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L, warum stellst du mir solche Fragen?

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
L Light Yagami Mello Near OC (Own Character) Watari
27.08.2015
04.08.2017
58
200.043
47
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21.04.2017 3.191
 
Müde lehnte Kiara Yoshida sich in ihrem Stuhl zurück.
Für sie war dieser Tag mehr als anstrengend gewesen. Sie hatte sich erst einmal ausführlich mit Wedy und Aiber unterhalten. Die Einbrecherin und der Trickbetrüger wurden eingehend von der Schwarzhaarigen über die aktuelle Lage aufgeklärt.
Yotsuba zu infiltrieren würde kein leichtes Spiel werden, dass wusste Kiara nur zu gut. Auch wenn Wedy und Aiber zu den Besten gehörten, sie mussten darauf vorbereitet werden.
Nur zu gerne übernahm das weibliche Pseudonym diese Aufgabe, denn sie kannte die beiden Verbrecher am besten. Sie kannte all ihre Stärken und Schwächen.

Nachdem die beiden Verbrecher in der Hauptzentrale angekommen waren, war wieder die Routine eingekehrt.
Von ihrem angestammten Platz aus beobachtete Kiara Yoshida die neue Situation.
L Lawliet und Light Yagami waren nach wie vor aneinander gekettet. Während der junge Verdächtige weiterhin konzentriert arbeitete, verschlang L ein Stück Kuchen nach dem anderen. Auch der Detektiv schien die neue Lage beobachten zu wollen, denn obwohl er das Stück Erdbeerkuchen offensichtlich genoss, wanderten seine dunklen Augen umher.
Die Herren Mogi und Yagami studierten eifrig Baupläne des Hauptsitzes der Yotsuba-Group, dabei schienen sie nicht einmal zu bemerken, wie Wedy ihnen über die Schulter blickte und belustigt lächelte. Die Einbrecherin machte sich ganz eindeutig lustig über die beiden ehemaligen Polizisten. Kiara wusste, dass die Blondiene sich bereits ausgibig über Yotsuba selbst und das Gebäude informiert hatte.
Währenddessen hing der junge Matsuda an den Lippen Aibers. So wie es aussah ließ sich der junge Schwarzhaarige einige wertvolle Tipps in Sachen verdeckte Ermittlungen geben.
Amüsiert darüber schüttelte die Schwangere ihren Kopf.
Herr Matsuda konnte ihrer Meinung nach noch einiges lernen.
Kiara vernahm Schritte, Absätze klackerten auf dem Boden.
"Wedy.", sie sah nicht einmal auf, als sie die Einbrecherin begrüßte.
"Key... Sag, wie laufen die Sicherheitssysteme in Frankreich?"
Nun blickte das weibliche Pseudonym doch zu der anderen Frau. Verwundert zog sie ihre Augenbrauen in die Höhe.
Es wurde still in der Zentrale. Jedermanns Aufmerksamkeit schien auf ihnen beiden zu liegen.
Es war ihr egal.
"Was-was denn für Sicherheitssysteme?", erklang die fragende, neugierige Stimme Matsudas. Wedy lachte auf und Kiara seufzte. Natürlich musste der junge, ehemalige Polizist nachfragen.
"Herr Matsuda, ist das nicht offensichtlich?", ihre Stimme klang tadelnd. Es war doch offenkundig.
"Äh..."
"Was glauben Sie wie ich mein Geld verdiene? Nur mit den Aufträgen der vielen Verbrecher, die ich verschwinden lasse? Wohl kaum."
"Wie-wie meinen Sie das, Key?"
"Sie wissen es ja tatsächlich nicht.", die lachende Stimme Wedys erklang in der gesamten Zentrale. Die Unwissenheit der Sondereinheit schien sie noch mehr zu amüsieren, als alles andere.
