Himmelsrand

MitmachgeschichteAbenteuer, Fantasy / P16
14.09.2015
16.12.2015
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Er beschloss sich, um die Banditen am Messerkamm zu kümmern, viel würde es natürlich nicht bringen, aber vielleicht gab es etwas abzustauben. Er schlich sich an den Vorposten des Lagers an und konnte, bevor er entdeckt wurde zwei Banditen erschießen. Einen Dritten ebenso, der auf ihn zu gestürmt kam und zum Schluss auch den Posten auf dem Wachturm, dessen Pfeile an Abu's Rüstung abgeprallt sind. Weiter im inneren, fand er einen Banditen schlafend vor, den er sofort erschoss und sich dann gegen einen Magier zur Wehr setzen musste. Diese Auseinandersetzung gewann er schnell. Er kam immer tiefer in das Lager und schaltete alle Gegner aus, bevor sie sich überhaupt seiner Anwesenheit bewusst wurden. So kam er an eine Tür, die zu einer Mine führte. Hier würde es wirklich etwas zu holen geben.
Der Anführer befand sich im ersten Raum und bevor er realisierte, was geschah, durchbohrten drei Pfeile seine Brust. Abu suchte den Raum ab und fand in einer Kiste die Robe eines Magiers. Diese würde einiges an Geld bringen. Rechts von ihm war ein Gitter in den Fels eingelassen, in dem sich eine Tür befand, Abu knackte das Schloss schnell und machte sich über die dahinter verschlossenen  Erzvorkommen her. Diese Miene strotzte nur so vor Eisenerz. Er musste noch einmal herkommen, wenn sie weiter ausgebaut war. Als er sie verließ war bereit die Nacht hereingebrochen. Abu legte sich in einem der Zelte, die die Banditen aufgeschlagen hatten schlafen.
Am nächsten Morgen erwachte er erfrischt aber Hungrig. Da nichts dabei hatte, versuchte er auf dem Weg nach Falkenring zu Jagen. Unterwegs fand er einen Wagen. Er war offensichtlich überfallen und angezündet worden. Ein wenig Geld und Salz fand sich hier, aber nichts wirklich brauch oder Essbares. Auch fand er keine Spur der Übeltäter, aber er vermutete irgendwelche Banditen. Bis er Falkenring fand er kein Wild. Zuerst verkaufte er die Magierrobe und von dem dafür erhaltenen Geld weiteres Eisenerz und noch einige leere Seelensteine. Er musste wirklich wieder in so eine Gruft hinabsteigen, um seine Seelensteine zu füllen.
Im Anschluss aß er im Totmannstrunk etwas. Neben ihm am Tresen saß ein Bretone und fragte: „Habt ihr Lust auf ein kleines Wetttrinken?“
„Klar, wieso denn nicht, was sollen wir trinken? Bier? Met? Und was bekommt der Gewinner?“
„Das freut mich, ich heiße Sam Guevenne. Wir trinken etwas von meinem Lieblingsgetränk. Wenn ihr gewinnt, dann bekommt ihr meinen Stab.“
„In Ordnung, ihr habt keine Chance!“, antwortete Abu fröhlich.
„Das wollen wir doch mal sehen“, antwortete Sam gut gelaunt und Zog eine Flasche hervor. Aus dieser Goss er sich und Abu jeweils einen Krug ein und sagte: „Prost!“
Sie stießen an und tranken im gleichen Rhythmus. Bald bekamen beide auf ihren Hockern Schlagseite und die Zunge wurde ihnen schwer, als Sam sagte: „Wenn ihr einen Krug noch sch... schhhh... schaf... schafft, dann habt ihr gewommen!“
„Kein Prumblem, und runter damit!“, antwortete Abu, der beim Trinken selbst nach hinten fiel und anfing zu lachen.
„Ihr könnt einiges vertragen. Kommt, ich kenne einen Ort, dort fließt Wein wie Wasser. Da sollten wir hingehen“, schlug Sam vor.
„Gemau! Wauf um Zein!“ antwortete Abu lachend.
Was sonst noch geschah, wusste Abu nicht, als er von einer gebieterischen Frauenstimme geweckt wurde.
„Wacht auf, Trunkenbold!“, rief sie aufgebracht.
„Au, mein Kopf, könnt ihr nicht leiser brüllen?“, grummelte Abu vor sich hin.
„Nein, kann ich nicht!“, schrie sie ihn jetzt mit einem boshaften vergnügen in der Stimme an.
