Akuma no Riddle: Ein Spiel mit Folgen

GeschichteHumor, Romanze / P16 Slash
06.09.2015
19.10.2015
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The Game - Part 2: Without Feelings


Es wunderte Haru sehr, dass Haruki sich so anstellte. Sie schien ihr eigentlich immer der Typ von Mädchen zu sein, das mit solchen Anzüglichkeiten keine Probleme hatte. Aber wie man sich täuschen konnte... Isuke trat immer näher an Haruki heran, während Chitaru der kleinen Hitsugi die Augen zuhielt. „Äh, Chitaru-san ich will das auch sehen.“, meinte diese, doch Chitaru wandte nur den Kopf ab und erklärte:“Das ist nichts für dich.“ Selbiges bei Haru, diese hielt sich selbst die Augen zu. Isuke hatte hingegen schon längst der widerwilligen Haruki die Zunge in den Mund gesteckt. Eine halbe Ewigkeit später, löste Isuke sich von der Rothaarigen. Diese hustete stark und meinte:“Ihh, hoffentlich muss ich das nie mehr machen.“ Isuke schaute unberührt und wandte sich zu Nio:“Zufrieden?“ Nio klatschte und sagte:“Dann darfst du jetzt die Flasche drehen.“ Währenddessen stand Haruki auf und sagte:“Leute, ich muss mal kurz ins Bad und mir den Mund ausspülen, so kann ich echt keine Pocky genießen.“ „War's so schlimm?“, fragte Takechi belustigt. Nur ein müdes 'Pah!' bekam sie als Antwort. Die rothaarige Assassine verschwand ins Badezimmer.

Nun war Isuke damit dran, die Flasche zu drehen und dann die Aufgabe zu stellen. Im Vergleich zu Nio gab sie der Flasche extrem viel Schwung. Einige Zeit später stoppte eben diese bei Tokaku. „Oh je...“, seufzte Haru und schaute zu ihrer Nebensitzerin. Tokaku kniff die Hände zusammen – Was jetzt wohl auf sie zukommen würde? Sie hatte absolut keine Ahnung und wollte es ehrlich gesagt auch gar nicht wissen... „Haha, Azuma! Besser hätte es ja gar nicht kommen können!“, spottete Isuke. „Wow, jetzt bin ich aber mal gespannt, was Azuma-san tun muss!“, meinte Nio.

Isuke sagte schnell, ohne viel zu überlegen:“Na dann, Azuma, da du ja immer so an deiner Ichinose hängst, wie wär's wenn du es uns mal zeigst?“ „Wie zeigen?“, fragte Tokaku unwissend. Isuke kicherte böse und erklärte:“Na was wohl? Oh, unsere Azuma ist ja wirklich noch ein unschuldiges kleines Mädchen. Ganz einfach, du ziehst dich jetzt bis auf die Unterwäsche aus, dann ziehst du Ichinose ebenso aus, und dann könnt ihr uns ja mal zeigen, wie ihr aneinender hängt.“ Stille. Zumindest für einen Moment, denn dann schrie Tokaku schon fast:“Vergiss es! Das mache ich bestimmt nicht!“ Haru saß neben ihr und knettete nervös ihre Hände. Isuke lachte und meinte:“Oh Mann, Azuma du bist ja wirklich eine Langweilerin und ein Angsthase noch dazu! Du bist es echt nicht wert, eine Azuma zu sein!“ Tokaku knirschte mit den Zähnen. Haru sagte:“Eh, hackt bitte nicht so auf Tokaku-san rum!“ Tokaku stand auf, nahm Haru's Hand und ging mit ihr weg. „Äh, Azuma-san wo willst du hin? Das ist Pflicht!“, meinte Nio, doch Tokaku wandte sich nur noch einmal mit roten Wangen um und sagte:“Ich hab keine Lust mehr auf dieses dumme Spiel. Komm Haru, wir gehen.“ Haru kommentierte nur noch kurz:“Äh, ja klar.“ So verließen beide Mädchen den Raum.

