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Akuma no Riddle: Ein Spiel mit Folgen

GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P16 / FemSlash
06.09.2015
19.10.2015
4
7.621
2
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Dieses Kapitel
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19.10.2015 2.087
 
Thoughts of Love

Am nächsten Morgen, im Zimmer von Nio... Das blonde Mädchen lag schläfrich in ihrem Bett. Das Gesicht einfach nur ins Kissen gedrückt, um keine der aufkommenden Sonnenstrahlen abzubekommen. Es war so schön ruhig, bis sie ein lautes 'Biep!Biep!' wahrnahm. Genervt seufzte sie. Sie brauchte nur 2 Stunden Schlaf und das reichte ihr auch und trotzdem liebte sie es, in ihrem Bett noch zu schlummern. „Verdammter Wecker!“, beschwerte sich das Mädchen mit unterdrückter Stimme, da sie immer noch das Gesicht in das Kissen gepresst hatte. Sie war die Einzige der Schülerinnen der schwarzen Klasse, die ein Einzelzimmer hatte und vielleicht hängte sie sich ja gerade deshalb gerne an einer ihrer Assassinen-Kolleginnen. Wie auch immer, sie hatte heute sowas von keine Lust auf Schule. Denn genau dort würde sie Mizorogi-sensei wiedersehen, dem sie erst am vorigen Tag ein (gefaktes-)Liebesgeständnis gemacht hatte. Das würde richtig peinlich werden, dem war sie sich im Klaren, weshalb sie nur sehr schwerfällig aus dem Bett aufstehen konnte.

Hingegen im Zimmer von Haruki und Isuke... Haruki hatte sich gerade fertig gemacht und wollte schon gehen, bis sie sah, dass ihre Mitbewohnerin noch immer schlafend im Bett lag. „Hey Isuke-sama, die Schule fängt an!“, rief sie und versuchte das ältere Mädchen aus dem Schlaf zu schütteln. Isuke drehte sich nur auf die andere Seite und sagte schläfrig:“Nur noch fünf Minuten, Mama...“ Haruki musste grinsen. Die Ereignisse des Vortages waren zum Glück so ziemlich vergessen, aber so war es eigentlich eh immer, wenn sich das rothaarige Mädchen mit Isuke stritt. Das Grinsen in Haruki's Gesicht verschwand und sie seufzte. „Na schön, du pennst in der Schule ja sowieso nur, von dem her... Gehe ich dann mal.“, sagte sie und Haruki machte sich auf zur Schule. Kurze Zeit später wachte auch Isuke auf und streckte sich, um sich ganz langsam zur Schule aufzumachen.

Später, im Klassenzimmer der schwarzen Klasse... Nio ging zitternd in das Klassenzimmer und setzte sich an ihren Platz. Am Liebsten hätte sie sich versteckt – Verdammt, warum kam sie auch auf diese dumme Idee mit dem Spiel?! Jetzt bereute sie es zutiefst. Nervös saß sie an ihrem Platz und konnte nicht stillhalten. Bald würde ihr Herr Lehrer ins Klassenzimmer kommen. Sie hoffte einfach, dass dieser Schultag schnell vorbeigehen würde.

Mahiru saß während der Wartezeit auf ihren Klassenlehrer wie immer still an ihrem Platz. Ihr Blick war stets sehr eingeschüchtert und sie blickte sich kaum um. Sumireko hatte das schon oft gemerkt. Das reiche Mädchen lächelte Mahiru zu, während diese erötete und schüchtern ihre Finger aneinander tippte. Sumireko fand das Verhalten von Mahiru süß, sie glaubte, dass sie zuvor noch nie ein so übermäßig schüchternes Mädchen getroffen hatte.

In diesem Moment kam Mizorogi herein und sein Blick fiel zuerst -wer hätte das gedacht- auf Nio, welche daraufhin einem Schweißausbruch nahe war. Sein Lächeln war diesmal eher getrübt, bis er seine Klasse begrüßte:“Guten Morgen, meine liebe schwarze Klasse!“ Damit begann der Unterricht für die schwarze Klasse...