„Was zum Henker mache ich hier?“, fragte Abu.
„Als ihr hereingekommen seid habt ihr etwas von einer Ehe und einer Ziege gefaselt. Danach hat die Wut euch gepackt und ihr habt überall im Tempel Müll verstreut, um ihn, wie ihr sagtet, zu verschönern“, keifte sie ihn an.
„Oh Verdammnis! War ein Mann namens Sam hier bei mir?“, fragte Abu.
„Dibella lehrt uns Mitgefühl und Liebe, aber wir sagen euch nicht einfach so, was ihr wissen wollt und lassen euch dann hier raus. Räumt auf und entschuldigt euch, dann können wir euch vielleicht helfen“
„Ich entschuldige mich aufrichtig, dafür, was ihr sagt, das ich angestellt habe. Bitte nehmt dies, als Entschädigung, für mein benehmen“, sagte Abu Demütig und überreichte ihr ein Goldsäckchen mit zweihundert Septimen.
„Danke, diese Zuwendung kommt genau richtig. Ihr habt geflucht und gelallt. Irgendwas von Rorikstatt. Vielleicht seht ihr euch da um und macht euch darauf gefasst, auch dort Buße tun zu müssen“, antwortet die Priesterin besänftigt.
„Danke und ich bitte noch einmal vielmals um Verzeihung.“
„Ja schon gut und jetzt raus hier.“
Abu verließ den Tempel und befand sich in einer ihm unbekannten Stadt. Alles war voller Treppen. Er stieg sie hinab und suchte nach dem Marktplatz. Unterwegs erfuhr er, das er in Markarth war. So wusste er wenigstens, wo er war. Als er dort ankam, sah er einen dicken, abgerissenen Mann einen Dolch ziehen. Er brüllte: „Für die Abgeschworenen!“ und wollte eine junge Frau damit erstechen. Abu schlug ihm die Dolchhand ab und gleich darauf den Kopf. Einige von der Stadtwache versammelten sich um Abu und die Leiche. Einer sagte: „Das wäre nicht nötig gewesen!“
Ein anderer, schickte die Schaulustigen weg, die von allen Seiten herbeiliefen und bekräftigte, dass es hier in Markarth keine Abgeschworenen gäbe.
Nach einem kurzen Verhör durfte Abu gehen. Als er sich entfernte kam ein Mann auf ihn zu.
„Habt ihr gesehen, was passiert ist?“, fragte er.
„Ja, Der Mann wollte eine junge Frau erstechen, ich habe es verhindert, indem ich ihn tötete“, antwortete Abu.
„Hat er irgendetwas gesagt?“
„Irgendetwas über Abgeschworene. Was sind das für Leute?“, fragte Abu, doch der Mann überging diese Frage und bückte sich. Aus seinem Ärmel zog er ein Blatt Papier und tat so, als hebe er es auf.
„Das muss euch aus der Tasche Gefallen sein. Es sieht wichtig aus“, sagte er und gab es Abu. Dieser verstand, nickte und verließ die Stadt. Er kam einige hundert Meter weit, als er von einer kleinen Bergarbeitersiedlung, außerhalb der Stadt einen Tumult hörte. Er beschloss dort einmal nachzusehen.
„Was ist denn euch passiert?“, fragte einer, offensichtlich der Vorarbeiter der Mine.
„Die Abgeschworenen haben die Kolskeggr-Mine erobert. Nur ich und diese paar Arbeiter sind noch übrig“, erklärte der Angesprochene.
„Geht hinein und ruht euch aus, ich werde beim Jarl vorsprechen um zu sehen, ob der etwas machen kann“, sagte er erste.
Abu ging zum Vorarbeiter und fragte ihn: „Wer sind diese Abgeschworenen?“
„Verrückte. Sie sind nur auf Mord und Totschlag aus“, bekam er als Antwort: „Ich werde den Jarl davon unterrichten, aber wer weiß, wann mit Hilfe zu rechnen ist.“
„Ich könnte mich um die Abgeschworenen kümmern, wenn ihr wollt“, schlug Abu vor.