"Ich, Herr Matsuda, entwickle eine Vielzahl von Computersicherheitssystemen und verkaufe diese dann. Meine Kunden sind meist sehr vermögend. So ziemlich jede Hochsicherheitseinrichtung dieser Welt ist mit meinen Systemen ausgestattet. Natürlich ist nicht jeder auf den neuesten Stand oder verfügt über gewisse Zusätze, die ich nur an die Meistbietenden verkaufe. Wenn dies nämlich der Fall wäre, dann würde ich ja nichts verdienen... Natürlich wissen meine Kunden nicht, dass sie mit Key handeln. Und es ist eine Tatsache, dass sich die Meisten selbst noch einmal an diesen Systemen zu schaffen machen... Und Frankreich? Nun, Frankreich ist mittelmäßig ausgestattet. Vor eins, zwei Jahren noch war das noch ganz anders. Aber das weißt du ja, nicht wahr Wedy?"
Das weibliche Pseudonym blickte zu der Angesprochenen, diese lächelte.
Kiara wusste, die Blondiene war bereits einige Male an ihren Sicherheitssystemen vorbei gekommen, denn sie war ebenfalls ein Profi auf ihrem Gebiet.
"Was mich mal interessieren würde...", mit einem Mal erklang Light Yagamis Stimme. Kiara blickte den Jungen an, sein Blick lag auf ihr. Er wirkte nachdenklich.
"... woher wusstet ihr beiden eigentlich, dass Kiara Yoshida Key ist? Ich dachte, ihre Identität sei unbekannt und niemand wüsste wer sich hinter diesem Pseudonym verbirgt."
Kiara wusste, diese Frage war an Wedy und Aiber gerichtet.
Beide Verbrecher lächelten.
"Wir wussten es nicht. Erst als wir sie hier in der Zentrale gesehen haben. Als Wedy und ich das erste Mal mit Key in Kontakt kamen, da schickte das Pseudonym einen Mittelsmann zu uns. Unser Kontaktmann zu Key war eine Frau, diese Frau.", mit einer Kopfbewegung in ihre Richtung verwies der Trickbetrüger auf sie.
"Verstehe. Kiara hat sich also als Mittlesmann Keys ausgegeben, obwohl sie selbst Key war. Clever. Niemand würde darauf kommen, dass sich dieses bekannte Pseudonym selbst einsetzt.", die erhlich verblüffte Stimme Lights drang in ihren Kopf ein.
Eines musste das Pseudonym zugeben. Light Yagamis Kombinationsgabe war herausragend.

Ein Piepen ertönte in der Zentrale, ausgehend von Ls Computer.
Wataris Erkennungzeichen erschien auf einem der Monitore.
"Ryusaki."
L blickte auf, Lights Blick folgte seinem und Kiara setzte sich auf.
"Was gibts, Watari?"
"Der Privatdetektiv Eraldo Coil wurde beauftragt heraus zu finden, wer sich hinter dem Pseudonym L verbirgt."
Bei dem eben erwähnten Namen wurde Kiara Yoshida hellhörig. Wie Light und die Herren Mogi und Yagami begab sie sich zu L. Sie war überrascht.
>Etwa der Eraldo Coil?<
"Eraldo Coil? Dieser Mann ist doch angeblich gleich nach L der beste Detektiv der Welt. Wer vergibt denn solch einen Auftrag?", die fragende Stimme Soichiro Yagamis erklang direkt neben ihr. Doch Kiaras Blick war auf den Monitor gebannt, auf dem in der Zwischenzeit ein Bild aufgetaucht war. Ein Mann mit kurzem, schwarzen Haar und blauer Brille war darauf zu sehen. Sein Blick wirkte grimmig.
"Der Auftraggeber leitet die Rechtsabteilung der tokioter Zentrale der Yotsuba-Group. Der Name dieses Mannes ist Masahiko Kida.", drang Quillsh Wammys erläuternde Stimme aus dem Lautsprecher des Monitors.
"Also doch Yotsuba.", war erneut die Stimme des ehemaligen Oberinspektors zu vernehmen.
"Die Yotusba-Group hat Verbindung zu Kira, wenn sie jetzt versuchen Ls wahre Identität zu ermitteln, dann tuen sie das vermutlich nur aus dem Grund, um ihn danach umzubringen.", während Light Yagami sprach, war sein Blick auf den Detektiv gefallen.
