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L, warum stellst du mir solche Fragen?

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
L Light Yagami Mello Near OC (Own Character) Watari
27.08.2015
04.08.2017
58
200.043
47
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
3 Reviews
 
03.03.2017 2.057
 
Hallo meine lieben und vor allem treuen (und neue) Leser^^
hier kommt nun das nächste Kapitel :-)
Dazu möchte ich euch noch eines mitteilen. Da ich momentan sehr im Stress bin und viel am Arbeiten, werde ich es leider nur noch alle zwei Wochen schaffen, ein Kapitel online zu stellen :/
Wie gewohnt wird das dann am Freitag Mittag geschehen.
Ich hoffe ihr versteht das.

Liebe Grüße,
Shinra
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Unruhig lief Kiara auf und ab.
Ihre nackten Füße verursachten keinerlei Geräusche auf dem kühlen Holzfußboden. Im Zimmer war es still.
Die vereinzelten Pflanzen im Raum streckten sich nach der Sonne die sanfte Strahlen durch die Fenster schickte.
Es war friedlich.
Lange konnte es nicht mehr dauern.
Mit jedem weiteren Schritt den Kiara tat, umso unwirklicher erschien ihr die Gesamtsituation.
Ihre Unruhe konnte sie nicht verbergen. Es gelang ihr einfach nicht, egal wie sehr sie sich auch bemühte.
Ihre Gedanken wirbelten wild umher, ihr Herz schien ihr aus der Brust springen zu wollen und ihre Hände zitterten.
Kiara Yoshida atmete bemüht ruhig ein und aus, ihr Blick glitt immer wieder aus dem Fenster, betrachtete den Horizont.
Wie konnte es nur möglich sein?
Wie konnte sie nur in diese Situation gelangen?
Es war absurd.
Es war vollkommen unmöglich.

Mit bleicher Gesichtsfarbe, die einer Leiche konkurrenz machte, saß Kiara starr im Auto. Sie war unfähig. Die junge Frau konnte sich nicht bewegen, selbst ihr Blut schien still zu stehen.
Quillsh, der neben ihr im Auto saß, blieb ebenso still, er gab kein Wort von sich. Er wusste, Kiara würde ihm an die Gurgel springen, wenn er auch nur den Mund öffnen würde.
Stattdessen fuhr er einfach still und angespannt zur Hauptzentrale zurück.

Haareraufend druchstreifte die junge Schwarzhaarige das Büro Wammys. Noch immer war sie aufgebracht, ihre Nerven lagen blank. Sie konnte und wollte nicht ihr Zimmer aufsuchen und sie wollte auch nicht zu L.
Wut überkam sie. Nahm mit jeder Sekunde zu und drohte auszubrechen.
Sie war ihrem "Vater" dankbar, dankbar dafür, dass er ihr Zeit zum Nachdenken gab, dankbar dafür, dass er ruhig blieb und stillschweigen gegenüber L hielt.
Doch Kiara musste ihre Gedanken los werden, die Stille machte ihr zu schaffen. In diesem Zustand würde sie bald jemanden umbringen.
"Kannst du mir mal verraten, was ich jetzt machen soll?! Ich drehe durch! Bitte! Sag mir was ich machen soll!"
"Wie wäre es, wenn du dich erst einmal hinsetzen würdest. Du bist keine Löwin die eingesperrt ist. Atme tief durch."
Mit einem strengen Blick gab der ältere Herr ihr zu verstehen, dass dies keine Bitte war. Sie wusste nicht warum, doch in diesem Moment platzte Alles aus ihr heraus.

Schmerzhaft zog sich Kiaras Magen zusammen, noch niemals zuvor musste sie solch eine schwere Entscheidung fällen. Sie wusste einfach, dass sie dies unmöglich alleine bewerkstelligen konnte.
Nervös kaute sie auf ihren Fingernägeln herum, immer noch tiegerte sie in ihrer Suite herum, ihr Blick glitt immer wieder zur Tür.
>Wenn du nicht sofort auftauchst, Wammy, verschwinde ich.<
Noch ehe sie den Entschluss tatsächlich fassen konnte, hörte sie leise Schritte auf dem Flur. Und dann erkannte sie Stimmen, Quillsh und L.

