Himmelsrand

MitmachgeschichteAbenteuer, Fantasy / P16
14.09.2015
16.12.2015
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Nachdem Abu die Drachenfeste verlassen hatte, versuchte er es noch einmal, bei der Himmelsschmiede. Dieses Mal war Eorlund anwesend. Er sprach ihn an: „Kodlak meint, ihr habt eine Waffe für mich.“
„Ja, welche bevorzugt ihr. Eine Kriegsaxt um damit die Knochen der Feinde zu zertrümmern, eine Streitaxt, um sie in der Mitte durchzuschlagen, einen Zweihänder, um Gassen in Feindesgruppen zu schlagen, einen Streitkolben, um Schädel zu zertrümmern, eine Kriegsaxt um diese von Körpern zu Trennen, ein Schwert um sie im Kampf zu schlagen oder einen Dolch, um ihnen in den Rücken zu fallen?“
„Ein Schwert, danke“
„Hier, eine meiner Besten Arbeiten. So scharf, das sie selbst die Luft zerschneiden könnte“, sagte Eorlund und überreichte Abu ein Stahlschwert, das perfekt geschliffen war.
„Danke“ antwortete Abu:
„Nichts zu danken, erschlagt ein paar Leute für mich mit, wenn ihr für die Gefährten unterwegs seid.“
Abu nickte und wollte Weislauf in Richtung Flusswald verlassen, doch ein Priester sprach ihn an: „Ihr seid der Rothwadrone Abu, richtig?“
„Ja, was kann ich für euch tun?“
„Mein Name ist Andurs, ich bin der Priester von Arkay, in Weislauf. Ich wache über die Halle der toten. Dort habe ich ein kleines Problem, bei dem ihr mir helfen könntet. Einige Untote haben sich in den Gewölben erhoben, dort habe ich mein Amulett verloren. Es würde mir die Macht verleihen, mich ihnen entgegen zu stellen, außerdem ist es mein Amtszeichen. Würdet ihr es für mich zurück holen?“
„Wenn es nicht zu lange dauert“, antwortete Abu.
„Nein, es sind nur kleine Katakomben. Aber ihr tätet mir einen großen Gefallen, für den ich euch natürlich entlohnen werde“, antwortete Andurs.
„Dann zeigt mir wo.“
Er führte Abu zur Halle der Toten und zeigte auf die Tür zu den Katakomben.
„Dort, viel Erfolg.“
Abu betrat die Katakomben. Sofort stürzten sich einige Skelette auf ihn. Doch sobald er sie mit seinem Schwert traf, verfielen sie ihn Harmlose Knochen. Er durchsuchte alle Räume und fand das Amulett, dazu einen ungewöhnlichen Stein, der ihn irgendwie anzog. Abu war nie ein Dieb gewesen, doch diesen Stein konnte er nicht hier lassen. Er war klein, Spitz geschliffen und schwebte in einer kleinen Schatulle. Dieser Stein musste etwas wert sein. Er würde ihn irgendwann einem Händler für zwielichtige Ware zeigen, so viel stand fest. Er steckte ihn ein und verließ nach getaner Arbeit die Katakomben.
„Habt ihr es?“ fragte Andurs aufgeregt.
„Ja, hier“, antwortete Abu und überreichte das Amulett.
„Ich danke euch, hier, für eure Mühen“, antwortete er und gab Abu ein klägliches Säckchen Goldmünzen.
'Für 15 Goldstücke würde ich nich einmal mein Schwert ziehen!', dachte Abu, behielt es aber für sich. Er lächelte und verließ eilig Weislauf. In Flusswald lag dichter Nebel zwischen den Bergen. Hier brauchte er nichts, also zog Abu direkt weiter. Kurz vor Falkenring traf er auf drei Elfen, als Abu sich überholte fragte der Anführer: „Was sucht ihr hier?“
„Ich gehe nur nach Falkenring, wer seid ihr, dass ihr Reisende belästigt?“, antwortete Abu.
„Ich bin ein Statthalter der Thalmor in deren Angelegenheiten ihr euch einmischt, wenn ihr weitere Fragen stellt.“
„Ah ja, helft mir auf die Sprünge, was macht euer Verein noch gleich?“, fragte Abu und biss sich fast auf die Zunge.
„Unser 'Verein', wie ihr es nennt, sind die Sonderabgesannten des Aldmeribundes, der Rechtmäßigen Herrscher von Tamriel“, antwortete der Anführer leicht gereizt.