„Pavo, der Vorarbeiter der Kolskeggr-Mine würde es euch danken und wir alle könnten besser schlafen. Aber ihr werdet es nicht schaffen. Wenn ihr nicht zerhackt werdet, dann von ihrer Magie niedergestreckt. Aber geht nur los, versucht euer Glück. Wenn ihr es schafft, erwartet euch ein reicher Lohn.“
Abu lies sich noch kurz den Weg erklären. Ein wirklicher Kampf würde seinen Kater vertrieben. Er folgte der Straße und sobald die Brücke, die gegenüber der Mine liegen sollte, schlich er sich näher heran. Die drei Wachen erschoss er und begab sich dann in die Mine. Hier fand er endlich einmal richtige Krieger. Diese Männer und Frauen hatten ihre Ausbildung nicht vernachlässigt. Zu zweit und zu dritt, drangen sie auf ihn ein. Abu musste hin und wieder den Schrei Fus ausstoßen um etwas Luft zu bekommen. Besonders der Anführer lieferte Abu einen harten Kampf. Am Ende musste sich Abu erst einmal setzen und einige Tränke trinken, um seine Wunden zu heilen.
Dann sah er sich um. Er hatte wirklich das Große los gezogen. Dies war eine Goldmine, und er baute alles ab, was er nur finden konnte. Als er die Mine wieder verließ, hatte er genug Gold für dreißig Goldbarren. Davon würde er dem Vorarbeiter nichts sagen. Sollten sie die Schuld dafür ruhig den Abgeschworenen geben.
Er ging zurück zur Bergarbeitersiedlung und machte dem Vorarbeiter Meldung, dass die Abgeschworenen vertrieben wurde. Dieser war sehr verwundert, aber zahlte Abu siebenhundertfünfzig Septime aus. Abu bedankte sich und machte sich wieder auf den Weg nach Rorikstatt. Unterwegs bekam er einen Brief zugestellt. Abu las ihn sofort. Der Absender schien zu beobachten, denn er wusste, das Abu in der Kolskeggr-Mine einen Schrei benutzt hatte und riet ihm, nach Rannveigs Fasten zu gehen, da dort eine Energiequelle sei, die nur ein Drachenblut benutzen könne. Das musste eine Wortmauer sein.
Danach warf er einen Blick in die Nachricht, die der Mann ihm in Markarth gegeben hatte. Sie hieß nur: „Trefft mich beim Schrein von Thalos.“
'Nächstes mal, wenn ich nach Markarth komme', sagte sich Abu und ging weiter. Auf halben Weg, es war schon dunkel geworden, überraschten ihn einige Thalmor, gegen die er sich zur Wehr setzen musste. Wieder war der zähste der Anführer, der Abu und auch manchmal seine eigenen Leute, aus der Ferne mit Zaubern traktierte. Er setzte seinen Weg fort, und kam, bis auf eine kleine Reiberei mit einigen Vampiren, in Rorikstatt an und nahm sich dort ein Zimmer. Am Morgen stand Abu früh auf, ihm graute davor, von allen auf seine Verfehlungen aus seiner Nacht mit Sam angesprochen zu werden. Die Priesterin hatte etwas über eine Ziege gesagt, also beschloss er den Bauern der Gemeinde zu fragen, ob dieser etwas wisse. Diese Vermutung wurde sofort bestätigt, als er Abu ansah.
„Das ihr euch hier noch einmal blicken lasst!“, rief er und hob drohend seine Heugabel.
„Es tut mir leid, aber ich habe keine Ahnung, wovon ihr redet“, antwortete Abu die Hände hebend.
„Also wisst ihr nichts mehr von Gleda, entführt und an einen Riesen verkauft von einem betrunkenen? Erinnert euch besser schnell, oder ich rufe die Wachen!“, sagte der Bauer aufgebracht.
„Oh scheiße, was war in dem Zeug drin?“, murmelte Abu.
„Oh scheiße, das trifft es genau. Ich werde nie wieder eine preisgekrönte Ziege wie Gleda züchten. Los, holt sie von dem Riesen zurück, egal wie ihr das anstellt!“
„In Ordnung!“, grummelte Abu, mehr über sich selbst als über die Wut des Bauern genervt. 'Ich werd nie wieder mit Fremden mir unbekannte Getränke zechen, nie wieder!' dachte er sich und fragte den Bauern: „Könnt ihr mir sagen, was ich mit ihr angestellt habe? Ich erinnere mich an nichts mehr.“
„Holt sie, verdammt nochmal. Dann helfe ich euch vielleicht weiter. Sie wird euch folgen, denn ihr stinkt genau, wie ihr gegorenes Futter. Irgendwo im Süden müsste dieser Riese herumlaufen:“
„Ist ja gut, ich gehe sofort los“, antwortete Abu und machte sich auf den Weg.
