Himmelsrand

MitmachgeschichteAbenteuer, Fantasy / P16
14.09.2015
16.12.2015
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Abu ging in Gedanken versunken zurück. Sollte er Saadia oder Iman, oder wie immer sie heißen wollte helfen, oder sie doch lieber ausliefern. Einerseits passte ihre Geschichte nicht zusammen, wie sollte sie von dem Alik'r wissen, wenn sie nicht wusste, das diese sie in Weislauf vermuteten? Andererseits sah sie wirklich hübsch aus, doch hübsche Gesichter hatten ihn schon manches Mal getäuscht. Erstmal wollte er hören, was der Gefangene zu sagen hatte, bevor er sich endgültig entschied. Aber vorher noch einige Läden besuchen, er hatte alle möglichen Kräuter gesammelt. Vielleicht konnte ihm hier jemand zeigen, wie er daraus etwas Nützliches brauen konnte. Sie waren nicht sehr schwer, aber störten ihn, wenn er in seinem Bündel kramte. Er fragte am Tor eine Wache und er Empfahl ihm Arcadias Kupferkessel. Sie konnte ihm bestimmt zeigen, wie er herausfinden konnte, was er zusammenschütten konnte und was nicht.
Er Betrat ihren Laden und sie begrüßte ihn freundlich: „Was kann ich für euch tun?“
„Ich habe alle Möglichen Dinge gesammelt, von denen ich denke oder gehört habe, dass man aus ihnen Tränke brauen kann. Könnt ihr mir vielleicht verraten, wie ich herausfinde, was wozu taugt?“
„Natürlich kann ich das, aber wie wäre es, wenn ihr erst etwas kauft, bevor ihr einen Gefallen erbittet?“, antwortete sie liebenswürdig.
„Wo sind nur meine Manieren, ich nehme alle eure Heiltränke, sowohl die normalen, als auch die kleinen.“
„Sehr wohl“, antwortete sie und packte ihm das gewünschte in einen Beutel, während er das Gold abzählte.
„Also?“
„Also es ist ganz einfach. Esst jede Zutat und ihr werdet eine ihrer Eigenschaften erfahren. Wenn ihr damit mehr Erfahrung habt, dann erfahrt ihr mehr. Jede Zutat hat vier Eigenschaften. Ihr könnt sie auch herausfinden, indem ihr herumexperimentiert, aber davon würde ich euch abraten. Wenn ihr wollt, könnt ihr mein Labor benutzen, sofern ihr mir alles verkauft, das ihr nicht gebrauchen könnt.“
„Vielen Dank“, antwortete Abu und machte sich daran, die Eigenschaften der Zutaten, die er gesammelt hatte herauszufinden. Bald war er daran, Zutaten zu Mischen, Lösungen zu Destillieren und die Ergebnisse in Flaschen abzufüllen. Er hatte einige brauchbare Gifte und tränke zusammengerührt, verkaufte Arcadia aber alles, was weder seine Verletzungen heilte, ihn länger Rennen oder länger Zaubern ließ.
„Ihr könntet es weit bringen in der Alchemie“, bemerkte sie als sie seine Mixturen prüfte.
„Danke, aber ich muss leider weiter. Ich habe noch einige Dinge zu erledigen.“
„Natürlich, wenn ihr Tränke oder Zutaten braucht, kommt nur wieder vorbei“, verabschiedete sie ihn, als sich Abu zum Palast des Jarl aufmachte. Er kam ohne Probleme in den Kerker und fand den gefangenen, nach dem er gesucht hatte.
„Was glotzt ihr mich so an?“, fragte er ungehalten.
„Erzählt mir, wo ich euren Anführer finden kann, dann seid ihr mich wieder los“, antwortete Abu gelassen.
„Eine Hand wäscht die andere mein Landsmann“, antwortete der Gefangene.
„Erzählt mir erst von ihm, dann entscheide ich, ob ich euch helfe.“
„Wenn ihr so begierig auf den Tod seid, gerne. Wenn ihr seinen Namen kennt, wisst ihr, das er euch bei eurem ersten Treffen töten würde“
„Das ist nicht viel, aber nun gut. Was braucht ihr?“
„Meine Freiheit“, antwortete der Alik'r.
„Damit ihr euren Auftrag zu Ende bringt?“
„Nein, für mich gibt es keinen Auftrag mehr. Wer gefangen genommen wird, ist kein Alik'r mehr. Ich will nur hier heraus und ein neues Leben anfangen. Bezahlt meine Strafe und ich verrate euch, wo Kematu sich versteckt.“
„Wie viel?“
„Hundert Septime, das dürfte euch diese Information wert sein, oder?“
„Nagut, aber wehe ihr versucht irgendwelche Tricks.“
„Nein, bezahlt meine Strafe und bevor ich gehe, sollt ihr alles erfahren“, antwortete der Gefangene.
