Tochter des Teufels

GeschichteMystery, Romanze / P16
Daniel "Dan" Kuso Marucho Marukuro Runo Misaki Shun Kazami
03.09.2015
04.09.2016
6
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"Was willst du hier?" fragte ich ihn nicht gerade freundlich, versuchte es nicht einmal zu verbergen.
Hoffentlich schreckt ihm das ab, ich hasse fremde auf meinem Grundstück.
Ihm schien es bloß nicht abzuschrecken, wie er grinsend vor mir stand.
"Ich hätte nicht gedacht, dass du in einem Schrein lebst. Und erst Recht nicht, der die ganze Zeit verlassen war." fing er an zu erzählen, sah sich einen Moment lang um, "Dieser Schrein ist ein Familienerbstück."
Was zur Hölle macht er hier?
Kann er das Schild nicht lesen, das vor den Teppen stand.
Oder konnte er einfach das 'Betreten Verboten!' nicht lesen.
Er muss mir gefolgt sein, anders kann er den Weg hier her gar nicht gefunden haben.
Immerhin ist der Schrein von der Stadt ein Stück entfernt.
Hier verirrt sich vll mal ein Tier, aber nie irgendwelche Menschen.
"Bist du mir gefolgt?" war meine Frage, er sah mich an, "Ja, mehr oder weniger. Ich war früher öfters mal hier, deshalb kenn ich den Weg."
Anscheid schreckt ihn wirklich überhaupt nicht's ab.
Dieser Typ wird mich so was von nerven, das war mir jetzt schon klar.
"Wenn du denkst, das ich mich mit dir abgebe hast du dich geschnitten!" knurrte ich ihn an, er kratzte sich verlegen am Kopf, "Das hab ich auch nicht erwartet."
"Hör endlich auf sie zu belästigen!" murrte das Bakugan auf seiner Schulter, was Dan seufzen ließ, "Ich hab's schon beim ersten Mal verstanden, Drago!"
Genervt schloss ich einen Moment meine Augen, verschränkte meine Arme vor die Brust.
Kann er nicht einfach wieder verschwinden und mich in Frieden lassen.
Ich hab keine Lust auf Typen die in meinem Zuhause herum rennen.
"Hör mal!" meinte ich schließlich, blickte den Jungen an, "Was willst du denn überhaupt von mir, ich hab gerade wirklich keinen Nerv dazu."
"Róse!" hörte ich jemanden meinen Namen sagen.
Im nächsten Moment tauchte ein goldenes Licht auf, ehe ich darin Solaria erkannte.
"Wer ist das Menschlein?!" fragte sie mich sofort, ich sah sie kurz verwundert an, "Ein Klassenkamerad, unwichtig!"
Meine Partnerin setzte sich auf meine Schulter, blickte ihn abschätzig an.
Das Bakugan meines Gegenübers, erstarrte einen Moment.
Im nächsten Moment knurrte Solaria ununterbrochen ihren Artgenossen an.
Hab ich aber auch nicht anders erwartet, sie kann diesen Kerl ja auch null ausstehen.
"Dragonoid!" knurrte sie, fast schon unnatürlich tief, "Der perfekte Kern von New Vestroia!"
"Was hast du hier in meinem Revier zu suchen!"
"Deinem Revier?"
"Ja, meinem REVIER!"
"Ich wüsste nicht wo das drauf steht!"
"Du...arroganter-"
"Hört jetzt auf!" unterbrach ich den Streit, sie knurrte nur leise, "Erklär mir mal lieber, wo du schon wieder die ganze Zeit gesteckt hast! Kannst du die Tage nicht zählen?"
"Tz...das intressiert mich jetzt nicht." nuschelte sie, ich schüttelte den Kopf, "Vorher schmeißen wir den Angeber und sein Schoßhündchen raus!"
"Schoßhündchen?!" fragte Drago wütend, Dan blickte meine Partnerin an, "Sag mal, wer bist du überhaupt?"
"Mein Name ist Solaria, dieser Schrein ist mein Revier." stellte sich meine Partnerin ihnen vor, "Und für dich wäre es besser, wenn du verschwindest. Bevor ich noch Handgreiflich werden muss."
