Himmelsrand

MitmachgeschichteAbenteuer, Fantasy / P16
14.09.2015
16.12.2015
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Abu Bakr befand sich, als er langsam aus seiner Ohnmacht erwachte auf einem Wagen, der von einem dieser stämmigen Himmelsrandpferde gezogen wurde. Als er die Beule an seinem Hinterkopf befühlen wollte, bemerkte er, dass seine Hände gefesselt waren. 'Na klasse, das kann ja heiter werden' dachte er sich, als er sich auf dem Wagen umsah. Ihm gegenüber saß ein kräftiger Nord mit schulterlangen blonden Haaren, in einer Kurzärmeligen Kettenrüstung, ebenfalls die Hände gefesselt. Neben ihm ein dunkelhaariger Nord, in zerlumpten Kleidern und überall mit Dreck verkleistert. Neben Abu saß ein Prächtig gekleideter Nord, mit längeren Zurückgekämmten Haaren, wie alle anderen war auch er gefesselt, aber ihm hatten sie den Mund verbunden. 'Da hab ich mir ja die richtigen Gefährten für den gang in den Kerker ausgesucht' schoss es Abu durch den Kopf, doch bevor er weiterdenken konnte, sprach der Blonde Nord ihm gegenüber, er sprach wohl nur im sich die Angst zu nehmen und etwas zu tun zu haben, schon bald entwickelte sich aus diesem Monolog ein Streit mit dem Dunkelhaarigen an, der offenbar wegen Pferdediebstahls festgenommen wurde. Abu hörte wenig zu, doch als der Blonde den geknebelten Ulfric Sturmmantel nannte, hörte gespannt zu. Selbst in Hammerfell hatte man von ihm gehört. Aber es gab wenig brauchbares zu hören, bis sie in Helgen ankamen. Hier hörte Abu, dass sie alle samt und sonders Hingerichtet werden würden. 'Ein Hoch auf das Kaiserreich!' dachte Abu und grinste in sich hinein.
Der Dieb war ein erbärmlicher Feigling und ein Dummkopf. Als ob die Kaiserlichen einen gehen lassen würden, wenn man ihnen nur versichere, dass man kein Rebell war. Ulfric und der andere hatten mehr Respekt verdient, obwohl sie innerlich Angst spüren mussten, blieben sie ruhig und der Blonde sprach uns Mut zu, wir sollten mit erhobenem Haupt zum Richtbock gehen, statt zu winseln und zu betteln, wie ein kleines Kind, das seine Tracht Prügel nicht erdulden wollte. Ulfric wurde zuerst aufgerufen, danach der Blonde, Ralof, aus einem Ort namens Flusswald, war sein Name. Danach dieser feige Dieb, Lokir, hieß er, doch er verfiel in Panik und versuchte zu fliehen, doch er kam nicht weit, denn Pfeile fliegen schneller als jeder Mann rennen kann. Mit dem würde sich der Henker keinen einzigen Septim verdienen. Zum Schluss kam Abu an die Reihe. In ihren allwissenden Listen hatte sie ihn nicht gefunden, als er seinen Namen nannte, was aber kein Grund war, ihn laufen zu lassen. Irgendetwas würde er schon verbrochen haben, was er auch hatte, das er den Tod verdiente, nun ja, ganz so schlimm war Skoomaschmuggel auch wieder nicht. Da alles keinen Sinn mehr hatte, folge er und kam gerade Recht, wie irgend so ein kleiner General der Kaiserlichen Ulfric zu textete, zwar auf antworten wartete aber keine bekam, was vielleicht an dem Knebel gelegen haben könnte.
Er machte ihm wie ein Vater seinem Sohn Vorhaltungen, man dürfe Leute nicht so sehr anschreien, das diese sterben oder so etwas. 'Wie kann man durch die Stimme einen König stürzen und Ermorden?' dachte sich Abu kurz bevor ein Geräusch aus den Bergen erscholl. Eine Priesterin sprach ihre Segen, doch aus der Stimme hörte man, das diese Worte für sie längst jede Bedeutung verloren hatten, obwohl sie recht jung erschien. Vielleicht wird man im Krieg ja zynisch und gefühlskalt. Der erste, der seinen Kopf verlor, nahm es mit Gleichmut hin, er war seiner Sache ergeben, Treue bis in den Tod, etwas das Abu imponierte. Als nächstes wurde er aufgerufen, als das Geräusch aus den Bergen wieder erscholl. Auch er kniete sich vor den Block und wurde mit einem Stiefel in Position gezwungen. Gerade als er es sich mit dem Kopf auf dem Richtbock gemütlich gemacht hatte, flog etwas hinter einem der Wachtürme vorbei. Dies war wohl die Quelle des seltsamen Geräuschs. Dieses Etwas, einer der Gefangenen nannte es einen Drachen, wie diese Wesen aus den Märchen, landete auf dem Wachturm und stieß einen Schrei, der den Henker wegfegte. Offensichtlich konnten Drachen Druckwellen ausstoßen, denn Abu's Sicht trübte sich, nach einem weiteren Schrei dieses Ungeheuers.
