufrichtig gesprochen. Stattdessen habt ihr eure Scharm versteckt!“, sagte Kuvar unerbittlich.
„Kuvar... ich...“, brachte sie nur hervor.
„Ich... ich kann euch nicht einmal ansehen. Verschwindet vor hier! Macht euch auf in die Wildnis!“, meinte Kuvar, um Fassung ringend.
„Kuvar, ich bin eure Frau, ihr könnt doch nicht....“, fing Bujold an, aber sie war vernichtet.
„Dadurch spüre ich eure Scham noch tiefer. Wenn die Zeit gekommen ist, werden wir euch aufsuchen, bis dahin, versucht eure Ehre auf dem alten Wege zurückzuerlangen!“, sagte er und jedes Wort traf sie, genauso wie ihn, wie ein Pfeil.
Sie bl9ickte sich um, aber niemand kam ihr zu Hilfe, sie erntete nur mitleidige und enttäuschte Blicke. Sie nahm ihre Sachen und verließ traurig die Methalle.
Abu fühlte sich schrecklich, aber gleichzeitig wusste er, dass er das richtige getan hatte. Er wollte wieder gehen, als eine junge Nord auf ihn zukam und sie ansprach: „Ich habe gesehen wie ihr Rieklingsspeere aufgehoben habt. Ich will ein Erinnerungsstück schaffen, damit wie niemals vergessen, was hier geschehen ist. Ich will darauf ein Erinnerungsstück schaffen. Sie sollen uns verhöhnen, damit wir uns anstrengen noch härter zu kämpfen. Dürfte ich euch darum bitten?“
„Natürlich. Wir wollten sie unserer Tochter mitbringen, aber das ist ein besserer Zweck dafür. Wir werden etwas anderes für sie finden“, sagte Abu und gab ihr ein Bündel von fünfzig Speeren.
„Vielen Dank, ich werde gleich damit beginnen“, sagte sie und lief mit den Speeren davon. Kurz darauf kam Elmus zu Abu und Uthgerd.
„Ihr habt mir schon einmal mit dem Met ausgeholfen. Darf ich um einen weiteren gefallen bitten. Wenn einer von euch noch einmal nach Solstheim kommt, bringt mir bitte einige Wacholderbeeren. Ich gebe sie in meinen Met, sie geben ihm seinen unvergleichlichen Charakter“, sagte Elmus.
„Aber sicher. Es kann aber ein wenig dauern“, antwortete Abu und verließ mit Uthgerd die Halle. Vor der Tür bat der Schmied von Thirsk, ihm zehn Stalhrimstücke und fünfzehn Ebenerzbarren zu bringen, damit er etwas zum Schmieden hatte. Auch hier nickte Abu und sie verließen die Halle in nach Süden, um zu Neloth's Turm zu kommen. Hier brachten sie der Mykologin die Pfahlwurzeln und wurden angewiesen, wie sie eine davon im Arbeitsraum von Neloth einsetzen sollten, um den Turm zu erneuern. Als sie damit fertig waren, suchten sie Neloth auf, dieser fragte sie: „Habt ihr Varona gesehen? Ich bin Hungrig.“
„Nein haben wir nicht?“, antworteten Abu und Uthgerd.
„Na dann sucht sie! Sagt ihr, dass ich Kohleintopf mit Apfel und etwas Caniswurzeltee möchte“, antwortete Neloth.
„Wieso macht ihr euch euren Tee nicht selbst?“, fragte Abu grummelnd.
„Was? Ich soll mir meinen Tee selbst machen? Ich bin ein Hochmagier des Hauses Telvani. Ich lasse andere meinen Tee zubereiten!“, antwortete dieser stolz.
„Und ich nicht euer Kammerdiener!“, gab Abu zurück.
„Na dann bitte euch freundlichst darum“, sagte Neloth herablassend.
„Schon gut, hier habe ich übrigens das schwarze Buch“, wechselte Abu das Thema.
„Sehr gut, ich schreibe es mir eben ab. Hier, das ist für eure Bemühungen“, antwortete Neloth und tauschte das Buch gegen eintausend Goldstücke. Während er es sich abschrieb, tauchte sein Lehrling zu Abu und sah ihn fragend an. Abu nickte und bekam einen Zauberstab in die Hand gedrückt.
Kurz darauf was Neloth wieder da und gab Abu das Schwarze Buch zurück. Gemeinsam verließen sie den Turm und machten sich auf den Weg nach Rabenfels. Hier schliefen sie und packten so viel ein, wie sie tragen konnten, da Uthgerd nach Hause wollte. Sie vermisste Runa.
