Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

From me to you

von Munfeisu
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Alex Benedetto Daniel Monroe Doug Nicolas Brown Nina Worick Arcangelo
31.08.2015
31.03.2017
3
5.396
2
Alle Kapitel
9 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
25.10.2015 2.548
 
Kapitel 1: Encounter


~


Bereue ich es ihn getroffen haben?


Vielleicht… aber das war es mir wert gewesen.


~



Amelia kannte die Beiden wohl lange bevor sie ihnen wirklich über den Weg gelaufen war. In Monroes nicht gerade kleinem Anwesen hing ein Bild der Beiden großgewachsenen Männer, wie sie neben dem älteren Mann standen. Sie wirkten mehr als nur vertraut, so erweckte es jedenfalls den Eindruck, den das Bild die kurze Zeit über bei ihr hinterlassen hatte, die sie nun für Daniel Monroe nun arbeitete.

Hin und wieder hatte er von Worick Arcangelo und Nicolas Brown gesprochen, als ob er die Beiden schon ewig kennen würde, was vielleicht auf den Fall gewesen sein könnte. Auf sie hatten sie jedoch keinen wirklichen bleibenden Eindruck hinterlassen. Sie waren für sie Kerle wie jede andere auch. Jedenfalls war das der Eindruck den sie auf die Frau hinterlassen hatten, nachdem sie das Bild einige Momente betrachtet hatte. Ihren Blick hatte sie aber ebenso schnell wieder davon abgewandt, wie sie es auch schon angesehen hatte.

So passierte es, dass sie hin und wieder ihren Blick zu dem Bild der drei Männer wandern lies, wenn Daniel etwas von ihr wollte, wenn er sie einfach nur mal sprechen wollte, da er irgendwelche Sachen mit ihre zu klären hatte. Hin und wieder fiel es ihm auf, sodass er wieder auf sie zu sprechen kam und ihr sagte, was sie sich zuletzt wieder geleistet hatten. Kurz darauf lachte er einmal kurz auf und sie entgegnete ihm im ersten Moment nur ein leichtes Schmunzeln, auch wenn sie sich innerlich wieder selber deswegen verfluchen musste, dass sie schon wieder einen Blick darauf geworfen hatte.

„Ich werde die Beiden so oder so nie treffen, wie es aussieht. Und das ist auch gut so.“, dachte sie sich jedes Mal nur, denn ihre Meinung über die Beiden hatte nicht gerade gut ausgesehen.

So hatte sie bei Nicolas Brown Jemanden vor Augen gehabt, welcher seine Sachen halbherzig angehen würde und nicht gerade Begeisterung bei einer Sache empfinden würde, oder eben bei der Arbeit die er ausübte. Es lag wahrscheinlich an seinem mürrischen Gesichtsausdruck, dass sie zu diesem Gedanken gekommen war, da ihr Boss ihr anderen Sachen über ihn erzählt hatte. Wenn man es ehrlich nehmen sollte, war es das genaue Gegenteil von dem, was sie immer dachte. Vielleicht stimmte es ja auch, aber das wollte sie lieber mit ihren eigenen Augen sehen, ehe sie seinen Worten einen Glauben schenken würde.

Über Worick Arcangelo hatte sich ebenfalls eine gute Meinung gebildet, welche am Ende aber genauso blendend wie bei seinem Partner ausgefallen war. In ihren Augen wirkte er einfach nur wie Jemand, der einfach nur kurz mit dem Fingern schnipsen müsste und so hätte er schon einige Frauen an jedem Arm. In anderen Worten wirkte er wie ein Casanova auf sie und allein schon dieser Gedanke sorgte dafür, dass sie lieber Abstand zu ihm einhalten sollte und zwar keinen kleinen Abstand. Aber wer sagte denn, dass sie auf ihn treffen würde?  Wer sagte ihr denn, dass sie den Beiden überhaupt noch über den Weg laufen würde, wenn sie es bis zu diesem Zeitpunkt nicht getan hatte?


~



Das Telefon hatte schon seit einer Weile geklingelt, jedoch hatte der Dunkelhaarige darauf keine einzige Reaktion gezeigt. Er stand weiterhin gelassen am Fenster, hatte ein Buch in seiner einen freien Hand und hatte es schon seit einer Weile auf einer Seite aufgeschlagen gehabt. Seit einigen Minuten hatte er diese Seite schon aufgeschlagen, jedoch hatte in eben dieser Zeit kein einziges Mal auch nur einen Blick auf diese Seite gerichtet. Es schien beinahe so, als ob ihn im diesen Augenblick etwas mehr sein Interesse gefangen zu haben, als das was in dem Hardcover zu stehen schien.

