Himmelsrand

MitmachgeschichteAbenteuer, Fantasy / P16
14.09.2015
16.12.2015
53
102872
1
Alle Kapitel
6 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
Abu zeigte Lydia sein Haus und sie war begeistert.
„Wenn ihr einen Vogt, für dieses Haus braucht, würde ich mich freuen, diese Pflicht übernehmen zu dürfen“, sagte sie.
„Genau das war mein Plan. Betrachtet euch also als meinen Vogt im Haus Seeblick. Eure erste Amtshandlung wird sein, hundert Baumstämme herschaffen zu lassen, denn es muss noch eingerichtet und erweitert werden.“
Er übergab ihr tausend Septime und während sie sich auf den Weg machte, plante er als Ostflügel eine Küche anzubauen. Er als sie auf dem Wagen der Halbmondmühle zurück kam, hatte er gerade angefangen das Fundament für die Küche zu legen. Sie war wirklich tüchtig und die er konnte sich keinen besseren Vogt vorstellen. Wieder nahm er sich zwei Wochen Zeit. Die Inneneinrichtung wuchs und ebenso wurde die Küche Fertig gestellt, wobei ihm Lydia und Rayya eine große Hilfe waren. Zum dank kochte er ihnen am Abend vor seiner Abreise ein Festmal.
Als er am morgen sein Haus verließ, standen drei grimmig aussehende Männer vor ihm und hielten ihre Waffen, allesamt Orkischer Machart, bereit.
„Wir sind hier, um euch...“, fing der Anführer an.
„...eine Lektion zu erteilen“, beendete Abu den Satz genervt: „Na dann los, ich bin noch nicht richtig wach und euch Pfeifen fertig zu machen, weckt bestimmt meine Lebensgeister!“
„Ihr solltet nicht so unverschämt sein“, antwortete der Anführer und schlug mit seiner Streitaxt ein gewaltiges Loch in die Luft, an der Stelle, wo Abu kurz zuvor gestanden hatte. Dieser hatte sich zur Seite geworfen und stieß einem der untergebenen sein Schwert knapp unterhalb des Harnischs in den Bauch, als er sich wieder aufrichtete. Bei einem weiteren schlag des Anführers wich er wieder aus, und ließ zu, das dieser Streich, den verwundeten Raufbold endgültig tötete. Abu nahm sich den dritten vor und entleibte diesen geschickt. Für den Anführer nahm er sich etwas mehr zeit und schlug ihm so lange, mit der flachen Seite seines Schwertes, auf die Finger, bis dieser seine Waffe fallen ließ.
„Wie seid ihr nur Anführer dieser Sauftruppe geworden, gab es den Posten gratis zu einer Flasche Met?“, fragte Abu und ohne eine Antwort abzuwarten schlitzte er seinem opfer die Kehle auf.
Bei ihren Leichen fand er einiges Gold und einen Vertrag, offenbar hatte Olfrid Kampf-Geborener ihm diese Versager auf den Hals gehetzt. Wenigstens war Abu nun richtig wach.
Er begab sich nach Falkenring, denn Dengeir hatte ihm einen weiteren Auftrag in Aussicht gestellt. Abu hoffte nur, das es nichts mit Einbruch oder so zu tun hatte. Gerade als er nach Falkenring kam, griff dort ein Drache an, den er zusammen mit den Wachen vom Himmel holte, jedenfalls mit denen, die nicht vor Angst erstarrt waren. Das Ungeheuer spie sofort einen Flammenstrahl gegen Abu, dem er nicht mehr ausweichen konnte. Er unterdrückte die Schmerzen der Verbrennungen und hieb mit seinem Schwert wie ein Besessener auf das Untier ein, bis es sich vor seinen Füßen auflöste. Auch dieses Mal fuhr etwas aus dem Drachen in ihn, doch dieses mal konnte er es nicht zuordnen. Offenbar musste er erst eines dieser seltsamen Worte lesen, bevor es durch die Macht eines toten Drachen aktiviert wurde. Dieses Problem verdrängte er erst einmal und ging zu Dengeir's Haus.