Abu bezahlte, bei einer Wache die Strafe und kehrte zurück zur Zellentür. Der Alik'r hatte es beobachtet und fing sofort an: „Ihr findet ihn im Schwindlernest, einer kleinen Höhle, westlich von Weislauf. Ich weiß, dort gibt es viele Höhlen, aber vor dieser befindet sich immer eine Wache. Kematu teilt sie sich, mit einer Bande Banditen. Wenn ihr die Banditen überlebt, dann wird Kematu euer Tod sein. So oder so, ihr werdet dort sterben.“
„Danke, aber ich habe noch nicht vor, zu sterben und dieser Kematu wird an diesem Entschluss nichts ändern. Lebt wohl und haltet euch von Weislauf fern!“
„Das werde ich!“
Abu entfernte sich und überlegte. Vielleicht hatte Iman doch die Wahrheit gesagt. Dieser Kematu wurde ihm richtig unsympathisch. Er beschloss sich das Schwindlernest einmal anzusehen. Er ging sofort nach Westen und kam auch ohne Probleme voran. Unterwegs traf er auf einen Mann, dessen haut seltsam aussah. Abu starrte hin, ohne es zu bemerken.
„Habt ihr mich genug angegafft, wie ein wildes Tier?“, fragte er Abu.
„Eure Haut...“, fing Abu an.
„Passt auf! Wölfe!“, rief der Kranke und begann die angreifenden Wölfe mit einem Sonderbaren Schleim zu beschießen. Sie starben schnell daran.
„Was seid ihr?“
„Ein Mensch wie ihr, aber ohne Peryites Schutz, wäre ich an dieser Seuche sicher schon gestorben. Besucht Kesh, an Peryites Schrein, im Nordosten von Markarth. Ich muss weiter!“ antwortete der Mann.
„Ich habe noch mehr fragen“, rief Abu ihm hinterher.
„Aber ich keine Zeit, also geht zu Kesh!“, gab dieser Zurück.
Abu zuckte mit den Schultern und setzte seinen Weg zum Schwindlernest fort. Er fand es schnell, da der Wachpost laut sang. Abu erstach ihn von hinten und schlich sich in die Höhle. Drinnen hörte er zwei Banditen streiten.
„Es gefällt mir nicht, dass diese Alik'r sich hier verstecken. Die bringen uns nichts als Ärger!“, rief der eine.
„Halt die Klappe, die bezahlen uns nicht fürs Reden“, antwortete der andere: „Die verschwinden wieder, sobald sie ihr Opfer gefunden haben, und wir werden gut bezahlt.“
Abu erschoss beide aus dem Schatten heraus und zückte wieder sein Schwert, falls noch mehr dort lauern sollten. Dem war nicht so, aber er hörte Stimmen aus einem Gang. Schnell durchsuchte er diesen Raum und schlich sich weiter, tiefer in die Höhle hinein. Im nächsten Raum, hatte er kein freies Schussfeld, ohne entdeckt zu werden, so beschloss er, frontal anzugreifen und den Banditen mit Feuer und Stahl den gar auszumachen.
Wie bei ihresgleichen hatte er nur kleine Schwierigkeiten. Selten kämpften die untergebenen mit Sinn und Verstand, statt wie üblich einfach nur draufzuschlagen und auf einen Glückstreffer zu hoffen. Abu hatte kein Mitleid mit ihnen. Wer eine Waffe trägt, sollte mit ihr umgehen können und sie nicht wie einen Knüppel schwingen.
Die nächste Höhle bot ihm wieder ein freies Schussfeld und so spannte er seinen Bogen. Zwei Pfeile brachten zwei Tote, doch als er auf den nächsten wartete, stand vor ihm ein Khajiit und schlug ihm den Bogen aus der Hand. Abu zog sein Schwert und durchbohrte den Katzenmenschen. Sofort kamen drei weitere Banditen hereingestürmt. Einer von ihnen war Magisch begabt und traktierte Abu mit Blitzschlägen, welche Abu mit einem Feuerstrahl vergolt. Es war schwierig, gleichzeitig zu fechten, Blitzschlägen und Pfeilen auszuweichen und mit seinem eigenen Feuer zu zielen. Doch er hatte es bald geschafft und als der Bogenschütze Kopflos zu Boden sank, konnte Abu sich entspannen und erst einmal ein Bier trinken. Schnell war es leer und er plünderte die Leichen aus. In einer Ecke des Raumes fand er Gold und einige Edelsteine. Er musste wirklich bald weiter Schmieden üben, um noch mehr Geld zu verdienen. In der anschließenden Höhle fand er weitere Vorräte, mit denen er sich stärken konnte und sogar zwei Barren Malachit, aus denen Vulkanglasrüstungen geschmiedet wurden und einen Goldbarren. Vielleicht würde sich Iman ja auch über einen Ring freuen.
