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L, warum stellst du mir solche Fragen?

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
L Light Yagami Mello Near OC (Own Character) Watari
27.08.2015
04.08.2017
58
200.043
47
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Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
04.08.2017 5.075
 
Hallo meine Lieben!
Hier nun endlich das nächste Kapitel :-)
Es tut mir furchtbar leid, dass es im Moment immer so lange dauert, aber zwischen Arbeit und Fahrschule und Berufsschule bleibt nicht viel Zeit ;(
Ich schreibe aber für euch fleißig weiter *--* mein Notizbuch ist randvoll.
Ich bedanke mich bei euch für eure Treue und selbstverständlich für die Reviews, Abbos und Favo-Einträge :-) Nun aber viel Spaß beim Lesen und lasst mir doch ein paar Worte da :-)

Liebe Grüße,
Shinra
____________________________________________________________________

Mit einem unguten Gefühl in der Magengegend betrat Kiara Yoshida ein letztes Mal die Zentrale der Sondereinheit die Kira jagte.
In ihrer Rechten trug sie ihre große, schwarze Reisetasche, in der sie alles notwendige verstaut hatte. Kleidung, diverse Pässe und Ausweise, ihren Laptop und nicht zu vergessen ihre Katze. Das Tier schien sich an die Reisen in ihrem Gepäck gewöhnt zu haben, denn der Kater verhielt sich ruhig.
In der Zentrale selbst wurde ihr Eintreten zunächst nicht bemerkt.
Die Herren von der Polizei, sowie Wedy und Aiber, Light Yagami und L unterhielten sich mehr oder weniger ruhig über die Yotsuba-Group.
Ein letztes Mal tief durchatmend, von den Anwesenden unbemerkt, verstärkte sich ihr Griff um die schwarze Tasche.
Die Schwarzhaarige wurde nervös, ihr Herz klopfte einen Takt schneller als es sollte. In wenigen Augenblicken würde sie die Sondereinheit verlassen, ihnen den Rücken kehren.
Sie würde die Ermittlungen verlassen.
L zurücklassen.
Und das zum Schutze ihres ungeborenen Kindes.
Das weibliche Pseudonym hasste sich für diesen Schritt. Mit diesem einen Zug verriet sie alles, wofür sie gearbeitet hatte, woran sie geglaubt hatte. Solch ein Zug passte ihr nicht, es widersprach ihrer Natur.
Gedankenverloren näherte Kiara sich der kleinen Gruppe.
Ihre grünen Augen hatten sich automatisch auf L gerichtet. Nach all der Zeit, die sie mit diesem Mann verbracht hatte, übte er noch immer eine große Faszination bei ihr aus.
Auch schien es der Detektiv zu sein, der ihre Anwesenheit als erstes bemerkte. Beinahe geräuschlos drehte er sich zu ihr herum, sein alles analysierender Blick glitt einen Moment über ihre Erscheinung. Kiara ließ es über sich ergehen. Die junge Frau starrte den Schwarzhaarigen nur still und abwartend an, mehr vermochte sie nicht zu tun.
Ls schwindendes Interesse an der Unterhaltung wurde nach wenigen Augenblicken auch von den anderen Anwesenden bemerkt. Keine Minute verging, da ruhten sechs weitere Augenpaare auf ihr.
Fragende Blicke wurden ihr zugeworfen.
Einen Moment versteifte sich das weibliche Pseudonym.
>Fantastisch.<, die ungeteilte Aufmerksamkeit der Anwesenden bereitete ihr ein wenig Unbehagen.
"K-Key...", der junge Herr Matsuda war es, der seine Stimme als erstes fand. Sie spürte seine Blicke auf ihr, seine Augen die sie fragend musterten und langsam aber sicher zu einer Erkenntniss fanden. Es ging nur wesentlich langsamer vonstatten als bei L, Light Yagami oder ihr, aber dies gab ihr einen Moment Zeit sich auf das Kommende vorzubereiten.
>Bleib gelassen, werde die Ruhe selbst. Werde zu Key, werde das Pseudonym. Dann werden sie nicht merken, das alles nur gespielt ist... Sie dürfen auf keinen Fall erfahren, dass ich von L zu diesem Schritt gezwungen wurde, das würde nur Fragen aufwerfen die ich nicht beantworten möchte.<
Es war ein Schalter der sich in Kiara umzulegen schien, denn es dauerte nicht lange, nur den Bruchteil einer Sekunde, da wurde ihre Miene kühl, distanziert.
Ihr Ausdruck wurde hart, unberechenbar.
"Wer sollte es sonst sein, Herr Matsuda?", ihre Stimme erklang ebenso kühl. Einen Moment war die junge Frau selbst überrascht, dass sie die Rolle als Key noch so gut beherrschte.
Doch wie sollte es anders auch sein?
Key war ein Teil von ihr.
Niemals würde Kiara vergessen.
Das weibliche Pseudonym beobachtete die Reaktionen der Anwesenden.
