Der Regen einer Sommernacht

GeschichteRomanze, Familie / P16 Slash
12.09.2015
12.09.2015
1
5021
 
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
1 Review
 
 Datenschutzinfo
 
 
 
„Nun mach schon, Lucky“. Mein Bruder Rolly forderte mich nun schon zum dritten Mal auf, mich zu beeilen. Heute stand wieder einmal das wöchentliche Hundetraining an und wie immer hatte ich nicht die geringste Lust dazu. Das lag zum Großteil an Lieutenant Pug, unserem Coach, der das klassische Beispiel für einen herrschsüchtigen Tyrann darstellt und uns zu jeder sich bietenden Gelegenheit unter die Nase reibt, was für ein Haufen von Versagern wir doch sind. Der kleinste Mucks genügt und schon straft er uns mit Zusatz-Trainingseinheiten wie Liegestütze oder drei Extrarunden Hürdenlauf. Niemand aus unserer Gruppe ist gut auf ihn zu sprechen und dass ich ihn für alles andere als sympathisch halte, dürfte wohl sonnenklar sein. Offen gestanden wäre es mein größter Herzenswunsch, ihm einmal all das heimzuzahlen, was er uns – und besonders mir – im Laufe der Zeit aufgezwungen und aufgedrückt hat. Darüber hinaus bin ausgerechnet ich auch noch derjenige, den er besonders gerne traktiert und demütigt. Sein Sündenbock quasi. Wenn er zum Beispiel in aller Hektik wieder irgendetwas vergessen hat, schiebt er die Schuld dafür stets auf mich, obgleich ich in den meisten Fällen überhaupt nichts dafür kann. Ich versuche immer so gut es geht, Konflikten mit ihm aus dem Weg zu gehen, doch das gelingt mir leider selten. Bisher ist nämlich noch nicht eine Trainingsstunde vergangen, in der er mich nicht bloßgestellt oder sonstwie zum Idioten gemacht hat. Ohne zu übertreiben, aber lieber würde ich mich stundenlang auf eine Folterbank spannen lassen, als auch nur eine einzige Sekunde lang mit ihm zu trainieren. Denn noch nicht einmal so etwas wäre halb so schlimm wie das, was er mir bei jedem Training antut. Nicht nur, dass er mir jedes Mal zusätzliche Trainingseinheiten aufzwingt, auch sein ewiges Geschrei ist für mich kaum noch auszuhalten. Er bezeichnet mich zum Beispiel ständig als lahme Schnecke, sehr zum Amüsement der anderen Gruppenmitglieder und vor allem zur Schadenfreude von Dreibein. Und damit wären wir auch schon beim zweiten Grund, warum ich das Training hasse wie die Pest. Dreibein ist innerhalb des Teams mein größter Rivale und darüber hinaus auch Pugs absoluter Liebling. Er wurde noch nie mit Zusatztraining oder Demütigungen gestraft, ganz im Gegenteil: Er bekommt auch noch Lob für alles, was er macht, egal ob es dem vorgeschriebenen Trainingsplan entspricht oder nicht. Er ist im wahrsten Sinne des Wortes ein kleiner Musterschüler und ein riesengroßer Schleimer noch dazu. Egal was auch immer er anstellt, er bekommt von Pug stets Lob dafür und wir – das heißt vor allem ich – darf mir dann wieder anhören, dass ich mir doch ein Beispiel an ihm nehmen solle. Im Gegensatz zu mir kommen die anderen aus der Gruppe mit Dreibein gut aus, viele versuchen sogar, ihm nachzueifern und zu imponieren. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass er eine geschickte und manipulative Art hat, einen schnellstmöglich um den Finger zu wickeln. Auch bei mir versucht er das ständig, aber ich lasse mich nicht darauf ein. Er tut zwar ständig so, als würde er mich bemitleiden und macht einen auf bester Kumpel, aber ich lasse mich nicht darauf ein. Er weiß genau, warum ich ihn nicht leiden kann und vermutlich versucht er gerade deshalb, mich irgendwie für sich zu gewinnen. Denn ich stelle sozusagen seinen größten Rivalen dar. Ich bin der einzige aus unserer Gruppe, der bei den Sportarten halbwegs mit ihm mithalten kann und deswegen tut er absolut alles dafür, um