Himmelsrand

MitmachgeschichteAbenteuer, Fantasy / P16
14.09.2015
16.12.2015
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Sofort ging Abu zurück nach Jorrvaskr und Fand Skjor am Tisch beim Frühstück.
„Kommt, setzt euch dazu. Wir müssen einen Auftrag besprechen“, rief dieser als er Abu erblickte.
„Natürlich, um was geht es?“ fragte Abu während er sich hinsetzte.
„Eure Zeit ist reif.“
„Was meint ihr damit?“, fragte Abu verwirrt.
„Letzte Woche besuchte uns ein gelehrter, der zu Wissen glaubt, wo sich ein weiteres Fragment von Wuutrath befinden soll. Mir schien er ein Narr zu sein, aber es könnte etwas daran sein.“
„Was hat das mit mir zu tun?“, fragte Abu.
„Es ist ein einfacher Botengang, aber auch gleichzeitig eure Prüfung. Schlagt euch wacker und ihr werdet ein wahrer Gefährte sein. Farkas wird euch auf dieser Reise als Schildbruder begleiten. Er wird euch alle Fragen beantworten, die ihr vielleicht habt. Passt auf euch und auf ihn auf und enttäuscht uns nicht“ erklärte Skjor und schickte Abu nach draußen, wo Farkas schon wartete.
„Ich hoffe, dass ihr bereit seid“, begrüßte ihn Farkas grimmig lächelnd.
„Wenn ihr mein Schildbruder seid, bin ich zu allem bereit“, antwortete Abu.
„Beeindruckt mich und ich werde mich gegen jeden Stellen, der euch ans leben will. Habt ihr irgendwelche Fragen?“
„Ja, was ist Wuutrath?“
„Ysgramor war der Held, der die Gefährten gründete und Wuutrath war seine Waffe, er kam aus der alten Heimat und tötete alle Elfen. Heißt es zumindest, ein paar müssen überlebt haben, denn es gibt sie ja noch, oder?“
„In Ordnung, wo sollen wir uns Treffen?“
„Ich habe noch etwas zu erledigen. Ich werde euch am Staubmannsgrab erwarten. Es ist Westlich von hier. Ihr könnt es nicht verfehlen, es ist durch einige Findlinge, die aufrecht stehen gekennzeichnet“, sagte Farkas und ging hinein.
Abu wandte sich dem Handelsviertel zu und ging zur Schmiede. Auch wenn Saadia ihn nicht wollte, konnte er dennoch Schmuck schmieden und mit ihm Geld verdienen. Er würde ihn aber aufheben und warten, bis er einige gefüllte Seelensteine hatte. Verzauberter Schmuck brachte mehr Geld ein. Als er dort ankam, fand er die Schmiedin tot auf der Erde. Neben ihr einen Mann, genauso tot. Er untersuchte ihn, während er beiden ihre Wertsachen abnahm und bemerkte, das es sich um einen Vampir handelte. 'Was hat das zu bedeuten? Greifen hier die Vampire die Siedlungen offen an, statt sich unter die Lebenden zu mischen?', fragte er sich, während er am Schmelzofen sein Golderz einschmolz. Aus diesem Gold schmiedete er Ringe, die er aufbewahrte. Dann betrat er die Kriegsjungfer, wie der Laden, der zur Schmiede gehörte hieß und ließ sich das Angebot zeigen. Es gab nichts, was Abu's Interesse wecken konnte, also ging er Farengar, um sein Bündel zu erleichtern und sein Repertoire an Verzauberungen zu erweitern. Er musste dringend an Gold kommen, um sich ein Haus kaufen oder besser Bauen zu können, um alles, was er nicht immer benötigte dort Lagern zu können. Nachdem er einige Rüstungsteile und den Streitkolben aus der Festung Valtheim gefunden hatte, entzaubert hatte, machte sich Abu auf dem Weg zum Staubmannsgrab. Unterweg beschloss er, auch das Frauenproblem zu vertagen, bis er ein Haus hatte, das er ihr bieten konnte. Wenn ihn vorher eine haben wollte, auch gut, aber wirklich suchen würde er erst, wenn er ein Haus hatte.
Abu fand das Staubmannsgrab schnell und betrat es, freudig erregt. Er wollte aus irgendeinem Grund im Ansehen der Gefährten steigen. Im Inneren erwartete Farkas ihn schon.
„Da seid ihr ja“, sagte er.