„Ja, ja!“, hörte man aus der Etage darunter, als kurz darauf auch einige schnelle Schritte sich ihren Weg nach oben bahnten, ehe nun auch sein Partner in ihren ‚Büroräumen‘ angekommen war, und so dann auch endlich den Anruf annehmen konnte, „Yo. Danke fürs Anklingeln~“, begann der Blonde so nun auch das Gespräch entgegen zu nehmen, wobei er sich nun das Telefon ein wenig zwischen seine Schulter und sein Ohr klemmte, damit er sich noch etwas zu schreiben schnappen konnte, „Hier sprechen die Benriya.“

In den meisten Fällen lief es genauso ab: Ein kurzer Anruf, der Auftrag wurde durchgereicht und die beiden Männer machten sich schon auf den Weg, ohne große Zeit zu verschwenden. Zeit war immerhin Geld und das würden sie nicht gerade wenig bekommen, soviel stand fest.

Jedoch konnte man auch sagen, dass es sich meistens um das gleiche handelte, wenn sie angerufen wurden. Deswegen nannten sie sich ja auch nicht umsonst Benriya, oder anders gesagt ‚Die Männer für Alles‘. Nur heute hatte sich um etwas anderes gehandelt. Dieses Mal sollten sie nichts, oder besser gesagt, Niemanden beseitigen, sondern eine kleine Liefertour machen.

So standen auch schon die einzelnen Verpackungen schön aufgereiht auf dem Schreibtisch inmitten des kleinen Büro- bzw. Geschäftsraumes und warteten nur darauf, dass man sie ausliefern würde.

„Oi, Nicolas.“, kam es nach kurzer Zeit von dem Blondhaarigen, als er wieder in die Geschäftsträume tritt und dabei sein Hemd zumachte. Da nun aber keine Reaktion von seinem Partner kam, ging er einige wenige Schritte auf ihn zu und blieb so mit einem kleinen Abstand zu ihm stehen, ehe er seine Stimme ein wenig erhob, „Nicolas!“

Nun wurde er auch wahrgenommen, was aber auch nur daran gelegen haben könnte, dass der Taube ihn aus seinen Augenwinkeln hatte sehen können. Sein eher gelangweilter Blick ging zu Worick herüber und gab ihn so auch zu verstehen, dass er wissen wollte, was er ihn noch zu sagen hatte.

„Hast du etwa schon wieder eines meiner Hemden an?!“, stellte er schon praktisch fest, nachdem er den Dunkelhaarigen einmal kurz angesehen hatte.

Eigentlich zählte es zu einem sich hinziehenden, täglichen Ritual, dass hier irgendjemand die Sachen des Anderen anzog, wenn es hierbei um Jacken, Hemden oder sonstige Oberteile ging. Sie nahmen es im Grunde zwar hin, jedoch musste es doch von Zeit zu Zeit einmal angesprochen werden, was aber auch eine kleinere Diskussion zwischen den Beiden auslöste. Diese waren aber nach kurzer Zeit wieder vergessen, wenn es dann erst einmal um die Arbeit ging.

„Wir sollten bei Christiano beginnen, ehe wir zu Monroe-san gehen.“, begann der Blonde kurzerhand nun ihre Route zu erklären, den Blick weiterhin auf den Dunkelhaarigen gerichtet, „Danach kommen Theo-sensei’s Patienten und zum Schluss kommen wir zu Corsica.“

Woricks Kopf war die ganze Zeit über in die Richtung seines Kumpels gewandt, damit er ohne Probleme von seinen Lippen lesen konnte. Ein kurzes Brummen ging von dem Dunkelhaarigen aus, also konnte Worick auch annehmen, dass er aufgepasst hatte. So schnappten sich die Beiden ein wenig später auch schon einige der Tüten, sodass sie ein wenig unter ihnen aufgeteilt worden.

Nachdem sie dann auch das eine oder andere noch besprochen hatten, so gut es nun einmal gegangen war, da Nicolas auch nicht länger trödeln wollte, sahen die beiden zu, dass sie sich auf den Weg machten und ihren Auftrag so schnell wie möglich fertig bringen konnten.


~



Der Tag der Rothaarigen , war wieder in ihrem alltäglichen Rhythmus verlaufen, sodass sie bis zu diesem Zeitpunkt noch klar behaupten konnte, dass ihr nicht gerade etwas spannendes passiert war, über was es sich berichten können. So hatte sich ihr Gespräch mit Daniel Monroe hatte sich ein wenig in die Länge gezogen, da doch ein paar Sachen angefallen waren, über die er gerne mit ihr gesprochen hätte. Die Zeit über, hatte sie also gegenüber von seinem Schreibtisch gestanden und zu dem Älteren hingesehen, während das eine oder andere angesprochen wurde. Nach einiger Zeit waren noch Miles oder auch Diego hinzugekommen und hatten sich miteingebracht, da es auch sie in irgendeiner Art und Weise ebenfalls betroffen hatte.