mich aus dem Weg zu räumen. Sein Ziel ist es, das glaube ich jedenfalls, dafür zu sorgen, dass ich aus dem Team fliege, denn wenn er das schafft, ist er der alleinige Star unserer Gruppe und kann maßlos damit angeben, wie großartig und mutig er doch ist. Doch ich lasse mich nicht unterkriegen, egal was auch immer er sich ausdenkt. Er hat schon zahlreiche Male dafür gesorgt, dass ich Ärger mit Pug bekomme und lässt es sich natürlich auch nicht nehmen, noch Öl ins Feuer zu gießen, indem er zum Beispiel behauptet, dass er genau gesehen hätte, wie ich etwas angestellt habe. Doch auch das kümmert mich mittlerweile nicht mehr. Wenn er es dann wieder einmal geschafft und Pug mich ordentlich zusammengepfiffen hat, kommt er stets zu mir und macht einen auf verständnisvoll. Aber ehrlich: Damit kann er mich mal. Für mich ist und bleibt er ein kleiner mieser Schleimer und das wird sich auch nie ändern. Es müsste schon ein Wunder passieren, damit ich ihm all das, was er mir bisher angetan hat, verzeihen kann. Er kann sich entschuldigen so oft er will, ich werde nicht darauf eingehen. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass dieser kleine Schleimer mein Bruder ist. Im Gegenteil: Es macht die Sache nur noch schlimmer und bestärkt mich einmal mehr in dem, was ich mir vor wenigen Tagen vorgenommen habe, nämlich, dass ich ihn zukünftig einfach ignorieren werde. Wenn ich mich nicht mehr auf seine Spielchen einlasse, dachte ich, kann mir auch nichts schlimmes passieren. „Lucky, komm endlich“. Rollys erneuter Ruf riss mich aus meinen Gedanken. „Pug wird dich in Stücke reißen, wenn du schon wieder zu spät kommst“. „Ich bin schon unterwegs“, antwortete ich mürrisch und trotz meines Vorsatzes mit einem flauen Gefühl im Magen. Irgendwie ahnte ich schon, dass das mal wieder in einer Katastrophe enden würde, jedoch hatte ich keine Ahnung, dass alles noch viel schlimmer kommen sollte als ich dachte.

„Stillgestanden!“. Wie üblich brüllte Pug schon eine gefühlte Ewigkeit auf uns ein. Nachdem er uns schon die unmöglichsten Übungen aufgedrückt und mich – wie könnte es anders sein – zu zwanzig Zusatzliegestütze verdonnert hatte, zog er am Ende des Trainingsprogramms so wie jedes Mal Bilanz. Das hieß, dass wir uns nun wieder einmal anhören konnten, wie armselig und schusselig wir waren. „Wo soll ich nur anfangen?“, brüllte er in seinem üblichen befehlenden und herrischen Tonfall. „Ich weiß nicht genau, was das heute war. War das Training oder Puppentheater?“. Ich rollte mit den Augen und stöhnte auf. Pug überhörte das selbstverständlich nicht und raste knurrend auf mich zu. „Hast du mir etwas zu sagen, Kadett Lucky?“, brüllte er, so laut, dass ich dachte, mein Trommelfell würde sich jeden Moment verabschieden. „N-nein!“, wisperte ich, zitternd vor Angst. „Wie war das, Kadett?“, knurrte er aufgebracht. „Nein, Sir!“, kreischte ich, lauter als eigentlich beabsichtigt. „Du bist der mit Abstand armseligste Waschlappen, den diese Truppe zu bieten hat“, fauchte er. „Du solltest dir mal ein Beispiel an Kadett Dreibein nehmen“. Bla-bla-bla dachte ich, ließ mir aber nichts anmerken, um mir nicht noch mehr Ärger einzuhandeln. „Vielleicht solltet ihr beide mal zusammen trainieren“, setzte er fort und wandte sich mit einem Lächeln an Dreibein. „Er könnte dir bestimmt den nötigen Respekt und entsprechende Disziplin beibringen“. Nein, dachte ich. Bitte alles – alles, nur das nicht! „Aber Sir...“, setzte ich an. „Keine Widerworte, Kadett!“, brüllte er. „Ihr beide werdet zusammen trainieren und euer Training erst beenden, wenn du die nötige Disziplin erlangt hast, verstanden?“. Ich nickte zögernd. „Verstanden, Kadett?!“, schrie er und stieß erneut ein Knurren aus. „Ja, Sir!