Einige Stunden später, ging der Unterricht für diesen Tag dem Ende zu, doch als die Mädchen bereits ihre Sachen packten, sagte Mizorogi zu Nio:“Bleibe bitte noch hier, ich muss mit dir reden.“ Nio nickte. Sumireko ging währenddessen zu Mahiru's Platz und fragte:“Mahiru-san, möchtest du mir mir raus gehen?“ Mahiru verstand nicht, was Sumirko mit 'raus gehen' meinte, aber statt ihrer typischen Ablehnung nickte das silberhaarige Mädchen zögerlich. Sumireko lächelte ehrlich, sie freute sich, dass ihre Zimmerkameradin zusagte.

Als alle bereits aus dem Klassenraum waren... Nio stand mitten im Raum und wartete darauf, dass Mizorogi das Gespräch startete. Der junge Mann lehnte sich an seinen Lehrertisch und seufzte. „Hashiri, ich-“, wollte er beginnen, doch das blonde Mädchen redete ihm dazwischen:“Es tut mir wirklich leid, Mizorogi-sensei. Ich und die Mädels haben Flaschendrehen gespielt und meine Aufgabe lautet, Sie eben zu umarmen und ihnen vorzugaukeln, dass ich Sie lieben würde. Das war also alles nur ein Spaß, machen Sie sich keine Sorgen.“ Nio lächelte so unschuldig wie ihr möglich war und kicherte leicht verlegen. Mizorogi kratze sich am Kopf und kommentierte:“Also wenn das so ist, dann ist ja alles in Ordnung. Macht sowas aber bitte nicht wieder, das kann auch mal schlimm ausgehen.“ „Jaaa“, sagte Nio überspitzt und verließ ebenfalls den Klassenraum. Mit der Wahrheit kam sie also doch noch am Besten durch.

Zu diesem Zeitpunkt, bei einem schattigen Platz auf einer Wiese... Sumireko war mit Mahiru zu dieser Wiese gegangen. Sie mochte diesen Ort voller Blumen und mit dem schattigen Plätzchen, hier fühlte sie sich wirklich wohl. Sie erhoffte sich, dass Mahiru hier auch so ein Glücksgefühl spüren würde. Sumireko saß auf einem größeren Stuhl, der auf der Wiese stand, während Mahiru unter dem Baum saß und die Knie an ihre Brust drückte. „Hanabusa-san, was wollen w-wir denn nun h-hier?“, fragte das vernarbte Mädchen schüchtern. Sumireko lächelte und antwortete:“Ich mag diesen Ort hier. Er hat so eine positive Wirkung und das würde ich sehr gerne mit dir teilen.“ Mahiru wurde leicht rot und sagte:“Es ist so schön schattig hier... Und die Blumen sehen auch schön aus, so wie du.“ Auch Sumireko errötete und beschloß, dass sie ihre Zimmerkameradin erstmal beobachten wollte.

Mahiru lehnte sich an den Baum und machte erstmal gar nichts, bis sie anfing, sich auf die Wiese aufzusetzen und die Blumen zu beobachten. Sie beobachtete, wie die Blumen sich im leichten Wind bewegten und pflückte einen Löwenzahn. „H-hanabusa-san? Was ist das?“, fragte sie schüchtern. Unerwarteterweise erhob sich Sumireko von ihrem Stuhl und setzte sich zu Mahiru runter. „Also, das ist eine Pusteblume, wie man sie umgangssprachlich nennt.“, erklärte sie mit einem Lächeln. Mahiru schaute genauer auf die Blume in ihrer Hand. „S-sag mal Hanabusa-san... W-warum bist du eigentlich so n-nett zu mir?“ Die Frage der Silberhaarigen kam für Sumireko unerwartet. Sie seufzte leicht und antwortete:“Na ja, weil ich dich eben sehr gerne mag, ist doch klar.“ Als sie das sagte, berührte sie Mahiru's Wange und strich darüber. Mahiru wurde sehr rot und wich leicht zurück, um sehr leise zu sagen:“Danke, Hanabusa-san.“ Sumireko lächelte erneut und sagte:“Du kannst mich auch Sumireko nennen.“ Mahiru wurde erneut rot und kommentierte:“D-das ist ein sehr hübscher Name. Er p-passt zu einem hübschen M-mädchen wie du.“ Sumireko's Gesicht erfüllte eine dunkle Röte und auch sie schaute etwas weg. Sie wollte diesen Moment mit Mahiru genießen, denn nun hatte sie das Gefühl, dem Mädchen nähergekommen zu sein.