Im Laufe des Tages hatte ein Treffen der vier Hauptfamilien stattgefunden, zu welchen mitunter der Monroe-Famile, auch die Corsica-Famile, die Christiano-Familie, aber auch die Paulklee-Gilde gehörten. Miles und Diego hatten Daniel währenddessen als Bodyguards begleitet und ihm innerhalb des Raumes zur Seite gestanden, falls etwas vorfallen würde. Während dieser Treffen wurden nur immer wieder die wichtigsten Sachen besprochen, was über die Tags hätte gehen können, aber auch wegen anderer Sachen. Geldgeschäfte wurden erledigt oder auch andere Sachen wurden geklärt. Wenn denn nun die Dringlichkeit darin bestünde.

„Wie lange soll das eigentlich noch dauern?“, die Rothaarige wurde langsam aber sicher ein wenig ungeduldig, da sie nun doch eine ganze Weile vor dem Gebäude gewartet hatten, jedoch hatte sich keiner der Bosse blicken lassen. Amelia hatte sich auf der Ladefläche hingesetzt, welche sich an dem Gebäude befand und hatte sich etwas nach hinten durch ihre Arme abgestützt. Ihren Blick hatte sie dabei auf Delico gelassen, welcher mit ihr vor dem Gebäude auf Monroe gewartet hatte.

Einige Minuten waren seitdem vergangen, seitdem der Ältere mit den Anderen hineingegangen war und sie sich dazu entschlossen hatten dort auf ihn zu warten. Im Nachhinein hätte man annehmen können, dass sie es doch ein wenig bereut hatte, auch wenn man sich sowohl mit Delico, als auch Yang, sehr gut unterhalten konnte. Wenn sie sich vermutlich dazu entschlossen hätte, ihn an Stelle von Miles oder auch Diego begleiten, hätte sie sich letzten Endes nur gelangweilt und das hätten einiger der Parteien auch nicht gerade gut aufgefasst.

Einen anderen Grund weswegen sie es hätte vermieden mit hineinzugehen, war diese eine bestimmte Person, welche ihr bei seinem bloßen Anblick schon eine Gänsehaut verpasst. Bei dieser Person handelte es sich um keinen Geringeren als Uranus Corsica. Boss der bekannten, und vorhin schon erwähnten, Corsica-Familie. Seit ihrem ersten Aufeinandertreffen vor ein paar Jahren, gerade als sie bei Daniel gelandet war, hatte seine Anwesenheit in ihr schon Unwohlsein ausgelöst und das hatte sich über die Jahre hin nicht verbessert. Sondern das völlige Gegenteil war eingetreten. Trafen sie, bei einem kurzen Treffen der beiden Männer aufeinander, so nickte sie ihm einfach nur kurz zu und sah dann aber auch schon zu, dass sie seine Ruhe vor ihm hatte. Und so war es nun einmal auch.

Er würdigte sie bei Treffen dieser Art keines Blickes, was auch in ihrem Ermessen war und so konnte man auch davon ausgehen, dass dies auch weiterhin der Fall sein würde. Wäre da eben nicht diese gewisse Ausstrahlung die er an den Tag legte. Etwas Ungutes umgab ihn, so wie eben jeden anderen auch, mit dem sie mittlerweile zu tun gehabt hatte, aber bei diesem Mann war es anders.

„Sie sind doch gerade erst vor wenigen Minuten hinein gegangen… Du solltest dich besser in Geduld üben, Amelia.“, hatte der Hellhaarige einfach nur darauf geantwortet, was sie aber auch letzten Endes wieder aus ihren Gedanken und zurück zu den anderen Beiden hörte. Auf seine Aussage jedoch konnte die Ältere nur ein leichtes Seufzen von sich geben und sich letzten Endes nach hinten sinken lassen, sodass sie nun mehr oder weniger auf der Ladefläche lag. Die Arme hinter ihrem Kopf verschränkt.

„Das kannst du mir so oft sagen, wie du willst, Delico. Soviel haben sie doch eigentlich gar nicht zu besprechen, dass es so viel Zeit in Anspruch nehmen muss, oder?“, konterte sie Augenblicklich wieder zurück. Ihren Blick hatte sie dabei in den beinahe wolkenlosen Himmel gerichtet. Hin und wieder kreuzte ein Vogel ihren Blick, als dieser über den Himmel emporflog, mehr konnte sie im Moment aber auch nicht sehen, weswegen sie nach kurzer Zeit ihre Augen schloss.

