Tochter des Teufels

GeschichteMystery, Romanze / P16
Daniel "Dan" Kuso Marucho Marukuro Runo Misaki Shun Kazami
03.09.2015
04.09.2016
6
11894
 
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 Datenschutzinfo
 
 
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Die ersten Sonnenstrahlen, durchdrangen die Vorhänge des Schreins, die sonst das Licht abhalten, hinein zu scheinen und den Raum in dunklen zu erleuchten.
Draußen zwitscherten bereits die Vögel, begrüßten den neuen Morgen.
Ein leichter Wind wehte durch das leicht geöffnete Fenster, streifte meinen freien Rücken.
Langsam erwachte ich aus meinen tiefen ruhigen Schlaf, öffnete langsam meine Augen.
Orientierungslos blinzelte ich in den Raum.
Suchte nach einen Punkt der mich daran erinnerte, wo ich gerade war.
Ich lag in meiner dicken Decke auf den Boden auf dem Futon, in meinem Schlafzimmer.
Ein neuer Tag ist begonnen, ein erneuter Tag in meinen neuen Leben in Japan.
Inzwischen war ich bereits fast einen Monat hier, in meinem Herkunftsort.
Seufzend beugte ich mich hoch, hielt mir kurz verschlafen meine Stirn mit der Hand, rieb mir über meine Augen.
Nur langsam warf ich die Decke von meinen Körper und stand auf, streckte mich erst einmal ausgiebig.
Legte mein Futon ordentlich zusammen in die Ecke des Zimmers.
Ging zu meinen Kleiderschrank, suchte mir meine Schulkleidung raus.
Heute war mein erster Schultag in der neuen Schule, in der ich ab sofort gehe.
Eigentlich wollte ich meine Zeit nicht mit so etwas verschwenden, ich sollte viel lieber weiter trainieren.
Auch wenn ich in dieser Stadt in Sicherheit bin, kann ich nicht sicher genug sein.
Hinter jeder Ecke könnte mein Tod lauern, ich muss aufpassen, das ich keinen Fehler begehe.
So wie in den vergangenen Jahren.
Schnell ging ich nochmal duschen, zog mir dann die rot schwarze Schulkleidung an.
Für meinen Geschmack, war der rot karierte Rock viel zu kurz.
Dagegen konnte ich jetzt aber auch nicht's machen, ich komme sonst noch zu spät.
Und das kommt auf keinen fall Infrage, ich bin immer pünktlich, komme nie zu spät.
Ich kämmte mir mit meinen Kamm meine langen blonden Haare zurecht, die wiederspänzig in alle Richtungen ausstanden.
Schweigend betrachtete ich mich im Spiegel, sah die blondhaarige junge Frau mit den Kristallblauen Augen an.
Hier in Japan, stach ich mit meiner Haarfarbe völlig heraus.
Zwar stört mich das persönlich überhaupt nicht, jedoch bin ich mir ziemlich sicher, das die Menschen auf den Straßen mir nachklotzen werden.
Menschen allgemein sind einfach nur widerlich, alle starren auf einen und in den Köpfen  ihre widerlichen Gedanken.
In solchen Momenten könnte ich ihnen einfach den Kopf abschlagen.
Wenn ich ehrlich bin, hasse ich die anderen Menschen dieser Welt.
Abgesehen von meiner Familie und meinem Stammbaum, konnte ich wirklich keinen einzigen Menschen leiden.
Seufzend strich ich mir eine Strähne zurück, mein Blick fiel zu dem Kantana das auf den Tisch in einen extra dafür gemachten Gestell lag.
Eigentlich ging ich so gut wie nirgendwo damit hin, aber das ging jetzt nicht.
Kann schließlich nicht mit einem Kantana in die Schule gehen.
Vll war es doch keine gute Idee gewesen, mich an eine Schule hier anzumelden.
Meine Mutter war aber der Meinung, das ich mich wie ein normaler Mensch verhalten sollte, damit ich nicht auffalle.
An sich war es ja eine gute Idee.
Jedoch fühlte ich mich ohne mein Kantana schutzlos ausgeliefert.
Hier in Japan war ich nun völlig auf mich allein gestellt.
Alle meine Verwandten waren in Deutschland, der Schrein stand eine Zeitlang still.
Jetzt wo ich hier jedoch lebte, war das ein wenig anders.
Das alles änderte jedoch nicht's daran, dass ich mich einfach sicherer mit meinem Schwert fühle.
Ohne es, ist nur ein Teil von mir vorhanden.
Kopfschüttelnd nahm ich meine Tasche und ging aus meinem Zimmer, in meine bescheidene kleine Küche.
Machte mir nur ein kleines Frühstück, einen kleinen Obstsalat.
Den Rest von ihm packte ich ein, würde ihn zum Mittag essen.
Trank nochmal ein kaltes Glas Wasser, bevor ich mich auf dem Weg nach draußen machte.
Langsam ging ich über den Hof, blickte der Sonne entgegen.
Irgendwie hatte ich das Gefühl das heute ein ziemlich anstrengender Tag werden wird.


