Fortsetzung Pandemonium

von Juna-Lena
GeschichteDrama, Romanze / P12
Alex Sheathes Hana Tate Julian Fineman Magdalena "Lena" Haloway
27.08.2015
01.09.2015
3
1827
 
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Lena:

Ein benommenes Gefühl legt sich auf meinem Herzen ab und meine Kehle schnürrt sich immer weiter zu, wobei ich mich frage inwiefern das noch möglich ist. Wir sollten feiern, denke ich. Wir sollten tanzen, jemand sollte ein riesiges Lagerfeuer machen. Die Menschen sollten singen und essen und lachen und glücklich sein, denn schließlich haben wir gewonnen. Wir sind die Sieger dieses Krieges, wir haben diese Schlacht gewonnen. Wir haben möglich gemacht was unmöglich schien, unsere winzige Minderheit hat gekämpft und sich regelrecht den Sieg verdient. Stattdessen sitze ich wohl in der unangenehmsten Lage meines Lebens auf einem kalten Baumstamm, auf der einen Seite Alex, auf der anderen Julian. Mir ist eiskalt, da ich mich noch nicht umgezogen habe und meine Kleidung zerrissen und mit Brandspuren versehrt ist. Ich wollte es Julian zuerst sagen, er sollte es wissen. Hätte ich mich zuerst um mich gekümmert, wäre das noch egoistischer gewesen als ich mich sowieso schon verhalte. Auf den Boden unter Julians Kopf fallen im gleichtakt Tropfen. Tränen, um es genauer auszudrücken. Ich versuche zu schlucken doch mein Mund ist ganz trocken. Da sitze ich also, neben den beiden Jungen die ich liebe und die mich lieben und ich breche einem das Herz. Das Schweigen wird so unerträglich, dass ich etwas sagen muss. "Julian..." Beginne ich vorsichtig. Ich lege meine Hand tröstend auf seine Schulter, als wollte ich sagen das ich ihn verstehe, denn das tue ich sogar. Ich kann mich noch genau an das Gefühl erinnern als Alex zu mir meinte mich nie geliebt zu haben- man meint sogar förmlich zu hören wie einem das Herz bricht. "Nicht!" Erwidert er nur und schiebt meine Hand grob weg. Ich sehe wie eine weitere Träne zu Boden fällt, in der gleichen Sekunde in der sich unsere Hände berühren. Auch mir bricht es das Herz ihn so zu sehen. Ich überlege ihn an die Hand zu nehmen, weg zu laufen, nie mehr wieder zu kommen und Alex zu vergessen. Denn kann man jemanden nicht lieben, wenn es so sehr weh tut? Doch in dem Moment in dem Alex mich sanft berührt, nur ganz leicht, verschwindet dieser Gedanke sofort wieder. "Du hast mir das Herz gebrochen. Ich hätte alles für dich getan Lena, alles! Verstehst du..." Er wird von einem Schluchzer unterbrochen und es ist zu hören das dieser tief aus seinem Herzen kam. "Lena kann nichts für ihre Gefühle okay? Sie hat mich nunmal zuerst getroffen. Keine Ahnung, wenn ihr euch zuerst kennengelernt hättet, wer wei?..." "Haben wir aber nicht." unterbricht Julian Alex kalt. Ich blicke zur Seite zu Alex und gebe ihm zu verstehen uns alleine zu lassen. Wir sind es uns schuldig, uns von einander zu verabschieden. Mit einem tiefen Seufzer steht er auf. Er wirft mir einen letzten besorgten Blick zu, bevor er mit schnellen Schritten in der Dunkelheit verschwindet.