“, winselte ich zitternd vor Angst. „Sehr gut“, sagte er und ein hämisches Grinsen legte sich auf sein Gesicht. „Ihr beide bleibt noch und trainiert. Und was den Rest von euch Jammerlappen angeht: Abmarsch!“. Die anderen marschierten im Gleichschritt davon, während ich mir in Gedanken bewusst machte, was Pug gerade gesagt hatte. Er hatte mich dazu verdammt, mit Dreibein zu trainieren. Ausgerechnet mit Dreibein! Natürlich war mir klar, dass er das aus purer Absicht getan hatte, da er wusste, dass Dreibein und ich alles andere als ein gutes Verhältnis zueinander hatten. Ich konnte mir bildlich vorstellen, wie er jetzt zu Hause saß und sich darüber schlapplachte. Aber das würde ich ihm heimzahlen. Das würde er noch bereuen. Doch jetzt im Moment blieb mir nichts anderes übrig, als mich wohl oder übel meinem Schicksal hinzugeben und das Zusatztraining mit Dreibein so schnell wie nur irgendwie möglich hinter mich zu bringen. Ich atmete tief durch und drehte mich dann schließlich mit einem aufgesetzten Lächeln zu ihm um. „Na, bist du bereit, etwas von einem Profi zu lernen?“, fragte er in spöttischem Tonfall. Ja, sicher, dachte ich. Ein Profi im Schleimen vielleicht. „Sicher“, antwortete ich und versuchte, das Beste aus der Situation zu machen. „Zeig mir ein paar deiner Tricks“. „Dann komm mal her“, rief er und packte mich an der Pfote. Er zerrte mich zur Bahn des Hindernislaufes hinüber und grinste mir dabei frech ins Gesicht. „Es ist wichtig, dass du ganz locker bleibst“, setzte er hinzu und bedeutete mir, mich bereitzumachen. Ich tat, wie mir aufgetragen und nahm schließlich meine Position ein. „Siehst du, das ist schonmal ganz falsch“, setzte er fort und schüttelte den Kopf. „Du musst gerade bleiben, wenn du dich so verkrampfst, hat das keinen Sinn“. Ich stöhnte leise, ließ mir aber nichts anmerken. „Hier, warte, so geht das“, fügte er hinzu und legte mir die Pfote um den Bauch. Dabei grinste er frech und zwinkerte mir zu. Ich dachte, dass er mich wie immer gerade komplett auf den Arm nahm. Er verfestigte seinen Griff und richtete mich auf. „So ist das schon besser“, sagte er und nickte zustimmend, als er mich noch einmal prüfend von oben bis unten betrachtete. Dann legte er den Blick auf meine Füße und schüttelte abermals den Kopf. „Falsch“, sagte er. „Ganz falsch“. Er duckte sich vor mich und riss mir mit einem heftigen Ruck die Beine auseinander. „Du musst die Füße spreizen“, erklärte er besserwisserisch und grinste noch breiter. „Das erleichtert den Start“. Bla-bla-bla dachte ich wieder, ließ mir aber nichts anmerken. Nun stellte auch er sich in Position und wandte sich dann wieder mir zu. „Bereit?“, fragte er und kicherte frech. „Ja, von mir aus“, antwortete ich und versuchte, freundlich zu bleiben, auch wenn ich ihm jetzt am liebsten an die Gurgel gesprungen wäre. „Okay – drei, zwei, eins – los!“, rief er und wir lieferten uns ein kraftraubendes Rennen.
Nachdem wir das Rennen beendet und er mir noch einige andere Übungen und nach seiner Auffassung korrekte Stellungen dazu gezeigt hatte, verabschiedeten wir uns schließlich. Ich atmete erleichtert durch und machte mich dann auf den Heimweg. Währenddessen ließ ich mir noch einmal alles durch den Kopf gehen. So ein kleiner Besserwisser, dachte ich mürrisch. Doch irgendwie konnte ich mir nicht helfen. Einerseits war ich heilfroh, dass das Training mit ihm endlich vorbei war, doch andererseits fand ich es auch ein bisschen schade. Ich wusste nicht, woran es lag, aber irgendwie hatte es mir so etwas wie Spaß gemacht. Auf eine Wiederholung dieser Prozedur konnte ich trotzdem gut und gerne verzichten. Doch da hatte ich die Rechnung leider ohne Pug gemacht!