Die Augen Matsudas weiteten sich erschrocken, ob der Kälte die in ihrer Stimme lag. Die anderen Herren von der Polizei vergaßen einen Moment zu atmen, während Wedy und Aiber die Situation belächelten. Die beiden Verbrecher kannten Key nicht anders, kannten SIE nicht anders.
Es waren L und Light die Kiara in stiller Einverständnis ruhig musterten und ihren eigenen Gedanken nachhingen.
>Interessant welch eine Wirkung Key bei anderen Menschen hat.<
"Was haben Sie mit der Tasche vor, Key?", Mogis ruhige Stimme zog die Aufmerksamkeit der Anwesenden auf die schwarze Reisetasche.
Es war L, der als einziger nicht überrascht wirkte, so war es doch seine Bitte gewesen die sie zu diesem Schritt zwang.
"Das ist doch offensichtlich."
Ihre Antwort schien der bunt gemischten Gruppe nicht zu helfen, denn Kiara wurde nur weiterhin fragend und ahnungslos gemustert.
Genervt verdrehte sie ihre Augen.
Wie kam es, dass ihre Aussagen nie verstanden wurden?
Drückte sie sich etwa unverständlich aus oder waren ihre Mitmenschen einfach zu beschränkt?
Sie wusste es nicht und im Grunde war es ihr auch egal.
"Die Tasche bedeutet meine bevorstehende Abreise. Ich verlasse die Sondereinheit. Sie werden in Zukunft ohne mich auskommen müssen."
"Ja-aber warum?!"
Tota Matsuda starrte Kiara mit offen stehendem Mund und verwirrter und zugleich empörter Miene entgegen. Der junge Polizist schien alles andere als begeistert von ihrem Entschluss zu sein. Kiara konnte ihn sogar verstehen, ihr gefiel es auch nicht.
Sie seufzte.
"Warum nicht?", unschuldig kam ihr diese Frage über die Lippen.
Ihr Verhalten traf bei den Herren von der Polizei auf Gegenwehr, von Sekunde zu Sekunde wirkten sie wütender.
"Was soll das?! SIE KÖNNEN DOCH NICHT EINFACH GEHEN, KEY!"
"Du meine Güte, Matsuda, jetzt kommen Sie mal wieder runter. Es ist ganz einfach..."
"GANZ EINFACH?!...", entfuhr es plötzlich Soichiro Yagami. Der Vater Lights schien der Kragen zu platzen, der ältere Herr erdolchte die junge Frau praktisch mit seinen Blicken.
Unwillig und empört über diese Unterbrechung knurrte Kiara auf. Abgesehen von dieser Unhöflichkeit ging ihr die herrschende Lautstärke gewaltig gegen den Zeiger.
Ihre eigenen Emotionen drohten überzukochen.
Sie wollte die Sondereinheit nicht verlassen!
Sie wollte vor Kira nicht den Schwanz einziehen!
Sie wollte nicht aufgeben!
Wollte sich nicht zurückziehen!
Doch sie musste ihr Ungeborenes beschützen.
In ihr brodelte der Zorn.
Ihre grünen Augen wurden eine ganze Spur dunkler, als dieser sie einzunehmen versuchte.
"Soll ich es Ihnen buchstabieren?!", fauchend spie Kiara die Polizisten an. Es genügte ihr.
"A-aber, wollen Sie etwa den Kampf gegen Kira aufgeben, Key?!"
Einen Moment hielt die junge Frau inne. Nur den Bruchteil einer Sekunde. Ihr Blick glitt zu L. Sie wusste was er hören wollte.
Doch sie konnte nicht.
Den Kampf gegen Kira würde sie niemals aufgeben. Auch nicht für sein Kind, welches sie unter dem Herzen trug.
"Nein, Herr Matsuda. Ich gebe gewiss nicht auf..."
Ihre Augen glitten erneut zu dem jungen, schwarzhaarigen Polizisten.
"Aber warum gehen Sie dann?!"
"Würden Sie mich aussprechen lassen, dann wären Sie schon im Bilde! Also, wie wäre es, wenn Sie ihren Mund halten würden!", ihre ungehaltene Stimme zeigte Wirkung.
Denn dem jungen Polizisten schien auch wieder einzufallen mit wem er da überhaupt sprach. Erschrocken wich er einen Schritt zurück.
"Wie ich bereits sagte: Ich gebe den Kampf gegen Kira nicht auf. Ich habe nicht vor ihn davon kommen zu lassen. Allerdings ist er für mich im Moment nicht von Bedeutung. Mir persönlich macht er keine Umstände. Das gibt mir Zeit... Hinzu kommt das ich beobachten konnte, dass ich alleine sehr viel besser und schneller agieren kann als in einer Gruppe. Ich bin kein Teamplayer, das war ich noch nie. Und ich nehme keine Befehle entgegen, denn ich bin es, die Befehle erteilt. Aiber und Wedy können dies bestätigen. Sie arbeiten schon einige Zeit für mich. Und ich bin mir sicher, L weiß das auch. Immerhin hat er mich jahrelang gejagt... Ich befasse mich mit Kira, sobald es notwendig wird.", sie hatte alles gesagt, was gesagt werden musste.