„Guten Morgen, ihr sagtet, ihr hättet noch einen Auftrag für mich, wenn ich Zeit dafür finde?“, sagte Abu beim Eintreten.
„Ihr habt vielleicht das offene Grab auf unserem Friedhof bemerkt. Die Leute glauben, es sei das Werk eines Leichenräubers, doch es ist noch weitaus schlimmer. Es war das Grab von Vighar, einem meiner Vorfahren und seit hunderten Jahren tot. Er ist ein Vampir, doch wurde er von einem Schutzstein in seinem Grab festgehalten. Dieser Stein ist verschwunden“, sagte Dengeir.
„Und ich soll den Stein zurückholen?“, fragte Abu.
„Nein, dafür ist es zu spät, vernichtet ihn, sonst würde, würde es herauskommen, meine Familie vernichtet werden!“, sagte Dengeir aufgebracht.
„In Ordnung, wo könnte er stecken?“, fragte Abu.
„Versucht es Südlich von hier in der Festung Blutschanze. Seit neuestem hört man von dort unheilvolle Gerüchte. Es kann sein, dass er dorthin geflohen ist um Seinesgleichen um sich zu scharen.“
Abu nickte und verließ Dengeir's Haus. Er ging den Weg nach Süden und traf auf ein Lager von Banditen. Er wollte sie gerade nach dem Weg fragen, als sie ihm unmissverständlich mit gezückten Schwertern zu verstehen gaben, dass er sich ins Reich des Vergessens scheren könne. Er dachte über diesen Vorschlag nach, doch zog dann sein Schwert. Besser er kümmerte sich jetzt um sie, als später. Ein Wenig Training konnte ja nie schaden. Er bemerkte erst, das er zu weit nach Osten gekommen war, als er in Helgen ankam, wo sich einige Banditen niedergelassen hatten. Auch hier bekam er keine Auskunft, nur Gründe um sein Schwert zu schwingen, was er auch tat. Er verließ die Stadt auf dem Weg, auf dem er das erste Mal hineingekommen war und schlug sich dann nach Westen weiter.
Er erreichte die Festung und betrat sie unbehelligt. Auf der Schwelle fand er frisches Blut. Offenbar dachten die Bewohner, dass sie abgelegen genug wohnten, um sich Wachposten sparen zu können.Im inneren traf er auf einen jungen Vampir und seinen Diener. Beide konnte er schnell überwinden, doch kaum waren sie gefallen, erwachte eine Statue zum Leben und griff ihn an. Diese setzte ihm gewaltig zu, sodass er einige Schnitte durch einen Zaubertrank heilen musste.
Er schlich weiter und fand sich Plötzlich umgeben von Vampiren, ihren Dienern und diesen lebenden Statuen. Sofort hieb er um sich, um sich Luft zu verschaffen und schickte Flammen in alle Richtungen, so viel er nur konnte. Er spürte die Verletzungen, die sie ihm beibrachten kaum, während er um das Überleben kämpfte. Erst danach, als nur noch er stand, überkamen ihn die Schmerzen und er trank sofort einen weiteren Zaubertrank, um sich zu Heilen. Alleine hatten diese Vampire nur wenig drauf, aber in der Gruppe konnten sie ihm gefährlich werden. Sofort ging es weiter und er kam an ein Tor, das er über eine Kette öffnen musste. Dahinter kam eine Art Arena, die ein alter Vampir von einem Thron aus überblickte, das musste Vighar sein. Er schlich sich in Schussposition und legte einen Pfeil auf. Kaum hatte er ihn abgeschossen und Vighar getroffen, als schon geisterhafte Hunde mir erschreckend echten Zähnen sich auf ihn stürzten. Sofort ließ er seinen Bogen fallen und zog sein Schwert, um sich ihrer zu erwehren. Noch während er versuchte diese Bestien daran zu hindern, sich in seinen Gliedmaßen zu verbeißen griff auch der alte an. Er schwang mit einer Hand behände eine Kriegsaxt und entzog Abu mit der anderen das Blut über irgendeinen unheiligen Zauber.
