- Es geht weiter -

GeschichteKrimi, Romanze / P12
Ellen Bannenberg Nikolas Heldt
06.09.2015
04.10.2015
3
4.307
 
Alle Kapitel
9 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
06.09.2015 1.379
 
Es geht weiter - Teil 1
Fanfiktion über Heldt und Ellen
     
Hey Leute,
ich hab hier mittlerweile schon viele „Heldt und Ellen–Storys“ gelesen und habe nun endlich den Mut gefasst um selber eine zu verfassen. Seid bitte nicht zu streng mit mir, da es meine erste Fanfiktion ist. Über Reviews würde ich mich wirklich sehr freuen und wenn euch die Geschichte gefällt wird es schon bald eine Fortsetzung geben.
Die Geschichte ist eine Fortsetzung zu Staffel 3 und beschreibt Heldts Rückkehr nach 6 Monaten und das Leben danach.
------------------------------------------------------------------------------------------------------

Donnerstag,02.09
„Herzlich Willkommen an Bord. Lehnen Sie sich entspannt zurück und genießen Sie den Flug. In circa 2 Stunden werden wir den Flughafen in Köln erreichen“, drang die Stimme einer Stewardess durch die Flugzeuglautsprecher. Unter den Passagieren, die von Mallorca zurück nach Deutschland fliegen würden, befand sich auch Nikolas Heldt. Auf weite Entfernung würde man wohl kaum einen Unterschied zu den anderen Fluggästen erkennen können, doch wenn man genauer hinsah, stellte man fest, wie erschöpft und zerbrechlich er eigentlich aussah. Die Maschine startete und Heldt blickte von seinem Platz aus dem Fenster.

*Heldts Sicht*
Nachdem das Flugzeug gestartet war und wir uns hoch oben in den Wolken befanden, blickte ich erschöpft aus dem Fenster. Ein mulmiges Gefühl breitete sich in meinem Magen aus und ich begann über die letzten 6 Monate nachzudenken. Ich war dem Mörder meiner Eltern kein Stück näher gekommen. Es war wohl doch schon zu lange her, um den Unbekannten anhand der E-Mail-Adresse, welche ich von Fr. Dr. Holle erhalten hatte, zu finden und hinter Gitter zu bringen. Tag und Nacht war ich unterwegs gewesen, um wenigsten Anhaltspunkte zu finden, doch alles hatte nichts genützt. Ich war von mir selber enttäuscht und rutschte noch ein bisschen tiefer in meinen Sitz. Dies wurde auch nicht besser bei dem Gedanken daran, was mich zu Hause in Bochum erwarten würde. Ich konnte mir gut vorstellen, dass viele mich nicht verstehen würden, schließlich hatte ich mich bei niemandem mehr gemeldet, hatte meinen Freunden und Kollegen nicht einmal gesagt, dass ich überhaupt gehen würde. Es war wie immer gewesen, ich musste meinen Weg unbedingt durchsetzen ohne auch nur an die Konsequenzen zu denken. Doch es gab eine Sache, die mich, seitdem ich abgehauen war, durchgehend beschäftigte:…Ellen. Egal welche Spur ich auf Mallorca verfolgt hatte, ich musste trotzdem immer an sie denken. Doch was würde jetzt passieren, wenn ich wieder in Bochum bin. Warum hatte ich mich nicht wenigstens einmal bei ihr gemeldet? Es war schon schlimm genug, dass ich sie einfach versetzt hatte. Während ich auf Mallorca war, habe ich oft über unsere Beziehung zueinander nachgedacht. Es war wie immer…so oft hatte ich sie schon enttäuscht oder sie im Stich gelassen, aber ich hatte mir nie etwas dabei gedacht, schließlich war sie früher für mich immer bloß eine gute Kollegin oder bessergesagt meine Vorgesetze gewesen, bei der man auch mal die ein oder andere Anzüglichkeit loswerden konnte. Vielleicht hatte ich mich auch schon immer ein bisschen zu ihr hingezogen gefühlt, aber seit circa einem halben Jahr hatte sich dieses Gefühl verstärkt, sodass ich sobald ich mich in ihrer Nähe befand, einfach nicht mehr anders konnte, als mich wohlzufühlen. Ja es stimmt, ich hatte mich in Ellen Bannenberg verliebt. Aber ging es ihr genauso oder war der Kuss eine einmalige Sache? Bis jetzt hatte ich immer das Gefühl gehabt, dass sie mich auch mögen würde, aber wie würde es jetzt sein? Ich schloss die Augen und versuchte mich noch ein bisschen zu entspannen, bevor wir landen würden.

*Ellens Sicht*
„Ich hatte heute viel geschafft“, dachte ich mir und klappte die letzte Akte zu. Erschöpft fuhr ich mir mit den Händen übers Gesicht und packte meine Sachen zusammen. Ein letztes Mal nippte ich an meiner Wasserflasche, bevor ich auch diese verstaute und das Licht am Schreibtisch ausknipste. Es war 18:30 Uhr als ich das Büro verließ und mich auf den Weg nach Hause machte.

