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,,Ein allerletztes Mal“

von Becky 94
Kurzbeschreibung
KurzgeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P12 / Gen
02.09.2015
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,,Ein allerletztes Mal“

Asha sah hinter einer Säule versteckt zu wie sich Sybilla von ihrem Bruder und König verabschiedete, sie hatte Mühe ihre Tränen zurück zu halten, doch  sie musste es ihm sagen und trat aus ihrem Versteck hervor. Sybilla sah auf als Balduin an ihr vorbei sah und lächelte traurig, ihre Schwägerin hatte seit sie Balduin geheiratet hatte vieles mit ihrem Bruder durchgemacht und war jedoch stets an seiner Seite egal wie schwer es in den Momenten auch gewesen sein mag, so auch in den letzten Stunden die ihrem Bruder noch blieben lies Asha ihren Ehemann nicht allein. Sybilla gab Balduin einen letzten liebevollen Kuss auf die Stirn seiner eisernen Maske und lies das Königspaar nachdem sie mit Asha einen kurz Blick ausgetauscht hatte alleine, ohne die Augen von Balduins blauen Augen zu lassen, die im blassen Licht der Fackeln leicht durch die Tränen schimmerten setzte sich Asha neben ihn auf das Bett wo eben noch Sibylla gesessen hatte hin ,,Asha meine Liebste“ hörte sie seine Stimme zärtlich sagen und sie musste unwillkürlich lächeln, dabei hatte sie seine Hand die sich an ihre Wange gelegt hatte liebevoll mit ihren zarten Händen umfasst ,,Es tut mir in der Seele weh dich hier auf Erden alleine zu lassen“ sagte Balduin und sah seine König mit traurigen Augen an ,,Ich weiß“ antwortete sie zitternder Stimme ,,Aber ich werde dich immer bei mir haben . . hier in meinem Herzen, in meinen Träumen  . . . und hier“ beendete Asha ihren Satz als sie Balduins Hand von ihrer Wange nahm und auf ihren Bauch legte, Balduins verständnisloser Blick klärte sich als er die Worte seiner Frau verstand ,,Ich wollte es dir schon viel früher sagen aber . .“ ,,Pscht, pscht“ unterbrach Balduin seine Frau sanft aber bestimmt indem er seine freie Hand auf ihre Lippen legte und ihr liebevoll in die Augen sah ,,Sieh mich an“ forderte er sie auf und Asha tat was er wollte, sie sah ihn an Balduin nahm seine Finger von ihren Lippen und richtete sich unter großen Schmerzen auf, nahm seine Maske ab dabei entblößte die Maske sein einst so makelloses Gesicht, nun ein durch Lepra stark vernarbtes ungestaltetes Gesicht ,,Nie war ich so glücklich und voller Hoffnung, als ich dich das erste Mal hab singen hören, dein Antlitz sah und dich Asha . . so wahr ich vor Gott stehe,  zur meiner Frau machen durfte“ sagte Balduin dabei sahen  sie sich tief in die Augen blau in blau und küssten sich leidenschaftlich ein letztes Mal ,,Ich weiß auch, selbst bei Gott wirst du über uns Acht geben“ erwiderte sie nun und beide lächelten ,,Bleibt ihr bei mir?“ fragte Balduin mit leiser ängstlicher Stimme ,,Immer“ antwortete Asha wieder lächelte sie darüber dass Balduin auch gleich sein Kind dass sie unter ihrem Herzen trug miteinbezogen hatte, setzte sich so zu ihm ins Bett dass sein Kopf auf ihrem Schoß ruhte ,,Asha?“ ,,Ja?“ ,,Könntest du für mich singen?“ Asha hielt in ihrer Bewegung seinen Kopf zu kraulen inne, sah in die Augen ihres Mannes die sie regelrecht darum anflehten ,,Bitte! Ein allerletztes Mal!“ seine Stimme war nur noch ein flüstern Asha nickte und schon war der ganze Palast mit dem Klang ihrer Stimme, die man selbst noch außerhalb des Palastes hören konnte erfüllt:





Die Nacht erwacht, die Erde träumt

der Mond trägt sein silbern Gewand

das schönste Kleid und ihr zum Dank

hat er mit funkelnden Sternen gesäumt.

Hat er mit funkelnden Sternen gesäumt.



Der Wind er weht so leis und lacht

schenkt uns eine Wiege aus Klee

mit Wolken und Liedern im See

aus silbernem Traumzeug gemacht.

Aus silbernem Traumzeug gemacht.



Weit wie die Wogen

Weit wie die Nacht

Weit wie die Wogen

wiegt sie dich sacht



Die Erde träumt das erste Licht

bis sanft uns der Morgen erweckt

doch nun hat die Nacht uns bedeckt

schlaf gut mein liebliches Kind.

Schlaf gut mein liebliches Kind.



Weit wie die Wogen

Weit wie die Nacht

Weit wie die Wogen

wiegt sie dich sacht



Die Nacht erwacht, die Erde träumt

der Mond trägt sein silbern Gewand

das schönste Kleid und ihr zum Dank

hat er mit funkelnden Sternen gesäumt.

Hat er mit funkelnden Sternen gesäumt.  



Je länger Asha sang, desto mehr bemerkte sie wie Balduin sich entspannte, sein Atem ruhiger und regelmäßiger wurde bis er schließlich seinen letzten Atemzug getan hatte, erst am nächsten Morgen als Sibylla und ihre Diener kamen gab sie ihrem Liebsten einen letzten sanften Kuss auf die erkalteten Lippen, bevor sie in den Königlichen Stall ging und mit Balduins gutmütigen Hengst Raja was so viel Bedeutete wie Hoffnung, zusammen mit Tiberias und seinem Pferd der Morgensonne entgegen ritt.
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