Genau eine Woche später hatte Pug mich erneut dazu verurteilt, ein zusätzliches Trainingsprogramm mit Dreibein zu absolvieren. Das war zwar bei weitem das Letzte, was ich wollte und ich hatte schon kurze Zeit mit dem Gedanken gespielt, mich einfach krank zu melden. Doch zum einen wollte ich vor Pug nicht als Simulant dastehen und mich für den Rest meiner Tage als Memme betiteln lassen. Und zum anderen konnte und wollte ich Dreibein diesen Triumph einfach nicht gönnen. Er sollte ein für alle Mal wissen, was ich von ihm hielt und dass ich mich von ihm nicht länger unterkriegen ließ. Also ließ ich mich erneut darauf ein, diesmal jedoch mit dem Vorsatz, Dreibein ein für alle Mal zu sagen, dass er für mich nichts weiter als ein kleines Ekel war. Bevor wir mit unserem Training anfingen, beschloss ich, würde ich ihm endlich das sagen, was mir schon lange auf der Zunge brannte. Dass ich ihn verabscheute. Ja, ich verabscheute ihn. Obgleich er mein Bruder war. Da war nicht einmal die kleinste Spur von Sympathie, geschweige denn Freundschaft. Und genau das wollte ich ihm endlich einmal gehörig unter die Nase reiben. Als die anderen sich verabschiedet hatten und ich endlich mit ihm allein war, beschloss ich, meinen Plan in die Tat umzusetzen und ihm endlich meine Meinung zu sagen. „Bist du bereit, Lucky?“, fragte er und grinste mich wieder triumphierend an. „Warte noch“, antwortete ich. „Ich muss dir zuerst etwas sagen“. „Okay“, antwortete er. „Was ist denn los, Lucky?“. „Dreibein, ich mache das hier nur mit, um keinen Ärger mit Pug zu kriegen, okay?“, erwiderte ich und versuchte, so gelassen wie möglich zu klingen. „Ich kann mir bestimmt schöneres vorstellen, als hier mit dir zu trainieren und mir noch weiter anzuhören, was ich alles falsch mache. Ich mag dich nicht, Dreibein. Und ich weiß, dass du mich genauso wenig magst, deshalb lass uns diese Sache hier so schnell es geht hinter uns bringen. Ich tue das keineswegs, weil es mir Spaß macht, sondern nur, damit Pug mir nicht ewig in den Ohren liegt. Oh ja, und hör mit deinem Grinsen auf. Das geht mir auf den Wecker“. „Oh“, flüsterte er leise und senkte leicht den Kopf. „Ich wusste ja nicht, dass...“. Jetzt konnte ich mich einfach nicht mehr beherrschen. „Was wusstest du nicht, hä?“, keifte ich ihn an. „Dass du mich die ganze Zeit über demütigst und zum kompletten Vollidioten machst? Dass du mir mit deiner besserwisserischen Art auf die Nerven gehst? Doch. Oh doch, das tust du. Du tust echt alles dafür, nur um mich dumm dastehen zu lassen und versuchst am laufenden Band, mir die Fehler von anderen zuzuschieben. Und da erwartest du im Ernst noch, dass ich es genieße, mit dir zu trainieren?“. „Lucky, ich...“. „Komm, sei still!“, fuhr ich ihn an. „Deine Entschuldigungen kannst du dir sonstwo hinstecken. Und komm mir jetzt bloß nicht mit „Ich hab das nicht so gemeint“. Ich weiß genau, dass du es so gemeint hast. Und genau dafür hasse ich dich. Ja, Dreibein, ich hasse dich. Du bist echt der egoistischste und selbstherrlichste Idiot, der mir je untergekommen ist. Du bist echt ein Ekel. Also spar die zukünftig deine Erklärungen und lass uns das Trainingsprogramm einfach so schnell wie möglich hinter uns bringen. Oh, und wenn du mir noch einmal mit deinen besserwisserischen Vorschlägen daherkommst und mir sagst, dass ich an meinen Bewegungen arbeiten muss, dann schwöre ich dir, schlage ich dir so lange mit der Faust in die Fresse, bis dir dein bescheuertes Grinsen ein für alle Mal vergeht“. Als ich mit dem Satz zu Ende war, war ich selbst davon überrascht, was ich da gerade alles losgelassen hatte. Einiges war etwas schärfer formuliert, als ich es eigentlich wollte. Ich blickte Dreibein ins Gesicht und bemerkte, dass Tränen in seinen Augen schimmerten. „Dreibein, ich...“, setzte ich an, während ich mir überlegte, wie ich das, was ich gerade gesagt hatte, wieder zurücknehmen konnte. „Tut mir Leid“, heulte Dreibein und rannte weg. „Dreibein“, rief ich ihm nach. „Warte! Ich habe das nicht so gemeint. Dreibein!“. Er drehte sich nicht mehr um. Oh nein, dachte ich im Stillen. Damit war ich eindeutig zu weit gegangen. Natürlich hegte ich keine sonderliche Sympathie für ihn, aber musste ich ihn denn deshalb gleich so anbrüllen? In diesem Moment bereute ich alles, was ich ihm gerade an den Kopf geworfen hatte. Ich bekam unendliche Schuldgefühle und ich schämte mich in Grund und Boden. Natürlich wollte ich ihm endlich einmal die Meinung geigen, aber ich wollte ihn doch nicht zum Weinen bringen. Vor allem aber bereute ich es, dass ich gesagt hatte, ich würde ihn hassen. Von allen Dingen, die ich ihm entgegengeschleudert hatte, musste ihm das am meisten wehgetan haben. Das hatte ich doch auch nicht so gemeint. Sicher konnte er manchmal ein ziemliches Ekel sein, vor allem, wenn es darum ging, sich bei Pug einzuschleimen. Aber er war trotzdem mein Bruder und ich hatte ihn trotzdem lieb. Egal was ich gerade gesagt hatte. Egal ob er mir sympathisch war oder nicht. Ich hasste mich in diesem Augenblick selbst dafür, dass ich so herzlos reagiert hatte. Aber all die Wut, die sich im Laufe der Zeit in mir angestaut hatte, musste ich endlich einmal herauslassen. Dass das keine Entschuldigung oder gar Rechtfertigung für das war, was ich da gesagt hatte, das war mir klar. Ich überlegte mir, was ich nun am besten tat. War es besser, bis morgen zu warten und dann noch einmal zu versuchen, mit ihm zu sprechen? Oder sollte ich gleich zu ihm gehen und ihn um Verzeihung bitten? Würde er überhaupt noch mit mir sprechen? Oder würde er mir zukünftig aus dem Weg gehen? Ich beschloss, zumindest den Versuch zu wagen, mich mit ihm auszusprechen. Vielleicht konnten wir dann unsere Rivalität endlich begraben und Frieden schließen. Vielleicht konnten wir einen kompletten Neuanfang machen. Und vielleicht konnten wir uns sogar anfreunden. Dass dieses Gespräch eine komplett andere Richtung einschlagen würde, ahnte ich zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht.

Mit pochendem Herzen stand ich vor seiner Tür. Die Nacht war inzwischen herangebrochen und am Himmel waren ein paar dunkle Wolken aufgezogen. In der Ferne zuckten ein paar Blitze durch das finstere Wolkenmeer und erhellten kurzzeitig die Dunkelheit. Leises Donnern war zu hören und ein eisiger Wind frischte die bis eben klare Sommernacht auf. Zögernd klopfte ich schließlich an seine Tür. Drinnen regte sich nichts. Noch einmal klopfte ich mit zitternden Pfoten an. Auch diesmal blieb im Inneren alles still. War er denn nicht zu Hause? Oder öffnete er mir bewusst nicht? Wenn dem so war, dann konnte ich es nur zu gut nachvollziehen, denn nach allem, was ich am Nachmittag zu ihm gesagt hatte, wollte er bestimmt keinen Kontakt mehr zu mir. Ich wagte noch einen letzten Versuch und klopfte erneut an die Tür. Als sich auch dieses Mal nichts regte, gab ich schließlich auf und machte mich auf den Weg zum See. Ein weiterer heller Blitz zuckte durch die Nacht, während allmählich sanfter Regen einsetzte. Ich musste unbedingt noch einmal über alles nachdenken. Über alles, was ich ihm in blindem Zorn an den Kopf geworfen hatte. Er tat mir so unglaublich Leid. Wie konnte ich nur so dermaßen bescheuert sein? Wie konnte ich ihm nur sagen, dass ich ihn hasste? Das musste sein kleines Herz doch in zwei Teile zerbrochen haben. Auch wenn wir noch nie das beste Verhältnis zueinander hatten, er war doch verdammt nochmal mein Bruder. Wie zum Teufel konnte ich so gefühlskalt sein und solche Dinge zu ihm sagen? Was war bloß in mich gefahren? Mitleid mischte sich mit Wut, während ich meinen Weg zum See fortsetzte. Ich war so wütend auf mich selbst. Ich hatte ihn als Idioten bezeichnet, aber der einzige Idiot in dieser Sache war ich. Ich war der Egoist, nicht er. Ich hatte nur an mich gedacht und überhaupt nicht realisiert, was meine Worte in seinem Kopf und vor allem in seiner Seele auslösten. Hatte nicht gesehen, wie tief ich ihn dadurch verletzt hatte. Ich verpasste mir selbst einen heftigen Kratzer am Arm und stieß einen lauten Schrei aus. Ich schrie aber nicht aus körperlichem, sondern aus seelischem Schmerz. Erneut kratzte ich mich, bis mir schließlich das Blut über den Arm lief. Ich wollte es. Ich wollte mir selbst so wehtun, wie ich Dreibein wehgetan hatte. Ich hatte es nicht besser verdient. Tränen liefen meine Wangen hinunter, während ich zu einem weiteren Kratzer ansetzte. Ich hielt jedoch inne, als ich ein leises Winseln vernahm. Es klang ganz nah, kam wahrscheinlich aus der Nähe des Sees. Eilig lief ich den Weg entlang und lauschte. Wieder vernahm ich ein Weinen. Es klang matt und schwer. Voller Schmerz. Und Qual. „Hallo?“, rief ich schließlich und trat ans Seeufer heran. Ein weiterer Blitz zuckte durch die Nacht und ließ mich zusammenfahren. Der Regen verstärkte sich und ich versuchte angestrengt, in der Dunkelheit etwas zu erkennen. „Hallo?“, wiederholte ich, als ich ein erneutes Wimmern vernahm. „Dreibein?“. „Geh weg“, kam schließlich die Antwort von einer Stimme, die mir mehr als vertraut war. Ich trat näher heran und schließlich sah ich ihn. Dreibein. Er lag zusammengesunken auf der anderen Seite des Sees und winselte leise vor sich hin. „Dreibein!