Als sich sein Blick wieder klärte wurde er von Ralof angebrüllt, dass er seinen Arsch gefälligst in einen der Türme bewegen wollte. Gegen eine schöne ruhige Hinrichtung war nichts einzuwenden, aber als Frühstück für ein Monster aus Kindermärchen zu enden, das wart alles andere als ein Gelungener Start in den Tag, also machte er, dass er in den Turm kam, den Ralof, sogleich von innen verschloss. Nach einem kurzen Gespräch, beschlossen sie, zu fliehen und es oben durch den Turm zu versuchen. Da keine andere Idee zur Hand war, ging Abu zuerst hoch, als der Drache den oberen Teil des Turm zertrümmerte und ein Loch in dessen Wand riss. Nach einem Kurzen Feuerstoß flog er wieder davon, anderswo leichtere Beute zu suchen. So blieb nur noch ein Ausweg übrig, durch das Loch in ein Brennendes Haus springen. Nicht gerade ideal, aber immer noch besser als untätig im Turm festzusitzen. Draußen traf er auf einige Soldaten und Dorfbewohner. Die hatten ihn als gefangenen Vergessen, jetzt war es wichtiger, sich möglichst nicht auffressen oder verbrennen zu lassen. Einzig der Soldat, der die Liste geführt hatte, Hadvar, bemerkte ihn und sagte ihm, er solle ihm folgen, wenn er weiter am leben bleiben wolle. Dieser führte Abu an einer Wand entlang, auf der der Drache kurz darauf landete, um ein paar weiter Glücklose Bewohner oder Verteidiger zu grillen. Nachdem beide durch das Brennende Dorf gelaufen waren, trafen sie auf Ralof, der sich inzwischen bewaffnet hatte und seine Haut retten wollte. Er bot Abu an, ihm zu folgen, wofür er sich entschied, denn Ralof hatte ihn nicht gefangen genommen, gefesselt und zum Richtblock geschickt.
In der Festung löste Ralof ihm die Fesseln und Abu konnte sich die Rüstung eines toten Sturmmantels anlegen, statt der Lumpen, die er Trug. Wieso trug er Lumpen? Diese verdammten Kaiserlichen hatten ihm seine Gewänder gestohlen. Sollte der Drache sie doch alle fressen. Zum Glück hatte der Tote, Gunjar, die gleiche Größe und Statur, wie Abu, so dass die Rüstung gut passte. Sobald das erledigt war, versuchten sie von hier weg zu kommen, doch die beiden Türen, durch die sie noch nicht gegangen waren, waren verschlossen, doch von der anderen Seite eines Fallgitters hörten sie den Hauptmann, oder 'heißt es, wenn der Hauptmann Titten hat, Hauptfrau', wie Abu sich fragte, kam mit einem Soldat als Verstärkung, um sie aufzuhalten. Abu Ralof streckten sie schnell nieder und Abu tauschte wieder seine Rüstung. Die Rüstung der Kaiserlichen bot mehr Schutz als die leichten Rüstungen der Sturmmäntel und mehr Schutz, war alles was Abu im Moment wollte. Bei der Hauptfrau fand er auch den Schlüssel zur Festung und steckte ihn ein, ebenso wie ihr Schwert.
„Endlich eine Waffe mit der ich umgehen kann, auch wenn sie für meinen Geschmack zu Gerade ist. Aber immer noch besser als diese klobigen Äxte“, murmelte er. Während Ralof ihn antrieb sich zu beeilen. Doch bevor er von dem Schlüssel Gebrauch machte, schlich sich Abu noch in den Aufenthaltsraum um zu sehen, ob er hier ein wenig Geld oder andere Nützliche Dinge finden konnte. Nachdem er da aber nur einige Lumpige Septime gefunden hatte, schloss er die Tür auf. Sofort zog er sein Schwert und hielt seinen Flammenzauber bereit, falls hinter irgendeiner Ecke Soldaten oder schlimmeres warteten. Im Unteren Stockwerk wurden sie erst einmal von einer einstürzenden Decke begrüßt, allem Anschein nach, hatte der Drache da oben wirklich seinen Spaß. Doch es gab noch eine Tür, so dass dieser Weg keine Sackgasse war. Sie führte in einen Lagerraum, in dem sich zwei Soldaten vor dem Drachen drückten. Diese waren schnell überwältigt und bevor ihn Ralof anweisen konnte, war Abu schon damit beschäftigt, alles brauchbare zusammen zu raffen, was im wesentlichen ein paar Zaubertränke und Lebensmittel waren und zum Glück sogar eine Flasche Alto-Wein, für den Abu schon immer eine Schwäche hatte. Weiter ging es in einen Kerker, indem sie nur noch den Folterknecht und einen Kaiserlichen lebend antrafen. Beide wurden mit Feuer und Stahl niedergemacht und danach durchsucht. Ralof entdeckte in einem der Käfige etwas Gold, doch konnte ihn nicht öffnen. Aber in einem Tornister, wahrscheinlich einem Gefangenen Abgenommen, lagen einige Dietriche, mit denen Abu den Kerker schnell geknackt hatte. Drinnen fand er die Leiche eines Magiers, das Gold und noch ein Zauberbuch, mit dem er schnell sein Magisches Arsenal um einen Angriffszauber erweitern oder verdoppeln konnte.
Noch weiter unten hinter den Kerkern hatte irgendjemand die Mauer durchbrochen und eine natürliche Höhle entdeckt. Diese durchquerten beide und fanden nicht viel außer einigen Kaiserlichen Soldaten, verflucht großen Spinnen und einer Bärin, die alle in kürzester Zeit tot zu Boden sanken. Nach der Bärin kamen sie endlich wieder ans Tageslicht, wo sie gleich als erstes den Drachen sahen, wie er wie ein Pfeil über den Himmel schoss. Ralof machte den Vorschlag sich zu trennen und wieder bei seiner Schwester Gerdur in Flusswald wieder zusammenzutreffen, da sie einzeln weniger auffällig seinen. Abu stimmte zu und machte sich auf den Weg Querfeld ein, ohne zu wissen, wo Flusswald überhaupt liegt.
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