Farewell Portgas D. Ace

von kweenron
KurzgeschichteSchmerz/Trost, Tragödie / P6
Puma D. Ace / Gol D. Ace
04.09.2015
04.09.2015
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Hei du da,
ihr könnt euch aussuchen wer diesen Text verfasst hat, denn ich bin allgemein geblieben. Es kann Luffy, Marco oder Whitebeard sein, genau so gut wie mein OC Akio. Oder auch ich selbst.
Ich bin ehrlich, mit Ace Tod bin ich nicht klar gekommen. Das klingt echt dumm, aber ich bin damit nicht klar gekommen und seit Folge 483 war mein Leben kaputt. Hier habe ich mir alles von der Seele geschrieben. Anlass dafür war das Lied, welches ich gehört habe.
Farewell:
https://www.youtube.com/watch?v=lvHJU_RqxNA
und eine andere Fanfiction die ich gelesen habe. Ihr findet sie unter meinen Favorieten in der One Piece Kategorie. "Der Junge mit den Sommersprossen".
Nun will ich haber gar nichts mehr sagen und gleich mit dem Text anfangen.



„Wir müssen ein Leben ohne Reue führen.“ hatte er gesagt.
„Auch wenn ich zu nichts zu gebrauchen war, und auch wenn das Blut eines Dämonen in mir fließt... Ihr habt mich stets geliebt!“ waren seine letzten Worte gewesen.
Wärme wagt sich in mein Herz, die Wärme der guten Tage, der vergangenen Tage. Doch dann kam die Kälte. Die kalte Realität, die traurige Realität. Das Bewusstsein, dass er tot ist. Aus dem leben gerissen, mit gerade einmal zwanzig Jahren. Aus dem Leben gerissen mit all seinen Wünschen, seinen Träumen und seinen Fragen. „Was es gut, dass ich geboren wurde?“ hatte er immer wieder gefragt. Ob er die Antwort gefunden hatte? Ja, hätte ich ihm geantwortet. Ja.
Denn was er gegeben hatte war stärker und bedeutender als das Blut des Dämonen. Was er gegeben hatte, was er gelehrt hatte war, das Lächeln nie zu verlieren, was auch immer passierte. Er hat mir beigebracht zu leben, hier und jetzt – jeden Tag. Jeden verdammten, schmerzvollen Tag. Ich vermisse ihn. Seine Berührungen, sein Lachen, seine Sommersprossen, ich vermisse ihn. Dabei war er doch immer hier, hier bei mir. Unbewusst lege ich mir die Hand auf die Brust. Spüre wie sie sich mit jedem Atemzug hebt und senkt. Spüre, wie mein Herz schlägt. So lang wie ich seinen gespürt hatte, war alles gut gewesen. Er hatte gekämpft bis zum Ende. Er hatte gekämpft, wie er es von allen anderen erwartet hatte. Gekämpft für seine Träume, seine Ziele, für seine Familie und Freunde.
Da ist sie wieder, die Wärme. Meine Erinnerungen sind klar, nicht verschwommen. Ich schäme mich. Für jeden Moment, jedes Wort, jede Berührung die ich vergessen habe. Da war so vieles, so unglaublich vieles, was ich ihm noch sagen wollte. Warum habe ich es nie getan? Habe ich das nicht kommen sehen? Wir Menschen stehen immer am Rand des Todes. Jeder Schritt, jedes Wort, jeder Herzschlag könnte unser letzter sein. Dieses Bewusstsein macht es noch härter weiter zu leben.
Ich muss wohl auf wiedersehen sagen. Er ist doch immer da. Genau dort, wo meine Hand jetzt liegt. Dort, wo es schlägt. Er war dort immer und er wird dort immer bleiben. Er wird weiter leben, hier in mir. „Wir müssen ein Leben ohne Reue führen.“ rufe ich mir seine Worte in den Sinn. Ob er wohl stolz auf mich sein würde. Ich bin mir sicher er wäre es.
Er ist hier. Er lebt weiter. Genau hier, hier in meinem... „In meinem Herz.“ spreche ich die Worte laut aus und ich bin überrascht, wie rau und traurig meine Stimme klingt, wie sie zittert. „Du bist immer da.“ Er schaut mir von oben zu, passt auf mich auf. „In meinem Herzen.“
Eine sanfte Brise fährt mich durchs Haar. Er hatte das auch immer gemacht, mir durch die Haare gestrichen. Ich lege den Kopf in den Nacken und sehe nach oben, in den strahlend blauen Himmel. „Es stimmt wohl...“ flüstere ich „Du bist immer da, jeden Tag. Du passt... auf mich auf. Er ist gut, dass... dass du geboren wurdest!“ Ein Schluchzen schüttelt meinen Körper und meine Sicht verschwimmt. „Auch wenn du jetzt nicht mehr neben mir bist.“ Meine Hand verkrampft sich in den Stoff über meinem Herzen und ich muss den Blick zu meinen Füßen richten. „Es tut mir leid. So unendlich leid! Ich habe nicht aufgepasst. Nicht auf dich, nicht auf die anderen und nicht auf mich.“ Nun rennen mir die Tränen über die Wangen. „Wäre ich rechtzeitig da gewesen... hätte ich dich nicht alleine gehen lassen... Bist du allein?“ Ich versuche die Tränen zu unterdrücken – es gelingt mir nicht. „Bist du allein da oben? Oder sind die anderen bei dir?“ Die Frage kann niemand mir beantworten. Nun wende ich den Blick Geradeaus. Direkt auf den Stein, die Blumen und seinen Hut. Er hatte ihn immer getragen. Ich weiß nicht warum. Ich hätte ihn fragen sollen. Ich werde ihn fragen, irgendwann. Endlich kann ich die Tränen abwischen und ein zitterndes Lächeln auf meine Lippen zwingen. Ich will nicht länger nur am Leben sein. Ich will leben! Er wird immer da sein, er wird stolz auf mich sein.
„Hör mir gut zu.“ Ergreife ich leise das Wort. „Ich werde das hier nicht zweimal sagen!“ Ich rede so wie immer, als wäre alles wie immer. Nur dieses Mal, rede ich mit einem Stein, mit dem Nichts. Ich muss einfach glauben, dass er zuhört, dass er noch da ist. Deshalb komme ich mir nicht komisch vor. „Auf wiedersehen, mein Freund, Bruder, Vater und Sohn. Mein Geliebter, mein Halt. Ich liebe dich und das wird sich niemals ändern. Auch wenn es schwer ist die Realität zu akzeptieren und weiter zu machen, so werde ich das tun, was du mir beigebracht hast. Ich werde leben, jeden Moment und jeden Tag. Ich werde kämpfen und mein Lächeln bewahren. Ich weiß, dass du hier bist. Ich weiß, dass du stolz auf mich bist. Du bist hier, in meinem Herzen. Schau mir zu, ich sorge dafür, dass es dir nie langweilig wird. Auch wenn ich dich nicht mehr sehen kann, so werde ich an dich denken, denn meine Erinnerungen sind klar wie nie zuvor. Du hast mir gezeigt, was es heißt zu leben. Wir werde uns wieder sehen. Sorgen wir dafür, dass es nicht zu schnell passiert. Ich liebe dich. Du hast deinen festen Platz in meinem Herzen.
Es war gut, dass du geboren wurdest, Portgas D. Ace.“
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