Lolths Glorie

GeschichteAllgemein / P18
30.08.2015
22.04.2016
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30.08.2015 509
 
Irael hatte die ein wenig nervös machende Angewohnheit einen der drei Köpfe ihrer Schlangenpeitsche in der Hand herumzuwirbeln und dies tat sie auch diesmal. Sie war mit ihren zwei Schwestern in einem kleinen aber luxuriösen Gemachs an der Ostseite ihres Hauses und hätte sich hier ziemlich gelangweilt wäre sie nicht aus einem bestimmten Grund hier. Ihre Schwester Lualyrr warf ihr einen scharfen Blick zu und innerlich seufzend hörte sie damit auf. Baltana, die Dritte im Gemach, biss die Zähne zusammen und zischte vor Schmerzen als eine weitere Wehe sie überrollte. Lualyrr tastete über den Bauch der Gebärenden. ,,Noch zwei mal pressen und der Kopf ist da." Zum wiederholen Mal fragte sie sich was ihre Mutter damals durch den Kopf gegangen war. Vor zwei Jahrzehnten war die Muttermatrone des Hauses Geledres, Aklida Geledres, nach einem Morgengebet von der Spinnengöttin mit Unfruchtbarkeit geschlagen worden.

Dies wurde sorgfältig vor allen geheim gehalten, man wusste ja nie wer was für einen Vorteil daraus schlagen konnte. Nur Sie und Irael wussten davon. Jedenfalls hatte ihre Mutter zwei Jahre nach dem Tag eine erstgeborene Tochter die die Auslöschung ihres Hauses überlebt hatte adoptiert und verfügt das die männlichen Kinder von ihnen Drei zu den männlichen Erben würden. Irael hatte bisher nie genug Aufmerksamkeit an einen Mann verschwendet um einen in ihr Bett zu holen und Lualyrr hatte zwar den Ein oder Anderen gehabt, war aber nicht schwanger geworden. Das ihre Adoptivschwester nun die Erste war die ein Kind austrug schmeckte ihr ganz und gar nicht. Sie wusste vor Lolths Stille hätte sie dafür gesorgt das die ungewollte Schwester und potentielle Rivalin das Kind verlor aber nachdem während dieser fürchterlichen Zeit hier in Eryndlyn die Anhänger der Götter Ghaunadaur und Vhaeraun ziemlich unter denen der Spinnengöttin gewütet hatten sah sie davon ab. Ein weiteres Lolthgläubiges Kind war ein Vorteil besonders gegen diese verhassten Vhaeruniten selbst wenn es ein Mann war.

Eine weitere Wehe kam, dicht gefolgt von der Nächsten. Lualyrr machte sich bereit das Kind aus dem Mutterleib herauszuholen. Schließlich war das Kind auf der Welt. ,,Ein Junge.", meinte Baltana etwas enttäuscht nach einem kurzen Blick. ,,Sieh dir diese Augen an.", sagte Lualyrr fasziniert und säuberte den Kleinen gründlich. ,,Diese Farbintensität.", meinte Irael. Diese waren von einem verblüffenden Purpur. Alle drei Frauen sahen sich an während der Neugeborene mit großen Augen zwischen ihnen hin und her sah. Schließlich erhob sich Irael und nahm ihn auf den Arm. "Dann wollen wir den Erstgeborenen mal der Mutter Oberin vorzeigen, wie soll er heißen?"

Baltana überlegte einen Augenblick.  ,,Lesaonar." Lualyrr nickte und verließ mit Irael den Raum während sich die frischgebackene Mutter zurücklehnte um sich von der anstrengenden Geburt zu erholen. Keine der drei Frauen bemerkte die Spinne die auf einer Kommode saß. Lesaonar der sich mit babytypischen Staunen umsah sah sie allerdings und gab einen leisen erfreuten Laut von sich als auf dem Hinterleib zwei sinnliche, weibliche und grinsende Lippen erschienen. Da dann die Tür zufiel sah er nicht wie sich die Lippen zu einem lautlosen amüsierten Lachen verzogen.
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