"J-ja... aber.", Tota Matsuda stotterte hilfesuchend vor sich hin.
"Aiber, Wedy. Ich melde mich bei Zeiten.", mit diesen Worten drehte Kiara Yoshida sich herum und verließ ohne einen Blick zurückzuwerfen die Sondereinheit.
Beklemmung und auch Angst begleiteten sie.
Sie wusste nicht was noch auf sie zukommen würde. Es gab keinerlei Berechnung, nur das Ungewisse. Doch Key wusste wo sie anzufangen hatte.

Seufzend parkte Kiara Yoshida das gestohlene Auto am Straßenrand und stellte den Motor ab. Ihr Mobiltelefon hatte schon längst den Weg in ihre Hand gefunden. Es war bereits einige Zeit vergangen seit die junge Frau Headshot kontaktiert hatte, aber genau dies hatte sie nun vor. Sie wusste, sie konnte sich auf den Mann verlassen, denn wie viele andere profitierte er von seinem Abkommen mit Key.
Ohne es tatsächlich bemerkt zu haben hatte Kiara die entsprechende Nummer gewählt und wartete nun darauf, dass ihr Kontakt sich meldete.
Es läutete.
Mehrere Male.
Für das weibliche Pseudonym waren es Stunden die da vergingen.
"Hier Headshot.", erlöste der junge Amerikaner sie von ihrer Waterei.
"Japan, Kanto Region. Ein kleines, unauffälliges Motel oder eine kleine Wohnung. Sieh zu dass es bewohnbar ist mit allem Drum und Dran. Ein schnelles Motorrad wäre auch nicht schlecht. So schnell wie möglich.", ihre anteilnahmslose Stimme schien Headshot zu genügen um sie als Key zu erkennen, denn er fragte nicht weiter nach.
"So gut wie erledigt, Key.", mit diesen Worten beendete der amerikanische Mann das Telefonat. Keine drei Minuten vergingen, da läutete ihr Handy erneut. Headshot hatte ihr eine Nachricht geschickt die entsprechende Koordinaten enthielt. Zufrieden lächelte die junge Frau. Auf ihr Netzwerk war eben verlass.
"L wird nicht einmal bemerken, dass ich mich noch in Japan aufhalte, nicht solange bis ich es ihn wissen lasse."

Ungesehen, in einer Seitengasse parkend, stieg Kiara Yoshida aus dem gestohlenen Auto aus und ließ das Gefährt ungesichert stehen. Es würde nicht lange dauern und das Fahrzeug würde erneut gestohlen werden. Keine Spur würde auf sie zurückzuführen sein.
Mit einem prüfenden Blick sah sich die junge Frau um.
Das weibliche Pseudonym befand sich in einer heruntergekommenen Wohngegend in der überwiegend Mehrfamilienhäuser standen. Die Straßen waren verdreckt, die Mülltonnen überfüllt und Graffiti verschmierte die Wände.
Kiara rümpfte angeekelt die Nase.
>Hier wird L mich garantiert nicht vermuten. In solch einer Gegend...<, mit festen Schritten und ihrer Tasche in der Rechten machte sich die junge Frau auf zu einem Wohngebäude. Den Menschen die ihr begegneten schenkte sie keinerlei Beachtung, sie waren unwichtig. Menschen mit gewöhnlichen Berufen, gewöhnlichen Familien und Freunden. Sie waren unbedeutend, in ihren Augen nicht relevant.

Eine Woche später hatte sich die junge Frau in der kleinen Wohnung mehr oder weniger eingelebt.
Die Einzimmerwohnung, bestehend aus einer kleiner Küche, einem noch kleineren Badezimmer und dem Wohnzimmer welches der jungen Frau zeitgleich als Schlafzimmer diente, wirkte heruntergekommen, aber dennoch sauber.
Das kleine Apartment war spartanisch eingerichtet, die Farbe an den Wänden blätterte ab, der Fußboden knarzte und die Wände waren hauchdünn.
Kiara konnte ihre Nachbarn hören, bei allem was sie taten, so wie sie auch sie hören konnten. Der jungen Frau war diese Lebenssituation zu viel. Sie beanspruchte ihre Nerven auf einem Level, wie sie es zuvor niemals erlebt hatte.
Kiara Yoshida war Stille gewohnt, Einsamkeit. Jedoch nicht diese nicht existierende Privatsspähre. Doch wäre sie irgendwo anders untergekommen, so hätte L Lawliet sie mit Sicherheit aufgespürt.
Die Schwangere wusste, dass er ihre Schritte verfolgte, auf irgendeine Weise. Er wollte das sie Japan verließ, dass sie sich aus den Ermittlungen heraushielt.