„Wartet ihr schon lange?2
„Nein, nicht einmal Lange genug um mich zu setzen. Ihr führt uns Neuling!“
„Gut, also los!“, sagte Abu entschlossen.
Sie kamen in einen Raum in dem große Unordnung herrschte. Draugerleichen lagen dort, wo sie niedergestreckt wurden. Waffen in allen Winkeln, ebenso wie Grabungswerkzeug und an einer Kiste hatte sich jemand zu schaffen gemacht, aber erfolglos. Abu versuchte sein Glück und bekam sie auf. Der Inhalt war enttäuschend, weshalb sie ihren Weg fortsetzten. Abu hatte nicht wirklich erwartet das Gesuchte hier schon zu finden, aber er hoffte auf das sprichwörtliche Glück der Dummen.
Nach ein paar harmlosen Begegnungen mit Draugr, kamen sie in eine Halle. Der weitere Weg wurde von einem Fallgitter versperrt. In einem Alkoven befand sich ein Hebel.
„Wollt ihr?“, fragte Abu.
„Nein, geht ihr vor, ich warte hier draußen, falls es diese Draugr auf den Plan ruft.“
„In Ordnung.“
Abu betrat den Alkoven und betätigte den Hebel. Sofort wurde er eingeschlossen. Abu rüttelte vergeblich an dem Hebel, doch er saß wie festgeschmiedet. Farkas kam schmunzelnd dazu: „Da habt ihr euch ja was eingebrockt. Geht nicht weg, ich finde schon den Hebel, mit dem ich euch befreien kann.“
„Ich laufe schon nicht weg“, grummelte Abu.
Bevor Farkas sich umdrehen konnte, war er von einigen Männern umgeben, die ihre Schwerter gezuckt hatten. Einer von ihnen rief: „Zeit zu Sterben du Hund!“
„Wir wussten, dass ihr kommen würdet“, rief ein Anderer.
„Euer Fehler, Gefährte!“, fügte der Erste hinzu.
„Welcher ist das?“ fragte eine Frau, die Abu nicht sehen konnte.
„Egal wer diese Rüstung trägt, wird sterben!“, antwortete der Erste.
„Euch zu töten wird eine wundervolle Geschichte abgeben“, sagte die Frau an Farkas gewandt.
„Ihr lebt nicht lange genug um sie zu erzählen!“, knurrte Farkas und er verwandelte sich in ein riesiges behaartes Geschöpf. Abu traute seinen Augen nicht. Die Gefährten waren Werwölfe? Schnell hatte der Werwolf-Farkas seine Gegner getötet und war verschwunden. Nur Augenblicke später öffnete sich das Fallgitter vor dem Abu stand. Sofort zückte er sein Schwert und sah sich nach Farkas um. Dieser kam auf ihn zu und sagte: „Ich hoffe ich habe euch keine Angst gemacht“
„Ein Segen, der manchen von uns erteilt wurde. Wenn es sein muss, werden wir zu wilden Bestien.“
„Werdet ihr mich auch zu einem Werwolf machen?“, fragte Abu unsicher.
„Nein, das kann nur der Zirkel entscheiden. Stellt erst eure Ehre unter Beweis, um ein wahrer Gefährte zu werden. Alles andere wird sich dann sehen.“
Abu lies sich seine Erleichterung darüber, dass diese Entscheidung noch nicht sofort fällig war, nicht anmerken und machte sich daran, die Krieger, die Farkas angegriffen hatten auszuplündern. Sie alle trugen Silberschwerter. 'Faendal hat doch gesagt, die würden besser gegen Draugr wirken als normale Waffen', dachte Abu und steckte sein Schwert in die Scheide und nahm eines der Silberschwerter. Es war nicht besonders Scharf, auch nicht ganz aus Silber, aber damit dick überzogen, so dass es wirken sollte.
„Gut, dann gehen wir weiter!“, beschloss Abu und Schritt voran: „Wer sind eigentlich diese Typen, dass sie etwas gegen die Gefährten haben?“
„Die Silberne Hand. Es reicht zu wissen, dass sie Werwölfe jagen. Sie sind die Feinde der Gefährten, also auch deine Feinde“, sagte Farkas knapp.
„Wenigstens tragen sie mehr Gold mit sich, als normale Banditen“, lachte Abu und ging weiter.
Sie trafen immer wieder auf Mitglieder der Silbernen Hand. Alle ließen sich leicht bezwingen, sodass Abu und Farkas rasch bis zu einer verzierten Eisentür kamen.
„Das müsste die Tür zur Krypta sein, hier soll das Fragment liegen“, meinte Farkas.