"Sag mal, weißt du überhaupt wie es mir geht?! Ich-ich bin völlig mit den Nerven am Ende... Ich weiß nicht was ich machen soll! Ich habe keine Ahnung wie es weiter gehen soll!", ungewollt rutschte ihre Stimme immer höher, sie konnte ihre Panik nicht verbergen.
"Beruhige dich doch, Kiara. Ein Schritt nach dem Anderen. Atme tief durch und setz dich endlich hin. Ich werde dir einen Tee machen und dann besprechen wir alles in Ruhe."
Wie vom Donner gerührt starrte das weibliche Pseudonym Quillsh Wammy an. Sie rührte sich nicht, selbst ihre Atmung schien still zu stehen.
Kiara Yoshida war zu Stein erstarrt.
Dann, ganz langsam fing ihr rechtes Auge an zu zucken.
Hatte sie sich da gerade verhört?!
Ihre Hände ballten sich zu Fäusten, so dass ihre Knöchel weiß hervor traten. Ihre Fingernägel bohrten sich schmerzhaft in ihr Fleisch.
Von nun an stand ein gefährliches Raubtier vor Watari.
Drohend und mörderisch wütend.

"Warum so geheimnisvoll, Watari? Ist etwas mit Kiara geschehen? Ich hatte dir verordnet, dass du dich von ihr fernhälst."
"Ich weiß."
Angestrengt spitzte Kiara die Ohren.
"Hattest du an diesem Tag vielleicht Kuchenteig in den Ohren?! So, dass du mich nicht verstanden hast?", Ls Stimme wurde eine Spur dunkler, er war verstimmt.
So kannte sie den Detektiv. Er sagte es, wenn ihm Etwas nicht passte.

"Beruhigen?! Atmen?! Hinsetzen?! Tee trinken?! Sag mal, geht es dir noch gut?!!!"
Das Gefühl, Etwas klein schlagen zu wollen, verschwand einfach nicht. Innerlich begann Kiara Morde zu planen, ausgefallene Morde.
>Wie kann es eigentlich sein, dass er so tut, als sei Alles in Ordnung?!<
Ihr Körper bebte vor Zorn, eine schwarze, bedrohliche Aura schien sie zu umhüllen.
Doch trotz all dieser Warnhinweise blieb Quillsh Wammy ruhig. Wie dies möglich war, wusste nicht einmal Kiara selbst. Seine Gelassenheit konnte sie sich nicht erklären. Es war ihr ein Rätsel.
"Du hast richtig gehört. Setz dich hin und versuche dich zu beruhigen... Vielleicht siehst du die Sache auch schlimmer, als sie in Wahrheit ist..."
"Tue ich nicht! Es ist eine Katastrophe!"
"Kiara. Beruhige dich endlich. Denke nur fünf Minuten darüber nach, welche Möglichkeiten dir bleiben. Und du könntest mit L über diese Sache sprechen, ich bin mir sicher, er wird sich deine Standpunkte anhören. Gemeinsam werdet ihr eine Lösung finden."
"Ja, natürlich. Und als nächstes hüpfen wir gemeinsam mit Kira über eine Wiese.", ihr Sarkasmus war kaum zu überhören. Erschöpft lehnte Kiara sich gegen die nächstbeste Wand und schloss die Augen.
Sie wusste, Quillsh Wammy hatte Recht. Sie musste sich beruhigen und nachdenken.