Währenddessen bei Haruki... Sie stand vor dem Waschbecken und fasste sich an die Lippen, ihr Gesicht war gerötet. „Uh, so schlimm war es eigentlich nicht mal.“, sagte sie und spülte sich den Mund aus. Zuvor stand sie einfach nur wortlos vor dem Spiegel. Als sie fertig mit dem Ausspülen war, sagte sie zu sich selbst:“Nächstes mal muss ich mich wehren. Ich will gar nicht wissen, wie dämlich ich ausgesehen habe.“ Mit ihrer nun wieder gewohnt coolen Mimik, nahm sie die Pocky-Schachtel und steckte sich wieder eins der Pocky-Stäbchen in den Mund. Nun verließ sie das Bad wieder, um zurück zum Geschehen zu laufen.

Tokaku und Haru liefen hingegen einfach zurück in ihr Zimmer. Wobei Haru eher von Tokaku an der Hand mitgenommen wurde. „Hey Tokaku-san...“, flüsterte Haru. „Was?“, kam nur als Antwort zurück. Haru schaute nervös auf den Boden. „I-ich erzähl's dir, wenn wir auf unserem Zimmer sind.“, gab Haru nun zurück.

Zurück bei den Mädchen und ihrem Flaschendrehen... Isuke fragte Nio:“Azuma hat die Aufgabe nicht erledigt, also darf ich nochmal die Flasche drehen, oder?“ Nio nickte. In diesem Moment kam auch Haruki wieder in das Zimmer. „Ah, Haruki-san du bist auch wieder da?“, meinte Nio. Haruki biss von ihrem Pocky-Stäbchen ab und sagte:“Ja, jetzt geht’s mir auch wieder besser.“ Die Rothaarige setze sich zurück an ihren Platz. „Dann lege ich jetzt los.“, sagte Isuke und wollte die Flasche drehen, aber Haruki fragte verwundert:“Was habt ihr denn gemacht, als ich weg war? Dass Isuke noch immer nicht die Flasche gedreht hat...“ Koko antwortete:“Sie hatte die Flasche schonmal gedreht, aber Azuma-san wollte die Aufgabe nicht erledigen und hat sich mit Ichinose-san aus dem Staub gemacht.“ Isuke kommentierte:“Ja genau. Die Azuma ist wirklich ein schwacher Angsthase.“ Haruki zuckte mit den Schultern und Isuke drehte die Flasche. Sie stoppte bei Nio.

Nio schaute nervös und fragte:“I-ich?!“ Sie fuchtelte mit den Händen vor ihrem Körper rum. Dass auch sie drankommen könnte, hatte die Blondine dummerweise komplett ausgeblendet. Die komplette Runde an Assassinen grinste sie böse an – Ihre Blicke dürsteten nach Rache. Isuke grinste und sagte:“Nun, Blondie... Was könnten wir dir für eine Aufgabe geben?“ Sie legte ihre Hand an ihr Kinn. Nio war nervös. Sehr nervös. „Ah, ich hab's. Wie wär's wenn du dich ausziehst?“, meinte Isuke nun. Na toll, das war genau das, was Nio am Meistem Sorgen bereitet hatte! Es hatte schon seinen Grund, warum das blonde Mädchen nie ins Badehaus ging, sondern nur in ihrem Einzelzimmer duschte. „Ä-äh, ist nicht bitte etwas anderes möglich?!“, bittete Nio. Wer hätte gedacht, dass das Mädchen tatsächlich mal um etwas betteln würde.

„Och, du willst doch nicht gegen deine eigenen Regeln verstoßen, oder?“, meinte Haruki und aß ihr Pocky-Stäbchen. Nio kommentierte:“Na ja, also... Wisst ihr... Äh, ich will doch nur etwas Anderes machen und nicht so wie Azuma-san gar nichts.“ Sie lachte gekünstelt. Diese Situation hatte sie nicht kommen sehen. Isuke seufzte:“Schön, aber dafür musst du jetzt zu unserem Klassenlehrer gehen und ihn einmal fest umarmen und sagen 'Ich liebe Sie'.“ Nio war erst erleichtert, bis sie dann ihre Alternativ-Aufgabe hörte. „W-was?! Aber das könnte ihn doch auch in Schwierigkeiten bringen, wenn ihn eine Schülerin umarmt... Hehe.“ Isuke meinte nur:“Na komm. Wenn ich schon so nett bin, dir auch eine Alternativ-Aufgabe zu geben.“ Nio seufzte und stand auf. Sie machte sich lieber zur Idiotin, als das jemand ihr Geheimniss erfahren würde. Die anderen Mädchen folgten ihr unauffällig, immerhin mussten sie sich vergewissern, dass sie ihre Aufgabe auch gewissenhaft erledigte!

