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From me to you

von Munfeisu
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Alex Benedetto Daniel Monroe Doug Nicolas Brown Nina Worick Arcangelo
31.08.2015
31.03.2017
3
5.396
2
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31.03.2017 2.219
 
Kapitel 2: Cigarette smoke


~


Was mir als Erstes von ihm in Erinnerung blieb?


Der Geruch von Zigarettenqualm, der an seiner Kleidung gehangen hat.


~


Wie angewurzelt saß die rothaarige Frau nun da und schaute zu den beiden Männern, welche sich nun ebenfalls im Hinterhof aufhielten. Ungerührt schaute sie zu ihnen und dachte in diesem Moment nicht einmal daran ihren Blick abzuwenden. Amelia sah zwar wie der Mund des blonden Mannes sich auftat und wieder schloss, aber die Wörter die er von sich gab erreichten sie nicht.

Wieso bloß?

Amelia wurde erst wieder zu ihnen zurückgeholt, als sie deutlich merkte, wie Delico sie an ihrer Schulter berührte und einige Male hin und her bewegte.

„Amelia?“

Seine Stimme konnte sie nun sehr gut wahrnehmen. Einmal kurz zuckte sie nun zusammen, ehe sie erst zu dem Hellhaarigen blickte und zu guter Letzt zu den Beiden Männern, die zu ihnen dazu gestoßen waren. Einige Male blinzelte sie, ehe sie zu ihrem Kollegen schaute.

„Ja?“, fragte sie kurze Zeit später nach.

Hatte sie etwa was überhört?

„War was? Du schienst in Gedanken gewesen zu sein.“, fragte Delico nun auch, während er seinen Blick auf ihr Ruhen ließ. Auf diese Frage konnte die junge Frau aber auch nur mit einem kurzen Kopfschütteln antworten.

„Nein, nein… alles okay.“, antworte sie so nun auch und richtete ihren Blick nun auf die Beiden Männer vor sich. Bevor sie aber auch nur daran denken konnte Ihnen eine Frage zu ihrer Person zu stellen, ergriff einer der Beiden Männer selbst das Wort. Ein Lächeln zierte seine Lippen, während er sich dabei auf sie zubewegte.

„Wir hatten uns nur gefragt wer die hübsche Lady hier sein sollte.“, begann er kurzerhand und man konnte praktisch schon die Schmeicheleien in seinen Worten hören. Schmeicheleien die bei ihr keine besondere Wirkung zeigen würden. Soviel stand fest, „Aber Delico-chan war zu gütig und mir den kleinen Tipp gegeben.“, ein Augenzwinkern ging von ihm aus. Wenn man es denn nun so nennen konnte, da er immerhin nur noch ein gesundes Auge hatte. Das andere war gut versteckt unter seiner schwarzen Augenklappe.

„Ach ist das so?“, hakte die Rothaarige nach, während sie seinem Blick standhielt. In der Zwischenzeit jedoch machte sich daran sich von der Plattform, auf welcher sie bis eben noch gesessen hatte, herunter zu schwingen, damit sie nun mit beiden Beinen fest auf dem Boden stand. Nun wurde aber auch der Größenunterschied zwischen den Beiden nur noch deutlicher. Fast eineinhalb Köpfe lagen zwischen ihr und den Benriya. Die Arme verschränkte sie unterhalb ihrer Brust und hob diese unwillkürlich ein wenig an.

„Amelia, oder?“, da aber keine Antwort von ihr kam, fuhr er fort, „Ich sehe dich hier gerade zum ersten Mal. Kann es sein, dass du neu bei Monroe-san bist?“, aber auch hier konnte er mit keiner Antwort rechnen. Eher ließ die Kleinere nun ihre Arme sinken und wollte sich daran machen aus dieser Situation zu verschwinden.