Je mehr Zeit verstrich, umso nervöser und unentschlossener wurde die Schwarzhaarige.
Übelkeit hatte sich ihrer bemächtigt.
Sie wollte sich einmal mehr übergeben, doch dafür war keine Zeit.
Unruhig, wie sie war, lief Kiara noch immer auf und ab und murmelte vor sich hin:
"Ich kotze gleich... Ich schaffe das nicht... Ich schaffe das nicht... Oh Gott, ich werde das nicht hinbekommen..."
Die junge Frau wollte sich nicht im Spiegel sehen. Sie wusste, dass sie einen jämmerlichen Anblick abgab. Tränen fingen an sich in ihren Augen zu sammeln.
Wie sollte sie dieses Gespräch nur überstehen?
Kiara konnte nur hoffen, dass ihr "Vater" sie nicht im Stich ließ. Dass er bei ihr bleiben würde, denn ohne seine Anwesenheit würde Kiara niemals ein Wort heraus bringen.
>Mach dir darüber keine Gedanken. Quillsh steht zu seinem Wort... Ja, das tut er. Er wird dich nicht alleine lassen. Nicht noch einmal. Also reiß dich endlich zusammen und bring dieses Gespräch hinter dich!<
Ihre Zimmertür öffnete sich in dem Moment, in dem Kiara diesen Gedanken zu Ende führte. Mit ruhigen Schritten trat Watari herein, dicht gefolgt von L Lawliet.
Der Magen des weiblichen Pseudonyms schien sich zu überstülpen. Wieder unterdrückte Kiara den Würgereflex.
Ihre Augen folgten dem schwarzhaarigen Detektiv. L schlenderte gelassen zu ihrem Bett und setzte sich ganz in seiner eigenen Manier darauf und blickte gelangweilt drein.
Der weltbeste Detektiv wusste nicht weshalb er dort saß, Kiara sah es ihm an. Seine dunklen Augen verweilten einige Zeit auf Wammy, der sich nicht dazu veranlasst fühlte den Raum zu verlassen. Dann huschten seine Augen analysierend zu ihr.
Er verstand nicht, was sein Mentor noch in diesem Raum zu suchen hatte. Und so bohrte sein Blick sich in ihre Augen, suchten nach der Antwort.
Ihr lief es kalt den Rücken herunter. Ihr Fluchtinstinkt meldete sich.
"Fasse dich kurz, Kiara.", seine lauernden Worte verursachten bei ihr eine Gänsehaut.
Kiara war wie festgefroren.
Noch nie hatte sie solch einen Tonfall von L ihr gegenüber vernommen.
Oder bildete sie sich diese Sache nur ein?
Und viel wichtiger: Wie sollte sie diese Angelegenheit nur überstehen?

Müde barg Kiara Yoshida ihr Gesicht in den Händen.
Verzweifelt rutschte sie an der Wand herunter und blieb schlussendlich am Boden sitzen. Sie spürte die Fürsorge Wammys, sein Mitleid, welches er unweigerlich verspüren musste. Doch selbst der Ältere konnte nicht wissen, wie sie sich fühlte.
"Ich schaffe das nicht, Papa. Ich werde das nicht hinbekommen... Das ist doch Alles ein schlechter Witz... Es ist...", ihre eigenen Schluchzer unterbrachen sie.
Die junge Frau, die gebrochen am Boden saß, weinte.
Es dauerte keine Sekunde, da spürte Kiara die feste, tröstende Umarmung Quillshs. Einige Zeit sprach keiner der Beiden ein Wort. Kiara weinte und Wammy hielt sie fest.
"Lass dir alle Zeit der Welt, mein Kind. Es ist gleich, wie du dich entscheidest, ich werde hinter dir stehen. L wird es auch tun, du wirst sehen. Alles wird gut."
"Du kennst ihn doch... Kira steht für ihn an erster Stelle. Und-und ich bin mir nicht einmal sicher, ob es richtig wäre, wenn..."
"Warum sollte es nicht richtig sein, Kiara?"
"Na, weil-weil... Sieh dir diese Welt an. Die Menschen haben Angst und sind aufgewühlt. Sogar ich habe Angst. Die Meisten von ihnen sehen Kira als eine Art Gott an. Viele von ihnen folgen seinen Idealen, seinen Vorstellungen. Er herrscht wie ein König aus alter Zeit, niemand wird sich mehr an die Zeit erinnern, die vor ihm herrschte. Alles wird vergessen sein. Niemand wird sich mehr an Die erinnern, die gegen ihn gekämpft haben, die sich gegen ihn gestellt haben. Niemand wird sich mehr an die Leben erinnern, die Kira ausgelöscht hat... Diese Welt ist bereits dunkel, bald wird sie vollkommen schwarz sein und kein Lichtstrahl wird sie mehr ereichen können. In so einer Welt... wünsche ich keinem das Leben."
Es wurde still.
Dann, nach einiger Zeit hörte das weibliche Pseudonym Watari seufzen.
"Niemals wird diese Welt in Finsternis versinken, Kiara. Nicht, solange es Menschen gibt die die Hoffnung noch nicht aufgegeben haben. Und es werden Menschen kommen, die sich an diejenigen erinnern, die gegen Kira gekämpft haben, gegen diese Dunkelheit."
Seine ruhigen Worte zauberten ihr ein Lächeln auf die Lippen. Quillsh Wammy verkörperte für Kiara Yoshida in diesem Moment all ihre Hoffnung, ihr Licht.
"Was glaubst du, wie L reagieren wird?"
Ein Beben ging durch den Körper Wataris.
Einen Moment blinzelte die junge, aufgewühlte Frau perplex. Dann vernahm sie sein leises, aber erheitertes Lachen.