„Ich dachte der Kaiser wäre der Rechtmäßige Herrscher, oder Irre ich mich da?“
„Nein ihr irrt nicht, aber er ist schwach, bald zu schwach um immer noch der Herrscher sein. Wir dagegen sind stark und werden die Schwachen hinwegfegen!“
„Haben alle Thalmor eine zu hohe Meinung von sich, oder seid ihr ein bedauernswerter Einzelfall?“, fragte Abu, dem so langsam der Geduldsfaden riss, als er diese elfische Prahlerei hörte. Mit dem Kaiser konnte er nicht viel anfangen, aber immerhin lies er die Untertanen in Ruhe, solange sie keine Rebellion anzettelten.
„Pff, wir sind den Menschen überlegen, das ist eine Tatsache, die niemand leugnen kann, der nur ein wenig Verstand im Kopf hat. Nehmt nur einmal die Verehrung von Thalos, dieses sogenannten Neunten Göttlichen. Ihr glaubt doch nicht an einen solchen Unfug, oder wollt ihr etwas gestehen?“, fragte der Anführer und seine Augen leuchteten auf, vor Freude ein Opfer gefunden zu haben.
„Ihr könnt also den Glauben der Menschen zum Verbrechen erklären, oder sehe ich das falsch?“, fragte Abu ausweichend. Er glaubte nicht wirklich an Thalos, trug aber dessen Amulett bei sich. Würden sie ihn durchsuchen, würde er sicher verhaftet werden.
„Ja, das können wir, dank des Weisgoldkonkordats. Also?“
Abu schwieg und wollte seinen Weg fortsetzen, als er hinter sich das zwischen hörte, das nur ein Schwert verursachte, wenn es aus seiner Scheide gezogen wurde. Sofort riss er sein Schwert heraus und stellte sich den drei Thalmor entgegen. Die untergeben griffen ihn zuerst an, während ihr Anführer sich magisch wappnete. Schnell hatte Abu ihre leichten Elfenrüstungen durchbohrt und schritt einen Feuerstrahl aussendend auf den Anführer zu, der mit einer Hand einen Schild gegen die Flammen Formte und mit der anderen das Feuer mit Blitzen erwiderte.
„Ihr seid ein Ketzer und als solcher werdet ihr sterben. Seht es ein, die Thalmor sind euch Menschen so überlegen, wie ein Säbelzahntiger einem Kaninchen überlegen ist!“, rief er Abu zu.
„Dann sind schon zwei Säbelzahntiger durch die Hand eines Kaninchens gestorben und gleich werden es drei sein!“, antwortete Abu und hieb auf den Elfen ein. Binnen Sekunden hatte er ihn überwältigt und stieß ihm sein Schwert durch den Kopf.
Die Elfen hatten nicht viel dabei aber ihre Rüstungen und die Gewänder des Anführers würden sich sicher gut verkaufen lassen. Abu ging weiter und erreichte schnell Falkenring, es war eine kleine Stadt, kaum größer als Flusswald und nur marginal besser befestigt. Er ging zur Halle des Jarl und stellte sich ihm vor. Der Jarl war erschreckend jung, nicht einmal dreißig Jahre schien er zu sein, und Sprach, als fühle er sich selbst dem Kaiser überlegen.
„Endlich seid ihr da, ich habe euch schon längst erwartet.“
„Was habt ihr für einen Auftrag für mich?“, wollte Abu wissen. Er wollte so wenig Zeit mit diesem Kind wie möglich verbringen. Er hasste es Befehle entgegenzunehmen, von Männern, denen kaum ein Bart wuchs.
„Es gibt da ein paar Banditen, mit denen ich einige Geschäfte getätigt habe. Diskreter Natur versteht sich, Mein Anteil war gut, aber der Anführer wollte mich übervorteilen. Geht und kümmert euch um sie. Sie sind in der Gallenschluchtmine.“
„Ihr wolltet mich also nur als Persönlichen Vollstrecker? Hoffentlich könnt ihr euch das leisten!“, antwortete Abu erschrocken, mit welcher Offenheit dieses Kind über derartige Geschäfte sprach.
„Gewiss gewiss, und jetzt lasst mich in Ruhe!“, befahl der Jarl. Abu sah ein, das mit diesem Mann kein verhandeln war und ging.
