Between Two Worlds - The Other Side

GeschichteAbenteuer / P12
Apple Jack OC (Own Character) Pinkie Pie Rainbow Dash Twilight Sparkle
31.08.2015
31.10.2015
10
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The Other Side – a fanfiction sequel to “A World Within” by Rainbow Fresh

Als er die Augen öffnet überkommt ihn ein leichtes Gefühl der Angst, da er keine Ahnung hat, wo genau er sich befindet. Es ist wie ein Tunnel, aus verschiedensten Farben, der sich vor ihm entlang windet und er fühlt sich schwerelos. Er ist irgendwo und doch nirgendwo. Vorsichtig schaut er sich um, insofern er sich bewegen kann und versucht sich ein genaueres Bild von seiner Situation zu machen. Während er scheinbar in einem beachtlichen Tempo und doch stillstehend durch diesen „Tunnel“ schwebt, fliegen immer wieder Bilder an ihm vorbei. Bilder von seiner Heimat, von seiner Stadt, von seinem Haus, auch Ausschnitte von der Zeit, als die Ponys noch bei ihm waren, sind darunter. Langsam mischen sich unter diese Bilder welche, die er nicht erkennt, obwohl sie ihm doch vertraut vorkommen. Bilder von einem dichten, dunklen Wald, Bilder von einem malerischen Schloss an einem Berghang, von einem kleinen, friedlichen Dorf – In dem Moment erinnert er sich an etwas. Das Dorf ist das exakt gleiche, wie aus seiner letzten vollendeten Vorstellung. Es ist Ponyville! Als ihm das bewusst wird, fühlt es sich plötzlich so an, als würde er fallen. Panisch schaut er um sich, wedelt mit den Armen und Beinen, ohne jegliche Wirkung. Alles was er sieht ist, wie die Bilder nun nach oben verschwinden, so, als würde er wirklich fallen. Unter ihm ist jedoch nichts und zwar wortwörtlich „nichts“ – er stürzt, sofern er sich überhaupt vom Fleck bewegt, ins Licht. Die Farben verschwinden am Horizont und um ihn herum ist es nun vollkommen weiß – Bis er eine unsanfte Landung erlebt.

Erschrocken und adrenalingeladen öffnet er erneut die Augen und springt auf. Er befindet sich auf recht weichem und doch genügend hartem Erdboden. Um ihn herum sind überall dicht und bedrohlich wirkende Bäume, welche beinahe jegliches Licht unter ihrem dichten Blätterwerk verschlingen. Als er sich umdreht bemerkt er hinter sich ein Portal und da fällt es ihm wieder ein, wo er – vermutlich – ist, was zuvor passiert ist, warum er hier ist und was genau das für eine dezent aus einem schlechten SciFi-Film geklaut wirkende „Zwischenwelt“ war. Als ihm all das bewusst wird überströmt ihn ein Hauch von Erleichterung, diese wird jedoch sehr schnell durch die Besorgnis über den weiteren Verlauf dieser Situation übertönt. Denn auch wenn, wie sich jetzt herausgestellt hat, sein „Sturz“ eigentlich nur ein paar Zentimeter tief war, so war er doch von einer unschönen Landung gefolgt, welche neben ordentlich Dreck auf Oberteil und Hose auch noch kleinere Schmerzen im Bereich von Nase und Kiefer verursacht hat – was man bei einer Landung auf dem Gesicht auch nicht anders erwarten kann. Während er sich den gröbsten Schmutz vom Pullover schlägt, läuft er beinahe instinktiv und doch unwissend in eine Richtung, in welcher er sich Zivilisation oder eine andere Form der Rettung aus diesem Wald erhofft. Als er von der kleinen Lichtung, auf welcher sich das Portal befindet, in den Wald selbst geht und es um ihn herum so dunkel wird, dass er kaum die Hand vor Augen sieht, stellt er sich die Frage, ob es nicht eine dumme Idee war diesen Wald zu betreten. Doch was hätte er anderes tun sollen? Jetzt am Tag kann er wenigstens noch ein winzig kleines Bisschen sehen, in der Nacht – nicht auszumalen. Und da er auf einer Lichtung mitten im Wald ist bleibt ihm nichts anderes übrig als in den Wald hinein zu gehen. Und warten bis er per Zufall gefunden und gerettet wird? Wenn all seine Annahmen korrekt sind, dann befindet er sich inmitten