Chitaru und Hitsugi saßen währenddessen auf einer Bank. „Banba-san so zu sehen, ist ungewohnt, oder Chitaru-san?“, sagte Hitsugi lächelnd. Chitaru schaute zu den beiden Mädchen und meinte:“Hm ja. Banba-san und Hanabusa-san... Eine interessante Konstellation. Na ja, auf jeden Fall schön, dass Banba-san sich mit jemandem anfreundet.“ Chitaru lächelte zurück und Hitsugi wurde leicht rot. Das kleine Mädchen lehnte sich an Chitaru's Schulter, so wie sie es öfter machte.

Koko und Suzu waren aktuell bereits wieder auf ihrem Zimmer. Suzu versuchte verzweifelt mit ihrer kühlen Mitbewohnerin ins Gespräch zu kommen. Doch leider hatte Koko die Geselligkeit einer Statur. „Koko-chan, willst du ein Band nehmen?“, fragte das kurzhaarige Mädchen. Koko meinte nur kurz:“Nein.“ Dann wollte sie in ihren Raum verschwinden, doch zuvor sagte sie noch:“Nenne mich doch bitte Koko-senpai, ich bin immerhin älter als du.“ Damit ging das bebrillte Mädchen. Suzu konnte sich darüber nur amüsieren – Eigentlich war sie um Weiten die Ältere, auch wenn es nicht so aussah...

Tokaku war währenddessen mit Haru etwas spazieren... „Warum wolltest du jetzt nochmal unbedingt hierher kommen?“, fragte Tokaku genervt. Haru lächelte und antwortete:“Weil ich diesen Ort hier mag.“ Dieser Ort war ein Park, indem viele Kirschblütenbäume standen. „Hm, und weiter?“, fragte Tokaku ahnungslos. Haru lachte und sagte:“Na ja, muss das hier einen tiefsinnigeren Grund haben?“ Tokaku seufzte und winkte ab. Manchmal konnte sie Haru's Gedankengänge wirklich nicht verstehen.

Inzwischen wollten Mahiru und Sumireko wieder gehen, aber Sumireko hatte eine bessere Idee. „Hey Mahiru, wie wär's, wenn wir noch in die Bibliothek gehen?“, fragte das hübsche Mädchen lächelnd. Mahiru schaute nervös weg, bis sie wieder leicht nickte. Sie war es einfach nicht gewöhnt, dass eine andere Person so viel mit ihr unternahm und das auch noch nach der Schule. Normalerweise wollte sie stets schnell zu ihrem Zimmer, aber jetzt machte es ihr sogar irgendwie sehr viel Spaß mit Sumireko. Das lag aber wohl nicht zuletzt an dem warmen Gefühl, dass sie hatte, wenn sie mit Sumireko zusammen war.

In eben dieser Bibliothek... Mahiru mochte Bücher, aber in der Gegenwart von anderen Menschen erwähnte oder zeigte sie es nie. Aber gut, sie sprach eh kaum mit Menschen. Sumireko fragte Mahiru:“Magst du Bücher?“ Mahiru nickte zögerlich. Sumireko lächelte und holte eines der Bücher aus dem Regal. „Das ist eines meiner Lieblingsbücher, es heißt 'Les Fleurs du mal'. Na ja, eigentlich ist es weniger ein Buch, sondern mehr eine Ansammlung an französischen Gedichten von Charles Baudelaire.“, erklärte Sumireko. Mahiru war beeindruckt davon, dass ihre Zimmerkameradin so ein Wissen hatte, sie war wirklich gebildet. Dass sie ein französisches Gedichtebuch gerne mochte, wunderte Mahiru aus eben diesem Grund auch weniger. Sumireko sah auch äußerlich erwachsener aus, als sie tatsächlich altersmäßig war.

