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Students' Lives

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Bangtan Boys
03.09.2015
20.09.2015
6
10.995
4
Alle Kapitel
25 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
04.09.2015 2.565
 
Als erstes einmal riesigen Dank an meine lieben Reviewer, für eure lieben Worte und die eine Empfehlung (omg erstes Kapi überhaupt draußen und dann das *freudig auf und ab hüpf* Dankeschöön <3), die mich direkt motiviert hatten, heute (ja es ist noch "heute", noch habe ich nicht geschlafen xD ) das 2. Kapi zu schreiben und jetzt hochzuladen :3

JiminnieFan
CrazYgurL
yui223
pink-fluffy-unicorn

fühlt euch alle ganz doll gedrückt <3 <3 <3 <3

Soo jetzt will ich hier nicht länger rumquatschen, ich freue mich auch dieses Mal über Reviews :3

Viel Spaß beim Lesen! <3

GLG,

Neli <3


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Kapitel 2




Jungkook POV


Das große Eingangstor zum Universitätsgelände war beeindruckend! Die Metallstäbe waren kunstvoll miteinander verschnörkelt und die Spitzen des ca. 3 ½ Meter hohen Tores waren mit Blattgold verziert. Links und rechts vom Tor führte ein 2 ½ Meter hoher Zaun weiter, der den riesigen Campus inklusive Wohnanlagen eingrenzte.
Die Universität erinnerte mich an ein altes Schloss und die Wohnhäuser waren nicht unbedingt weniger prachtvoll.
Oh Gott, wie unsere Eltern die Studiengebühren bezahlen konnten, weiß ich nicht, aber ich weiß, dass wir ihnen echt was schuldig sind!
"So groß....", flüsterte Taehyung ehrfürchtig, "ich möchte wissen, wie es darin wohl aussieht...." Da konnte ich ihm nur zustimmen: "Ja.... aber es ist eine Uni für die oberste Schicht.... was willst du da anderes erwarten? Selbst wir mit unseren Stipendien müssen hier teuer zahlen. Wie viel hier wohl die "normalen" Studenten an Unigebühren zahlen müssen?" V legte die Stirn in Falten und meinte mit einem leicht verächtlichen Unterton: "Pff! Die sind alle super reich, denen ist das doch egal, wie viel das kostet. Ich glaube von denen hat noch keiner gearbeitet! Und eingebildet sind sie obendrein!" Er kickte wütend einen Stein zur Seite, der vor ihm lag. Traurig sah ich ihn an, da ich genau wusste, woran er dachte.
Ja, unsere Familie hatte nicht so viel Geld, gut, wir waren jetzt nicht arm, sagen wir eher mittlere bis gute Mittelschicht, und da war es dann auch notwendig, sich einen Nebenjob zu suchen, wenn man sich etwas kaufen wollte oder man einen größeren Urlaub plante, und so haben auch Tae und ich angefangen in dem kleinen Laden in unserer Straße am Wochenende zu arbeiten. Alles war gut, die Leute waren freundlich und wir wurden auch ganz gut bezahlt. Doch eines Tages kamen so ein paar Schnösel bei uns in den Laden....
Es war spät abends kurz vor Ladenschluss. Tae und ich waren gerade dabei die letzten Arbeiten zu verrichten, er wischte noch durch die Gänge während ich ein paar Kartons ins Lager brachte.
Auf einmal hörte ich Glas zerspringen und ein dreckiges Lachen. Schnell rannte ich zu meinem Bruder zurück um zu sehen, was vorgefallen war.
Tae kniete auf dem Boden und versuchte vorsichtig die Scherben einzusammeln, während die Würstchen, die zuvor noch in dem Glas waren, verstreut auf dem Boden herum lagen. Mitten in dem Chaos, neben Tae, standen zwei Typen und lachten ihn eindeutig aus, während ein dritter sich neben ihn hockte und leise zu ihm irgendetwas sagte.
Plötzlich fing Taehyung an zu zittern und an der Art und Weise wie er es tat, erkannte ich, dass er weinte. Schnell rannte ich zu ihm und stieß den Kerl am Boden weg von ihm und stellte mich schützend vor meinen Bruder.