"Guten Morgen, Schüller!" begrüßte der Lehrer die Klasse, die gespannt mich die ganze Zeit anstarrten, als wäre ich ne Berühmtheit, "Das ist eine neue Mitschülerin, Róse Yanagi!"
"Sie kommt aus Deutschland und ist kürzlich hier her gezogen." laberte der alte weiter herum, "Seid nett zu ihr! Yanagi, setzt dich da hinten Bitte hin!"
Ich nickte nur ganz kurz, ehe ich mich auf den Platz setzte, auf dem mich der Lehrer zuwies.
Die widerlichen Blicke der Kerle lagen auf mir, versuchten mich zu durchbohren.
Wenn ich könnte, würde ich ihnen mit einen Schlag den Kopf abtrennen.
Das würde passiern, wenn ich mein Kantana mitgenommen hätte.
Seufztend setzte ich mich an den Tisch, ganz hinten am Fenster.
Während der Unterricht anfing, blickte ich aus dem Fenster neben mich.
Am liebsten würde ich einfach abhauen, zurück in meinen Schrein, wo ich mich sicher fühle.
Und nicht hier umgeben von tausenden Menschen.
"Róse ist ein ziemlich ungewöhnlicher Name!" meinte jemand neben mir, ich sah mit den Augen neben mich, "Kannst du fließend Japanisch?!"
Ein braunhaariger Junge, mit rot braunen Augen saß direkt auf den Platz neben mir.
Sein selbstgefälliges grinsen, nervte mich sofort.
Ich nickte nur, beachtete ihn nicht länger mehr.
"Cool, ich hab mich schon gewundert, hier traut sich nehmlich keiner mit blonden Haaren hier rein." laberte er immer weiter, Ich hielt mich gekonnt zurück, "Du bist keine ganze Japanerin oder? Zumindest sieht du gar nicht danach aus."
Hört dieser Junge den nie auf zu reden...
Mit leicht genervten Blick, sah ich zu ihm rüber, er schien das aber wohl überhaupt nicht zu kapiern.
Das kleine runde Ding vor seiner Federtasche sprang auf.
"Dan!" ernahm er ihn, mit einer tiefen Stimme, "Hör auf das Mädchen auszufragen!"
"Sry" er kratzte sich verlegen an den Kopf, "Tut mir leid, Róse!"
Was fällt ihm eigentlich ein, mich bei meinen Namen zu nennen.
Darüber ärgerte ich mich aber nicht weiter, blickte das Bakugan an.
Täuchen mich meine Augen?
Dieses Bakugan ist Dragonoid, der Kern von New Vestroia.
Woher ich das weiß, liegt daran das meine Partnerin mir von ihm erzählt hat.
Zwar nur negatives, aber das ist bei ihr kein Wunder.
Solaria hätte eigentlich sowieso schon längst wieder zurück sein.
Diese goldene Pyrusdrachin, hat versprochen das sie nur 3 Tage weg sei.
Und jetzt war sie schon fast eine Woche verschwunden.
So langsam mache ich mir Sorgen um sie.
Den Rest des Unterrichts, behielt der Kerl neben mir zum Glück seine große Klappe.


Außer Atem, kam ich endlich Zuhause an, der Schrein war völlig leer.
Genau so wie es auch sein soll, schon ruhig ohne jegliche Art von Besucher.
Betrat mein Schlafzimmer, warf meine Tasche auf das Bett und setzte mich kurz auf es.
"Was für ein nerviger Tag." seufzte ich leise, strich mir kurz über die Stirn, "Solaria sollte so langsam echt mal wieder da sein. So lange, war sie noch nie weg."
Mein Blick fiel zum Fenster hinaus, es war vollkommene stille um mich herum.
Irgendwie bin ich ganz schön einsam, hier ganz allein in dem großen Schrein.
Meine Bakugan Freundin war die einzige die mir die Sache hier viel leichter gemacht hat.
Wenn sie nicht mit mir gekommen wäre, dann hätte ich mich niemals in ein völlig fremdes Land getraut.
Aufeinmal hörte ich die Tür Glocken leuten.
Verwundert und sah ich auf, ging aus meinem Zimmer zur Vordertür.
Wäre am liebsten wieder abgehauen, als ich den braunhaarigen Typen da stehen sah.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------