“, brüllte ich und rannte auf ihn zu. Ich wollte ihn in den Arm nehmen, doch er stieß mich zur Seite. „Geh weg“, fuhr er mich tränenblind an und verpasste mir einen heftigen Stoß. Ich bemühte mich, nicht ins Stolpern zu kommen und fiel schließlich vor ihm auf die Knie. „Mein Gott, Dreibein“, winselte ich, während mir die Tränen über die Wangen liefen. „Was habe ich nur getan?“. Ich packte ihn vorsichtig an der Pfote. „Komm, steh auf“, heulte ich aufgelöst und zerrte ihn mit aller Kraft hoch. Er schrie. So laut, wie ich noch niemals jemanden hatte schreien hören. „Geh weg, Lucky“, winselte er. „Lass mich sterben“. „Dreibein“, jammerte ich und versuchte erneut, ihm aufzuhelfen. „Bitte Dreibein, steh auf“. „Wozu denn?“, brüllte er mich tränenblind an. „Lass mich doch hier liegen, dann bist du mich wenigstens los“. Eisige Regentropfen fielen auf uns herab und plätscherten in den See, während ich ihn vorsichtig hochzog. „Bitte steh auf“, winselte ich. „Ich will dich doch gar nicht loswerden“. „Doch“, erwiderte er schluchzend. „Du hasst mich doch sowieso. Was kümmert es dich da, ob ich sterbe oder nicht?“. „Dreibein, das ist nicht wahr“, entgegnete ich und streichelte ihn. „Ich weiß, ich habe Dinge gesagt, die nicht schön waren. Ich weiß, ich habe dir wehgetan. Aber du bist mein Bruder und ich habe dich lieb. Ich habe dich unendlich lieb“. „Nein!“, kreischte er und schlug mich weg. „Du hasst mich!“. „Das stimmt nicht“, erwiderte ich winselnd. „Ich liebe dich, hörst du? Ich liebe dich!“. Er klammerte sich an mir fest und weinte. „Dreibein, bitte steh auf“, flehte ich. Ich spürte, dass er fror und umarmte ihn noch enger. „Bitte komm jetzt. Lass uns nach Hause gehen. Lass uns in Ruhe reden, okay?“. „Lucky!“, wimmerte er und krallte sich noch stärker an mir fest. „Bitte komm“, bettelte ich. „Lass uns nach Hause gehen“.
Nachdem ich ihn schließlich dazu bewegen konnte, nach Hause zu gehen, hatte ich ihn auf den Arm genommen und getragen. In seiner Hütte setzte ich ihn ab und fiel ihm schluchzend um den Hals. „Dreibein“, heulte ich. „Ich hab dich lieb. Ich hab dich so lieb, hörst du?“. Er schluchzte zur Antwort und hielt sich an mir fest. Das war das allererste Mal, dass wir uns in den Armen lagen und ich spürte zum ersten Mal, dass er mich auch lieb hatte. Dass ich ihm nicht egal war. Genauso wenig wie er mir egal war. „Lucky“, heulte er. „Ist ja gut“, flüsterte ich ihm ins Ohr. „Ist alles wieder gut, Dreibein. Ich weiß, ich habe dir unendlich wehgetan. Aber ich hatte dich immer schon lieb, egal was auch war. Du warst mir nie egal“. „Wirklich?“, schniefte er, als wir uns zusammen an seinen Schlafplatz setzten und ich ihn sanft streichelte. „Wirklich“, antwortete ich und wischte ihm die Tränen aus dem Augen. „Komm her“. Ich nahm ihn noch einmal fest in die Arme und küsste ihn vorsichtig auf die Wange. „Lucky“, winselte er. „Lucky, ich liebe dich“. „Ich liebe dich auch, Dreibein“, antwortete ich und strich ihm über den Kopf. „Nein!“, schrie er und riss sich los. „Du verstehst das nicht!“. „Was?“, fragte ich. „Was verstehe ich nicht?“. „Ich liebe dich nicht so, sondern richtig“, antwortete er heulend. „Richtig?“, fragte ich nach. „Ja!“, brüllte er. „Hast du denn beim Training nicht gemerkt, wie ich dich berührt habe? Wie schön es für mich war? Hast du nicht gespürt, dass ich mehr von dir will als nur Geschwisterliebe?