„Dann lass uns mal nachsehen“, antwortete Abu und durchschritt die Tür.
Sie betraten einen kleinen Raum, der abgesehen von einem Mitglied der Silbernen Hand leer war. Hinter einer weiteren Tür, hörten sie Kampfeslärm.
„Lass uns hier warten, bis der Lärm aufhört. So haben wir auf jeden Fall weniger Ärger“, schlug Abu vor.
„Nicht gerade mein Stil, aber du führst uns. Ich soll dir nur beistehen und dein Handeln beobachten. 'Handele lieber Vorsichtig, als in blindem Mut den Kopf zu verlieren!', sagt Kodlak immer zu mir. Du könntest ihm gefallen!“, erwiderte Farkas.
Nachdem alles ruhig geworden war, öffnete Abu die Tür. Vor ihnen lag eine Brücke, die von einem Gitter umgeben war.
„Wir laufen, falls unten Bogenschützen warten“, sagte Abu und lief los.Er kam unbeschadet an, einige Pfeile flogen ihm jedoch hinterher. Farkas wartete, bis sich die Schützen beruhigt hatten und wie ein wilder Eber rannte er durch diese Falle.
„Los weiter, die warten bestimmt auf uns, lass uns sie nicht enttäuschen!“, sagte Farkas und beide schritten weiter. Wie Farkas erwartet hatte, trafen sie auf weitere Mitglieder der Silbernen Hand, doch diese stellten keine größeren Probleme da. Farkas schwang behände seinen Zweihänder, während Abu mit seinem Schwert und Feuer unter ihnen Tod austeilte. Nachdem sie alle Leichen geplündert hatten, zogen sie weiter, fanden die nächste Tür fest verschlossen vor, selbst Abu bekam sie mit seinem Einbruchswerkzeug nicht aus.
„Suchen wir den Schlüssel“, sagte Farkas.
„Was denn auch sonst, hier warten und mit dem Kopf dagegen anrennen?“, lachte Abu und machte sich auf die Suche. Bald hatten sie einen Schlüssel gefunden und konnten weiter hinabsteigen. Sie folgten der Höhle und stießen Bald auf einige Skeever, die versuchten sich zwei Frostbissspinnen zu erwehren.
„Scheiße, ich hasse Spinnen!“, fluchte Farkas.
„Dann lass die links liegen und geh voran, falls dort Draugr warten. Ich hole dich nicht einmal in zwei Minuten ein“, befahl Abu. Er lenkte das Ungeziefer ab und hatte bald alles erschlagen, und holte Farkas wirklich innerhalb der zwei Minuten ein. Dieser erschlug gerade einen Draugr.
„Lieber diese Untoten als das Krabbelzeug!“, fluchte er wieder.
„Jeder hat seine Schwächen“, knurrte Abu: „DU hättest auch früher was sagen können!“
„Stimmt auch wieder“
„Vergiss es, wir sollten weiter!“
Nach diesem kurzen Kampf betraten sie eine große halle. Gegenüber der Tür war wieder eine seltsame Wand zu sehen und wieder rief sie nach Abu. Vor ihr auf zwei Podesten standen ein großer Sarkophag und ein Altar. Die Wände waren mit Sarkophagen gesäumt. Farkas nickte Abu zu und dieser schritt voran. In seinem Kopf hallte das Wort Yol wieder. Es fühlte sich anders an, als das Fus. Irgendwie heißer. Abu verdrängte es aus seinen Gedanken und nahm das Fragment von Wuutrath. Im gleichen Moment sprangen einige Sarkophage auf und Draugr sprangen aus ihnen hervor. Sofort warten Abu und Farkas bereit sie zu bekämpfen. Es war kein schwieriger Kampf, diese Draugr, kämpften wie üblich. Wuchtige Schläge, keinerlei Technik. Aber kaum hatten sie einen erschlagen, brach ein anderer Sarkophag auf und spie eines dieser Scheusale auf. Einer der Sarkophage öffnete sich auch nach hinten. Es schien ihnen eine Abkürzung auf dem Weg nach draußen zu sein. Bevor sie das untersuchten Suchte Abu noch den Raum ab und fand einen Verzauberten Kriegshammer, orkischer Machart und eine schäbige Eisenrüstung, auf der auch irgend ein Zauber lag. Beides nahm er mit. Dann betraten sie den Gang, von dem sie vermuteten, dass es eine Abkürzung sei. Sie hatten recht. Durch einen Hebel öffnete sich eine verborgene Tür und sie kamen kurz vor dem Ausgang an. Draußen sagte Farkas: „Komm morgen früh in den Hof von Jorrvaskr. Bring das Fragment mit. Ich gehe vor und erstatte Bericht.“
„Gut, bis Morgen also“, antwortete Abu, während Farkas in der Dunkelheit verschwand, die zwischenzeitlich über das Land hereingebrochen war. Abu setzte sich hin und beschloss erst etwas zu essen, bevor er sich auf den Weg nach Weislauf machte. In seinem Beutel fand er noch etwas Brot und gebratenen Hirsch. Er ließ es sich schmecken und machte sich so gestärkt auf den Weg.