Seltsamerweise sagte sie das auf einer eher ruhigen Stimme, was ich von ihr eigentlich nicht gewohnt bin.
"Moment mal!" meinte Dan, sein Blick sprach Bände, "Sag mal, was hast du eigentlich gegen Drago?"
"Ich hasse ihn einfach!" gab Solaria nur von sich, ich strich mir eine Strähne hinters Ohr, "Besserwisser kann ich eben überhaupt nicht leiden. Und besonders nicht solche, die denken, das sie viel stärker als alle anderen auf der Welt sind."
Ich frage mich, wie lange sich das hier noch hinziehen soll.
So langsam fing es an ätzend zu werden.
Verlor langsam meine Geduld, mit jeder Sekunde Stück für Stück.
"Was willst du damit sagen?" nuschelte Drago genervt, "Soll das heißen, dass ich ein arroganter Typ bin. Oder was!"
"Ganz genau, du bist ja doch klüger als ich erwartet hätte." meine Freundin lachte belustigt auf.
Schließlich zerriss mein Geduldsfaden vollkommen durch.
"Das reicht!" sagte ich kalt, blickte Dan Kuso an, "Du solltest besser gehen, bevor ihr es noch bereuen werdet."
Wortlos drehte ich mich um, schnell flog Solaria in die Wohnung, ehe ich die Tür laut hinter mich zu knallte.
Im Moment war mir auch völlig egal, was er jetzt von mir hält.
Dem ist sowieso alles gleichgültig, also was solls, soll er doch machen.
Warum intressiert mich das eigentlich auch.
Das kann mir doch alles vollkommen egal sein.
Seufzend lehnte ich mich an die Tür und lauschte einen Moment lang.
Hörte Schritte und Stimmen die langsam immer leiser wurden.
Anscheint verschwand er endlich.
Das wurde aber auch mal Zeit, der Kerl hat vll genervt.
Solaria setzte sich neben mir auf dem kleinen Tisch, blickte mich abschätzen an.
Ihr Blick war auf lauer Stellung, bereit sofort zu fliehen sollte ich ausrasten.
Jedoch war es nicht der Fall, so genervt war ich von diesem Typen nun auch nicht.
"Róse-Chan?" fragte sie extrem vorsichtig, ich seufzte erneut, "Schon Gut. Vergessen wir das."
Sie setzte sich auf ihren Platz auf meiner Schulter, blickte zu mir hoch.
Es schien so als könnte sie mir das nicht wirklich glauben.
Ihre Lauerstellung bleibt bestehen, was mich jedoch kaum überrascht.
Völlig fertig mit dem heutigen Tag, ging ich in die Küche um etwas zu trinken und etwas zu essen um den Abend noch zu überstehen.
Für mich war der Tag gelaufen.
Nahm auf dem Stuhl Platz, Saloria setzte sich vor mir.
"Wer war der Typ?" fragte sie mich, ich atmete tief durch, "Wie ich schon sagte, ein Klassenkamerat. Der hat mich schon in der Schule genervt, er muss mir hier her gefolgt sein. Anders kann ich mir das nicht vorstellen."
"Aber...erzähl mal, warum du so lange weg warst!" lenkte ich das Thema ab, sie seufzte leise, "Ähm, das liegt daran das mein Weg zurück sich schwieriger gestalten hat als ich es erwartet habe."
Ich zog eine Augenbraune hoch, blickte meine Partnerin skeptisch an.
"Und du meinst, das ich dir das glaube?" nuschelte ich vor mich hin, was sie verärgert aufknurren ließ, "Hey, du sollst mir vertrauen, statt mich als Lügnerin dastehen zu lassen."
"Deine Ausrede ist eben nicht gerade glaubwürdig." murmelte ich, strich mir kurz durch die blonden Haare, "Es war aber so!"
Verdrehte nur meine Augen, stand auf und spülte meine Tasse und Teller ab.
Naja, zumindest ist sie wieder hier.
Jetzt ist es auch nicht mehr so einsam in dem großen Schrein.
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