What I Go To School For?

GeschichteAllgemein / P12
Zeki Müller
08.09.2015
10.12.2015
9
7092
2
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Hi.
Ich habe mir vorgenommen eine neue FF zu schreiben und hier ist sie. Alle Charaktere, bis auf die, die ich selber erfunden habe, gehören mir nicht.
Ich habe Chantals Sprache versucht darzustellen. Ich hoffe, es it mir gelungen und ich würde mich über eine Rückmeldung diesbezüglich freuen.
Vielen Dank an SallyX, die mich bei dieser FF inspiriert hat.
Viel Spaß beim Lesen und ich freue mich immer über Reviews.
LG
Shadow Heart
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Die Schule ging wieder los. Herr Müller saß mit Lisi am letzten Abend der großen Ferien auf dem Sofa. Sie hatte sich an ihn gekuschelt. Laura war mit Danger aus und Lisi hatte irgendeine Schnulze eingestellt. Zeki schaute sie sich nur mit großem Wiederwillen an und gab ab und zu ein paar unschöne Kommentare ab, die Lisi natürlich auf die Palme brachten. Als der schier endlose und grässliche Film endlich vorbei war, beschloss Lisi ins Bett zu gehen. Schließlich war morgen wieder Schule. Zeki musste noch die Stundenvorbereitung machen. Er hatte natürlich noch nicht angefangen, währenddessen Lisi die ganzen Ferien nichts Anderes gemacht hatte und schon das ganze Schuljahr vorbereitet hatte. Zeki setzte sich also an den Tisch und Lisi ging nach oben. Es nervte ihn schon nach fünf Minuten, aber er zwang sich weiter zu machen. Die 10b war jetzt doch tatsächlich die 11b.

Irgendwann war Zeki wahrscheinlich über seinen drei Sätzen auf dem Papier eingeschlafen. Mehr hatte er in einer Stunde nicht geschafft. Da wurde er von einem lauten Poltern geweckt. Er schreckte hoch. Im Raum stand Laura. Sie hatte sich ein Glas Wasser genommen, aber ihre Hände zitterten so sehr, dass ihr das Glas runtergefallen war. „Laura, was?“ fragte Zeki und schielte dabei unauffällig zur Uhr am Herd, „Es ist drei Uhr nachts!“ „Naja, wir waren da noch auf so einer Party bei Burak...“ „Morgen ist wieder Schule. Geh ins Bett! Ich möchte nicht wissen, wie meine Klasse morgen aussieht!“ Laura ging zur Treppe und wankte hoch. „Sag mal, hast du etwas Alkohol getrunken?!“ Laura musste gar nicht antworten, ihr Gang zeigte alles. „Lass das ja nicht Lisi hören! Die flippt aus!“ rief Zeki ihr noch hinterher. Dann ging auch er nach oben.

Am nächsten Tag parkte Zeki sein Auto auf dem Lehrerparkplatz. Er schaufelte noch ein paar Bierdosen in seine Schultasche und los ging’s. Zeki nahm Lisi jetzt immer mit zur Schule und diese fand das mit dem Bier natürlich überhaupt nicht gut. Auf dem Weg zum Lehrerzimmer hielt sie ihm einen ellenlangen Vortrag über die Pflichten eines Lehrers und blablabla.

Im Lehrerzimmer begrüßte Frau Gerster die Zwei ausführlich. Herr Müller wunderte sich, auch Frau Leimbach-Knorr wieder im Lehrerzimmer zu entdecken. Anscheinend waren ihre zwölf Wochen Delfintherapie vorbei und Frau Gerstner hatte sie anscheinend überredet wiederzukommen. Caro hatte sich beim Abschlussball einen alleinerziehenden Vater geangelt. Und zwar genau den, den Frau Gerstner aufreißen wollte. Seitdem herrschte dicke Luft zwischen den Beiden. Caro war nur noch wenig bei Lisi und Zeki, mit der Begründung: „Du hast ja jetzt Zeki und ich habe Michael. Da wollen wir beide doch mehr Zeit mit unseren Freunden verbringen.“ Zeki sollte es nur recht sein. Er fand Caro zwar echt cool, aber das ewige Gerede über Biologie nervte ihn. Ihn interessierte nicht, ob Bienen Fotosynthese herstellten.

Er setzte sich auf seinen angestammten Platz an das linke Ende des Lehrertisches. Lisi saß links von ihm, Caro rechts. Caro beugte sich zu ihm rüber und sagte: „Hast du auch das Gerücht gehört, dass Agrun mit einem Schüler zusammen ist?“ „Was, wer? Meinst du die Schneider?“ Caro nickte ernst, aber man merkte ihr an, dass sie das Lachen kaum zurück halten konnte. Auch Herr Müller fiel es schwer, sein Grinsen zu verbergen. Dieses Gerücht war einfach zu absurd. „Wer ist es?“ „Irgend so ein Schüler aus der 10.“ „Herr Müller, Frau Meyer, würden sie bitte ihre Privatgespräche einstellen, damit ich den Stundenplan ansagen kann?!“ schallte die Stimme von Frau Gerster durch den Raum.

Als alles geregelt war, gingen alle in ihre Klassen. Auf dem Weg, gab Zeki Lisi noch einen schnellen Kuss auf die Stirn, dann ging er in die 11b. Kaum hatte er die Tür geöffnet, schallte es ihm auch schon entgegen: „Herr Müller!“ Chantal rannte auf ihn zu, umarmte ihn und sagte: „Du, Herr Müller, guck mal, ich hab dich voll vermisst!“ Dann stellte sich Zeki vor die Tafel und der Unterricht am ersten Schultag begann.
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