Und so starrte sie angestrengt auf ihren Desktop auf dem sämtliche Programme liefen die sie für ihre Ermittlungen benötigte.
Ihre virtuelle Intelligenz Calypso sicherte wie gewöhnlich ihre Systeme ab und recherchierte währenddessen im Internet nach Neuigkeiten zu Kira. Kiara selbst hatte sich in die Sicherheitsprogramme des FBI und der CIA gehackt um dort nach neuen Hinweisen zu Kira zu suchen. Bis jetzt war sie nicht erfolgreich gewesen.
Frustriert stöhnte die Schwangere auf. Niemand schien im Fall Kira Fortschritte zu erzielen, zumindest nicht die Behörden der USA oder Japans. Nicht einmal Interpol konnte etwas Neues zu dem Fall beitragen.
Es blieb nur noch eine Organisation die Kiara einfiel die vielleicht neue Erkenntnisse gewonnen haben könnte.
Die Sondereinheit die sie gezwungenermaßen verlassen hatte.
>Ich habe mich noch nie in meine eigenen Sicherheitssysteme gehackt. Vielleicht kann ich sogar auf diese Weise Schwachstellen aufspüren und gegebenenfalls ausbessern... Eigentlich keine schlechte Idee.<, ein Lächeln huschte ihr übers Gesicht. Auf irgendeine Weise freute sie sich sogar auf diese Aktion.
"Calypso, beende sämtliche Recherchen. Ich habe ein neues Ziel.", wies Kiara die VI mit freudiger Erwartung in der Stimme an.
"Programmschließung abgeschlossen. Systeme auf einhundert Prozent.", ertönte die mechanische, weibliche Stimme in ihren Ohren.
"Bereite die Firewalls vor. Wir hacken uns in mein Programm. Gegenwehr ist zu erwarten."
"Firewalls aller Stufen aktiv. Programm zur Sicherung der Daten, aktiv. Antivierenprogramme, aktiv. Spionageprogramme, aktiv. Effiziens liegt bei einhundert Prozent."
"Gut. Starte die Infiltration, schick die kleinen Geister aus."
"Infiltrationsprogramm wird vorbereitet... Vorbereitung abgeschlossen. Das Geisterprogramm wird gestartet. Zielangabe erforderlich."
Lächelnd tippte Key einige wenige Zeilencodes ein die die Server der Kira Task Force beschrieben. Wenn alles glatt lief würde die Sondereinheit ihr ungefragtes Eindringen nicht einmal bemerken.

Im Dämmerlicht ihres kleinen Apartments sitzend lud Kiara Yoshida ihre neueste Errungenschaft immer wieder durch. Das M4 Carbaine lag ungewöhnlich leicht in ihren Händen. Dies allein zeigte ihr auf, dass sie die Handhabung nach all den Jahren nicht verlernt hatte.
Ein leichtes Lächeln huschte über ihre Züge.
Wie lange hatte sie mit diesem Gewehr an Schießständen geübt?
Wochen?
Das weibliche Pseudonym wusste es nicht mehr.
Tief atmete sie durch, die kühle Luft in ihrer Wohnung erfrischte ihren Geist und hielt sie wach.
Auf irgendeine Art entspannte es Kiara die Waffe immer wieder zu zerlegen und wieder zusammen zu setzen.
Es schienen Stunden zu vergehen bis etwas anderes in dem kleinen Apartment geschah. In der Stille der kleinen, heruntergekommenen Wohnung ertönte mit einem Mal das Klingeln ihres Mobiltelefones.
Verwirrt blickte das weibliche Pseudonym auf und runzelte die Stirn.
Wer sollte sie kontaktieren wollen?
L?
Nein, das konnte nicht sein. Der Detektiv würde versuchen sie über ihren Laptop zu kontaktieren. Immerhin hatte er so die Möglichkeit ihre Gesichtszüge, zusätzlich zu ihrer Stimmlage, zu analysieren.
Seufzend erhob sich die junge Frau und begab sich zu ihrem Handy das auch nach mehrmaligem Klingeln einfach fröhlich weiter vor sich hin läutete.
>Wenn man versucht mich so penetrant zu erreichen, dann muss es wichtig sein.<, mit skeptischen Blick betrachtete Kiara die Nummer die auf ihrem Display leuchtete. Sie erkannte sie nicht.
>Nur ein kleiner, aber ausgewählter Kreis besitzt diese Nummer. Egal wer es ist, er möchte Key erreichen... und das unbedingt.<
Ohne weiter Zeit zu verschwenden nahm die Schwarzhaarige den Anruf entgegen. Neugierig darauf wessen Stimme ertönen würde, wartete sie.
"Du hast nachgelassen. Wirst du etwa langsam?", begrüßte sie die aufstachelnde Stimme Wedys. Ein Knurren wollte über Kiaras Lippen kommen, doch sie unterdrückte diesen Impuls.
"Dein Ton gefällt mir nicht, Wedy. Es klingt beinahe so, als wolltest du rebellieren... Hast du etwa vor dich komplett auf Ls Seite zu schlagen?"