Als Abu Weislauf erreichte, aß er noch etwas in der beflaggten Mähre und nahm sich dort ein Zimmer.
Als Abu am Morgen erwachte, war er aufgeregt. Alle Gefährten erwarteten ihn im Hof. Er musste sich in ihre Mitte stellen. Kodlak fing an zu reden: „Brüder und Schwestern. Dieser Mann wünscht die Aufnahme in die Reihen der Gefährten. Wir heißen ihn in unserer Gemeinschaft willkommen. Er hat erduldet, hat herausgefordert, gekämpft und gesiegt. Seinen Mut hat er uns bewiesen. Wer wird für ihn sprechen und seinen Mut bezeugen?“
„Ich Bezeuge den Mut der Seele, die vor uns steht“, antwortete Farkas.
„Werdet ihr ihn mit euren Schilden Schützen?“, fragte Kodlak weiter.
„Ich würde Rücken an Rücken zu ihm stehen, auf das die Welt uns niemals verschlinge!“
„Werdet ihr ihm zu Ehren eure Schwerter erheben?“
„Er ist bereit, das Blut seiner Feinde zu sehen!“
„Und werdet ihr eure Krüge in seinem Namen erheben?“
„Ich würde als erstes das Lied des Triumphes singen, während unsere Methalle in seinen Geschichten schwelgt!“
„Dann ist unser Urteil gefällt. Sein Herz schlägt mit der Wildheit und Tapferkeit, die die Gefährten seit ihrer Gründung in fernen, grünen Sommern vereint. Lasst es mit den unseren schlagen, damit ihr Echo von den Bergen widerhallt und die Herzen unserer Feinde mit Furcht erfüllt!“
„So soll es sein!“, sagten alle im Chor.
Abu fühlte sich, als sei er um zehn Meter gewachsen, als diese Krieger ihn in ihre Reihen aufnahmen. Sie klopfen ihm auf die Schulter und verabschiedeten sich dann. Kodlak trat an ihn heran und nahm das Fragment von Wuutrath entgegen.
„Nun Mein junger Freund, gehört ihr zu uns. Besucht aber einmal Eorlund, wenn ihr eine neue Waffe benötigt, um das zu ersetzen, was auch immer ihr da tragt“, sagte er, mit einem grinsenden Seitenblick auf Abu's Schwert.
Bevor Abu sich bedanken konnte, war Kodlak schon gegangen. Abu ging sofort hinauf zur Himmelsschmiede doch Eorlund war nicht da. Also ging er zur Drachenfeste, um die verzauberten Waffen, die er gefunden hatte, zu Studieren. Der Streithammer war mit einem Seelenfallen-Zauber belegt, was Abu Freute. Er entfernte ihn und wollte ihn auf das Silberschwert legen, doch er hatte keine Gefüllten Seelensteine. Zu einem unverschämten Preis konnte Farengar ihm einen verkaufen, doch nur einen Mächtigen, da er sonst nur leere Seelensteine hatte. Abu kaufte gleich alle und betrachtete das ganze als Investition. Sofort belegte er das Silberschwert mit dem neu erlernten Zauber und widmete sich dann der Rüstung. Sie verstärkte in geringem Maß die Fähigkeit der Illusion. Auch diese entzauberte er und machte sich wieder auf den Weg zu Eorlund. Ein neues Schwert konnte nicht schaden.
Vorher ging er noch bei Proventus vorbei, um sich die Belohnung für den Tod des Banditenanführers vom Lager Stille Monde abzuholen und fragte ihn, ob in Weislauf ein Haus leer stehe.
„Ja, aber nur ein kleines, dafür kostet es auch nur 5000 Septime“, antwortete Proventus.
„Dann lieber nicht, ich brauche Platz um mich auszubreiten, aber habt vielen Dank“, erwiderte Abu und ging davon.
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