Wenn du mich liebst

GeschichteRomanze / P12 Slash
Eiri Yuki Shuichi Shindo
08.09.2015
08.09.2015
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Hallo zusammen ;)
Ich bin dann mal --- neu hier ;)
Wenn auch ein alter Hase in diesem Gebiet - im wahrsten Sinne des Wortes.
Ich habe seit Jahren keine FFs mehr geschrieben.
Aber ich denke, ich kann es noch.
Was meint ihr? :)

Disclaimer: Die agierenden Personen sind nicht meiner Fantasie entsprungen. Alle Rechte gehören Maki Murakami (ich trauere heute noch, weil Gravitation EX eingstellt wurde :'( *schnief* )  



Wenn du mich liebst ...





»Yuki«, flüsterte ich und hob langsam den Kopf. »Liebst du mich?«

»Hm.«

Eine Antwort ohne Betonung. Ohne auch nur den Hauch einer Emotion. Er sah mich nicht einmal an. Mit geschlossenen Augen saß er auf dem Sofa und blies langsam seinen Zigarettenrauch in die Dunkelheit seines Wohnzimmers. Alles um uns herum war still. Eine Ruhe, die so selten zwischen uns zu finden war.

Ich sollte schweigen. Ich sollte es genießen, hier zu liegen, meinen Kopf auf seine Knie zu stützen und seinem Atem zu lauschen. Und noch mehr sollte ich es genießen, seine Finger zu spüren, die mir durch die Haare strichen, hin und wieder mit einzelnen Strähnen spielten und sich darin verirrten.

Aber ich wollte nicht schweigen. Ich wollte ihn nicht einfach so davonkommen lassen. Nicht dieses Mal ...

»Liebst du mich?«, wiederholte ich, schob seine freie Hand beiseite und setzte mich auf. »Ich will es wissen. Es ist okay für mich, wenn das nicht so ist. Aber ich weiß gerne, woran ich bin. Außerdem -«

Bevor ich den Satz beenden konnte, öffnete Yuki die Augen und sah mich geradeheraus an. Das Grün seiner Augen leuchtete im Schein der Straßenlaterne, deren Licht durch das Fenster hereinfiel und unsere Schatten an die Wand hinter dem Sofa warf.

»Du und deine Fragen. Kannst du nicht einfach mal die Klappe halten? Shuichi?«

Ich schluckte und öffnete den Mund zu einer Erwiderung, doch dann schob er seine Hand unter mein Kinn, beugte sich zu mir herüber und küsste mich.

Dieser Kuss war anders als vorhin. Er war sanfter. Und zärtlicher. Das war - ungewöhnlich. So ungewöhnlich, dass mein Herz augenblicklich gegen meine Brust hämmerte.

»Was ist?« Er grinste, nachdem er mit seiner Zunge ein letztes Mal über meine Lippen fuhr. »Du siehst aus, als hätte dir jemand ins Gesicht geschlagen.«

Seine unglaublich tiefe Stimme ließ mich erzittern. Ich wollte ihm antworten, aber es ging nicht.

Wie zur Hölle war es möglich, dass dieser Kerl mich so sehr aus dem Konzept brachte? Warum ausgerechnet er? Warum nicht irgendein Mädchen von der Straße? Oder ein Groupie. Meinetwegen auch das. Dann musste ich mich wenigstens nicht mehr für meine Musik rechtfertigen ...

Aber Yuki war -

»Warum kannst du mich nicht lieben?«, fragte ich schließlich, nachdem ein paar Sekunden verstrichen waren. Sekunden, in denen ich verzweifelt nach den richtigen Worten rang.

»Weil du ein Typ bist.«

Die Antwort traf mich härter, als ich gedacht hatte. Und ich konnte sie nicht verstehen. So sehr ich es auch versuchte, ich schaffte es nicht.

»Warum schläfst du dann mit mir?«

»Warum nicht?«

»Wenn du das nicht willst, dann wehr dich doch beim nächsten Mal!« Ich merkte, dass ich wütend wurde. Nicht sehr. Nicht genug, um aufzustehen und seine Wohnung zu verlassen. Nachdem ich meine Klamotten vom Boden seines Wohnzimmers aufgesucht hätte. Aber es war spät und ich hätte nach Hause laufen müssen. Und darauf hatte ich nicht wirklich Lust.

»Manchmal ist es mir aber auch egal«, grinste er, packte mein Handgelenk und zog mich näher an sich heran. »Jetzt zum Beispiel.« Das Grinsen auf seinen Lippen wurde breiter. Ich sah zu, wie er seine Zigarette im Aschenbecher auf dem sauteueren Wohnzimmertisch ausdrückte, sein Knie zwischen meine Beine schob und mich runter in die ebenso teuren Kissen drückte. »Ist es dir so wichtig, dass ich es sage? Warum?«

Ich schaute ihm in die Augen und schüttelte langsam den Kopf. Ich konnte ihm nicht böse sein. Niemals. Stattdessen beschloss ich, einfach in seinen Augen zu versinken. Für immer und ewig. Und wenn er verlangt hätte, dass ich niemals wieder ausgerechnet diese Frage stellte, hätte ich es vielleicht auch nie wieder getan ...

»Weil ich dich liebe«, antwortete ich leise. »Und weil ich will, dass du mich auch liebst. Das will man doch, wenn einem ein Mensch viel bedeutet, oder?«

»Ist das so? Hm.«

Einen Augenblick lang schauten wir uns wortlos an. Dann hob ich meine Hand an seine Wange, strich ihm über den Hals und zog ihn schließlich zu mir herunter. Vielleicht würde er mich eines Tages auch lieben, dachte ich, als ich ihn küsste. Vielleicht aber auch nicht. Vielleicht würde ich auch einfach sterben, wenn er mich deswegen verlassen würde. Das könnte ich nicht ertragen. Niemals.

Wir wussten beide, dass ich alles dafür tun würde, um in seiner Nähe sein zu können. Und wenn das bedeutete, dass ich vielleicht niemals hören würde, dass er nicht nur meinen Körper wollte, dann würde es so sein.

Ich könnte damit leben. Ganz sicher ...