Vor einem weiteren Eingang, sah er zwei schlecht versteckte Bärenfallen, die er mit Steinen auslöste, um seine Beine zu Schonen. 'Hoffentlich kämpfen diese Alik'r besser als sie Fallen stellen', dachte sich Abu. Nach dieser Falle musste er durchs Wasser und unter einem Wasserfall hindurch. Gerade als Abu den Wasserschleier durchschreiten wollte, sprach eine Stimme zu ihm: „Alik'r, halt. Ihr habt bewiesen, das ihr stark seid. Lasst uns weitere Opfer vermeiden. Ihr und ich, wir haben einiges zu bereden, findet ihr nicht auch?“
„Das glaube ich nicht!“, antwortete Abu.
„Ihr habt Mut mein Landsmann. Ich bin Kematu, Anführer der Alik'r. Der Grund, wieso ihr hier seid ist kein Geheimnis. Iman hat euch beauftragt uns zu töten, richtig?“
„Wen meint ihr?“, fragte Abu und spielte den Unwissenden.
„Wie nennt sich sich? Saabia? Saadia? Irgendwie so. Woran hat sich appelliert? An euren Geldbeutel? An eure Ehre? Oder eher an eure Lenden? Egal, es spielt keine Rolle. Wisst ihr überhaupt wieso wir sie verfolgen?“
„Ihr seid Assassinen und keine guten. Eure Fallen waren derart plump, die hätte ein Blinder umgehen können.“
„Ihr beleidigt uns, aber ich vergebe euch. Sie wird von den Adelshäusern von Taneth wegen Verrats gesucht. Wir sollen sie in Hammerfell der Justiz überstellen“, antwortete Kematu.
„Ihr seid nichts als ein Handlanger der Thalmor und ich werde euch töten!“, rief Abu.
„Schade das ihr es so seht. Tötet ihn!“, befahl Abu. Sofort stürzten sich die Alik'r auf Abu. Er wich zurück, sie mit Feuer eindeckend und sein Schwert schwingend. Die bedrängten ihn und waren gut eingespielt, doch er konnte sich ihrer erwehren. Nachdem alle Alik'r tot im Wasser trieben, kam Kematu auf Abu zu, in jeder Hand einen Krummsäbel und Griff an. Abu wich aus, parierte, erlitt eine Wunde und gab eine zurück. Sie fochten verbissen, doch am Ende konnte Abu, ohne Gefahr zu laufen, seine Hand zu verlieren, Kematu mit einem Feuerstoß Blenden und dessen Leib durchbohren.
Bei den Leichen und in ihrem Unterschlupf fand er enttäuschend wenig. Nur 100 Goldmünzen. Wie hätten sie ihn bezahlen wollen? Mit den drei Flaschen Met, die herum lagen? Er beschloss sofort nach Weislauf zurückzukehren. Dies schaffte er ohne größere Zwischenfälle, aber es war schon tiefste Nacht, als er in Weislauf ankam. Sofort ging er nach Jorrvaskr um noch ein wenig Schlaf zu finden. Er hatte die ganze Nacht gekämpft und war viele Meilen gegangen. Das musste Saadia doch etwas wert sein.
Als Abu Jorrvaskr verlassen wollte traf er auf Farkas.“Ich habe gehört, dass die Straße nach Rifton dank euch wieder sicher ist“, begrüßte in Farkas.
„Festung ist für dieses Gebilde übertrieben“, lachte Abu und nahm seinen Lohn entgegen.
„Skjor hat nach euch gefragt“, fügte Farkas hinzu.
„Ich werde mich später bei ihm melden, ich habe noch etwas in der beflaggten Mähre zu tun.“
„Nagut, aber lasst ihn nicht zu lange warten, habt ihr verstanden?“
„Natürlich, ich bin so schnell es geht zurück“, antwortete Abu.
Er lief so schnell er konnte zur Schenke und fand Saadia in ihrem Zimmer.
„Habt ihr gute Neuigkeiten für mich?“, fragte sie.
„Ja, sie werden euch nie wieder belästigen.“
„Endlich. Jetzt kann ich in Frieden leben...“, sagte sie, bis Abu sie unterbrach.
„...vielleicht mit einem Mann zusammen, der euch von den Häschern befreit hat?“
„Wie meint ihr... Nein! Hier nehmt euer Gold. Ich will euch hier nur noch als Gast sehen, nicht auf Freiersfüßen!“
„Ihr seid mir etwas schuldig“, protestierte Abu.
„Ja. Gold, mehr war auch nicht abgemacht und wenn ihr mir zu nahe kommt!“
Abu war wie vor den Kopf gestoßen und verließ wütend die beflaggte Mähre.
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