>Du sprichst das Offensichtlichste aus, Light Yagami. Doch warum ist L so still? Er scheint sich keinerlei Sorgen zu machen. Ist es vielleicht möglich, dass...<
"Das ist eine Katastrophe. Wir haben ohnehin schon zu wenig Leute und jetzt müssen wir uns auch noch um diesen Coil kümmern!", Kiaras Gedankengang wurde von dem älteren Yagami unterbrochen. Verärgert entfloh ihr ein leises Knurren.
Ihre Augen richteten sich auf L, dieser aß unbeirrt an seinem Kuchen weiter, wie die junge Frau verblüfft feststellte.
"Kein Grund zur Panik... Dieser Privatdetektiv Eraldo Coil bin nämlich ich.", immernoch auf seinem Stück Kuchen herumkauend fing der schwarzhaarige Detektiv an zu sprechen. Einen Moment wurde es still.
>Also doch.<
Kiara war überrascht. Von diesem Umstand hatte sie nämlich nichts gewusst. Sie erinnerte sich nur zu gut daran, wie sie vor einigen Jahren versucht hatte, über den Privatdetektiv Coil etwas über L heraus zu finden. Nun wusste sie auch, wie Coil ihr keine Ergebnisse liefern konnte. L konnte schlecht etwas über sich selbst in Umlauf bringen.
Erneut knurrte Kiara leise vor sich hin.
Wieso war sie nicht darauf gekommen, dass Coil und L ein und dieselbe Person waren?
"Wenn von den drei größten Detektiven der Welt die Rede ist, L, Eraldo Coil und Deneuve, dann bin das immer ich. Bislang sind die Meisten die mich enttarnen wollten darauf reingefallen."
>Oh, wie recht er doch hat!<, zornig funkelte Kiara den Detektiv an.
Wusste L, dass sie einst versucht hatte, so an ihn heran zu kommen?
Es war naheliegend.

"Du warst es also tatsächlich.", Ls ruhig gesprochene Worte drangen in ihre Ohren. Seine Tonlage klang feststellend.
Da die Polizisten sich wieder an ihre Arbeit begeben hatten, sah der schwarzhaarige Detektiv sich anscheinend gezwungen dieses Gespräch zu führen.
Es interessierte Kiara Yoshida nicht, dass Light Yagami aufmerksam zuhörte.
Doch die junge Frau wollte es ihrem Verlobten nicht so einfach machen. Sie stellte sich dumm, ahnungslos und vollkommen unwissend.
"Wovon sprichst du?"
L Lawliet stutzte. Sein Daumen wanderte an seine Lippen und verweilte dort. Seine dunklen Augen musterten Kiara.
"Eraldo Coil... Vor einigen Jahren wurde Coil, also ich, damit beauftragt Ls Identität zu enttarnen. Ein Mann, James Carter, wurde von Key damit beauftragt etwas über das Pseudonym L in Erfahrung zu bringen."
"James Carter... ja, jetzt wo du es erwähnst. Dieser Name sagt mir etwas. Allerdings habe ich das schon ganz vergessen gehabt, L."
Gespielt seufzte Kiara.
Sie log. Diese Begebenheit hatte sie gewiss nicht vergessen. Das James Carter nichts herausgefunden hatte war eine Niederlage für sie gewesen. Doch das musste der Detektiv nicht wissen.
"Lügnerin."
Ls klare Aussage ließ Kiara erbeben.
Wie hatte er sie genannt?
"Wie bitte?", knurrend ging die junge Frau einen Schritt vorwärts.
"Ich sagte: Lügnerin... Eine Niederlage vergisst du niemals. Das weißt du, das weiß ich, das weiß jeder. Jeder der dich annähernd kennt."
Ein erneutes Mal entfloh ein Knurren aus ihrer Kehle. Dieser Mann kannte sie einfach viel zu gut.

Es herrschte eine gewisse Anspannung in der Zentrale der Sondereinheit.
Wieder einmal hatte sich eine kleine Gruppe um den weltbesten Detektiv versammelt.