Einige Zeit lang beobachtete Mahiru das Mädchen mit den eisblauen Augen einfach. Sie war wirklich hübsch und die Tatsache, dass sie so gebildet war, machte sie noch attraktiver,
Sumireko las die Gedichte, bis sie fragte:“Willst du nicht auch ein Buch lesen?“ Mahiru realisierte erst gar nicht, dass sie angesprochen wurde, bis sie antwortete:“Äh doch.“ Sie schaute sich in den Bücherregalen um und nahm ein Buch mit dem Titel 'Wonder' heraus. Sumireko schaute erstaunt und fragte:“Worum geht es in dem Buch?“ Mahiru antwortete:“A-also es geht um einen J-jungen der ein e-enstelltes Gesicht hat und n-nun zur Schule m-muss. Da wird er geärgert, a-aber findet auch Freunde und wird e-erwachsener.“ In der Bibliothek der Miyojo-Akademie gab es viele fremdsprachige Bücher. So war 'Le Fleurs du mal' auf Französisch und 'Wonder' auf Englisch. Sumireko lächelte. Irgendwie passte diese Art von Büchern gut zu Mahiru.

Die Zeit verging und die beiden Mädchen sprachen in der Zeit kaum miteinander, denn sie lasen schließlich Bücher. Plötzlich legte Sumireko ihr Buch weg, was Mahiru stutzig machte. Das Mädchen mit den eisblauen Augen näherte sich Mahiru auffällig und diese wurde sehr nervös. „W-was hast du?“, fragte sie, als Sumireko sanft ihr Narbe im Gesicht nachfuhr. „Ich will es dir einfach zeigen, so lange ich mich auch zurückhielt..“, antwortete sie. Mahiru verstand nur Bahnhof. Was wollte sie ihr denn zeigen. „W-wie meinst du das?“, hakte sie deswegen nach, während Sumireko ihr noch dazu auch noch immer tiefer in die violetten Augen schaute. „Na meine Gefühle.“, antwortete sie lächelnd und bevor Mahiru etwas erwider konnte, drückte sie ihr einen Kuss auf. Ihre Lippen waren weich und sie versuchte so sanft wie möglich zu sein. Mahiru war während dieser Aktion knallrot. Es war genau genommen nicht das erste Mal, dass Sumireko sie küsste, aber es war das erste Mal, dass sie es komplett aus eigener Ambition machte. Dieses Mal wollte Mahiru aber nicht in Ohnmacht fallen, sondern den Moment genießen, weswegen sie den Kuss erwiderte. Sumireko freute sich, dass die Silberhaarige sie nicht von sich stieß.

Nach einiger Zeit lösten sich die beiden Mädchen wieder voneinander, nicht zuletzt um Luft zu schnappen. Mahiru war einfach nur knallrot und wusste nicht, was sie sagen sollte, weswegen sie nur nervöd ihre Finger gegeneinander tippte. Sumireko ergriff als Erste das Wort:“Also... Sorry, falls ich dich überrumpelt hab.“ Mahiru schüttelte heftig den Kopf und sagte:“D-das hast du nicht. E-es war schön.“ Sumireko errötete auch und erwiderte:“Ich liebe dich. Das ist es, was ich dir eigentlich sagen wollte.“ Mahiru errötete erneut und meinte:“I-ich liebe dich auch, denke ich.“ Sumireko lächelte und zog das Mädchen erneut an sich, um sie zu küssen.


Sorry, dass es länger gedauert hat. Aus privaten Gründen kam ich nicht zum Hochladen, aber ich hoffe doch, dass das Kapitel trotzdem gefallen hat! Und ja, das Kapi war praktisch Mahiru/Sumireko exklusiv, aber ich finde die Beiden zusammen einfach nur klasse. Keine Sorge, in den nächsten Kapitel werden natürlich auch noch andere Pairings ihre ausürliche Screentime bekommen =) Danke für's Lesen und noch einen schönen Abend!

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