"Was ist denn hier los? Was habt ihr getan?", knurrte ich und funkelte alle drei böse an. "Dieses billige Stück hat meinen Mantel ruiniert, als er das Glas absichtlich auf den Boden geschmissen hat!", knurrte der Typ am Boden zurück und richtete sich auf. Er war etwas größer als ich, hatte schwarzes Haar und einen Mittelscheitel. Seine Klamotten waren von irgend so einer super teuren Marke, deren Namen ich aber nicht kannte, und mit seinem grässlichen Grinsen wirkte er einfach nur schmierig. Er sah aus, wie man sich ein richtiges Arschloch eben vorstellt. Er fuhr fort: "Und da musste ich ihm einfach sagen, wie wertlos er ist und wie hässlich noch dazu." Ich spürte einen leichten Zug an meinem Pulli und blickte kurz hinter mich zu Taehyung, der sich in meinen Pulli gekrallt hatte und weiterhin leise schluchzte. Ich wand mich wütend wieder den drei Idioten vor mir zu.
Was sollte ich jetzt nur machen? Ich würde ihnen liebend gerne richtig eine reinhauen, dann jedoch könnte ich meinen Job hier vergessen und Tae würde nach diesem Erlebnis sicher nicht allein hier arbeiten wollen.
Ich atmete deshalb einmal tief ein und setzte ein so falsches Lächeln auf, dass selbst der dümmste sehen konnte, dass es kein richtiges war. "Ich würde Sie jetzt bitten den Laden zu verlassen, da wir eh seit fünf Minuten geschlossen haben und Sie in mir nicht den Eindruck erwecken, dass Sie hier etwas kaufen möchten. Das mit dem Mantel tut mir sehr leid für Sie (Oh nein, und wie es mir NICHT leidtat!), doch wäre ich Ihnen sehr verbunden selber die Reinigung zu übernehmen, da, wie sie ja schon festgestellt haben, Herr Kim zu wenig Geld hat um eine für den Mantel angemessene Reinigung zu bezahlen." Irritiert sahen die drei mich an. Haben die jetzt echt gedacht dass ich lächle? Haben sie so wenig Menschenkenntnis? Innerlich schlug ich mir mit der flachen Hand gegen die Stirn.
"Ehm", der Mantelkerl schien echt etwas überfordert zu sein, wahrscheinlich war er nur gekommen um sich einen Egotrip zu holen, aber nicht mit mir! "Ja, da haben Sie vermutlich Recht", meinte er immer noch leicht baff, blickte kurz dann aber hinter mich auf Tae und spuckte ihn an.
Ich schäumte vor Wut und ballte meine Hände zu Fäusten. Ganz ruhig, Jungkook, ganz ruhig.
Nun wieder hämisch grinsend wandte er sich an mich: "Dieser Loser könnte so eine Reinigung nie bezahlen, außerdem würde ich niemals so etwas", er deutete angewidert mit dem Finger auf meinen Bruder, "irgendetwas von meinen Sachen anfassen lassen." Danach machte er kehrt und zog mit seinen Kumpels ab.
Schnell lief ich ihnen hinterher, schloss schnell den Laden ab und kehrte augenblicklich zu Taehyung zurück und kniete mich neben ihn.
Er sah schrecklich aus. Sein schokobraunes Haar hing ihm ins Gesicht und er saß zusammengekrümmt vor mir und hielt sich die Hände vor die Augen. Beschützend nahm ich ihn in den Arm und bereute es den Typen nicht eine verpasst zu haben. So darf niemand meinen Bruder behandeln! Niemand!
Ich hielt ihn noch so eine ganze Weile in meinen Armen, strich immer wieder auf seinen Rücken und flüsterte ihm beruhigende Worte ins Ohr, ab und zu gab ich ihm ein Küsschen auf die Stirn. Genauso haben wir damals auch dagesessen, nur dass ich damals geweint hatte und er mich beruhigt hatte....

Ich seufzte, ich driftete echt zu viel ab mit meinen Gedanken, ich glaube, das kommt von der langen Fahrt und daher, dass ich schon lange nicht mehr in meinem Kopf "aufgeräumt" hatte.
"Was starrst du so?", ich schreckte auf, als ich plötzlich Taehyung ganz dicht vor meinem Gesicht sah, "Was?" "Ich habe gefragt, warum du mich die letzten drei Minuten lang angestarrt hast? Du hast nicht mal reagiert, als eben mit dir gesprochen habe, sogar nicht einmal, als ich dir eben eine leichte Backpfeife gegeben habe.... Was ist heute bloß los mit dir?" Verwirrt sah er mich an und mindestens genauso verwirrt erwiderte ich seinen Blick. Automatisch fuhr ich mit meiner Hand an meine Wange, die tatsächlich etwas warm war. Gute Frage, was war eigentlich los? Ich wusste es nicht, also zuckte ich nur mit den Schultern und deutete V mir zum Haupteingang der Uni oder besser gesagt des Schlosses zu folgen.