Er suchte den Hang südöstlich von Rorikstatt ab und fand bald den Riesen. Sobald dieser Abu sah, rannte er auf ihn zu und schwang bedrohlich seine Keule. Abu wich aus und schlitzte dem Riesen eine Achilles-sehne auf. Der Riese stürzte und auch die zweite Sehne musste dran glauben. Abu hatte noch nie einen Riesen bekämpfen müssen, aber Geschichten über solche Kämpfe gehört. Erstaunt darüber, das es wirklich so einfach war, stieß er dem Riesen sein Schwert ins Genickt und rief nach Gleda, die ihm bereitwillig folge und an seiner Rüstung knabbern wollte.
„Hier eure Ziege, jetzt helft mir meine Schritte zurückzuverfolgen“, sagte Abu und versuchte Gleda davon abzuhalten, seine Rüstung zu fressen.
„Ein Wort ist ein Wort. Ihr habt es in einer Notiz erklärt, aber die eine Hälfte war völlig Sinnloses Zeug und der Rest mit metüberschüttet. Das Einzig Sinnvolle war 'Nach Rückzahlung an Ysolda in Weislauf' und selbst das war kaum zu entziffern. Versucht es doch da und stehlt nicht mehr meine Ziege!“
„Danke“, sagte Abu und machte sich sofort auf den Weg nach Weislauf. Kurz vor Weislauf sprach ihn ein Mann mit Kapuze und gezücktem Dolch an: „Los, her mit eurem Geld!“
„Sehe ich so aus, als hätte ich Geld?“, knurrte Abu. Für so etwas hatte er weder die Zeit noch die Nerven.
„Natürlich, als könntet ihr ganz schlecht damit umgehen. Darum nehme ich euch diese Bürde ab“, antwortete der Tagedieb.
„Versucht es und ihr seht, wie scharf meine Klinge ist“, gab Abu zurück und zog sein Schwert.
Der Dieb zog noch einen zweiten Dolch und griff tief an. 'Nicht schlecht', dachte Abu, doch er behielt die Oberhand und entwaffnete den Dieb.
„Los, schert euch fort!“, knurrte er ihn an und Warf dessen Dolche, beide verrostet und stumpf angewidert von sich.
Ohne auf das Fluchen des Diebes zu hören, ging er weiter. In Weislauf, fand Er Ysolda nicht an ihrem Stand, weshalb er bei Belethor erst einmal einige Dinge Verkaufte, um in seinem Beutel Platz zu schaffen. Danach besuchte er Arcadias Kupferkessel, um neue Tränke zu kaufen und selbst welche zu brauen. Zuvor deckte er sich noch mit weiteren Zutaten ein. Alles in Allem machte ein Verlustgeschäft, aber schlug so die Zeit tot, bis Ysolda auf dem Markt erschienen war. Zögerlich aus Furcht, auch bei ihr sich daneben Benommen zu haben sprach er sie an.
„Guten Tag, ich hoffe ihr erinnert euch nicht allzu gut an mich“, sagte er.
„Doch, ich erinnere mich gut. Ihr hattet bei mir einen Ring angeschrieben, für eure Hochzeit.“
„In Ordnung, wie viel Schulde ich euch?“
„Es geht mir nicht um das Gold. Ihr wart so verliebt, das ich ihn euch auf Kredit gab“, antwortete sie.
„Ich verliebt? Vorletzte Nacht? Ich weiß gar nichts mehr?“
„Oh, das ist schade, Wenn es also keine Hochzeit gibt, könnt ihr mir dann den Ring zurückbringen, er war eines meiner Besten Stücke?“
„Wisst ihr was ich damit angestellt habe?“, fragte Abu.
„Ihr wolltet ihn eurer Verlobten sofort an den Finger stecken. Wisst ihr nich mehr, wo ihr sie zurückgelassen habt? Und das nach dieser Romantischen Geschichte, wie ihr euch im Hexennebelhain kennengelernt habt. Kein Wunder, dass sie euch verlassen hat.“
„Dann versuche ich es da, vielen Dank. Ihr habt mir weitergeholfen“, sagte Abu und lief sofort wieder los. In der Kriegsjungfer kaufte er noch Eisen und erkundigte sich nach dem Weg zum Hexennebelhain. Er wollte diese ganze Geschichte endlich aufklären. Er musste nach Osten und traf unterwegs einen Mann, der mit einem Stab herumfuchtelte, als wäre es ein Knüppel und einen toten Wolf anschrie, er solle sich doch endlich erhaben. Abu sah einige Minuten belustigt zu, bis er bemerkte, das der Mann wirklich versuchte mit dem Zauberstab den Wolf zu erwecken.