des Everfree Forest, einem der gruseligsten und von Ponys so weit wie möglich gemiedenen Orte in Equestria. Warum sollte ihn irgendjemand per Zufall finden?! Und außerdem, selbst wenn es wirklich so weit gekommen wäre, wer sagt dann, dass man ihn gerettet hätte? Ihn, ein fremdes Wesen, das vermutlich noch nie jemand gesehen hat. Man würde ihn vermutlich als eine der gruseligen Kreaturen des Everfrees abstempeln, vor ihm weglaufen und dann wäre er genau da, wo er jetzt ist. Also ab in den Wald. Doch wohin geht er? Wo genau ist er überhaupt? Der Everfree Forest ist ziemlich groß und wegen eben erwähnter gruseliger und eventuell tödlicher Kreaturen möchte er nicht länger als unbedingt nötig hier drin bleiben. Also kann er nur hoffen, dass er entweder einen Anhaltspunkt findet oder schnellstmöglich aus dem Wald herauskommt, um sich dann zu orientieren. Während er sich durch dichtes Gestrüpp, einzelne tief hängende Äste und die ein oder andere dornige Pflanze kämpft, geht er im Kopf alles durch, was er über diesen Wald weiß. Der Weg, der hindurch führt, der Sumpf, Zecoras Hütte, … Irgendetwas von dieser Liste muss er finden, denn dann weiß er genau wo er ist und wohin er muss. Ein Rascheln reißt ihn aus seinen Gedanken und mit schlagartig erhöhtem Puls schaut er sich um und springt in den nächsten nicht gefährlich aussehenden Busch. Vorsichtig lugt er zwischen den unproportional großen Blättern hervor und sieht zwei mittelmäßig große Schatten, etwa 20 bis 30 Meter vor ihm entlang durch die Sträucher wandern. Sie scheinen nicht direkt auf ihn zuzulaufen, sondern eher an ihm vorbei. Deswegen beschließt er sich ruhig zu verhalten und sie weiter zu beobachten. Als die Gestalten durch ein kurzes, straucharmes Stück Wald laufen erkennt er, dass es zwei royale Wachen sind. Sie gehen in einem beschleunigten Tempo, nicht direkt Galopp, aber auch kein gemütlicher Spaziergang. Es besteht also kein Zweifel, dass sie hierher beordert wurden. Liegt es an seinem Portal? Oder geht hier etwas anderes Großes vor sich? Egal, in beiden Fällen sollte er sich schnellstens aus diesem Wald begeben. Die beiden Wachen ziehen an ihm vorbei, in die Richtung, aus der er kam. Als sie außer Sichtweite sind folgt er ihren Spuren – umgeknickte Äste und platt gedrückte Blätter – dorthin, von wo sie gekommen sind in der Hoffnung, dass dort Zivilisation oder zumindest der Weg ist. Und nach kurzer Zeit kommt er auch wirklich zu einem Stück unbewachsenem Erdboden, den man eventuell als Weg bezeichnen könnte. Nur – nach rechts oder links? Er schaut langsam nach links, dann nach rechts und wieder nach links. In beiden Richtungen sieht er nichts weiter als Wald. Er atmet einmal tief durch und geht dann rechts. Auch wenn es schwer ist schafft er es in der anhaltenden Dunkelheit den Weg wieder zu finden, wenn er durch dichte Büsche, Pflanzen oder sonstiges Gewächs unterbrochen wird. Nach einer gefühlten Ewigkeit sieht er endlich etwas anderes, als den dichten, durchgängigen Wald: Eine Baumhütte, Zecoras Hütte. Das heißt im Umkehrschluss allerdings, dass er in die falsche Richtung gegangen ist, tiefer in den Wald hinein. Leicht erschöpft lässt er sich hängen und tritt frustriert gegen einen Baumstumpf, während er leise vor sich hin flucht. Demotiviert dreht er sich um geht den Weg zurück in die andere Richtung. Einen Besuch bei Zecora hält er für unangemessen, da er daraus keinen Nutzen ziehen kann und er nicht unbedingt direkt von Ponys gesehen werden möchte. Nachdem er nun eine ganze Weile gedankenversunken den Weg entlang marschiert ist, kommt er nun an eine Weggabelung. Diese stellt jedoch ein weiteres Problem dar, denn er kann sich beim besten Willen nicht an eine Weggabelung erinnern und in beiden Richtungen sieht er wie immer: Wald. Es ist wie ein schlechter Fluch, bei dem du in jede Richtung die du willst laufen kannst soweit du willst – und bist doch immer noch am Ausgangspunkt. Aber es heißt ja, dass der Everfree Forest in jeder Hinsicht gruselig sei – sowohl in Normaler als auch Magischer. Die Tiere sind eigenartig und haben ihr eigenes Leben, das Wetter ist selbstständig… Wobei das aus seiner Sicht noch eher normal ist. Da er sich das letzte Mal für rechts entschieden hat und das falsch war, geht er diesmal nach links. Doch auch diese Entscheidung stellt sich sehr schnell als scheinbar die Falsche heraus, denn der Weg geht immer weiter in dichtes Gestrüpp über, sodass er bald schon komplett die Orientierung verliert. Langsam überkommt ihn die Angst und Verzweiflung macht sich in ihm breit. Wenn er sich jetzt in diesem dichten, undurchschaubaren und unkartografierten Wald verläuft, dann sieht er keine Hoffnung mehr jemals lebend hier raus zu kommen. Warum hat er sich nur darauf eingelassen? Warum war er so gierig, dass er unbedingt ein Portal öffnen wollte? Der Gedanke war von Anfang an sowieso schon zu utopisch um wirklich zu sein. Und jetzt ist er hier, in diesem Wald, in dem scheinbar jede Pflanze ein Eigenleben hat und versucht ihn zu töten. In dem Moment kommt ihm ein Gedanke: Wäre es nicht vielleicht doch besser gewesen sich den Wachen zu zeigen? Immerhin wäre er jetzt in jedem Falle an einem besseren Ort. Doch er darf sich jetzt nicht unterkriegen lassen, denn solange er hier ist und noch eine Chance hat muss er diese Nutzen. Irgendwann wird er schon irgendwo ankommen… ganz bestimmt… Ihm tropft etwas ins Gesicht. Verwirrt bleibt er stehen und wischt sich die Flüssigkeit aus dem Gesicht – sieht aus wie Wasser. Misstrauisch schaut er nach oben und sieht, wie sich einzelne Tropfen ihren Weg durch das dichte Blätterdach bahnen. „*mit einem genervten Blick* Bitte sag mir, dass es jetzt nicht anfängt zu regnen… BITTE sag mir, dass-„ Er wird von einem stärkeren Schwall Wasser unterbrochen. „…es jetzt nicht anfängt zu regnen…“ Mit einem langen Seufzer quält er sich weiter durch die Wildnis. So hat er sich seinen Aufenthalt in seiner Traumwelt sicherlich nicht vorgestellt. Aber das zeigt nur wieder einmal, dass Träume selbige bleiben und die knallharte Realität auch in einer Welt voller bunter Ponys die fliegen können, Magie und Freundschaft anders aussieht. Nachdem er nun wieder eine ganze Weile schnurstracks in eine Richtung gelaufen ist möchte er sich eine Pause gönnen und setzt sich auf einen ungefährlich wirkenden Stein. Wie es zu erwarten war ging der Schauer so schnell wie er gekommen war, dennoch war er stark und überraschend genug um ihn von oben bis unten zu durchnässen. Aber wenigstens scheint es grade Sommer zu sein, somit ist ihm jetzt nicht kalt und über eine Erkältung muss er sich auch keine Gedanken machen. Als ihm jetzt auch noch ein ekelhafter Gestank in die Nase steigt fragt er sich, ob er nicht ausversehen in einem dieser schlechten, altmodischen Stummfilmen gelandet ist, in denen eine Sache nach der anderen schief geht. Aus dem Gebüsch links nehmen ihm schleicht sich langsam und mit einem Knurren ein Timberwolf, definitiv mit ihm als Ziel.
„Ähm… braves Hundchen…?“
Unbeeindruckt von seinen verzweifelten Worten nähert sich dieser immer weiter. Er schaut sich hektisch um und greift nach einem etwas dickeren Stock.
„Du willst doch sicherlich diesem Stock hinterherrennen – oder…?“
Dabei schaut er den Timberwolf mit einem fast schon flehenden Blick an. Doch auch das lässt diesen kalt, im Gegenteil, dieser scheint das sogar eher als Angriff zu sehen. Oder – Moment mal, Timberwölfe bestehen komplett aus Holz, vermutlich denkt er, dass er grade einen seiner Kollegen in der Hand hält. Auf jeden Fall ist dieser nicht sehr erfreut und scheint zum direkten Angriff überzugehen.
„Och nööö…“
Da ihm eh keine andere Möglichkeit bleibt dreht er sich in die entgegengesetzte Richtung und rennt um sein Leben. Auch wenn er andauernd durch dornige Büsche und tiefhängenden Äste rennt, diese interessieren ihn herzlich wenig. Das hölzerne Geklapper und das Knurren des Wolfes verraten ihm, ohne sich umzudrehen, dass der Wolf immer noch dicht hinter ihm ist. Eigentlich war es sowieso eine dumme Idee loszurennen, da auch Wölfe aus purem Holz vermutlich noch schneller sind als er. Also muss ein neuer Plan her. Im Zick-Zack läuft er jetzt um die Bäume herum, bis er ein großes und dichtes Gebüsch entdeckt, was von den Blättern her genauso aussieht wie das, in dem er sich vor den Wachen versteckt hat. In der utopischen Hoffnung, dass sein Plan auf geht – da er sonst vermutlich Wolfsfutter ist – rennt er in diesen Busch, rollt sich zur Seite weg und kauert sich zusammen. Das laute Klappern, das an ihm vorbeizieht, gibt ihm ein Fünkchen Hoffnung, dass sein „Plan“ doch noch funktioniert hat und er verhält sich weiter ruhig. Das Geraschel und Geklapper hört schlagartig auf, was bedeutet, dass der Wolf stehen geblieben ist.
„Bitte nicht zu mir… Bitte nicht zu mir… Bitte nicht zu mir…“
Als sich der Timberwolf wieder anfängt zu bewegen hält er den Atem an, sodass er seinen rasenden Herzschlag hören kann und wartet weiterhin. Nach kurzer Zeit hört er in der Ferne ein Heulen, welches von dem Wolf direkt bei ihm erwidert wird und dieser daraufhin losrennt. Erleichtert – und weil er die Luft sowieso nichtmehr länger anhalten kann – atmet er auf. Trotz der scheinbaren Sicherheit sitzt ihm der Schock immer noch tief in den Knochen, weswegen er erstmal noch ein Weilchen regungslos sitzen bleibt. Zu seinem eigenen nachträglichen Erstaunen denkt er während dieser Zeit an nichts. Einfach Garnichts. Als er sich dann endlich wieder beruhigt hat steht er mit einem Ruck auf. Vorsichtig blickt er nochmal in die Richtung, in welche der Timberwolf verschwunden ist. Danach bewegt er sich zügig – nicht wie bei einem gemütlichen Spaziergang, aber auch nicht im Sprint – in die andere Richtung. Er will weg, einfach nur noch weit weg. Ihm ist alles recht, solange er aus diesem grässlichen Wald raus kommt. Während er, mit ständigem, paranoidem Blick nach hinten, sich erneut durchs Grüne kämpft stolpert er plötzlich über eine Wurzel, die von einer Pflanze verdeckt war. Doch der Boden auf dem er landet ist ein grüner Waldboden, es ist plattgetrampelter und grasloser Weg. Benommen rappelt er sich wieder auf und schaut sich um. In die eine Richtung der dunkle Wald, in die Andere jedoch das Licht – im wahrsten Sinne des Wortes, denn dort ist der Wald zu Ende und die tiefstehende Abendsonne scheint ihm direkt ins Gesicht. Ein Traum, es muss ein Traum sein. Oder lieber nicht, nachher ist es wirklich noch einer. Trotzdem hat es etwas unwirkliches an sich, wie er dort steht, endlich am Ziel, von Schnitten und anderen Verletzungen übersäht, durchnässt und in einer erschöpft-verkrüppelten Haltung. Vor ihm die weite, wunderschöne Landschaft und die tiefstehende Sonne, welche das ganze Land in ein malerisches Spiel aus Licht und Schatten taucht, und auch ihn einen sehr langen Schatten ziehen lässt. Grade als er sich seines Erfolges bewusst wird und den Wald endlich hinter sich lassen möchte trifft ihn irgendwas am Rücken, was einem Stromschlag gleicht und ihn zu Boden ringt. Er hört Schritte, die wie Hufe klingen und eine tiefe, männliche Stimme sagt:
„Was in Celestias Namen ist DAS für ein Vieh?!“
Danach wird er ohnmächtig.
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