Zusammen reisten sie nach Himmelsrand zurück und wurde hier, obwohl es spät in der Nacht war, von Runa begrüßt, die jedoch bald darauf einschlief. Hier blieb Abu eine Woche lang und brachte Runa bei, wie man aus Leder einen Brustpanzer herstellte. Er versprach ihr, ihr bei jedem Besuch eine weitere Lektion im Schmieden zu erteilen, worüber sie sich ungemein freute.
Nach dieser Woche machte er sich wieder auf Abenteuersuche und gab Runil, dem Priester von Arkay in Falkenring das Amulett von Morven. Er versprach, es sogleich auf ihr Grab zu legen.
Von hier aus machte sich Abu auf nach Westen, zum Schrein von Peryite.
Hier fand er Kesh, der gerade sein Essen kochte.
„Ich habe alle Zutaten gesammelt“, sagte Abu.
„Ah, wirklich? Gebt sie Kesh. Ja, ja, das wird für einen guten Rauch sorgen“, sagte er und nahm sie an sich. Er gab sie in einen großen Kessel, der sich bald darauf mit giftgrünem Rauch füllte.
„Oh ja, inhaliert sie“, wies Kesh Abu an.
Abu tat wie geheißen. Sofort hörte eine quäkende Stimme in seinem Kopf: „Ja, atmet tief durch, ihr sollt mich deutlich hören. Lasst diese Dämpfe eure Lungen füllen“
„Was ist los? Bin ich Vergiftet worden?“, entfuhr es Abu.
„In gewisser Hinsicht, aber nicht mehr, als hättet ihr zu viel Wein getrunken“, antwortete Peryite.
„Gut, was wollt ihr von mir?“, fragte Abu.
„Ihr fasziniert mich, ebenso wie eure Entscheidungen, die ich seit geraumer Zeit beobachte. Es stellt sich mir nur eine Frage, ob ihr der richtige Abgesandte für meine Aufgaben wärt.“
„Welche Aufgaben?“
„Ich habe einen Segen nach Mundus entsandt. Eine verheerende Seuche, die mehrere bretonische Dörfer befallen hat. Ein Elf in meinem Dienst, Orchendor. Er sollte die Befallenen einsammeln und nach Bhtardamz bringen, kam aber dann vom Weg ab. Ich werde seinen Verrat nicht tolerieren. Geht nach Bhtardamz und tötet ihn.“
„Und was wird mir das bringen?“, fragte Abu.
„Die Belanglosigkeit der Sterblichen, ich hatte sie schon fast vergessen. Ich kann euch für diese Mission ein Symbol meiner Macht geben, ein mächtiges Dwemer-Wappen, das euch gegen Schwert und Zauber schützen kann. Kehrt nach dem Tod des Elfen zu mir zurück, und es gehört euch!“
„In Ordnung“, sagte Abu und sofort hörte die Stimme in seinem Kopf auf. Er wusste Instinktiv, wohin er sich wenden musste und fand auf diesem Weg das Lager eines Drachen. Ihn konnte er schnell töten und lernte hier von der Wortmauer ein Weiteres Wort, das seinen Schwertarm noch schneller machte.
Bhtardamz stellte sich als eine Dwemer-Ruine heraus, in die er ungesehen eindringen konnte. Im Inneren fand er mehrere Kessel die mit Grünem Rauch gefüllt waren. Weiter drinnen fand er schlafende Befallene, die er von ihrem Leid erlöste und eine Gruppe, die dabei war, irgendein Ritual vollführte. Auch sie tötete Abu und schlich weiter durch die Ruine. Tier im Innern, in einer Art Theater, fand Abu eine Rüstung, die aus den Knochen eines Drachen gemacht schien. Diese nahm Abu natürlich sofort mit und ging weiter. Endlich fand er Orchendor, der ihm einen harten Kampf lieferte, aber am Ende unterlag. Alles was dieser bei sich trug, nahm Abu an sich und machte sich auf den Weg hinaus aus dieser Ruine.
Er brauchte fast länger um hinauszukommen, als um Orchendor zu finden, bis er beschloss den Leichen zu folgen, die er hinterlassen hatte. Sofort machte er sich auf den Weg zum Schrein und inhalierte dort wieder diesen grünen Rauch.
„Gut, Orchendor ist tot und sein Verrat wird bestraft werden. Ihr habt euch eine Belohnung verdient, Sterblicher“, sagte Peryite.
„Und wie geht es jetzt weiter?“, fragte Abu.
„Gar nicht. Tut was ihr wollt, ich werde euch beobachten, vielleicht spreche ich erneut zu euch...später“, sagte Peryite.
Als Abu aus dem Delirium aufwachte, hatte er einen Schild in seinem Beutel. Abu lächelte in sich hinein und ging nach Markarth, die nächste Stadt, um dort zu schlafen. Hier verkaufte er seine Beute, auch die Rüstung aus den Drachenknochen und machte sich auf den Weg nach Weislauf, um zu sehen, was die Gefährten so trieben.
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