V POV


Mein Bruder benahm sich heute sehr merkwürdig, doch schien er selbst von seinem Verhalten genauso verwirrt zu sein wie ich, denn normalerweise war ich eher etwas durch den Wind.... das muss bestimmt an der Uni liegen, redete ich mir ein, denn auch wenn ich diese Schnösel nicht abkonnte, musste ich sagen, dass diese Universität einfach wunderschön war und das allein schon von außen! Hätte ich nicht gewusst, dass dies eine Uni ist, hätte ich gedacht mir läuft gleich eine Prinzessin über den Weg.
Nun gut, ich glaube hier gibt es bestimmt Prinzessinnen auf dieser Schule, doch die interessierten mich nicht im Geringsten.
Zum Einen stand ich nicht auf Geld und mir war es so ziemlich egal, ob jemand Geld hatte oder nicht, zum Anderen brauchten die es auch gar nicht versuchen, da ich schwul war. Ja, das kann ich gerade heraus sagen, da mir diese Tatsache schon vor ein paar Jahren klar geworden war. Ich hatte mit Kookie zuerst darüber gesprochen, da er mein bester Freund und Bruder war und ich ihm alles anvertraue und somit auch das. Bei dem Gespräch stellte sich im Laufe der Zeit heraus, dass es ihm nicht anders ging als mir, was mich umso glücklicher machte, da es einfacher war jemanden zu haben, der einen mit seinen Problemen verstehen konnte und vor dem man sich nicht verstellen musste.
Auch stellten wir gleich klar, dass wir nur freundschaftliche und geschwisterliche Gefühle für einander hegten, es wäre wahrscheinlich auch merkwürdig gewesen, mit seinem Stiefbruder zusammen zu sein.
Unsere Erkenntnisse Umma und Appa zu berichten war schon etwas schwieriger, schließlich sind das nicht die Lieblingsgespräche, die man unbedingt mit seinen Eltern führen will.
Im Endeffekt war es nicht mal ansatzweise so schlimm wie wir es uns ausgemalt haben.... Umma und Appa versicherten uns sofort, dass sie nichts dagegen hätten, auch wenn es ungewohnt sei, aber dass sie uns trotzdem noch lieben würden.
Wir hatten echt tolle Eltern. Nur die wenigsten koreanischen Eltern würden nach einem solchen Gespräch so reagieren, es machte uns auf jeden Fall glücklich zu wissen, dass unsere Eltern immer hinter uns standen.
Kookie öffnete die große Flügeltür des Schosses und wir traten in einen riesigen Saal.
Der Boden war aus makellosem Parkett und an den Wänden hingen lauter riesige Gemälde und Portraits von irgendwelchen Adeligen, denen dieses Schloss mal gehört hatte. Von der hohen Decke hingen mit Edelsteinen besetzte Kronleuchter. An den überdimensionalen Fenstern hingen gigantische rote Gardinen aus Samt, welche das Licht, welches von draußen herein schien, etwas in seiner Intensität dämpften und farblich ein bisschen veränderten, sodass der Saal sehr gemütlich wirkte. An den Wänden standen größere und kleinere Sofas und Stühle mit goldenen Beinen und Samtbezügen.
Der Raum war bestimmt 8 Meter hoch und 30 mal 50 Meter lang. Der Saal war einfach nur gigantisch, einfach nur.... "Wow", hauchte Jungkook neben mir. Ich zuckte kurz zusammen, ich hatte ihn vollkommen vergessen, da der Raum mit all seinen Eindrücken ganz und gar mental beanspruchte. Hoffentlich gewöhnte ich mich schnell an diesen ganzen Prunk und Glanz und lief nicht immer so debil guckend, wie ich in diesem Moment gerade hereinschauen musste, herum.
Am Ende des Saals führten zwei große Treppen, eine rechts, eine links herum, zu einer Empore - oder wie auch immer es hieß - herauf.
Ich schnappte mir, wie zuvor am Bahnhof auch schon, meinen Bruder und schleifte ihn hinter mir her.
Merkwürdig, dass wir ganz allein in diesem Saal waren.... er schien eher so, als wäre er ein Treffpunkt für viele Studenten zu sein. Neben der Treppe hingen silberne Informationsschilder, die darauf verwiesen, dass das Studiensekretariat, in welchem wir uns nach unserer Ankunft melden sollten, im ersten Stockwerk lag. Wir folgten den "Wegweisern" - diese Uni war so groß, Wegweiser traf es da sehr gut - bis wir endlich am Sekretariat ankamen.
Ich klopfte kurz an und hörte auch schon kurz darauf ein "Herein!".