“. Ich schluckte schwer. „Was?“, fragte ich schließlich. „Verdammt Lucky, ich bin in dich verliebt!“, brüllte er. „Richtig verliebt, verstehst du?“. Ich atmete geschockt auf. Dreibein liebte mich? Er liebte mich richtig? Ich spürte, wie sich alles in mir zusammenkrampfte. Mein Magen drehte sich um. Das konnte doch nicht wahr sein! Das war doch sicher nur ein Scherz. Dreibein konnte nicht in mich verliebt sein. Das ging einfach nicht! Wir waren Brüder. Er konnte mich nicht auf diese Weise lieben. Das konnte nicht sein. „Dreibein, das ist doch ein Witz, oder?“, fragte ich, unsicher, wie ich jetzt reagieren sollte. „Nein, verdammt!“, schrie er mich an. „Lucky, ich liebe dich! Ich wünsche mir nichts mehr, als dich einmal zu küssen, dich einmal zu streicheln, einmal mit dir zu schlafen. Bitte versteh das. Ich liebe dich!“. Ich war komplett überfordert. Dreibein wollte mehr von mir? Er wollte mit mir sexuelle Handlungen durchführen? Ich spürte, wie ich würgen musste. „Ich... ich muss hier raus“, brachte ich schließlich hervor und rannte zum Ausgang. „Lucky, warte!“, rief Dreibein mir hinterher. „Bitte!“. Ich hielt abrupt an und ließ mich ins regennasse Gras sinken, während ich noch immer nicht fassen konnte, was Dreibein gerade zu mir gesagt hatte. „Lucky“. Er setzte sich vor mich hin und schluchzte. „Bitte Lucky...“, setzte er an. „Ich weiß, dass das nicht einfach ist, aber bitte lass es mich erklären“. Ich hörte zwar das, was er sagte, trotzdem nahm ich es nicht richtig wahr. Dafür saß der Schock noch immer viel zu tief. Er hatte sich verliebt. In mich verliebt. Wollte mich küssen. Er hatte ein sexuelles Verlangen nach mir. Wieder würgte ich, als ich mir das vorstellte. Das ging nicht! Er war mein Bruder. Wie konnte er mir da nur so etwas sagen? „Bitte Lucky“. Er nahm meine Pfote und streichelte sie. Ich wehrte es nicht ab, konnte es in diesem Moment gar nicht abwehren. Mir entfuhr ein leiser Seufzer, als ich mich schließlich wieder aufrappelte. Ich atmete noch einmal tief durch und blickte ihm in die Augen. Darin funkelten eisige Tränen. Tränen der Verzweiflung. Und Tränen der Schuld, so als hätte er etwas falsches getan. Aber hatte er das? War es falsch, sich in den eigenen Bruder zu verlieben? War es falsch, ihn sexuell zu begehren? Darauf wusste ich keine Antwort. Es war ungewöhnlich, keine Frage, aber war es deswegen auch falsch? Vielleicht, sagte ich mir. Vielleicht ist es falsch. Trotzdem überkam mich in diesem Moment das Bedürfnis, ihn in den Arm zu nehmen. Ihn zu streicheln und zu trösten. Denn auch wenn er mir gerade etwas völlig verrücktes gestanden hatte, tat er mir trotzdem Leid. Jetzt sogar noch mehr als zuvor. Ich ging ein paar Schritte auf ihn zu und legte meine Pfoten auf seine Schultern. „Dreibein, ich...“. Noch ehe ich etwas dagegen unternehmen konnte, drückte ich ihm einen Kuss auf die Lippen. Ich wusste nicht, warum ich es tat. Ich tat es einfach. Dreibein schloss seine Augen und erwiderte den Kuss. Er zog mich an sich heran und streichelte mich. „Lucky...“, wisperte er und errötete. Doch ich legte ihm meine Pfote auf die Lippen und bedeutete ihm, jetzt nichts zu sagen. Dann nahm ich ihn an die Hand und ging mit ihm zurück in die Hütte.