Während L Lawliet in seiner üblichen Sitzhaltung auf einem Stuhl hockte, stand Kiara Yoshida ihm mit verschränkten Armen gegenüber. Die Herren Mogi und Yagami standen gleich neben ihr, der Sohn des Oberinspektors hatte sich gleich neben L gestellt. Wedy, die Einbrecherin zog immer wieder genüsslich an ihrer Zigarette, während Aiber den Qualm offensichtlich zufrieden einatmete.
Es herrschte Stille, jeder wusste das es nun langsam ernst werden würde.
"Okay... Ich soll also versuchen in seine Nähe zu kommen. So gut wie erledigt.", Aibers Stimme klang zuversichtlich. Sein Blick lag auf dem Bild von Masahiko Kida. Der Trickbetrüger würde dessen Vertrauen gewinnen, das wusste Kiara einfach. Aiber war ausgezeichnet, er verstand es sich mit Menschen abzugeben und deren Vertrauen zu gewinnen, nur um sie dann zu betrügen.
"Und ich soll dafür sorgen, dass im tokioter Hauptsitz der Yotsuba Group das Sicherheitssystem umgangen und die Kameras ausgeschaltet werden. Ist das richtig?"
Erneut zog Wedy an ihrer Zigarette, ihr Blick lag dabei auf L.
>Es ist also tatsächlich so weit. Wir unternehmen erste Schritte gegen Yotsuba... Vielleicht kommen wir so endlich an Kira heran... Es muss einfach funktionieren.<
"Ja... es ist so gut wie sicher, dass zwischen Kira und Yotsuba eine Verbindung existiert. Wir werden den Laden genau unter die Lupe nehmen. Als erstes müssen wir rausfinden welche und wie viele Personen da über Kiras Fähigkeiten verfügen.", Ls Stimme blieb weiterhin tonlos.
"Unter keinen Umständen darf jemand vom Yotsuba Konzern merken, dass wir gegen sie ermitteln. Bitte denken Sie daran, sobald Sie etwas merken hat das zur Folge, dass wir Kira nicht mehr fassen können."
L Lawliets Blick wanderte einmal umher, seine Augen verweilten einige Sekunden auf ihr. Kiara wusste was er sah. Die kleine, kaum wahrnehmbare Wölbung ihres Bauches.
>Ich denke ja eher, dass Kira unter uns ist, statt unter den Yotsuba Leuten... zumindest der Ursprüngliche Kira. Doch wenn wir den aktuellen Kira zu fassen bekommen, dann wird es nicht mehr lange dauern, bis wir IHN haben... Light Yagami. Eines Tages wirst du schon enttarnt werden.<
Kiaras grüne Seelenspiegel hatten sich fest in die Ls gebohrt.
Vermutlich wusste der Detektiv um ihre Gedanken, es musste so sein, denn sein Blick war eindringlich und warnend. Kiara sollte sich nicht alleine nur auf ihre Thesen konzentrieren. Sie sollte, nein, musste wachsam bleiben.
"Bitte vermeiden Sie auf alle Fälle voreilige Aktionen. Und handeln Sie auf keinen Fall auf eigene Faust.", Ls Stimme hallte noch immer durch die Zentrale.
Prüfend blickte die junge Schwangere sich einmal um.
>Wo steckt eigentlich Matsuda? Diese Worte sollte er sich zu Herzen nehmen.<
Ein doppel ertönendes Piepen drang an ihre Ohren. Mit hochgezogener Augenbraue wanderte Kiaras Blick zu dem Monitor. Sie ahnte Böses.
>Das kann ja nur etwas Schlechtes bedeuten.<
Auf dem Monitor erschien Wataris Erkennungszeichen.
"Ryusaki..."
"Ich höre, Watari.", während der Detektiv antwortete drehte er sich mit seinem Stuhl herum. Auch er schien die Verfehlung eines gewissen jungen Polizisten zu wittern.
"Herr Matsuda hat soeben mit seinem Gürtel das Notsignal gesendet."
Das weibliche Pseudonym seufzte leise und begab sich zu ihrem Laptop.
"Mhhh... und von wo?", die Stimme Ls klang verärgert. Kiara konnte dies nachvollziehen.
"Das Signal kam anscheinend aus der Firmenzentrale der Yotsuba Group."
