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Five Minutes

von Mummel
Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 / Gen
James "Krone" Potter Lily Potter Peter "Wurmschwanz" Pettigrew Remus "Moony" Lupin Severus Snape Sirius "Tatze" Black
02.09.2015
23.06.2022
101
350.630
38
Alle Kapitel
144 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 
02.09.2015 1.532
 
Huhu :)
Nachdem ich jetzt einige Kurzgeschichten übersetzt habe, habe ich mir gedacht, ich wage mich mal wieder an eine etwas längere Geschichte. Ich hoffe sie gefällt euch :)

Titel: Five Minutes

Original: https://www.fanfiction.net/s/8721452/1/Five-Minutes

Autor: Galindaba - https://www.fanfiction.net/u/2873899/Galindaba

Disclaimer: Mir gehören weder die Figuren noch die Handlung. Ich übersetze nur =)

Inhalt: Lily Potter ist kurz davor, in ihre Flitterwochen zu fahren, kann aber nicht anders als noch einmal darüber nachzudenken, wie sich ihr Leben verändert hat;  wie Lily Evans’ Leben sich nach dem schicksalhaften Tag entwickelt hatte, an dem sie mit ihrem besten Freund getrennte Wege gegangen ist und angefangen hat, dem Jungen näher zu kommen, den sie sich geschworen hatte für immer zu hassen…. Eine Geschichte über Lily Evans und James Potter, ihre Freunde und ihre Feinde…