Jungkook POV


Wir betraten den Raum und erblickten eine freundlich aussehende ältere Dame an einem großen Schreibtisch. Zwar war das Sekretariat bei weitem weniger prunkvoll als der Saal und alles was wir auf dem Weg zu diesem Raum hier gesehen hatten, jedoch war er immer noch edler, als das was ich von zu Hause oder der alten Schule her kannte.
Ich blickte mich immer noch staunend um, während Taehyung schon begann uns vorzustellen und ein paar Dinge zu regeln wie mit unseren Zimmern und bekam Raumpläne, genauso wie unsere Stundenpläne.
Ab und zu merkte ich, dass die Frau mich angrinste, was wahrscheinlich daher rührte, dass ich mich benahm, als hätte ich das erste mal in diesem Leben einen Raum gesehen, naja solch schmucke Räume hatte ich bisher wirklich noch nicht gesehen, zumindest nicht hautnah.
Ich betrachtete die Bücher im Regal hinter mir, Geschichtsbücher, Königsstammbäume, bedeutende Werke, all sowas stand dort.
Nach einiger Zeit stieß mir Taehyung kurz in die Seite und bedeutete mir mich auch zu verabschieden. Ich verbeugte mich kurz und wir verließen das Sekretariat wieder.
Draußen blieb Tae stehen und sah mich stirnrunzelnd an: "Hast du eigentlich irgendwas von dem mitbekommen, was ich mit Frau Lee eben besprochen hatte?" "Nicht wirklich....", gab ich zu und schüttelte den Kopf, ich war viel zu vereinnahmt von diesem Gebäude und seinen Räumen, als dass ich mich hätte auf irgendetwas anderes konzentrieren können, Tae seufzte und gab mir meine Papiere, "also pass auf Kookie, wir zwei wohnen zusammen in einem Zimmer in Gebäude Omega in Zimmer 20, also im Erdgeschoss, verstanden?" Ich nickte. Oh Gott, er tat ja so, als wäre ich vollkommen dumm, gleich malt er es mir wahrscheinlich noch auf.... okay, ich konnte es ihm eigentlich nicht verübeln, so wie ich heute neben der Spur war.... er fuhr fort: "Deinen Stundenplan habe ich dir eben in die Hand gedrückt, genauso wie den Gebäudeplan, den du echt immer mit dir mitschleppen solltest, weil hier kann man sich echt verlaufen", er faltete seinen Plan halb auf und er war schon so groß wie die Landkarten im Auto, wie soll ich mich hier bloß zu recht finden? Da kann ich ja eine Stunde Suchzeit für jeden Raum einplanen! Entsetzt starrte ich auf die Karte in Vs Händen, er sah selber auch nicht so ganz begeistert aus, aber was soll's, irgendwie würden wir das schon schaffen, hoffte ich. "Das Forum ist auf der anderen Seite des Campus. So, wir haben es jetzt.... Himmel! Viertel nach vier schon! Da müssen wir später duschen!" "Haben wir Uniformen?", fragte ich schnell, bevor Taehyung zum Sprint ansetzte, "Ja, die sind schon im Zimmer.", antwortete er knapp und stürmte schon los. Ich musste echt zusehen, dass ich meine Beine in die Hand nahm, damit ich den Anschluss an ihn nicht verlor.
Bei den Wohngebäuden angekommen, erkannte ich sofort das große Omega-Zeichen über der Eingangstür und wir betraten das Gebäude. Diesmal blieb nicht genug Zeit genau auf die Umgebung zu achten, da wir jetzt nur noch eine halbe Stunde bis zur Begrüßungszeremonie Zeit hatten.
Schnell fanden wir auch unser Zimmer, welches hinten rechts am Ende des Gangs lag.
Nachdem ich aufgeschlossen hatte, stürmten wir herein und zogen uns blitzartig um, schließlich mussten wir das Forum auch noch erst finden und die letzten wollten wir auch nicht sein. Ich nahm mir vor später unser Zimmer unter die Lupe zu nehmen.
Keine drei Minuten später liefen wir auch schon wieder aus unserem kleinen Reich heraus und begaben uns auf den Weg zum Forum.
Wenn das so weiter geht, brauche ich echt keinen Sport mehr zu machen, der Weg zu den einzelnen Veranstaltungen wird anstrengend genug sein....
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