Abu ließ die Hunde erst einmal Hunde sein und kümmerte sich um den Alten, was leichter gesagt als getan war. Dieser konnte wahrlich mit seiner Axt umgehen und brachte Abu in Arge Bedrängnis. Dieser versuchte jede Finte, die ihm nur einfiel, bis er endlich den Kopf des Vampirs von dessen Körper trennen konnte. Danach kümmerte er sich um diese Höllenhunde, die ihn immer wieder anfielen und sich in deinem Kettenhemd verbissen hatten. Erschöpft verließ er die Festung und hoffte wenigstens Gut für diesen Auftrag bezahlt zu werden, denn viele Schätze hatte er hier nicht gefunden, außer einigen tränken, die er aber verbrauchen musste, um nicht zu verbluten. Als er hinaustrat, spürte er, wie seine Kräfte schwanden. 'Verlieren Vampire nicht im Sonnenlicht ihre Kräfte?“, dachte er und hoffte, das es in Falkenring einen Heiler oder Alchemisten gab, der ihm helfen konnte, denn er hatte keine Tränke gegen Krankheiten mehr bei sich. Alle hatte er vorsorglich nach angriffen von Skeevern getrunken und bisher keine neuen beschaffen können.
Er ging sofort Richtung norden und fand einen kürzeren Weg nach Falkenring zurück, doch auch steiler und gefährlicher. Er wagte es trotzdem, da er keine Zeit verlieren Wollte. In Rekordzeit kam er an  und fragte eine Wache sofort nach einem heiler oder einem Alchemisten. Dieser schickte ihn zum „gruftigen Gebräu“.
'Waren den alle hier vom Tod besessen?“, fragte er sich als er den Laden betrat. Zu seiner Freude wurde der Laden von einer Rothwadronin geführt.
„Guten Tag, ich brauche etwas, das mir gegen Vampirbisse hilft, ich fühle mich seit einem Kampf gegen diese Blutsauger schwächer wenn ich in die Sonne trete“, sagte Abu ohne Umschweife. Sofort gab sie ihm einen Trank und fragte ihn, während er diesen in einem Zug lehrte: „Wie heißt ihr?“
„Abu Bakr und ihr?“, antwortete er.
„Zaria. Es freut mich euch kennen zu lernen, Landsmann. Wenn ihr noch etwas braucht, dann sagt es nur.“
„Noch ein paar von diesen Tränken und einige Heiltränke. Mein Beruf bringt Verletzungen leider mit sich“, antwortete Abu und lachte.
„Ihr seid also auch ein Glücksritter?“, fragte sie, während sie die Tränke auf den Ladentisch stellte.
„Nein ein Abenteurer. Glücksritter ist man nur, wenn man nichts erreicht“, widersprach Abu und zählte das Gold ab.
„Was habt ihr denn erreicht und was wollt ihr erreichen?“, fragte sie ihn.
„Ich bin Thane von Weislauf und Falkenring, besitze hier in Falkenring ein Haus, kann von meinen Abenteuern leben. Leider fehlen mir noch Frau und Kinder zu meinem Glück“, antwortete er.
„Sehr beeindruckend. Mit Frau und Kindern kann ich euch nicht dienen, aber gerne mit weiteren Tränken, solltet ihr euch öfter verletzen.“
„Ihr werde euch sicher wieder besuchen, aber ich habe noch einiges zu erledigen. Also auf Wiedersehen“, verabschiedete sich Abu und suchte Dengeir auf. Diesen fand er im Totmannstrunk. Dieser schien überrascht Abu wiederzusehen.
„Ihr seid schon wieder zurück?“
„Ja und das Problem ist beseitigt“, antwortete Abu.
„Vielen Dank. Nehmt diese Münzen für eure Mühen“, sagte Dengeir und reichte Abu ein für seinen Geschmack zu kleines Säckchen mit nur zweihundert Goldmünzen. 'Der alte Sack versäuft wohl lieber sein Gold', dachte Abu und verließ ohne ein weiteres Wort die Schenke.
Review schreiben
'