Auf ihre Worte hin wurde am anderen Ende der Leitung gelacht. Erneut wollte ihr ein Knurren entfliehen. Kiara wusste nicht wie, doch Wedy schien ihre Wut zu spüren, denn das Lachen hörte mit einem Mal auf.
"Meine Loyalität gilt allein dir, Key. Jeder, der intelligent genug ist, weiß dass er dich nicht zu hintergehen hat. Ich gehöre nicht zu diesen Trotteln die es dennoch versuchen."
"Du hast doch nicht etwa angerufen, um mir das zu sagen, oder?", ihre herablassende Stimme schien Wirkung zu zeigen, denn die andere Frau am Ende der Leitung seufzte.
"Nein, natürlich nicht. Ich habe Informationen für dich... Kyosuke Higuchi befindet sich auf dem Weg zum Firmensitz der Yotsuba-Group. Der Meisterdetektiv hat vor ihn festzusetzen, er ist sich sicher, dass dieser Mann Kontakt und Informationen zu Kira hat... Ich dachte, es sei meine Pflicht, als eine gute und treue Mitarbeiterin, dir diese Informationen zu übermitteln."
Kiara erlaubte sich ein Lächeln.
Es war und würde einfach immer so bleiben, auf ihr Netzwerk war verlass.
"Du hast richtig entschieden. Und ich denke es ist wieder an der Zeit in Erscheinung zu treten."
"Ich dachte mir schon, dass du das sagen würdest. Wir sehen uns dann, Key.", mit diesen Worten beendete die blonde Profieinbrecherin das Telefonat.
>Dann ist es also soweit. Kyosuke Higuchi, also.<
Bestimmten Schrittes begab sich Kiara Yoshida zu ihrem M4 Carbine, die Jagd auf Kira sollte beginnen.

Vollkommen in Schwarz gekleidet und mit ihrem Karabiener auf dem Rücken fuhr Kiara durch die Straßen Tokios. Sie war auf dem Weg zum Firmensitz der Yotsuba-Group und schlängelte sich geschickt mit ihrem Sportmotorrad durch den Verkehr der Metropole.
Obwohl sie eine gewisse Aufregung verspürte ging ihr Puls ruhig. Denn endlich tat sich wieder etwas im Fall Kira, endlich machte dieser Fall Fortschritte.
Gerade, als Kiara ihr Motorrad in einer Seitengasse parkte, beobachtete sie Higuchi dabei wie er in seinen roten Porsche Carrera stieg.
>Wohin möchte er denn jetzt?<
Das weibliche Pseudonym beschloss dem Japaner erst einmal hinterher zu fahren. Dass er verfolgt wurde schien der Geschäftsmann nicht einmal zu bemerken, trotzdessen wagte es Kiara nicht den Abstand zu ihm zu verringern.
Und so führte Kyosuke Higuchi sie durch die Straßen Japans, bis er erneut seinen Sportwagen hielt, direkt vor dem Gebäude von Sakura-TV.
Durch das verdunkelte Visier ihres Helmes beobachtete die Schwarzhaarige Higuchi dabei, wie er aus seinem Wagen austieg und den Eingang des Fernsehsenders passierte. Sie selbst blieb an Ort und Stelle, noch wollte sie sich nicht einmischen. Und so wartete sie in einer weiteren Seitengasse auf den Geschäftsmann. Ungeduldig trommelten ihre Finger auf ihrem Oberschenkel herum, bald musste etwas geschehen.
Ihre Geduld wurde belohnt, mehr oder weniger, denn in dem Gebäude ertönten mit einem mal Schüsse. Kurz darauf kam der Verdächtige aus Sakura-TV gestürmt, preschte in sein Auto und gab mit einem mal so viel Gas, das Kiara einen Moment zuckte.
>Was hast du nur vor, Higuchi?<
Ohne einen weiteren Gedanken an die Situation zu verschwenden startete Kiara schließlich selbst ihren Motor. Sie selbst beschleunigte ihre Maschine nun so schnell und ohne Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer, dass L sie mit Sicherheit für solch ein Verhalten bestraft hätte.
Präzise schlängelte sie sich durch den herrschenden Verkehr. Um sie herum ertönten immer wieder Hupen und wütende Ausrufe. Kiara ignorierte sie alle. Wichtig war nur das Ziel. Kira.
>Higuchi bemerkt mich nicht einmal, so konzentriert ist er auf seine Flucht. Was ist da nur bei Sakura-TV geschehen?<
Über ihr ertönte ein stetes rotieren von Propellern, verwirrt runzelte Kiara die Stirn unter dem Helm. Die hohe Geschwindigkeit ihres Gefährts nahm sie nur nebenbei wahr.
"Ein Hubschrauber?", fragend glitt ihr Blick einen Moment nach oben, nur um festzustellen, dass sie richtig lag. Es war ein Hubschrauber.