>Was für eine Überraschung.<
Auffordernd wurde die junge Schwarzhaarige von L angeblickt. Sie wusste was sie zu tun hatte, auch ohne seine Anweisungen.
>Ich bin schwanger und nicht dumm.<, ihren Gedankengang wollte Kiara schon laut aussprechen, doch sie unterließ es.
Mit einem prüfenden Blick besah sie sich ihre Systeme. Calypso war einsatzbereit.
Mit einigen einfachen und schnellen Kniffen übertrug das weibliche Pseudonym die Bilder der Überwachungskameras Yotsubas auf die Monitore der Zentrale. Der ganze Spaß hatte keine fünf Minuten gedauert und erforderte minimale Sicherheitsvorkehrungen.
>So ein großer Konzern und dann diese Systeme... Wenn es um die virtuelle Sicherheit geht, dann sollte man nicht sparsam sein. Ich könnte diese Frima mit eins, zwei Mausklicks in den Ruin treiben.<, kopfschüttelnd betrachtete Kiara die Bilder.
Sie erblickte Matsuda, wie er hilflos und nervös versuchte eine Tarnung als Manager aufzubauen. Stotternd zeigte er Bilder Misas und legte seine Visitenkarten vor, dass er dabei auf dem Boden saß ignorierte Kiara einmal.
"Vergessen Sie alles was ich Ihnen gerade gesagt habe. Wir müssen uns eine neue Strategie überlegen... Matsuda ist ein Vollidiot."
Kiara konnte Ls trockenen Worten nur zustimmen. Der junge Polizist war ein Vollidiot. Was dachte dieser Mann sich nur dabei, bei Yotsuba einzusteigen?
Wusste er denn nicht, dass er sich somit in große Gefahr begab?
Seufzend schüttelte Kiara ihren Schopf.
Es brachte nichts, sich über die Situation aufzuregen.
Erneut richteten sich ihre Augen auf die Monitore. Die junge Frau blinzelte verwirrt. Matsuda war nicht mehr zu sehen, ebenso zwei der führenden Abteilungsleiter der Yotsuba Group.
"L."
Der schwarzhaarige Detektiv blickte zu ihr. Kiaras dringlicher Tonfall hatte ihn aufmerksam gemacht. Auch er suchte die Monitore nach Tota Matsuda ab. Doch auch seine dunklen Augen fanden ihn nicht.
"Finde ihn.", wies L Lawliet sie umgehend an.
Das weibliche Pseudonym achtete nicht auf den harschen Tonfall. Es interessierte sie nicht einmal, denn alles was zählte war den jungen Herren von der Polizei ausfindig zu machen. Und so glitten ihre Finger rasch über die Tastatur. Das Bild auf den Monitoren sprang immer wieder um, so lange bis sie Matsuda sah.
Der schwarzhaarige, junge und durchauch naive Polizist wurde von zwei Yotsuba Mitarbeitern in einen Raum geführt.
"Kiara.", Ls Stimme erklang drängend.
"Ich weiß, ich weiß. Bin schon dabei."
Wieder glitten ihre Finger schnell über die Tastatur, konzentriert suchte die junge Frau nach einer Kamera in diesem Raum, in dem Tota Matsuda steckte. Doch sie wurde nicht fündig. Es gab keine Kamera die sie hacken konnte und somit konnten weder Kiara Yoshida noch L die Situation überblicken.
"Negativ. Keine Kamera. Kein Bild."
Ihre Augen richteten sich auf L. Dieser war schon dabei sein Mobiltelefon zu zücken.
Es klingelte, einige Sekunden lang. Diese Zeit nutzte das weibliche Pseudonym um sich Kopfhörer aufzusetzen. Sie wollte mit anhören, was Matsuda von sich gab.
"Hallöchen Matsui, hier ist Asahi. Lang nichts von dir gehört du Flasche!", L Lawliets Stimme klang mit einem Mal verändert. Er hörte sich wie ein Macho an, der sich für Etwas sehr viel besseres hielt und seinen Kumpel auf den Arm nehmen wollte.
Kiara Yoshida war erstaunt, wie gut der Detektiv sich verstellen konnte.