*Heldts Sicht*
Es war 19:00 Uhr als ich mit meinem Koffer den Flughafen in Köln verließ und in ein Taxi stieg. Dieses sollte mich nach Bochum bringen, wo ich als erstes zu meiner Wohnung fuhr. Dort angekommen drückte ich dem Fahrer sein Geld in die Hand und trat ein. Ein kurzer Blick ließ mich erkennen, dass mein Briefkasten mit Post überfüllt war und die wenigen Pflanzen, die ich besaß vertrocknet waren. Nachdem ich meinen Koffer abgestellt hatte, holte ich mir als erstes einen meiner geliebten Schokoriegel aus dem Kühlschrank und sprang anschließend unter die Dusche, um mir danach etwas Frisches anziehen zu können. Damit fertig lief ich zum Briefkasten und kam mit einem Stapel voller Briefe in der Hand zurück. In einem davon fand ich eine Mitteilung einer Autowerkstatt, die mein Schätzchen abgeschleppt hatten. Kurzerhand schnappte ich mir meinen Mantel, verließ meine Wohnung und rief mir ein Taxi, welches mich zu meinem Auto brachte.
Mittlerweile saß ich wieder in meinem roten Wagen und war auf dem Weg zu Ellen.
Ich hatte beschlossen, dass sie ein Recht darauf hätte als Erstes zu erfahren, dass ich wieder zurück wäre. Ein warmes Gefühl durchströmte meinen Körper bei dem Gedanken, dass ich sie bald wieder sehen würde und ich sah ihr Gesicht, wie so oft in den letzten Wochen, vor mir auftauchen. Ihr warmes Lächeln, bei dem ich mich schon so oft beherrschen musste nicht ganz die Fassung zu verlieren. Ihre blauen Augen, in denen ich schon so oft versunken bin. Vor mir sprang die Ampel auf Rot um und riss mich aus meinen Gedanken. Wenig später bog ich in die kleine Seitenstraße ein in der sie gemeinsam mit ihrer Tochter Emily wohnt.
Nachdem ich den Motor abgestellt hatte, blieb ich noch kurz im Auto sitzen und überlegte, wie ich ihr meinen „kleinen“ Ausflug am besten erklären könne.

*Ellens Sicht*
Nachdem ich nach Hause gekommen war, hatte ich gemeinsam mit Emily noch gemütlich zu Abend gegessen und ihr bei ihren Mathehausaufgaben geholfen. Ich schmunzelte: „ wofür sonst hatte ich auch Mathe im Leistungskurs gehabt?;)“. Anschließend hatte ich die Küche aufgeräumt um mich danach mit einem guten Buch und einem Glas Rotwein aufs Sofa zu legen. Dort saß ich nun immer noch, während meine Gedanken mal wieder abschweiften. Von dem Buch hatte ich bis jetzt noch nicht sehr viel mitbekommen, da meine Gedanken immer und immer wieder zu einem bestimmten Kommissar wanderten, ob ich wollte oder nicht. Zum einen machte ich mir große Sorgen um ihn, hatte er sich schließlich kein einziges Mal gemeldet. Zum anderen spürte ich eine Art Schmerz in mir, sobald ich an ihn dachte. Er hatte mich sitzengelassen, seinen Freund vorgeschickt und sich kein einziges Mal gemeldet. Ja, ich fand, dass es mein gutes Recht war sauer zu sein. Sechs Monate war es mittlerweile her, dass ich ihn zuletzt gesehen hatte, aber trotzdem ging er mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich fragte mich oft wie es wäre, würde er wiederkommen. Mein Kopf sagte mir, ich solle mich ab sofort von ihm fernhalten, denn er hatte nicht mal die Zeit gefunden sich persönlich bei mir zu melden. Er hatte nicht den Anstand, nicht den Mut gehabt. Andererseits stellte ich mir oft vor, wie es gewesen wäre, hätte er mich schon früher geküsst, wenn wir mehr Zeit gehabt hätten, wenn wir nicht im Fahrstuhl unterbrochen worden wären und wünschte mir dann immer, dass er mich wieder küssen würde.
Seufzend legte ich mein Buch nun endgültig weg, stand auf und brachte mein mittlerweile leeres Weinglas in die Küche. Ich holte den Müll unter der Spüle hervor, knotete ihn zusammen und wollte ihn noch raus in die Mülltonne bringen. Als ich die Haustür öffnete, schlug mir die frische Luft entgegen. Behutsam lief ich die wenigen Stufen vor unserem Haus hinunter, als ich abrupt stehen blieb. „Nikolas!“, stotterte ich.
-----------------------------------------------------------------------------------------

Danke fürs Lesen! Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir eine Review hinterlasst, damit ich sehen kann, was euch an der Geschichte gefällt und was nicht.
Tut mir leid, dass die beidem sich im ersten Teil noch nicht wiedergesehen haben, aber ich wollte erst mal ein bisschen über ihre eigenen Gefühle schreiben, bevor es kompliziert wird;)
Wenn ich merke, dass euch die Geschichte gefällt, wird der nächste Teil schon in 2-3 Tagen hochgestellt werden, da ich zur Zeit sehr viele Ideen habe und sowieso Ferien sind.
Lg Anna
Review schreiben