„Lucky, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll“, setzte Dreibein schließlich an, nachdem wir uns einige Minuten lang schweigend angesehen hatten. „Ich auch nicht“, antwortete ich, während ich mir überlegte, was ich als nächstes sagen sollte. Aber mir fiel nichts ein. Wie konnte ich ihm erklären, was ich vorhin gerade getan hatte? Wieso hatte ich ihn überhaupt geküsst? Ich wusste es selbst nicht. Aber auf irgendeine seltsame Art und Weise fühlte ich mich von ihm angezogen. Was war nur los mit mir? War ich etwa gerade dabei, mich in ihn zu verlieben? War es das? Oder war es einfach nur Mitleid, das ich mit ihm hatte? Nein, entschied ich nach kurzem Nachdenken. Es war kein Mitleid. Denn als ich ihm tief in die Augen blickte, spürte ich ein Beben im Bauch. Ich hatte das komische Verlangen danach, ihn noch einmal zu küssen. Ihn zu streicheln. Wenn das nicht bedeutete, dass ich verliebt war, was denn bitte dann? „Dreibein“, fing ich schließlich an und nahm seine Pfote. „Du weißt, dass das ganz schön viel auf einmal war, was heute passiert ist. Ich weiß eigentlich gar nicht, was ich jetzt sagen soll. Ich meine, ich hätte nie gedacht, dass du mich auf diese Art magst. Ich...“. Ich unterbrach mich, schaute ihm in die Augen. Darin spiegelte sich Reue. Offensichtlich tat es ihm auch Leid, dass alles so gekommen war. „Lucky“, begann er schließlich. „Ich weiß, dass ich oft unfair zu dir war. Ich weiß, dass ich dich beim Training ständig zum Deppen gemacht habe. Aber das habe ich nur getan, weil ich gedacht habe, dass meine Gefühle für dich dann vielleicht verschwinden. Aber es hat nicht funktioniert. Meine Liebe wurde von Tag zu Tag stärker. Und jedes Mal, wenn wir zusammen trainiert haben, musste ich mich beherrschen, um nicht einfach über dich herzufallen und dir alles zu sagen“. Ich war verwundert. Aber wenn ich so überlegte – jetzt bekam das alles endlich einen Sinn. Die ganzen Bloßstellungen und seine besserwisserischen Kommentare. Die Art, wie er mich beim gemeinsamen Training berührt hatte. Er hatte es aus Liebe getan. Damit ich seine wahren Gefühle für mich nicht entdeckte. Ich musste ein bisschen lächeln. „So ist das also“, sagte ich schließlich. „Deswegen warst du mir gegenüber immer so kühl“. Er nickte beschämt. „Das ist schon ein starkes Stück“, setzte ich fort und atmete tief durch. „Aber ich kann mir nicht helfen, irgendwie ist es auch ziemlich süß“. Er errötete. „Meinst du das ernst?“, fragte er unsicher. „Mhm“, antwortete ich und nickte zustimmend. „Ich finde das schon ziemlich süß. Ich finde dich ziemlich süß“. Er blickte mich verwundert an. „Äh, ich meine... also...“, stotterte ich peinlich berührt. Was hatte ich mir nur gedacht, so etwas zu sagen? Er lächelte verlegen. „Du findest mich süß?“. „Ja“, antwortete ich und räusperte mich. „Irgendwie schon“. „Heißt das, dass du...“. „Ich glaube schon“, antwortete ich, noch ehe er den Satz beendet hatte, da ich sowieso wusste, was er meinte. „Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie möchte ich es. Ich möchte es versuchen“. „Was denn?“, fragte er aufgeregt. „Naja, ähm, mit dir gehen“, antwortete ich verlegen und lächelte schüchtern. „Ist das dein Ernst?“, fragte er noch einmal. Ich antwortete nicht, sondern gab ihm stattdessen einen langen, intensiven Kuss. „Lucky, ich...“, setzte er an, nachdem er den Kuss ruckartig gelöst hatte. „Sag jetzt nichts“, antwortete ich. Dann beugte ich mich nahe zu ihm heran und flüsterte ihm den Satz ins Ohr, der mir schon die ganze Zeit auf der Zunge brannte. „Ich liebe dich auch“, wisperte ich sanft und streichelte ihm dabei über den Kopf. „Was?“, fragte er schließlich nach und lächelte verlegen. „Was hast du gesagt?“. „Ach verdammt, Dreibein“, rief ich und stieß ihn sanft rückwärts ins Stroh. Dann streichelte ich ihn und küsste ihn noch einmal. Ich kuschelte mich mit ihm zusammen und ließ es einfach geschehen. „Wir beide sind noch jung“, flüsterte ich und zwinkerte. „Und wenn wir es jetzt nicht versuchen, wann denn dann?“. „Lucky, heißt das...“, begann er. „Ja“, rief ich mit klopfendem Herzen. „Ja, Dreibein. Ich habe mich in dich verliebt. Ich meine, wir wollen es doch beide. Also komm, lass es uns einfach zusammen versuchen. Lass es uns einfach mal ausprobieren“. „Was ausprobieren?“, fragte er. „Eine Beziehung“, antwortete ich und lächelte. „Eine Liebesbeziehung. Denn wenn es zwischen uns nicht klappen sollte, was ich allerdings nicht glaube, dann haben wir es zumindest versucht“. „Und die anderen?“, fragte er zögernd. „Was werden die anderen denken?“. „Das ist mir egal“, antwortete ich, während ich ihn streichelte. „Von mir aus können sie reden, was sie wollen. Wir haben uns verliebt. Das werden sie wohl oder übel akzeptieren müssen“. „Lucky“, flüsterte Dreibein gerührt. „Weißt du, wie oft ich davon geträumt habe?“. Ich grinste. „Nun, ich werde mein bestes geben, damit dein Traum wahr wird“, hauchte ich ihm zu und fing schließlich an, mit ihm zu spielen. Ja, vielleicht, sagte ich mir. Vielleicht ist es ungewöhnlich, was wir tun. Aber das war egal. Wichtig war, was ich dabei empfand. Und es fühlte sich gut an. Verdammt gut.
Review schreiben