>Das ist keiner von der Polizei, die Lackierung passt nicht.<, konzentriert darauf keinen Unfall zu verursachen überholte sie einen blauen PKW.
"Calypso, finde heraus wer da im Hubschrauber sitzt. Es ist nicht die Polizei... Ist es die Sondereinheit?", wies sie ihre VI herrisch an.
"Überprüfe... Daten gefunden, vergleiche...", für wenige Augenblicke schwieg die mechanische Stimme.
"Daten verglichen. Identität des Hubschraubers erkannt. Zugehörigkeit: Kira Task Force. Pilot: unbekannt."
>Also doch. Der Pilot soll unbekannt sein? Tzz... wenn da mal nicht L seine Finger im Spiel hat.<
Mit Höchstgeschwindigkeit und dem Hubschrauber im Nacken fuhr Kiara auf eine Autobahn. Der Verkehr, wie sie nun bemerkte, hatte sich vollkommen aufgelöst. Die Straße war ausgestorben.
>Welch ein seltsamer Zufall.<, auf den roten Porsche fixiert bemerkte die junge Frau nicht einmal dass die japanische Polizeibehörde vor Higuchi eine Sperre errichtet hatte und der Japaner somit gezwungen war eine Vollbremsung einzulegen.
Beinahe zu spät reagierte Kiara auf die quitschenden Reifen des Sportwagens und auf die einhundertachtzig Grad Drehung. Mit einem mal bremste sie selber so stark ab, dass sie selber ins Schleudern geriet.
"VERFLUCHTE SCHEIßE!"
Ihr Puls schoss in einem Moment so in die Höhe, wie sie es selber selten erlebt hatte. Durch das Adrenalin berauscht bekam sie ebenfalls nicht mit, wie der Detektiv, den sie als Piloten vermutete, den Hubschrauber hinter ihr sicher zu Boden brachte.
Diese Tatsache hielt Kyosuke Higuchi jedoch nicht davon ab einen letzten Fluchtversuch zu starten. Der Japaner hatte anscheinend eine Lücke zwischen ihr und dem Fluggerät entdeckt und versuchte eben durch diese hindurch zu fahren. Doch diese Rechnung hatte er ohne Watari gemacht, wie die junge Frau erkannte. Der ältere Herr schoss mit einem Scharfschützengewehr auf den vorderen, rechten Reifen des Autos. Er zerplatzte regelrecht und brachte den Porsche erneut ins Schleudern. Mit voller Wucht knallte das Auto gegen die Banden und blieb dort zerbeult stehen.
Einen Moment erlaubte Kiara es sich zu dem Hubschrauber zu blicken, in dem tatsächlich L Lawliet das Steuer übernommen hatte. Light Yagami saß direkt neben ihm.
>Alles andere hätte mich jetzt auch gewundert.<
Einen kurzen Blick auf Watari erhaschend, der noch immer sein Scharfschützengewehr in den Händen hielt, zückte Kiara nun selbst ihr M4 Carbine und richtete es auf Higuchi.
"Stell etwas an und ich knall dich ab."
Konzentriert behielt die Schwangere Kyosuke Higuchi im Blick.
"Bleibt weg! Bleibt weg Ihr Penner!", schrie der Verdächtige wütend in die Richtung der Polizisten. Mittlerweile hatte er selbst eine Waffe gezogen und presste sie sich gegen die Schläfe.
Doch auch diese Rechnung hatte Higuchi ohne Watari gemacht. Erneut schoss der ältere Herr, mit einer Präzision die Kiara verblüffte, die Waffe aus der Hand des Verdächtigen.
Für die Herren Mogi und Yagami schien dies das Zeichen gewesen zu sein aus ihrem Fahrzeug auszusteigen. Zusammen mit Aizawa, der offensichtlich für diese Polizeibarrikade verantwortlich war, näherten sie sich dem Verdächtigen mit Motorradhelmen. So hatte Kyosuke Higuchi keine Möglichkeit die Polizisten zu töten, wenn er momentan Kira war, wie vermutet wurde, dann benötigte er zumindest das Wissen über ihr Aussehen. Durch die Motorradhelme mit verdunkeltem Visier jedoch, wurde dies zur Unmöglichkeit.
>Die Polizei saß also doch nicht mit eingezogenem Schwanz da. Es scheint so, als wäre Aizawa der Verantwortliche für diese Strategie. Gut gemacht.<, unter ihrem eigenen Helm lächelte Kiara. Sie hätte wissen müssen das der Afroträger nicht kampflos unterging.
"Higuchi! Aussteigen und dann die Hände hoch!", die laute, fordernde Stimme Soichiro Yagamis holte Kiara aus ihren Gedanken.
Der Griff um ihr Karabiener verstärkte sich.
Vorsichtig und mit erhobenen Händen stieg der Angesprochene aus seinem zerbeulten Sportwagen, Herr Yagami, Mogi und Aizawa zögerten keine weitere Sekunde und nahmen den Japaner in Gewahrsam. In Handschellen und mit verbundenen Augen stellte der Mann im Grunde keine weitere Gefahr dar, doch Kiara wurde das Gefühl nicht los weiterhin auf ihn zielen zu müssen.