Nervös und mit wackeligen Beinen lief Nio erst durch die Gänge und dann durch den Hof bis sie vor dem Lehrerzimmer stand. Ihr Atem ging sehr schnell und sie schaffte es einfach nicht, sich zu beruhigen. Das würde jetzt richtig peinlich werden, wenn sie ihren Lehrer umarmen würde und ihm ein (gefaktes-)Liebesgeständniss machen würde. Aber sie hatte nunmal keine Wahl. Okay, prinzipiell schon, aber keiner durfte ihre Tattoos sehen und keiner durfte erfahren, dass sie zum Kuzunoha-Clan gehörte. Zitternd klopfte sie an die Tür zum Lehrerzimmer. Ihr Herz raste wie verrückt.

Sie hörte Schritte. Schnell oder Langsam? Sie konnte es nicht definieren, zu nervös war die Blondine. Der schwarzhaarige junge Lehrer öffnete die Tür. „Ja? Oh, Hashiri, was hast du denn auf dem Herzen?“, fragte der junge Mann freundlich und mit einem sanften Lächeln. Jetzt oder nie, es war die Chance! Während Nio noch mit ihrer inneren Blockade haderte, schauten ihre Mitschülerinnen ihr unauffällig zu. Sie hatten sich hinter der Wand im Gang versteckt und amüsierten sich über das scheue Verhalten des Mädchens.

„Aaalso, Mizurogi-sensei, es ist... es i-ist...“, Nio stotterte, sie schaffte es nicht den Satz zu Ende zu sagen. Noch Schlimmer, sie musste ihn während disem 'Geständnis' ja auch noch umarmen! In einem Moment, nahm die Schülerin all ihren Mut zusammen. Ohne Vorwarnung stürzte sich Nio in die Arme ihres Lehrers und sagte mit unterdrückter Stimme:“Ich... liebe Sie.“ Perplex schaute der Schwarzhaarige das jüngere Mädchen an. Hatte er sich da verhört? Und was tat seine Schülerin hier überhaupt? „Hashiri... ich...“, begann Mizurogi den Satz, aber Nio löste sich blitzschnell von ihm und rannte weg. Sie war knallrot. Das war so peinlich gewesen! Aber immerhin war Mizurogi ein netter Kerl und sah noch dazu gut aus. Schlimmer wäre es wohl gewesen, wenn Mizurogi ein dicker kleiner haariger Kerl wäre...

Nio rannte so schnell sie konnte durch die Gänge, über den Hof und zuletzt vor die Tür des Wohnheims, bis sie wieder Luft schnappen musste. „Oh Mann, hab ich das gerade wirklich gemacht?“, fragte sie sich selbst. „Jap, hast du und somit auch deine Aufgabe erledigt.“ Nio hörte eine weibliche Stimme. Die Stimme gehörte Isuke – Der Frau, der sie dieses peinliche Gefühlsdilemma Schuld war. Sie stand hinter ihr und grinste, die anderen Assassinen gingen hingegen an Nio unbeheligt vorbei. Sie wollte nicht mehr. Dieses Spiel war vorbei.

Nio hielt Suzu am Shirt fest, als sie an ihr vorbei lief. „Shutou-san, sag den Anderen bitte, dass das Spiel für heute erstmal vorbei ist und sie auf ihre Zimmer gehen sollen.“, sagte das blondhaarige Mädchen. Suzu lächelte die Blondine an und kommentierte:“Tja, kaum bist du selbst betroffen hast du schon keine Lust mehr, was? Ist aber schon gut, ich kann dich verstehen. Also keine Sorge, ich sag's den Mädels schon.“ Nio nickte dankbar.


Hey! Ich bedanke mich sehr dafür, dass ich jetzt schon ein Review erhalten habe :) Habe nicht damit gerechnet, dass ich bei dem Mini-Fandom überhaupt eins bekomme. Ich hoffe, es gefällt euch weiterhin. Nächstes Kapitel dann in ca. 2 Wochen. Danke für's Lesen und schönes Wochenende!
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