Immer noch abwartend saß L Lawliet auf ihrem Bett. Kiara hoffte, dass er ihr eine Entscheidung abnehmen würde.
Seine dunklen Augen hielten ihre so fest im Griff, dass er das kleine Foto in ihren Händen gar nicht bemerkte. Fest umklammerte Kiara dieses, sie befürchtete das es verschwinden könnte.
Ihre Unsicherheit musste unweigerlich für jeden zu erkennen sein.
Doch Wammys bloße Anwesenheit machte ihr Mut.
"I-ich... also. Das ist so... Auf jeden F-Fall, naja. So ist es eben.", ihre stotternde Stimme verursachte nur eines bei L Lawliet. Er zog eine Augenbraue nach oben.
Dabei hatte Kiara es tatsächlich ernsthaft versucht, doch sie fand einfach keine Worte. Das Sprechen fiel ihr schwer, ja, sogar das Denken.
Mit schiefgelegtem Kopf wurde die Schwarzhaarige von L angeblickt.
Sie verlor den Mut.
Und weil sie sich nicht traute auch nur ein weiteres Wort zu sagen, hielt sie dem Detektiv einfach das Foto hin.
Erst nach einigen, sehr langen Sekunden nahm L das Foto an sich und studierte es nach einigem Zögern eingehend.
Besonders viel war darauf nicht zu erkennen. Es war eine schwarz-weiß Aufnahme. Und das Einzige, was wirklich zu sehen war, war ein kleiner Punkt.
Es war ganz offensichtlich ein Ultraschallbild.
Doch L schien dies einige Minuten nicht zu begreifen, bis er mit einem Mal die Augen weitete.
Das Ultraschallbild segelte langsam zu Boden, Kiara sah dem wie gebannt zu und so bekam sie gar nicht mit, wie der Detektiv sich eingehend mit ihrem Bauch beschäftigte.
Der Schwarzhaarige versuchte angestrengt Etwas zu hören, sein Ohr presste er dabei gegen Kiara, die ihn mittlerweile verwundert anblickte.
"Du wirst in der Schwangerschaft auf alles Schädliche verzichten, Kiara... Zu viel Zucker solltest du auch nicht zu dir nehmen, auch wenn es ihm helfen könnte, bereits logische Schlussfolgerungen zu erzielen.", die trockenen Worte L Lawliets brachten Kiara beinahe zum Lachen.
Die Angst fiel von ihr ab.
Denn eines wusste Kiara Yoshida.
Ihr Verlobter würde nicht zulassen, dass ihr Kind Schaden nehmen würde.
Koste es, was es wolle.

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