"Wir haben Higuchi festgenommen.", auf die Worte des älteren Yagamis hin erhielt Kyosuke Higuchi ein Headset. Ganz offensichtlich auf Ls Aufforderung hin. Der Meisterdetektiv wollte ihn anscheinend gleich vor Ort befragen.
>Bedauerlich das ich nur Higuchi hören kann.<, sie seufzte, doch anstatt sich über die Situation aufzuregen besann Kiara sich darauf auf den Gefassten zu achten.
Der Geschäftsmann war auf äußerste angespannt, zögerte wie es ihr vorkam.
"Ein Notizbuch.", flüsterte er.
>Hä?<
"Naja, Sie werden es mir ohnehin nicht glauben. Aber wenn man den Namen eines Menschen, dessen Gesicht man kennt hineinschreibt, stirbt er.", die gefasste Erklärung Kiras verwirrte die junge Frau nur noch mehr. Ein Notizbuch sollte für die Mordserie Kiras verantwortlich sein? Ein einfaches Notizbuch? Und man musste nur den Namen eines Menschen hineinschreiben, dessen Gesicht man kannte, um ihn zu töten? Für Kiara Yoshida klang das Alles mehr als nur absurd. Soetwas war einfach unmöglich.
>Und dennoch... Wie soll Kira diese Morde sonst verübt haben? Er hat Menschen getötet, weltweit und das ohne irgendeine Organisation. Ich habe die Umstände mehrmals überprüft. Kira ist eine einzige Person, kein Netzwerk das von einem hochintelligenten Menschen geführt wird, wie ich es tue... Wie sagten Mello und Near noch gleich? Kira muss entweder über einen Helfer oder aber über eine Kraft verfügen, die wir uns nicht vorstellen können. Dieses Notizbuch... könnte also eine Kraft innehaben, die nur allein Kira kontrollieren kann...<, Kiaras Gedanken wurden abgelenkt als sie bemerkte wie Soichiro Yagami in den Porsche Kiras stieg. Der ältere Herr im roten Anzug durchsuchte das Auto gründlich.
>Higuchi und Kira, ein und dieselbe Person. Allerdings glaube ich eher, dass es sich hierbei um einen weiteren Kira handelt. Ein roter Porsche Carrera passt nicht zu unserem ersten Kira. Viel zu auffällig und aufgeblasen.<
"Ja, ich hab es! Hier auf dem Sitz liegt eins. Es stehen Namen drin. Scheint ein ganz gewöhnliches Notizbuch zu sein."
Ihre grünen Augen hafteten auf den ehemaligen Polizisten im Auto. Er durchblätterte in der Tat ein gewöhnliches Notizbuch.
>Und das soll es sein?<, das weibliche Pseudonym wurde unruhig. Etwas sagte ihr, dass das Ganze noch nicht vorbei war. Und Recht sollte sie behalten, denn schon im nächsten Moment flüchtete Soichiro Yagami schreiend aus dem Wagen und fiel zu Boden.
"E-e-ein Monster!", pure Panik klang in seiner Stimme mit.
"Was zum...", entfuhr er der jungen Schwangeren auf dem Motorrad und beobachtete Yagami dabei, wie er panisch nach seiner Waffe tastete, die er nicht mehr bei sich trug.
"Ja, ja das stimmt, ja.", hörte sie den panischen, ehemaligen Polizisten rufen.
"Ist alles okay, Chef?"
"Mogi, sagen Sie bloß-sagen Sie bloß Sie sehen das nicht?!", mit ausgestrecktem Arm zeigte Herr Yagami auf einen unsichtbaren Punkt in der Luft.
>Dreht er jetzt völlig durch? DA IST NICHTS!<
"Chef, Sie sind mit den Nerven völlig am Ende!", Kanzo Mogi versuchte seinen ehemaligen Chef und Kollegen zu beruhigen. Auch er blickte einen Moment in besagte Richtung und fing dann ebenfalls unerwarteter Weise an zu schreien. Voller Panik und Angst.
>Ich begreife nicht was... Moment mal.<, ihre Augen wanderten zu Mogis Hand in der er das Notizbuch hielt. Erkenntniss kam in Kiara auf.
>Das Notizbuch! Yagami hatte es in der Hand, kurz bevor er anfing von einem Monster zu reden. Und jetzt Mogi... Existiert tatsächlich ein Monster das man nur sehen kann, wenn man das Notizbuch berührt?<
"Man-man kann das Ding anscheinend erst sehen, nachdem man das Notizbuch berührt hat! D-da steht ein Monster!", es war Herr Yagami der ihren Gedanken bestätigte.
>Wie ist soetwas möglich?<, Kiaras Mund wurde staubtrocken. Sie schluckte. Das alles hörte sich eher nach einem schlechten Horrorfilm an, als nach einer ernstzunehmenden Ermittlung.
"J-ja.", mit diesem einen Wort stand Kanzo Mogi vom Boden auf und brachte das besagte Notizbuch zum Hubschrauber.
"Ryusaki, hier ist es."
Für Kiara zog sich die Zeit zäh wie Kaugummi hin. Es schien eine halbe Ewigkeit zu dauern, bis das Notizbuch von L entgegengenommen wurde. Und noch länger, als sein Blick in Richtung des Autos glitt, an ihr vorbei, direkt auf den Punkt an dem besagtes Monster stehen sollte.
Der Detektiv murmelte etwas, doch Kiara musste ihren Verlobten nicht verstehen um zu begreifen das sein Blick, sein gesamter Ausdruck beinahe ängstlich wirkte.
>Unmöglich...<
Der Jahrhundertdetektiv war in seiner Bewegung erstarrt, blickte nur auf die Stelle an der das weibliche Pseudonym nichts sehen konnte. Light Yagami schien es gar nicht abwarten zu können die Situation zu begreifen, denn ohne das L es merkte griff er nach dem Notizbuch. Wenige Sekunden danach blickten die dunklen Augen Ls auf seine Finger. Das Buch war nicht mehr in seinem Besitz. Dies schien auch der Schwarzhaarige zu bemerken, denn seine Augen glitten zu Light.
Die Schwarzhaarige, die noch immer auf ihrem Motorrad saß, folgte seinem Blick ebenfalls. Gerade rechtzeitig, wie ihr schien, denn aus Light Yagamis Kehle drang ein lauter Schrei. Doch es war nicht der Laut der Kiaras Alarmglocken läuten ließ, sondern der Ausdruck in seinen Augen. In ihnen schwang Erkenntniss mit, Erinnerungen.
Doch was der jungen Frau noch seltsamer und verdächtiger als dieser Ausdruck vorkam war, das der junge Mann sich umgehend an die Arbeit machte. Dabei gab er nicht einmal das schwarze Notizbuch aus den Händen.
Ein kurzer Blick in Ls Richtung und sie wusste das der Detektiv genauso empfand wie sie. Auch wenn sie nicht wirklich etwas feststellen konnte, wirkte Light Yagami eher wie Kira, als Higuchi.
"Ja, äh-ja, natürlich.", erklang hinter ihr die Stimme Yagamis.
Ihre Augen weiterhin auf den Sohn des ehemaligen Oberinspektors gerichtet, konnte Kiara nur hören wie "Kira" weggeführt wurde.
Ihr Hauptverdächtiger, Light, wirkte währenddessen leicht angespannt.
>Du wartest doch auf etwas, aber auf was? Was führst du in Schilde? D...<, ihren Gedankengang musste das weibliche Pseudonym abbrechen, denn mit einem Mal erfüllte ein grausamer Schrei die Luft. Kiara wusste es war Kyosuke Higuchi, sie erkannte seine Stimme. Auch wenn sie in diesem Moment nur reine Qualen ausdrückte und schließlich erstarb.
Doch statt zu ihm zu sehen, wie es alle taten, blickte Kiara Yoshida zu Light Yagami. Auf seinem Gesicht erschien, nur für den Bruchteil einer Sekunde, ein Ausdruck an Freude der schnell dem eines Überraschten wich.
>Was war das? Das war ganz eindeutig Freude die du schnell mit dem Ausdruck der Überraschung überspielt hast, Light... Oder fange ich an Dinge zu sehen, die gar nicht da sind? Habe ich mich durch Higuchis Schrei ablenken lassen?... Nein, ich bin mir sicher. Du, Light Yagami, bist Kira.<
Ihr Blick fixierte sich noch mehr auf den jungen Studenten. Sie war sich selten so sicher gewesen wie in diesem Moment. Vor ihr, in einem Hubschrauber direkt neben L saß Kira.
Ihr Griff um ihr Karabiener verstärkte sich, wurde krampfartig. Ohne die Aufmerksamkeit der anderen Anwesenden zu erwecken hob sie das Gewehr an. Zielte auf den Kopf des Studenten.
>Ein einziger Schuss in den Kopf, nur ein Schuss... und die Sache wäre erledigt.<
"Ryusaki, ich glaube Higuchi...", die Stimme des ehemaligen Oberinspektors erklang in der Ferne.
Das weibliche Pseudonym vernahm wie der vermeitliche Kira zusammenbrach.
"Hey! Higuchi!", auch die Stimme Aizawas erklang für Kiara weit entfernt.
Kyosuke Higuchi war also gestorben. Ohne weiteres.
Doch Kiara hatte nur für eine einzige Person Augen. Light Yagami. Sie war sich sicher! Sie musste nur ihren Finger am Abzug krümmen.
>Nur ein Schuss in den Kopf! Kira, du mickriger, kleiner Bastard! Ich wusste es die ganze Zeit, Light Yagami! Du bist Kira!<
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