„Auch wenn es nicht viel zu besprechen gibt, ergeben sich hier und da eben Dinge, über die man eben sprechen könnte.“

Ein ewiges hin und her an mittlerweile genervtem Fragen und Antworten folgte darauf, da die Geduld der Rothaarigen nun wirklich nicht die allerbeste war und es auch nicht bleiben würde, was man ihr auch in der Zwischenzeit sehr gut ansehen konnte.

Nach einiger Zeit war jedoch Ruhe eingekehrt war, sodass Amelia ein klein wenig entspannen konnte. Sich ein wenig mit ihren Gedanken auseinandersetzen konnte. Doch diese Ruhe war nicht von langer Dauer, sie plötzlich Schritte hören konnte.

Es waren keine ihr bekannten Schritte, aber auch die Stimmen die sie dazu wahrnahm gehörten nicht zu denen, die ihr vertraut waren, sodass sich ihre Augen von der einen auf die andere Sekunde wieder öffneten und sie sich schlagartig aufrichtete.

„Wer-“


~



Sie waren den Vormittag über ihren Geschäften nachgegangen und hatten so auch einen Großteil ihrer Bestellungen austeilen können, sodass letzten Endes nur noch Big Mum und Monroe übrig geblieben waren. Nachdem sich die Zwei Männer mehr oder weniger kurz abgesprochen hatten, wollten sie nun erst einmal Monroe aufsuchen.

Vermutlich lag er näher, da sich der Ältere der Beiden noch an etwas entsinnen konnte, als er sich vor einigen Tagen mit Daniel Monroe unterhalten hatte. Es hatte sich zufälligerweise ergeben, als er mal wieder dort gewesen war und sich hierbei auch nur in seinem Büro aufgehalten hatte. Das letzte Mal seit sie so miteinander gesprochen hatte, lag schon eine ganze Weile zurück und so hatten sie sich auch die nötige Zeit für dieses Gespräch genommen. Während dieser Zeit waren für kurze Zeit Miles und Diego zu den Zweien gestoßen und waren so auch in das Gespräch eingestiegen.

Mehr aber auch nicht.

Das Treffen fand im Bordell ‚Bastard‘ statt, welches erst am Abend in Betrieb gehen und so wieder für seine Kunden geöffnet wäre. Tagsüber war der nachts so volle Raum menschenleer und nur einige wenige Stühle standen dort, ebenso wie ein Tisch in der Mitte, dieser Anordnung an modernen Sesseln. Es eignete sich also für Verhandlungen der einzelnen Familien. Geldgeschäfte konnten getätigt werden. Informationen konnten ausgetauscht werden.

Die Beiden Männer waren in einer günstigen Position gewesen, sodass sie den Laden nach kurzer Zeit erreicht hätten. Da sie es auch nicht eilig hatten konnten sie in einem angenehmen Tempo dorthin gehen, wobei sie ein wenig versetzt nebeneinander hergingen. Nicolas hatte dabei, wie immer eine Hand auf seinem Schwert liegen, wobei er die andere einfach neben seinen Körper hängen lies und sein Partner ging mit Beiden Händen in seinen Hosentaschen neben ihm her. Ihre Blicke waren die meiste Zeit über geradeaus gerichtet gewesen.

Stille war zwischen ihnen eingekehrt, da sie sich auch nichts weiter zu sagen hatten. Sie verstanden sich auch ganz ohne Worte.

Doch bevor sie an ihrem Ziel angekommen waren, kam der Blonde ein wenig ins Stocken, da er etwas hörte, oder besser gesagt Jemanden hörte. Er kannte diese Stimme nicht, jedoch konnte er eindeutig sagen, dass sie sich ebenfalls am Hinterhof des ‚Bastard‘ befand.

Es war eine weibliche Stimme. Nicht zu hoch, aber auch nicht zu tief. Man könnte sagen, dass sie sich noch ganz angenehm in seinen Ohren anhörte. Aber zu wem gehört sie bloß?

Dies würde er wohl herausfinden, wenn sie in die nächste Gasse verschwinden und so  an ihrem Ziel ankommen würden.

Sie gingen um die Ecke und es trafen sich zwei paar Augen zum ersten, aber nicht zum letzten Mal.


Kapitel 1 Ende



---



Nach einem langen hin und her konnte ich endlich dieses Kapitel hier fertig stellen und ich danke all denen, die mir allein schon bei diesem nicht gerade langen Prolog ein Review dagelassen haben. Und natürlich auch denjenigen, die diese Geschichte hier favorisiert haben.

Ich hoffe, dass ich in Zukunft auch wieder meine anderen Geschichten wieder aufleben lassen kann und dass ich auch schön brav an dieser Geschichte hier weiterschreiben werde und sie nicht in Vergessenheit geraten lasse.
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast