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L, warum stellst du mir solche Fragen?

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
L Light Yagami Mello Near OC (Own Character) Watari
27.08.2015
04.08.2017
58
200.043
47
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Dieses Kapitel
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17.03.2017 2.159
 
Kiara Yoshida wusste nicht wie sie es sich vorgestellt hatte, doch gewiss nicht so.
Sie war schwanger und genervt.
L Lawliet war ihr auch keine Hilfe.
Eher war er der Grund, weshalb sie immer wieder die Augen verdrehte, angestrengt seufzte oder
Etwas gegen die Wand schmeißen wollte.
Der Detektiv ließ nicht locker. Achtete bemerkenswert penibel auf ihre Ernährung und Bewegung und schien sich weitesgehend über die Schwangerschaft und ihre Abläufe informiert zu haben.
Ihr Verlobter hielt sie geschickt von allen gefährlichen Dingen fern, soweit dies überhaupt möglich war.
Es fehlte nur noch, dass er sie aus erfundenen Gründen vom Kira-Fall abzog.
Schon der Gedanke an diese Möglichkeit brachte sie innerlich zum Kochen. Sie würde sich gewiss nicht abziehen lassen! Auch wenn Kiara eindeutig L ansehen konnte, dass er mit eben diesen Gedanken spielte.
Aufgebracht schnaubte die junge Frau. Sie würde sich niemals abziehen lassen, egal ob sie ein Kind unter dem Herzen trug oder nicht. Auch der bohrende Blick des schwarzhaarigen Detektives würde an diesem Entschluss nichts ändern können, dessen war sich Kiara sicher.




Light Yagami war wenig überrascht. Die Stille in der Zentrale hatte zugenommen, dabei hatte er nicht gedacht, dass dies möglich sein könnte.
Er war der Einzige der recherchierte, der Einzige der nach Kira suchte, der Einzige der nicht aufgab. Diese Tatsache verärgerte ihn.
Der weltbeste Detektiv, der an ihn gekettet war, hockte wie üblich auf seinem Stuhl neben dem Braunhaarigen und starrte Löcher in die Luft oder in Key. Dabei lag sein Daumen die ganze Zeit an seinen Lippen. L schien also nach zu denken.
Light konnte nur raten worüber.
Das weibliche Pseudonym schien den schwarzhaarigen Detektiv geradezu anzuziehen, gefangen zu nehmen.
War dies ein weiteres Indiz für seine Theorie?
War es möglich, dass Key Kira war? Seiner Meinung nach sprachen die Beweise, seine Thesen dafür. Light hatte es bereits mit L besprochen, hatte den Schwarzhaarigen in seine Überlegungen eingeweiht und nun schien der Detektiv nach Hinweisen zu suchen, nach Beweisen, dass es so war.
Doch wenn Key Kira war, dann verbarg sie diese Tatsache.
Eines konnte Light Yagami aber mit Gewissheit sagen, er würde einen Durchbruch erzielen, er spürte es und so konzentrierte er sich auf den Monitor. Der junge Student las Statistiken, Zeitungsartikel und Fallakten durch.
Und nach einer stundenlangen Suche stieß er auf Etwas.
>Yotsuba-Group... Interpretiere ich da zu viel hinein? Nein, ich denke nicht. Doch aus welchem Grund sollte Kira Geschäftsleute ermorden? Es passt nicht in sein Profil.<, sein nachdenklicher Blick lag noch einen weiteren Moment auf dem Monitor.
"Ryuzaki, ich weiß, dass du nicht sehr motiviert bist, aber komm mal kurz her.", Lights ruhige Stimme erklang mit einem Mal so furchtbar laut durch die Ermittlungszentrale, oder bildete er sich dies nur ein?
Aus den Augenwinkel konnte er sehen, wie der Angesprochene sich erhob und zu ihm schritt. Langsam.
"Wirf mal einen Blick darauf.", bat der Braunhaarige und rückte ein kleines Stück beiseite. Er beobachtete L wie er einige Sekunden auf den Monitor blickte, gelangweilt und wenig interessiert.
"Da stimmt doch was nicht, oder?", seine fragende Stimme schien L nicht weiter zu helfen.
"Hä?"
"Jeder dieser Personen hatte eine wichtige Funktion innerhalb einer führenden, japanischen Firma. Und alle Drei starben an Herzversagen, mit der Folge, dass der Aktienkurs der Yotsuba-Group gestiegen und der der Konkurrenz gefallen ist. Yotsuba hat also von diesen Todesfällen profitiert. Meine Recherchen haben ergeben, dass es in den letzten drei Monaten dreizehn solcher Fälle gab... Was meinst du? Für mich hat es den Anschein, als hätte Kira damit begonnen Yotsuba zu unterstützen."




Lights Recherchen auf ihren Laptop analysierend lauschte Kiara Yoshida dem Gespräch zwischen ihrem Verlobten und dem Jungen.
Sie hatte Lights Ermittlungen überwacht und dabei seine Reaktionen, Bewegungen und Handlungen analysiert.
Der junge Student war unauffällig gewesen. Nichts deutete darauf hin, dass er Kira war.
Seine Worte klangen logisch, doch aus welchem Grund sollte Kira solch einen Aufwand betreiben? Abgesehen davon passten diese Morde nicht in sein Profil. Seine "neuen" Opfer entsprachen allesamt nicht seinem Profil. Dies gab der jungen Schwangeren zu denken.
War dies ein weiterer Kira?
Ein anderer?
"Ja, schon. Aber... war es nicht eigentlich Kiras Ziel eine bessere Welt zu erschaffen, in dem er reihenweise Verbrecher tötet?", L Lawliet sprach ihre Gedanken exakt aus.
Kiara wartete. Wartete auf eine Antwort Lights.
Denn egal wie absurd die Theorie wurde, dass er Kira war, sie traute ihm nicht.
"Eigentlich schon. Allerdings wäre es durchaus denkbar, dass es nur ein vorgeschobener Grund war und er in Wahrheit nur mordet, um die Gewinne eines Konzerns zu maximieren. Wie siehts aus? Ist deine Motivation jetzt wieder höher?"
Kiara dachte nach, etwas Anderes blieb ihr gar nicht übrig. Lights Worte brachten sie dazu.
Es dauerte auch nicht lange, da erhob sie sich und begab sich zu den beiden, jungen Männern.
"Alles schön und gut, Light. Aber... mich überzeugt es nicht.", ihre feste Stimme zog die Aufmerksamkeit Lights und Ls auf sie. Ruhig beugte die junge Frau sich zu dem Monitor herab, sie wollte noch einmal einen Blick auf die Statistiken werfen, auch wenn sie sie auswendig kannte.
"Was meinst du?"
"Ist das nicht offensichtlich?... Nein? Warum sollte sich jemand solch eine Mühe geben? Warum sollte Kira solch einen Aufwand betreiben, nur um Geld zu scheffeln? Glaube mir, Light, ich habe schon vieles erlebt, gesehen und gehört. Ich habe Menschen gekannt, die nur auf Profit aus waren, sie taten Alles dafür... Aber das? Nein. Niemand würde hunderte, vielleicht schon tausend Kriminelle richten, nur um zu verbergen, dass er für einen Konzern arbeitet und dessen Gewinne steigern möchte. Das ist absurd und dumm... Abgesehen davon habe ich jeden Kriminellen, den Kira ermordet hat, überprüft. Keiner davon hatte eine Verbindung zu Yotsuba oder einer anderen Firma, dessen Gewinn gefallen oder gestiegen ist. Diese Spur sollten wir dennoch nicht aus den Augen lassen. Aber ich bin mir sicher. Dass hier... war nicht UNSER Kira.", die junge Schwarzhaarige blickte Light nicht einmal an, als sie ihm antwortete. Sie hielt es nicht für nötig.




Light Yagami ließ sich die Worte Keys noch einmal durch den Kopf gehen.
Sie klangen plausibel, logisch, vollkommen klar.
Doch Light war sich dennoch einer Tatsache mehr als sicher. Niemand anderer als Kira steckte hinter diesen Morden. Es war ein Gefühl, dass er nicht los wurde.
Er wusste es einfach.
Seine braunen Augen lagen ununterbrochen auf der Schwarzhaarigen. Er konnte nicht anders. All seine Gedanken waren auf sie fixiert. Kiara Yoshida löste bei ihm eine überaus große Faszination aus. Er befürchtete seinen Verstand zu verlieren.
Der junge Student wusste, er war nicht der Einzige, der fasziniert von der jungen Frau war. L war es ebenso. Doch bei dem Detektiv musste dies eine ganz andere Ebene erreicht haben.
>Er wagt es sie heraus zu fordern. Zu reizen, bis sie explodiert. Niemand gibt dieser Frau Befehle, nicht einmal L würde es wagen... Vielleicht sollte ich mich ein wenig mehr mit ihr beschäftigen. Wer weiß welche Möglichkeiten mir danach offen stehen.<
Light Yagami wusste es noch nicht, aber Kiara Yoshida sollte ihn noch lange genug verfolgen.




Gelangweilt lehnte Kiara Yoshida, einige Tage später, an einer Wand in der Hauptzentrale der Ermittlungen. Für sie gab es rein gar nichts zu tun. Zumindest war Kiara dieser Meinung. Obwohl die anderen Ermittler emsig an irgendwelchen Dingen arbeiteten, tat das weibliche Pseudonym rein gar nichts. Sie starrte nur frustriert Löcher in die Decke, in den Boden oder in die Luft.
Es war einfach nicht ihr Tag. Nicht einmal ihre Woche.
Gelangweilt fing sie an, an ihren Fingernägeln zu kauen. Es war eine neue, schlechte Angewohnheit von ihr. Sie wusste nicht woher diese kam, doch mit einem Mal schrumpften ihre Nägel.
L Lawliet hatte dies nur mit einem schrägen Blick quittiert.
>Wie frustrierend das Alles ist. Schlimmer kann es gar nicht mehr kommen. Es gibt keine neuen Mordopfer, Kira ist unauffindbar, Icebrandy tut was sie immer tut und alle anderen arbeiten... Wie langweilig. Eigentlich könnte ich für heute schluss machen, mich ein wenig ausruhen, aber ich verspüre nicht die Lust, mich von dieser Wand zu entfernen... Das wäre so anstrengend.<, schon allein der Gedanke daran, sich von dieser Wand weg zu bewegen, an die Kiara seit über einer Stunde lehnte, verursachte ihr Übelkeit.
Dazu kam, dass sich Alles in ihr sträubte die Zentrale zu verlassen.
Hatte dies Etwas zu bedeuten?
Oder war die junge Frau es einfach gewohnt in der Ermittlungszentrale zu verweilen?
Sie wusste es nicht.
Und so tat sie das einzig logische.
Mit einem tiefen, erschöpften Seufzer stieß sich Kiara von der Wand ab und drehte sich Richtung Ausgang. Doch in dem Moment, als sie einen Schritt setzten wollte, ging die Tür auf.
Die Herren Yagami und Mogi traten ein.
Misstrauisch wurden sie von dem weiblichen Pseudonym gemustert. Etwas an ihnen war anders. Mit einem Mal war die Schwarzhaarige aufmerksam, konzentriert und voll da. Spannung begann sich aus zu breiten. Im Raum wurde es mit einem Mal furchtbar still.
Was war an den Herren von der Polizei anders?
Kiara vermochte es nicht zu sagen.
Hatten sie neue Erkenntnisse im Fall Kira?
Oder wussten sie sogar, wer hinter Kira steckte?
Gab es einen neuen Todesfall, der noch mehr Fragen aufwarf?
All diese Fragen schossen ihr binnen weniger Sekunden durch den Kopf.
Mit einem Mal kamen alle Informationen über den Kira-Fall zusammen, sie schossen aus allen erdenklichen Windungen ihres Gehirnes. Dabei hatte die junge Frau den Massenmörder für einige Zeit aus ihren Gedanken verbannen wollen. Es gab so oder so keine neuen, relevanten Hinweise. Kiara hatte zunächst Wichtigeres im Kopf.
Kira stand nicht mehr an erster Stelle.
Es war das ungeborene Kind, welches sie unter dem Herzen trug. Diese Situation betraf nicht nur Kiara, sondern auch L... und Quillsh Wammy.
Die Schwarzhaarige wusste nicht warum, doch sie machte sich viele Gedanken.
L Lawliet schien das nicht zu tun.
Er wirkte normal.
Soweit man das bei ihm sagen konnte.
Sie machte sich um allerlei Sachen Sorgen.
Wo würden sie wohnen?
Was würde geschehen, wenn Kira nicht gefasst wurde?
Wie würde ein Kind in ihr, aber vor allem in Ls Leben passen?!
Kiara bekam Kopfschmerzen. All diese Fragen waren zu viel. Sie durfte sich nicht überanstrengen, sie wusste, L würde dem ein Riegel vorschieben.
Einen Moment schüttelte sie ihren Kopf. Die Fragen verschwanden. Ihre Aufmerksamkeit galt den Herren Yagami und Mogi.
"Die Polizei wird sich Kira beugen.", verkündete Soichiro Yagami mit gepresster, frustrierter Stimme. Mit einem Mal war die Luft draußen. Die Spannung, die Stille war verflogen.
L und Light hatten sich gleichzeitig zu den beiden Herren herum gedreht. Herr Matsuda riss verwirrt die Augen auf und starrte seinen Chef an. Und Herr Aizawa, er war starr vor Schreck. Kiara befürchtete, dass dieser an die Decke gehen würde.
Wie konnte sich die Polizei aber auch Kira beugen?!
Wurden denn Alle verrückt?!
Wut begann sich in der jungen Frau zu manifestieren. Unglaublich große Wut.
"Mogi und ich haben bereits einen Entschluss gefasst. Aizawa, Matsuda. Wenn Sie Kira weiterhin jagen wollen, dann kommen Sie mit uns zur Polizeibehörde. Wir beide geben später dort unsere Dienstausweise ab. Wenn wir nicht alle aus den Polizeidienst aussteigen, können wir nicht länger gegen Kira ermitteln.", die ruhigen Worte Yagamis brachten Kiara beinahe zum Knurren.
"Ja-ja, aber wieso denn das?!", die aufgebrachte Stimme Aizawas überraschte das weibliche Pseudonym nicht, sie hatte mit solch einer Reaktion gerechnet.
"Nun, ja. Ganz einfach, weil jeder der mit L weiter zusammen arbeitet, ohnehin entlassen wird."
>Diese Weicheier von der Polizeibehörde! Besitzen die denn gar keine Würde?! Kein Respekt vor denjenigen, die ihr Leben bereitwillig dem Allgemeinwohl opfern?! Diese Männer werden Kira zum Fraß vorgeworfen!!!<
Nichts weiter als geballte Wut kochte in ihr immer höher.
Kiara musste sich zusammen reißen.
Sie wollte knurren, fluchen, schreien.
"Gilt das etwa auch für Sie, Chef?", Unglaube schwang in der Stimme Matsudas mit.
"Meine Herren, in wenigen Stunden bin ich nicht mehr Ihr Chef. Denken Sie auch an ihr familiäres Umfeld..."
Genau dies war ihr Stichwort!
Mit bebenden Nüstern und zu Fäusten geballten Händen verließ Kiara die Zentrale. Sie musste sich wahrlich zusammen reißen, um den Polizeipräsidenten nicht den Schädel einschlagen zu wollen.
>Nichts weiter als feige, winselnde Hunde! Die ziehen immer ihre Schwänze ein, wenn es ernst wird! Wir sind die Einzigen, die nicht männchen machen, wenn Kira es verlangt!<, mit raschen Schritten begab Kiara sich auf ihr Zimmer.
Ihre Tür fiel knallend ins Schloss.
"Eines Tages musste es ja soweit kommen! Als nächstes bringt Kira die Polizei dazu uns an ihm aus zu liefern!"
Aufgebracht hämmerte Kiara auf ihrer Tastatur herum, wie schaffte es Kira nur, sie ständig zur Weißglut zu treiben?
Mit zitternden Händen hackte Key sich in die Systeme des Polizeipräsidenten ein. Sie hatte genug. Sie würde diesem Idioten schon die Leviten lesen, dieser Mann konnte sich auf Etwas gefasst machen.
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