Five Minutes


Prolog



,,Lily? Wir kommen zu spät! Der Portschlüssel geht in fünf Minuten los! Lily?”
James Potter rannte die Stufen in seinem nagelneuen Haus in Godric’s Hollow hoch, wo er mit seiner frisch angetrauten Frau Lily Potter wohnte. Er schwang sich über die obersten Stufen, rannte ins Schlafzimmer und fand Lily im Schneidersitz mitten auf dem Bett sitzen und packen. Er ging zu ihr rüber und kletterte aufs Bett, gab ihr einen schnellen Kuss auf die Wange und setzte sich neben sie.
,,Immer noch am packen?”, sagte er mit einem leichten Glucksen. Er liebte die Tatsache, dass sie so lange zum Packen brauchte. Es war ziemlich amüsant sie dabei zu beobachten, wie sie ständig ihre Meinung änderte. Packen und Auspacken. Wieder und wieder. Er liebte es.
,,Ja! Und mach dich nicht lustig über mich!”, sagte Lily Potter und schubste ihren frisch Angetrauten vom Bett. Nachdem er auf den Boden gesackt war, lugte James über die Bettkante und warf Lily einen verliebten Blick zu, wobei seine runden Brillengläser kaum noch auf seiner Nase saßen. Lily lachte und lehnte sich nach vorne, um die Brille wieder zurechtzurücken, aber bevor sie dran kam, langte James aufs Bett, um sie fürchterlich durchzukitzeln. Sie quietschte vor Lachen und versuchte, ihn wegzudrücken, aber ohne Erfolg.
,,James! Hör… auf… ahhh!”, konnte sie gerade so hervorbringen.
,,Nicht bevor du dich nicht dafür entschuldigt hast, dass du die Liebe deines Lebens vom Bett geschubst hast!”, lachte James und kitzelte sie immer noch, wobei er nicht daran dachte aufzuhören.
,,Niemals!”, schrie Lily auf dramatische Weise, was die beiden wieder zum Lachen brachte. Letztendlich konnte sie ihn von sich drücken und die beiden legten sich, immer noch lachend, auf ihr großes Doppelbett.
Eine Minute später, nachdem ihr Lachen verklungen war, lehnte Lily an James’ Schulter. James’ Wange lag an ihrem Kopf und er fuhr über ihr langes, feuerrotes Haar. Er liebte ihr Haar. Es war schön glatt und seidig. Er könnte es den ganzen Tag streicheln, aber sie sollten eigentlich in fünf Minuten los. Fünf Minuten. James sprang plötzlich auf und ließ Lily aufs Bett fallen.
,,Oh, ich hoffe wirklich, dass es einen Grund dafür gibt, warum du das jetzt gerade getan hast, James!”, schimpfte Lily mit gespieltem Ärger.
James legte den Kopf schief und lächelte sie an, wobei er ihr genau in ihre smaragdgrünen Augen sah.
,,Ja, mein Schatz, den gibt es”, antwortete James, wobei er immer noch seine frisch angetraute Frau anlächelte. ,,Es tut mir Leid, dir das sagen zu müssen, Schatz, aber wir müssen in fünf Minuten los und du hast noch nicht fertig gepackt. Was genau hast du denn die ganze Zeit gemacht? Ich meine, ich weiß ja, dass du für gewöhnlich langsam und pingelig beim Packen bist, aber das da ist ja wirklich extrem langsam. Selbst für dich!”
Lily seufzte und ihr Blick wanderte ins Nirgendwo. In Wahrheit hatte sie die ganze Zeit nachgedacht anstatt zu packen.
,,Hast du dich je gefragt, wie wir so schnell bis hier hin gekommen sind?”, fragte sie James ernst und schaute ihm dabei direkt in die Augen.
James schaute sie fragend an und antwortete genauso ernst. ,,Ehh, ja.” Aber da James nun mal James ist, musste er noch hinzufügen. ,,Weißt du, wir können Magie. Und deshalb können wir auch apparieren, was die schnellste Art ist, zu reisen. Ich dachte du bist klug, Lils!”, sagte er mit einem kleinen teuflischen Grinsen auf dem Gesicht.
Lily seufzte und schaute ihn erwartungsvoll an. ,,Du weißt, was ich meine, James!”, sagte sie. ,,Ich meine, es kommt mir vor als sei es gestern gewesen, dass wir uns im Hogwartsexpress kennengelernt haben.”
,,Weißt du was. Lils, Liebes, ich glaube du meinst eher: ‘es kommt mir vor, als sei es gestern gewesen, dass ich dich einen widerlichen, arroganten, rachsüchtigen, selbstverliebten, verantwortungslosen Trottel genannt habe‘ ”, sagte James lächelnd.
,,Ich habe nie rachsüchtig gesagt, aber ja”, lachte Lily ,,das auch! Ich hab das alles nicht so gemeint, musst du wissen. Also tut es mir Leid, wenn meine Worte dich damals verletzt haben”, sagte sie ein wenig verlegen. James winkte ihre Entschuldigung ab und antwortete ,,Ahh, mach dir keine Sorgen darum. Ich hab all die Wörter sowieso nie verstanden. Vor allem Trottel. Ehrlich, Lils, ich glaube das hast du nur erfunden, gib’s zu!” Beide begannen wieder zu lachen.