"Ah, Asahi... Na, wie gehts?", Tota Matsudas leicht verunsicherte Stimme drang in ihre Ohren ein.
>Gut, Matsuda. Sehr gut. Spiel einfach mit, dann kommst du da vielleicht in einem Stück raus.<
"Klingt nicht so als seist du noch in der Firma. Bist du etwa schon zu Hause?"
"Äh, ja!"
"Achso, bist du allein?"
"Ja, bin ganz alleine! Wieso?"
Einen Moment legte L Lawliet seine Hand auf sein Mobiltelefon.
"Misa ist auf jeden Fall nicht bei ihm. Matsuda ist alleine dort.", ruhig gab der Detektiv diese Information an Light und die Polizisten durch.
"Lass uns doch jetzt zusammen was trinken gehen.", wieder telefonierte L mit Matsuda.
"Äh... was jetzt gleich? Äh, nein, tut mit leid... Ich fürchte das geht nicht."
>Du kommst dort also nicht weg... Scheiße.<
"Warte, ich rate mal. Steckst wohl finanziell mal wieder in der Klemme, was?"
>Gut, L. So wird Yotsuba keinen Verdacht erregen.<
"Ja, genau. Du-du hast es wie immer erfasst. Tja, du kennst mich einfach zu gut.", die Stimme des Polizisten klang mit jeder Silbe nervöser.
>Ruhig bleiben, Matsuda.<
"Okay, Matsuda steckt in der Klemme."
Wieder hatte L seine Hand auf sein Mobiltelefon gelegt. Nach seiner Aussage blickten die anderen Herren von der Polizei besorgt drein.
"Na dann, lässt sich halt nicht ändern. Krieg dich schon noch auf die Piste. Machs gut.", mit diesen Worten verabschiedete L Lawliet sich von Matsuda und legte auf.
Kiara konnte nicht anders. Sie schüttelte erneut ihren Kopf.
Das Alles durfte doch nicht wahr sein.

In völliger Stille saß das weibliche Pseudonym vor ihrem Laptop und beobachtete die Szene.
Denn genau das war es. Eine Szene wie aus einem Theater Stück.
Sie war die Einzige, die in der Zentrale anwesend war. Der Rest der Sondereinheit war im Außeneinsatz.
Ihre grünen Augen lagen auf dem Monitor. Sie analysierte Tota Matsuda.
Der junge Polizist wirkte unsicher, doch seine Rolle spielte er perfekt.
Angeblich betrunken trat er die Tür eines Hotelzimmers auf, in dem Misa Amane und einige andere Models die Herren der Yotsuba Group unterhielten. Lallend begab der Schwarzhaarige sich auf den Balkon und machte Anstalten auf das Geländer zu steigen. Auf seinen Händen lief er auf dem Gitter herum und ignorierte alle Warnrufe der Yotsuba-Männer.
Doch mit einem Mal rutschte der junge Polizist ab.
Schreie drangen an ihre Ohren.
Kiara zog beeindruckt ihre Augenbraue hoch.
Herr Tota Matsuda hatte Talent.
"Mit ein bisschen mehr Übung könnte er ein guter, verdeckter Ermittler werden. Aibers Tricks und Tipps haben ihm geholfen, aus dieser Situation heraus zu kommen. Er ist also doch nicht vollkommen unbrauchbar."
"OH NEIN! Und ich habe mich schon gefragt was das für ein schrecklicher Lärm war!", die gespielt geschockte Stimme Wedys brachte Kiara zum Lachen. Die Einbrecherin stand vor der angeblichen Leiche Matsudas und blickte starr vor Schreck drein.
Sie wusste, Tota Matsuda war wohl auf und befand sich breits in Sicherheit. Es war Aiber, der Trickbetrüger, der sich tot stellte und in diesem Moment als Matsui ausgab.
Tränen füllten Kiaras Augen, das Ganze glich einer Komödie.
>Es ist soweit. Jetzt muss sich Wedy nur noch lokal in die Sicherheitssysteme der Yotsuba Group hacken und Aiber seine Rolle als Coil übernehmen. Dann können wir endlich Fortschritte erzielen, da bin ich mir sicher!<
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