Trauermelodie

GeschichteRomanze, Horror / P18
Kohta Mayu Nana (Nr.7) Nyu/Lucy Yuka
28.08.2015
14.09.2015
6
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Nach längere Zeit mal wieder eine kleine Geschichte. Ich hoffe sie gefällt euch. Ich würde mich über Reviews freuen. :)
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Sein Kopf flog ab und das Blut spritzte in alle Richtungen. Seine Frau schrie ängstlich auf, während ich auf mein T-Shirt sah und innerlich seufzte. Es war blutverschmiert. Blutflecken waren immer so schwer wieder raus zu waschen. Aber ich mochte es, wenn das Blut spritzte. Es hatte so eine schöne Farbe. Die Frau schrie und rief den Namen ihres Mannes. Es war jedes Mal faszinierend, wie Menschen um jemanden trauern konnten, den sie liebten. Ich habe mich schon oft gefragt, wie es sich anfühlt zu lieben. War es schön? Tat es weh? Veränderte es einen?
„Warum machst du das?! Hör auf! Oh bitte hör doch endlich auf!“ Die erstickte Stimme der Frau riss mich aus meinen Gedanken.
Ich hob meinen Blick in der Erwartung, dass die Frau mich ansah, aber diese starrte nur entsetzt auf etwas hinter mir. Verwirrt runzelte ich die Stirn und drehte mich um. Ein kleines Mädchen stand dort und starrte mich mit tränenüberströmtem Gesicht an. Ich biss mir auf die Lippe und schmeckte Blut. Verdammt ich dachte diese Familie hätte keine Kinder. Die menschliche Hälfte in mir hasste es so schon Menschen zu meinen Gunsten umbringen zu müssen und Kinder konnte ich nicht umbringen. Ich war ja selber fast noch eins. Doch das kannst du. Ich biss die Zähne zusammen. Du willst es sogar. Du willst, dass all das Blut spritzt. Denn sie sind nicht unschuldig. Sie stehen dir nur im Weg. Mein Kopf begann schmerzhaft zu pochen, aber diese Stimme fuhr unermüdlich fort. Los töte sie. Erschaff dir eine neue Welt. Eine Welt, in der du Zuhause bist; in der du akzeptiert wirst. Ich schüttelte den Kopf, in der Hoffnung die Stimme würde verstummen, aber sie wurde immer lauter. Los Yui. Wir wissen beide, wie du wirklich bist. Töte sie. Töte sie alle. Ich spürte verzweifelt, wie die Stimme die Oberhand gewann und ich meine Vektoren aus meinem Rücken erscheinen ließ. Ich versuchte mit aller Kraft es zu verhindern, aber plötzlich spürte ich, wie jede Menschlichkeit aus meinem Körper verschwand und das Monster in mir übernahm. Jedes Mal, wenn ich tötete passierte es und ich war wie in meinem eigenen Körper gefangen. Es war wie ein Gefängnis. Ich konnte nicht mehr über mein eigenes Handeln bestimmen.
Ich hob die Frau hoch und hörte, wie das Mädchen entsetzt kreischte. Ohne zu Zögern riss ich ihr erst beide Arme raus und dann die Beine. Ich genoss ihr Schreien und den Ausdruck in ihren Augen. Sie sah mich an und sie wusste, dass sie sterben würde. Ich grinste leicht. Um es zu beenden, hob ich einen Bleistift von dem Schreibtisch neben mir auf und jagte ihn durch ihr Gehirn. Ihr Körper fiel leblos  zu Boden und ich drehte mich zu dem Mädchen um. „Du hast das hier gesehen.“ Ich deutete hinter mich. „Und nun kann ich auch dich nicht mehr am Leben lassen.“
Sie starrte mich entsetzt an und trat ein paar Schritte zurück, bevor sie sich umdrehte und versuchte zu entkommen. Ich hielt sie mit meinen Vektoren fest und sie sah mich an. „Nein … bitte nicht.“ Ihr liefen Tränen über die Wangen und sie schluchzte lautlos. Trotz meiner Lust zu töten beendete ich es bei ihr schnell, indem ich ihren Kopf abriss. Auch ihr lebloser Körper sackte in sich zusammen und ich beobachtete, wie das gesamte Blut sich auf dem Fußboden verteilte.
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