Man könnte es vielleicht Instinkt nennen, aber sie wollte lieber nicht in seiner Nähe sein. Etwas in ihr stieß den blonden Mann vor ihr ab. Als sie an Worick vorbeiging, nahm sie den Geruch seines Zigaretten war. Sei es nur deswegen weil er sowieso gerade eine Zigarette dieser Marke rauchte oder weil sie an seinen Klamotten hing: er blieb in ihrer Nase hängen. Mehr unfreiwillig als freiwillig. Ehe sie aber aus dem Innenhof verschwunden war, wandte sie noch einmal ihren Kopf in die Männergesellschaft und richtete sich speziell an den Delico.

„Ich werde da vorne warten.“, und schon war sie auch schon verschwunden, ohne auch nur noch ein einziges Wort zu verlieren.

~


Worick hatte der jungen Frau noch hinterher gesehen, nachdem sie an ihm vorübergegangen war. Kaum war sie um die nächste Ecke verschwunden hatte er sich wieder an Delico gewandt und leicht eine Augenbraue angehoben. Sein Finger war in Richtung, in welche Amelia verschwunden war.

„Habe ich was Falsches gesagt?“, hakte er schlussendlich nach. Es wollte ihm einfach keine Ruhe lassen, dass sie einfach abgedampft war, ohne auch nur auf seine Fragen einzugehen. Delico hingegen zuckte nur kurz mit seinen Schultern.

„Vielleicht hat sie einfach nur etwas gegen dich. Mach‘ dir nichts draus.“, antwortete der Hellhaarige kurz darauf auch einfach nur.

Mach‘ dir nichts draus.

Das war vielleicht leichter gesagt als getan, aber für den Gigolo war dieses Thema noch lange nichts vom Tisch. Immerhin hatte er doch bisher immer ein gutes Händchen besessen was Frauen anging. Gerne hatten sie sich in seine Worte einwickeln lassen und hatten das Gespräch mit ihm gesucht. Wenn es sich denn nun ergeben hatte. Dieses Mal jedoch war es anderes gewesen. Diese Frau hatte regelrecht das Weite gesucht, als er ihr zu nahe getreten war. Sie einfach nur ein kleines bisschen mehr angesprochen hatte.

Lange aber hielt er nicht an diesen Gedanken fest, sondern richtete sich wieder an Delico.

„Aber sag‘ mal… Delico-chan, um auf meine Frage zurückzukommen: Ist sie neu bei euch?“, hakte er nach, den Blick weiterhin auf den kleineren Twilight gerichtet.

„Sie ist sogar schon zwei Jahre bei uns.“, gab er kurzerhand von sich, „Nur seid ihr die letzten Jahre wohl eher aneinander vorbeigelaufen, als euch zu begegnen.“

„Zwei-“, noch ehe er aber auch nur einen Satz dazu verlieren konnte, kamen Daniel Monroe, zusammen mit Diego und Miles aus der Hintertüre des Bordells kam. Die Blicke gingen automatisch zu ihnen. Das Gespräch war für den Moment vergessen.

„Worick?“, leicht ob der Ältere seine Augenbrauen an, als er den blonden Benriya, als dann aber auch seinen Partner in dem Hinterhof stehen sah.

„Ah- Monroe-san.“, antwortete Worick nur darauf und wedelte einige Male mit der Tüte, damit er ihn auf die Lieferung aufmerksam machen konnte. Schnell war so auch der Austausch erledigt, das eine oder andere Wort wurde noch einmal ausgetauscht und so konnte auch wieder jeder seiner Wege gehen.

Eigentlich.

~


Nun stand Amelia hinter der Ecke und lehnte sich ein wenig an die Wand. Ihren Blick hatte sie an die ziemlich spröde Wand vor sich gerichtet, welche wohl auch schon einmal bessere Tage gesehen hatte, jedoch dachte sie auch nicht daran, sich wieder zu den Männern zu begeben. Ihr Stolz lies es wohl nicht zu. So wartete die Rothaarige letzten Endes darauf, dass ihr Chef bald wiederkommen würde und sie so endlich verschwinden konnten.

Während sie aber dort wartete gingen ihr einige Gedanken durch den Kopf. Gedanken die sie wahrscheinlich nie aussprechen würden, aber die dumpfen Worte den Blonden, die sie noch wahrnehmen konnten, regten sie geradezu dafür an.

„Ob ich etwas gegen ihn hätte?“, so begannen ihr Gedankengang auch schon. Es war im Grunde sogar eine berechtigte Frage, so wie sie ihren Abgang hingelegt hatte, ohne sich auch nur noch einem speziell an ihn zu wenden, „Vielleicht? Ein ‚Ja‘ wäre wohl zu viel verlangt. Dafür habe ich ihn ja gerade zum ersten Mal persönlich gesehen.“

Amelia stieß sich mit einem Mal von der Wand ab. Ging ein wenig von der einen zur anderen Seite und auch einige Meter nach vorne, damit sie nicht noch mehr von diesem Gespräch mitbekommen musste. Die Rothaarige wollte auch nicht mehr hören, denn nur so konnte sie auch aufhören sich Gedanken deswegen zu machen.

Das war aber auch nur wieder leichter gesagt als es am Ende wirklich getan war.

„Aber nach allem was ich mir über ihn und seinen Partner gedacht hatte… war er schon immer so… groß? Auf den Bildern in Monroe-san’s Büro wirkte er nicht so riesig.“, einige Male konnte sie darauf nur den Kopf schütteln, da sie selbst einmal daran nicht denken wollte.

Es dauerte nicht lange und sie hatte sich wieder an eine Wand gelehnt, die Arme ein wenig neben sich an die Wand gestützt und begann wieder zu warten. Den Blick ließ die Rothaarige von der einen zu der anderen Seite wandern und wartete einfach nur darauf, dass sie von hier verschwinden könnte.

Einige Minuten sollten verstreichen bis sie ihren Chef um die Ecke kommen sehen sollte. Kurz nachdem sie ihn erblickt hatte, stieß sie sich wieder von der Wand ab und ging einige wenige Schritte auf die Männer zu, welche sich in ihre Richtung bewegten.

„Hier steckst du also.“, hörte sie von Miles. Kurz zuckten ihre Augenbrauen zusammen, aber sie blieb noch möglichst gelassen. Ein eher leichtes Lächeln bildete sich auf ihren Lippen.

„Wo sollte ich denn sonst gewesen sein?“, entgegnete sie ihm einfach nur und begann damit hinter ihnen her zu laufen. Im Grunde wollte sie von dem Thema ablenken, was ihr aber nicht gerade gelang. Dafür konnte man sie einfach viel zu leicht durchschauen. Besonders dann, wenn sie ziemlich kurz mit ihren Nerven angebunden war.

„Vielleicht da wo du mit Delico warten solltest?“

„Er ist doch schon ein großer Junge, findest du nicht? Ich finde, dass er seine Sache ganz gut gemeistert hat.“

Ein relativ kurzer Schlagabtausch, wenn man es denn so nennen konnte, fand zwischen den Zweien statt. Einfach nur um das Thema Benriya herumzukommen. Amelia dachte auch, dass sie es geschafft hätte, nachdem sie an dem wirklich geräumigen Auto angekommen waren, aber da hatte sie sich eindeutig zu früh gefreut.

„Hast du sie eigentlich noch gesehen?“, kam es schließlich von Monroe. Darauf folgten einige Momente der Stille. Momente in denen die drei verbliebenen Männer zwischen den Älteren und der Jüngeren hin und her schauten. Schließlich schluckte sie einmal kurz und legte sich ihre Antwort zurecht.

„Wen meinen Sie?“, sie versuchte sich dumm zu stellen, aber auch das sollte bei Monroe nicht klappen.

„Diese Beiden Männer die bis eben noch dort hinten gestanden haben.“, er hakte weiter nach. Setzte immer noch einen oben drauf.

„Al-“, weiter kam sie aber nicht.

„Sie hat die Benriya gesehen.“, warf Delico ein. Es sollte nicht viel Zeit verstreichen und er sollte deswegen einen nicht gerade erfreuten Blick von der Rothaarigen erhalten. Jetzt war sie schon beinahe dazu verspflichtet doch auf dieses Thema zu sprechen zu kommen, ob sie nun wollte, oder nicht.

„Achso?“, nun waren die Herrschaften dabei in das Fahrzeug einzusteigen, da sie sich langsam aber sicher auf den Weg zurück machen wollten. Links und rechts von Monroe hatten es sich Miles und Diego bequem gemacht und gegenüber von ihnen saßen nun Amelia und Delico. Zwischen letzteren herrschte ein kleiner Abstand vor, was aber vielmehr daran lag, dass die junge Frau eindeutig schlechte Laune durch den Hellhaarigen bekommen hatte. Hatte er ihr so doch einen Strich durch die Rechnung gemacht.

„Es müsste aber das erste Mal gewesen sein, dass du sie persönlich gesehen hast, wenn ich mich recht entsinne.“, fügte der Braunhaarige schlussendlich hinzu. Amelia lehnte sich ein wenig in ihren Sitz zurück, während sie ein eher kurzes Nicken von sich gab, „Und? Wie ist dein erster wirklicher Eindruck über die Beiden?“

„Was soll ich sagen?“, begann sie dann aber auch, „Ich- naja… Ich mag sie nicht sonderlich?“

~


Seit diesem Gespräch waren nun zwei Tage vergangen und es hatte auch keiner mehr dieses Thema angeschnitten. Es war auch besser so gewesen, weil Amelia auch nicht mehr darüber hätte sprechen wollen. Sie hatte so auch nur noch relativ selten ihr Zimmer verlassen, sondern ihre Zeit eher damit verbracht das eine oder andere Buch zu lesen. Die Rothaarige musste sich einfach auf andere Gedanken bringen, weil sie sonst nur noch an das kleine Gespräch mit Daniel Monroe hätte erinnern müssen und darauf war sie nun wirklich nicht gerade heiß gewesen. Da hätte sie lieber etwas mit Ivan Glaziev unternommen und selbst das zählte zu einen dieser selten Ausnahmen, da ihr selbst dieser Mann nicht ganz geheuer war.

So lag sie auch an diesem Tag auf ihrem Bett und schaute an die Decke, nachdem sie ihre Lektüre mit der geöffneten Seite neben sich gelegt hatte. Ihre Arme hatte sie etwas hinter ihrem Kopf verschränkt und so lag sie nun da und schaute nach oben.

„Vielleicht sollte ich mir mal die Beine vertreten?“, dachte sie sich nur, während sie nun den Blick leicht von der einen zur anderen Seite wandern lies. Immerhin war heute noch einer ihrer ‚freien‘ Tage, wenn man es so nennen konnte. Viel hatte die Monroe-Family nicht zu tun und es waren ihr auch keine Aufgaben bekannt, die sie zu erledigen hatte. Ihr kam sogar der Gedanke, dass sie mal wieder Dr. Theo einen kurzen Besuch abstatten könnte, immerhin lag das letzte Treffen dieser Beiden einige Zeit zurück und auch die kleine Nina wollte sie mal wieder sehen.

Was sollte sie so denn auch zurückhalten?

So stand sie dann auch kurzerhand auf und wechselte ihre Klamotten. Da es heute relativ warm draußen war, entschied sie sich für ein paar kurze, enganliegende Hosen und ein dazu passendes Top. Bequemes Schuhwerk war auch schnell angelegt. Ihre Haare machte Amelia zu einem Pferdeschwanz nach oben und schon hatte sie dann auch ihr Zimmer verlassen.

Kapitel 2 Ende


- - -


Hallo ?

Ich melde mich nach meiner fast zweijährigen Abwesenheit zurück und ich muss zugeben, dass es mir wirklich Spaß gemacht hat mall wieder ein wenig zu schreiben. Es ging mir die letzten Tage auch recht flüssig von der Hand, auch wenn in diesem Kapitel nicht sonderlich ‚viel‘ passiert ist. Dafür werde ich versuchen, dass in den nächsten Kapiteln wieder etwas Action oder dergleichen kommen wird. Aber lasst euch einfach mal überraschen? xD

Über Reviews freue ich mich immer wieder gerne, da ich momentan wieder ein wenig an meinem Schreibstil arbeite und Verbesserungsvorschläge und dergleichen gerne annehme.

MfG Munfeisu aka. Lau
 
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