„Netten Stab habt ihr da“, Sprach Abu ihn an.
„Ja, ich habe ihn auf dem Dachboden gefunden. Aber er will nicht Funktionieren“, antwortete er.
„Ja, man sieht, das ihr keine Ahnung habt, was damit anzufangen ist. Lasst mal sehen“, Abu nahm den Stab, deutete damit auf den Wolf und sandte eine Winzigkeit Magie in den Stab. Sofort erhob der Wolf sich, bereit jeden anzugreifen, der seinen neuen Herren bedrohte.
„In Ordnung, er gehört euch, ich werde lieber Bauer oder Händler, von Magie hab ich die Schnauze voll!“, rief der Mann und ließ Abu mit dem Stab stehen.
Abu steckte ihn ein und setzte seinen Weg fort. Es wurde schon Nacht, als er am Hexennebelhain ankam. Dort erspähte er ein schäbiges Haus, umgeben von einem Zaun aus angespitzten Ästen auf die allerlei Köpfe aufgespießt waren. Aus der Tür trat die hässlichste Frau, die Abu je gesehen hatte.
„Hallo, habt ihr meine Braut gesehen?“, rief Abu der buckligen Alten zu.
Schatz, ich habe auf euch gewartet, um unsere Liebe zu vollziehen“, antwortete sie, mit einer Stimme, die jegliche Manneskraft sofort versiegen ließ. Erst jetzt sah Abu sie richtig. Sie trug ein Gewand aus Das-wollte-er-nicht-wissen, aus ihren Armen und Beinen Wuchsen Federn und ihr Gesicht war eine Fratze. 'Ein Glück, wenigstens habe ich nicht mit ihr das Lager geteilt!' dachte er sich.
„Äh, eigentlich wollte ich nur den Ring zurück. Ich hatte etwas viel getrunken...“, fing er an.
„Was? Ihr wollt ihn für dieses kleine Luder Esmeralda, mit den dunklen Federn? Sie wird euch nicht kriegen. Niemand wird euch kriegen, wenn ich euch nicht haben kann!“, kreischte sie heiser und griff ihn mit einem Feuerball an, dem er gerade noch ausweichen konnte. Aber sofort war sie über ihm und zerkratzte ihm das Gesicht. Er hatte mühe das Liebestolle Scheusal von sich zu stoßen und die Welt von ihr zu befreien.
'Das also sind diese Hexenraben. Widerlich, dann hätte ich lieber Gleda in meinem Bett als so ein Biest. Oh scheiße, hoffentlich hatte ich das nicht', dachte er und durchsuchte sie. Schnell fand er den Ring und durchsuchte ihre Hütte. Im Innern fand er nichts außer undefinierbaren Fleischbrocken, auf denen sich Maden tummelten. 'Gut gekocht hätte sie auch nicht', dachte er sarkastisch. Neben der Treppe zur Tür fand er eine Kiste, in der ein seltsamer weißer Stein lag. Als er ihn ergriff, sprach eine Stimme zu ihm: „Eine Neue Hand berührt meinen Stern. Hört mich, Hört mich an und gehorcht. Eine abscheuliche Dunkelheit ist in meinen Tempel eingedrungen. Ihr werdet sie vernichten! Bringt meinen Stern zum Berg Kilkreath zurück und ich werde euch zum Werkzeug meines heilenden Lichtes machen“ es war eine kraftvolle Frauenstimme. Sie schien direkt aus Abu's Kopf zu kommen.
'Nicht noch so ein Auftrag, bei dem nichts herausspringt!' dachte er sich aber Steckte den Stern ein. Sofort machte er sich auf den Weg zurück nach Weislauf. Er wollte endlich diese unselige Geschichte mit Sam beenden. Gegen Mitternacht kam er in strömendem Regen in Weislauf an und legte sich sofort in Jorrvaskr in eines der Betten für die Neulinge. Am nächsten morgen frühstückte er mit den Gefährten und erzählte ihnen die Geschichte, in die er da hineingeraten war, was ihnen einige heftige Lachsalven entlockte. Danach begab er sich sofort zu Ysolda, um ihr den Ring zurück zu geben und vielleicht mehr von ihr zu erfahren.
„Hier habt ihr den Ring“, sagte er und hielt ihr das Schmuckstück hin.
„Schade, wollt ihr ihn nicht lieber behalten, vielleicht für eure wahre Liebe?“
„Nein, danke, zu viele böse Erinnerungen“, sagte Abu und schüttelte sich.