Er kehrte in die Örtliche Schenke, den Totmannstrunk, ein und bestellte einen Krug Met und erkundigte sich nach den örtlichen Gerüchten.
„Oh da gibt es eines, es heißt ein Kind in Windhelm, Aventus Aretino heißt er, versucht Kontakt zur Dunklen Bruderschaft herzustellen. So ein Dummer junge, sich mit Assassinen einzulassen.“
„Aha, und habt ihr irgendwelche Steckbriefe für mich, ich will ein wenig Gold verdienen?“
„Ja, oben am Messerkamm sind Banditen, die will der Jarl aus dem Weg geräumt haben.“
„Die Belohnung wird sicher nicht hoch sein, aber es wäre ein guter Nebenverdienst, deren Beute und Habe zu verkaufen“, murmelte Abu.
„Da habt ihr recht“, antwortete die Wirtin.
Abu nickte und trank seinen Met aus. Er ging Richtung Ausgang als ihn ein Priester ansprach: „Wenn ihr nicht hier seit, um jemanden zu Begraben, dann verschwindet besser von hier. In Falkenring gibt es mehr Tote als lebendige!“
„Wieso sollte ich jemanden begraben wollen?“
„Um mir einen Gefallen zu tun. Hier in dieser Urne ist die Asche meines alten Freundes Berit. Bringt Sie bitte zu Runil, unserem Priester von Arkay bringen, damit sie bestattet wird.“
„Gerne, das liegt sowieso auf meinem Weg“, antwortete Abu und nahm die Urne entgegen.
Runil hielt noch eine Beerdigungszeremonie ab. Abu stellte sich zu den beiden trauernden und senkte den Kopf, nachdem Runil geendet hatte, drehten sich beide zu ihm um. „Wieso steht ihr hier?“
„Ich sollte eigentlich nur die Asche eines Alten Kriegers zu Runil bringen“, antwortete Abu.
„Und doch steht ihr hier bei uns?“
„Ihr tragt tiefe Trauer. Wahrscheinlich ist euer Kind gestorben, wäre es ein erwachsener gewesen, wären hier mehr Leute, die auch trauern“, antwortete Abu.
„Ihr habt recht, unser kleines Mädchen, nicht einmal zehn Jahre hat sie gelebt. Sie wurde, eine Bestie hat sie in Stücke gerissen. Ein Werwolf, die Wachen haben ihn gefangen und eingesperrt.“
„Wer war es?“, fragte Abu in dem die Galle kochte. Er hatte schon viele Leben genommen, aber nie das, eines Kindes. Er hatte Straßenkinder, die ihn ausrauben wollten verprügelt, eines sogar verstümmelt, aber ihnen nie das Leben genommen.
„Sinding, er arbeitete bei uns. Wirkte wie ein Anständiger Mann. Vielleicht könnt ihr herausfinden, was ihn dazu getrieben hat. Wieso er sich in ein solches Monster verwandelt. Die Wachen werden euch sicher zu ihm lassen“, antwortete der Vater, während seine Frau weinte und sich an ihn klammerte.
Abu nickte grimmig und versprach, sich die Sache einmal anzusehen. Zuvor ging er aber zu Runil und übergab ihm die Asche.
„Ah, er war ein Guter Mann. Ich werde ihn mit allen Riten begraben. Nehmt das für eure Mühen“, sagte der Priester und überreichte Abu ganze vierhundert Goldmünzen. Es waren also wohl nicht alle Priester so geizig, wie der von Weislauf.
„Danke euch“, antwortete Abu.
„Könntet ihr mir einen Gefallen tun. Manchmal packt mich noch die Abenteuerlust. Bei einem dieser Abenteuer verlor ich mein Tagebuch. Es liegt irgendwo in der Dickbrauchgrotte. Dafür werde ich euch natürlich entlohnen“, fragte der Priester.
„Ich werde sehen, ob ich es finde“, antwortete Abu. Doch zuvor machte er sich auf zur Kaserne. Wenn das Gefängnis nicht dort war, konnten ihm die Wachen sicher den Weg weisen, ebenso konnten sie ihm den Weg zur Gallenschluchtmine, zum Messerkamm und der Dickbauchgrotte verraten. Dies taten sie auch und ließen ihn zu dem Gefangenen.