Als sie fertig waren, nahm Lily wieder einen freundlichen aber ernsten Gesichtsausdruck an und sagte weiter ,,Ok, aber jetzt mal im Ernst. Wann hat sich das alles geändert? Wann hab ich aufgehört, all diese Sachen zu dir zu sagen?”
,,Eh, Lils?”, antwortete James mit einem listigen Grinsen, ,,du sagst die ganzen Sachen heute noch zu mir.”
Lily seufzte. ,,Ah, James! Ernsthaft! Wann hast du eine Veränderung bemerkt?”
James begann nachzudenken, aber nach ein paar Sekunden wurde Lily ungeduldig.
,,JAMES!”, schrie sie in sein Ohr.
,,Ahhh, Lils. Ich wollte erst taub werden, wenn ich 102 bin und nicht jetzt!”, antwortete er mit einem Lachen und den Händen über seinen Ohren.
,,Du hast halt zu lang gebraucht um zu antworten!”, nörgelte Lily.
,,Was?”, antwortete James verwirrt. ,,Du hast mich vor drei Sekunden gefragt.”
,,Und das waren drei Sekunden zu viel!”, erwiderte Lily.
,,Was?”, antwortete James zum zweiten Mal, ,,Das macht keinen Sinn.”
,,Antworte mir doch endlich”, sagte Lily schmollend, wobei sie ihre Unterlippe nach vorne zog.
,,Ok”, antwortete James und drückte ihre Unterlippe wieder rein, um ihr Schmollen zu beenden. ,,Ich glaube nicht, dass es einen bestimmten Tag gab, an dem du einfach aufgehört hast, mich zu beleidigen. Ich glaube es war eher eine schrittweise Veränderung. Das geschah innerhalb von ein paar Jahren.”
,,Wirklich?”, sagte Lily überrascht. ,,Ein paar Jahre? Also begann es, wann, im sechsten Schuljahr?”
James hielt eine Sekunde inne. Er wollte diese Frage nicht beantworten, denn wenn er ihr sagen würde, wann sich seiner Meinung nach alles geändert hatte, würde das sie nur unnötig aufregen.
,,James?”, fragte Lily nach.
,,Ehh, ja”, antwortete James. ,,Könnte man so sagen. Komm, du solltest jetzt besser, eh, weiter packen. Wir müssen jede Minute los.” Er drehte sich von Lily weg und wollte mit dem Blick auf den Boden gerichtet wieder nach unten gehen, während er mit einer Hand durch sein zerzaustes rabenschwarzes Jahr fuhr und es so noch mehr durcheinander brachte.
,,James…”, sagte Lily zaghaft zu James’ Rücken. James blieb stehen, seufzte, setzte ein riesiges Grinsen auf und wandte sich wieder Lily zu.
,,Ja, mein Schatz?”, sagte er so übertrieben, dass Lily ein kleines Kichern nicht unterdrücken konnte.
,,Was meinst du mit, ,,könnte man so sagen”?”, fragte sie neugierig.
James schaute auf den Boden und seufzte. ,,Wenn ich dir das jetzt sage, dann regst du dich nur auf. Und um ehrlich zu sein, ist es mir lieber, wenn du nicht sauer auf mich bist, wenn wir in unsere Flitterwochen fahren. Du bist nicht so lustig, wenn du sauer bist”, sagte James.
,,Ok, schau”, sagte Lily genervt, ,,ich verspreche, dass ich nicht sauer werde. Ich bin nur neugierig zu wissen, wann sich unsere Beziehung zueinander deiner Meinung nach geändert hat. Das ist alles!”
,,Ok”, sagte James so wie jemand, der endlich klein bei gab. Er konnte ihr eben nichts abschlagen. ,,Wenn ich dir das jetzt erzähle, versprichst du, nicht böse zu werden?”
,,Ich verspreche es”, sagte Lily aufgeregt. Sie liebte es, ihren Willen zu kriegen.
,,Na schön. Ich glaube unsere Beziehung hat sich verändert nach… nach…”, James atmete tief ein, ,,dem Vorfall in unserem fünften Schuljahr nach unseren ZAGs in Verteidigung gegen die Dunklen Künste. Da haben wir beide einige wichtige Entscheidungen getroffen, die unsere Beziehung zueinander beeinflusst haben”, enthüllte James langsam und vorsichtig. Er wagte einen Blick auf den geschockten und distanzierten Ausdruck auf Lilys Gesicht. ,,Ich hab doch gewusst, dass ich dir das nicht hätte sagen sollen”, er seufzte und schüttelte seinen Kopf. ,,Vergiss einfach, dass ich was gesagt habe… Lily, Liebling, du solltest jetzt wirklich fertig packen. Wir müssen in fünf Minuten los!”
James zwinkerte ihr zu und verließ das Zimmer, wobei er ihr über die Schulter hinweg noch zurief ,,denk dran, fünf Minuten! Oder ich rufe Sirius an und hol ihn mit in die Flitterwochen!” Er hielt inne. ,,Na ja, ich glaub, lieber geh ich dann doch alleine. Beeil dich, Schatz!”
Aber Lily hatte nicht ein Wort von dem gehört, was er gesagt hat, nachdem er den Vorfall erwähnt hatte. Sie musste ihm zustimmen. Ihre Beziehung hatte sich langsam, Schritt für Schritt, in den Jahren nach dem Vorfall verändert…
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