„Schade, ihr hattet euch so auf diese Hochzeit gefreut. Ihr spracht von einer großen Feier in Morvunskar und dem magischen personal, das die Gäste betreuen würde.“
„Wie komme ich nach Morvunskar?“, fragte Abu. Sie beschrieb ihm den Weg und er lief fluchend los. Er hatte keine Lust noch einmal so weit wie am vorigen Tag zu laufen und noch weiter, also mietete er eine Kutsche und lies sich bis nach Windhelm fahren, da es von dort nur einen Katzensprung sein sollte. Dort angekommen sprang er vom Wagen und lief sofort los. In diesem Teil von Himmelsrand war es erbärmlich kalt, also beschleunigte er seine Schritte weiter, um sich warm zu halten. Was hatte er sich nur gedacht in diesen Teil von Tamriel zu kommen? Er Fand Morvunskar als verfallene Burg vor, die von Magiern bevölkert wurde. Diese waren wohl das Magische Personal, von dem er gesprochen hatte. Verdammt, wie Abu sein Glück kannte, musste er in den hintersten Keller der Burg vordringen und alle Magier auf dem Weg dahin töten, da sie ihm sicher nicht den Weg zeigen würden. Manchmal hasste er sein Leben.
Sam musste hier gewesen sein, denn gleich in den ersten Räumen, fand er unzählige leere Weinflaschen. Die vollen nahm er mit und stieg eine Treppe hinab, die ihn hoffentlich zu einer Antwort führen würde. Im inneren Fand er ein Buch, das ihm beibrachte, wie man Magische Fallen mit Blitzen erschuf, einiges Gold und eine Verzauberte Rüstung, ebenso wie einen Verzauberten Kriegshammer. 'Wenigstens etwas', dachte sich Abu: 'aber immer noch keine Spur von Sam'
In eben diesem Moment erschien eine Magische Blase und es war Abu, als hörte er Sam's Stimme daraus. Er trat in sie hinein und fand sich in einem Festlich geschmückten Garten wieder. Er folgte einem Weg aus Laternen, bis zu einer Gesellschaft, die an einem Tisch saß und dort feierte. Bei ihnen Stand Sam. Abu ging direkt auf ihn zu.
„Da seid ihr ja, ich hatte schon Angst, ihr findet den weg nicht mehr“, begrüßte dieser Abu.
„Scheiße war das eine lange Reise, aber wo sind wir hier?“, antwortete Abu.
„Ich dachte mir schon, das ihr euch an unsere Reise hierher nicht mehr erinnert. Ihr hattet eine große Nacht. Den Stab habt ihr euch redlich verdient.“
„Also, was war denn genau los?“, fragte Abu. Statt einer Antwort,verwandelte sich Sam, in ein Wesen wie ein Mann, mit schwarzer Haut, Hörnern auf dem Kopf und einer Schwarz-Roten Rüstung.
„Wisst ihr, das war alles nur ein Vorwand, damit ihr ein wenig gute Laune verbreitet. Und genau das habt ihr getan. Verdammnis, ich habe mich seit mindestens hundert Jahren nicht mehr so amüsiert.“
„Also alles nur ein Witz?“
„Nur ein Streich? Nur ein Streich? Der daedrische Herr der Ausschweifungen gibt sich nicht mit streichen zufrieden. Auch wenn es nur als kleine Belustigung angefangen hat, habt ihr bald bewiesen, das ihr einen sehr interessanten Träger meines, naja nicht ganz so heiligen Stabes abgeben würdet“
„Wieso ich?“
„Ich bin ehrlich. Ich überdenke meine Entscheidungen nicht immer. Ich mache einfach das, was mir gerade in den Sinn kommt. Vielleicht könnte euer alter Onkel Sanguine dafür sorgen, das sich euer Kurs ein wenig Ändert“
„Ah, jetzt verstehe ich, Sam Guevenne, Sanguine, ich war wirklich blind und bescheuert genug mit einem Daedrischen Prinzen zu zechen!“, lachte Abu und Sanguine stimmte in das Lachen mit ein. Als beide sich beruhigt hatten sagte Abu: „Danke, glaube ich“, nachdem Sanguine ihm einen Stab in Form einer riesigen Rose überreicht hatte.
„Das Vergnügen ist ganz meinerseits, aber verschwindet. Es ist unlustig, euch mit dem Stab hier einzusperren“, sagte Sanguine, bevor alles um Abu herum schwarz wurde und er im Totmannstrunk wieder aufwachte.
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