Sinding war ein kräftiger Mann, nur mit einer Hose und einem Ring bekleidet. Er steckte in einer besonderen Zelle, mit offener Decke in mindestens zehn Metern Höhe. Als Abu zu ihm an die Gitter kam, kam er ihm entgegen.
„Seid ihr hier um ein Monster anzugaffen?“
„Ihr seid ein Monster, wenn ihr ein kleines Mädchen getötet habt“, knurrte Abu.
„Glaubt mir, ich wollte es nicht. Ich habe die Kontrolle verloren. Ich wollte es ihnen sagen, aber niemand glaubt mir. Nur dieser verfluchte Ring ist Schuld daran!“
„Der Ring den ihr tragt? Wieso habt ihr ihn nicht abgelegt?“
„Das ist der Ring von Hircine. Man sagte mit ihm, könnte ich die Verwandlungen kontrollieren. Früher verwandelte ich mich nur bei Vollmond. Jetzt aber verwandele ich mich zu den unpassendsten Gelegenheiten! Ihn ablegen? Nein, ich muss ihn hergeben, es ist wie bei einem Trinker, der eine Flasche Wein bei sich trägt. Ich hatte keine Ruhe, bis ich ihn aus meinem Beutel genommen hatte und ihn angelegt hatte!“
„Was werdet ihr jetzt tun?“, fragte Abu.
„Ich versuche Hircine zu besänftigen. Es gibt hier eine Bestie. Groß, majestätisch. Ein Weißer Hirsch. Man sagt, Hircine redet mit dem, der ihn tötet. Ich habe ihn bis in den Wald verfolgt, aber dann kam die Verwandlung und plötzlich stand das Kind vor mir. Von hier aus, kann ich nichts tun!“
„Gebt mir den Ring, ich bringe ihn zu Hircine.“
„Wirklich? Hier nehmt das verfluchte Ding, aber steckt es euch nicht an. Waidmanns Heil und lebt wohl!“, antwortete Sinding, als er Abu den Ring gab.
Abu verließ die Kaserne. Und machte sich auf den Weg in die Südlichen Wälder. Als er an der Wache vorbeikam, sprach diese ihn an: „Habt ihr hier irgendwo einen Hund gesehen?“
„Nein, aber Wölfe, die tun es in der Not auch“, antwortete Abu.+
„Nein, der Schmied, Lod, hat eine Belohnung auf einen Hund ausgesetzt, der hier herumstreunt. Wenn ihr ihn seht, sprecht mit Lod.“
„Das werde ich“, antwortete Abu. Diese Stadt war verrückt. Ein Jarl der mit Banditen Geschäfte machte, Schmiede die Streuner suchen und dafür noch Belohnungen aussetzten. Was würde als nächstes kommen?
An einer Kreuzung sprach ihn ein Waldelf an: „Ihr seht müde aus, wollt ihr etwas zum Entspannen?“
„Und das wäre?“
„Skooma, so gut, wie ihr es noch nie gekostet habt.“
„Danke, aber lieber nicht. Das Zeug hat mich fast auf den Richtbock gebracht. Wenn ich euch einen Rat geben darf, dann preist es nicht jedem an. Ich könnte die Wachen rufen und euch verhaften lassen.“
„Das werdet ihr nicht tun!“, rief der Waldelf und fing an, auf Abu einzuschlagen. Dieser zog noch nicht einmal sein Schwert, sondern hüllte den amateurhaften Händler in Flammen ein und nahm dessen Geld und wahren an sich. Die könnte er sicher verkaufen. Kurz darauf sah er einen Banditenturm. Er schlich sich an und erschoss beide Banditen. Danach schlug er sich in die Wälder. Er durchmaß den Wald zweimal und es wurde Nacht, bis er den weißen Hirsch fand und erschießen konnte. Über dem toten Hirsch erschien ein Geisterhaftes Abbild des Hirsches, das zu Abu sprach: „Seid gegrüßt Jäger.“
„Seid ihr Hircine?“, fragte Abu.
„Ich bin der Geist der Jagd. Nicht mehr als ein schwacher Schatten des Ruhmreichen Pirschjägers, den eure Art Hircine nennt.“
„Aha, werdet ihr den Fluch aufheben, der auf diesem Ring lastet?“
„Vielleicht, aber zuerst müsst ihr mir zu meinem Ruhm dienen. Der, der ihn gestohlen hat, ist geflohen und hat sich an seinen Zufluchtsort gerettet. Dabei irrt er sich, so wie ein Bär, der bei einer Jagd auf einen Baum klettert, um der Gefahr zu entkommen, aber dabei nur in eine Falle geht. Jagd ihn, wie einen schlauen Fuchs, tötet ihn und bietet mir seine Haut als Opfer dar.“
„Ich tue, was ihr befehlt, er ist eine Gefahr für die Menschen:“
„Nein, das redet ihr euch nur ein, ich liebt die Jagd, den Kampf. Haltet euch nur an eurem Glauben, aber ich kenne die Wahrheit. Beeilt euch, ihr habt Konkurrenz. Zu dieser Jagd brecht ihr als letzter auf. Es ist mir gleich, ob ihr die anderen Jäger niederstreckt oder nicht, erfüllt nur den Auftrag“, sprach der Hirsch und verschwand.
Sinding war geflohen? Abu ging sofort nach Falkenring zurück. Die Wachen waren in heller Aufregung. Abu fand am Nördlichen Stadtrand Spuren eines gewaltigen Wolfes. Er verfolgte sie weiter Richtung Norden. Er aß unterwegs immer wieder einen Apfel, um seine Kräfte zu erhalten und unterbrach die Verfolgung Sinding's nur, um sich einer Totenbeschwörerin zu erwehren, die ihn angriff, weil er sie anscheinend bei irgendeinem Experiment gestört hatte und einem Händler beizustehen, der von zwei Banditen in die Mangel genommen wurde. Er kam zu spät im ihn zu retten, aber konnte die Banditen töten und sich an den Leichen ein wenig bereichern.
Die Fährte führte ihn in die Dickbrauchgrotte, wofür er dankbar war. Sin Glück zeigte sich, wenn überhaupt einmal, nur in solchen Kleinigkeiten, aber er hatte gelernt schon dafür Dankbar zu sein, wenn ihm das Schicksal nicht einen Tritt in den Hintern verpasste. Er betrat sie und fand sich in einem Wald wieder. 'Wie kommt ein Wald in eine Höhle?', fragte er sich und fand bald die erste Leiche, eines seiner Konkurrenten. Ein anderer, ein Khajiit war noch am Leben, aber er würde es nicht schaffen.
„Hat der Blutmond euch auch zur Jagd gerufen, Jagdgefährte?“, fragte der Khajiit.
„Kann man so sagen. Was ist hier passiert?“, fragte Abu zurück.
„Die Beute ist stark, stärker als die Jäger. Aber es werden mehr kommen. Erlegt ihn zum Ruhm von Fürst Hircine“, sagte der Khajiit, bevor er sich unter Schmerzen wand. Abu durchbohrte sein Herz, um ihm die Qual zu ersparen, dann durchsuchte er die beiden Leichen. Danach zog er weiter und fand Sinding, auf einem Felsen stehen.
„Ihr? Warum?“, fragte er erstaunt.
Sofort spannte Abu seinen Bogen, konnte aber nur einen Treffer landen, bevor sich Sinding in seiner Wolfsgestalt abwandte und verschwand. Werwölfe waren also hart ihm nehmen. Mussten sie auch sein, bei den vielen Jägern, die sich hier tummeln mussten. Abu verfolgte ihn, und fand ihn im Kampf mit einem weiteren Jäger. Abu beobachtete den Kampf aus der Ferne aufmerksam. Der andere Jäger musste einen Begleiter haben, denn plötzlich schlugen mehrere Pfeile neben Abu in einem Baum ein. Sofort stürzte sich Abu in den Kampf und bezwang sowohl Sinding, als auch den anderen Jäger. Nachdem Sinding gestorben war, erschien ein Geisterhaftes Abbild von ihm und sprach mit Hircines Stimme zu ihm: „Das habt ihr gut gemacht!“
„Ich habe nur euren Befehl ausgeführt“, antwortete Abu.
„Und euch meine Gunst erwiesen. Diese Haut wird euch gute Dienste erweisen. Seht genauer hin, mein Ruhm wird euch schützen. Gute Jagd.“
Die Haut, die Abu Sinding abgezogen hatte, dessen Werwolffell, verwandelte sich in einen Brustharnisch. Abu steckte ihn ein und durchsuchte die Höhle. Insgesamt fand er sieben Leichen und eine Truhe. In ihr lag das Tagebuch, das Runil verloren hatte. Viel von Wert war nicht zu finden, also zog Abu weiter.
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