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Kleiner Engel

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Akashi Seijūro Kuroko Tetsuya
27.08.2015
24.11.2017
58
95.885
26
Alle Kapitel
146 Reviews
Dieses Kapitel
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06.11.2017 3.785
 
Heyy :D
Hier ist ein neues Kapi ~ Diesmal ein eeeeeextra langes, weil letzte Woche keins kam. Also viel Spaß beim lesen :D Ich meld mich nochmal am Ende :D





Kuroko POV

Als ich am nächsten Morgen erwachte fühlte ich mich so ausgeschlafen, wie schon lange nicht mehr. Ich war vollkommen ausgeruht und ich hatte sehr lange geschlafen. Fast 8 Stunden.
Akashi schlief noch. Ich richtete mich vorsichtig auf und sah ihn an. Eine gefühlte Ewigkeit betrachtete ich nur seine perfekten Gesichtszüge, seine zerstrubbelten Haare, das leichte Lächeln auf seinen Lippen.
Ich wollte ewig so weiter machen, doch meine Blase war da anderer Meinung. Also krabbelte ich vorsichtig aus dem riesigen Bett, zog mir eine Boxer über und eilte ins Bad.
Danach ging ich in die Küche und kochte mir einen Tee. Ich warf einen Blick in den Kühlschrank und stellte verwundert fest, dass er sogar gut gefüllt war. Ich schaute in die Tiefkühltruhe. Auch diese war gut gefüllt. Also hatte sich Akashi doch ein bisschen geändert. Kichernd nippte ich an meinem Tee.
Dann ging ich zum Balkon und wollte mir eine Zigarette anzünden, doch Akashi stand urplötzlich neben mir und nahm sie mir aus der Hand. Er steckte sie sich selbst in den Mund und zündete sie sich an. „Guten Morgen“, sagte er etwas kühl.
Ich erschauderte. Hatte ich mir alles nur eingebildet. Doch der Ring an meiner Hand und allein schon die Tatsache dass er hier und ich bei ihm war widersprach dem.
„Du magst es nicht, dass ich rauche oder?“
„Ich kann es dir nicht verbieten“, erwiderte er nur.
Ich lächelte unsicher, stellte mich genau vor ihn und stellte mich auf die Zehenspitzen um ihm einen Kuss zu geben. Er beugte sich ein bisschen zu mir herunter und erwiderte den Kuss.
„Ich werde aufhören, Versprochen“, sagte ich dann sanft.
Er strich mir über die Wange, seine Hände waren zur Abwechslung mal warm. „Brauchst du nicht.“ Er lächelte mich sanft an. „Ich werde dir nie etwas verbieten, Kuroko. Niemals. Ich kann nur verhindern, dass ich dabei bin wenn du es tust.“
Ich strich ihm eine Strähne aus dem Gesicht. „Aber es würde dich glücklich machen?“
Er antwortete nicht, doch ich wusste die Antwort. Ich küsste ihn erneut und gab ihm meinen Tee. „Nimm“
Er nahm die Tasse dankend an und nahm einen Schluck des aromatischen Tees.
„Ich  mach Frühstück“
„Warte!“, warf Akashi ein und ein Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus. „Warte kurz“
Er rauchte die Zigarette schnell auf und ging mit mir rein.
„Als ich in Deutschland war hab ich da was gegessen, es ist ein herzhaftes Frühstück was sie dort vor allem im Süd-Osten essen. Bayern nennt sich der Teil. Ähhm... wo hab ich es denn?“
Akashi wühlte im Kühlschrank herum und holte eine Packung mit weißen Würsten heraus. „Weißwürste“, sagte er..
„Die isst man, soweit ich weiß mit süßem Senf... Den hab ich hier auch irgendwo...“ Er kramte weiter in dem Kühlschrank.
Ich lachte kurz auf. „Das ist echt ein Anblick für die Götter“
Er sah mich plötzlich kühl an. „Nein“
Ich machte mir noch eine Tasse Tee und setzte mich an den Tisch während Akashi alles für das Frühstück vorbereitete.
Akashi wirkte verändert. Er wirkte distanzierter, kühler, dennoch dabei auch so verletzlich. Vielleicht tat er das, weil er mich auf keinen Fall noch einmal verlieren wollte.
„Akashi“
„Hm?“
„Ich verzeihe dir. Bitte verzeihe mir.“
„Was meinst du?“, fragte er verwirrt.
„Ich weiß, dass du nicht Schuld an dem Tod meiner Mutter bist. Ich muss dich deshalb um Entschuldigung bitten. Es war falsch. Und dumm“
Akashi deckte gerade den Tisch und schenkte mir das schönste Lächeln, dass ich je gesehen hatte.
„Danke“
Ich lächelte unbeholfen zurück. „Ich habe zu Danken“
Wir aßen und die Weißwürste schmeckten wirklich vorzüglich. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber wirklich gut. Akashi zeigte mir wie man sie aß. Er schnitt die Pelle auf und zog sie ab. Er erklärte, dass es normalerweise üblich war das Innere aus der Pelle raus zusaugen, doch er fand das sehr umständlich.
„Hast du eigentlich die Stelle bekommen an der du dich beworben hast?“, fragte Akashi beiläufig.
„Ja. Sie haben mir sehr schnell geantwortet. Ich arbeite seit ein paar Wochen schon.“
„Wie gefällt es dir?“
„Ganz gut“
Auf einmal kicherte Akashi. „Lässt sich das überhaupt vereinbaren als Anwalt, vor allem im Strafrecht, einen Verlobten zu haben der mit Drogen handelt?“
„Du musst selbst wissen ob du das machen willst. Ich mische mich da nicht ein. Außerdem verteidige ich auch Verbrecher. Also kann ich deinen Standpunkt gut nachvollziehen“, antwortete ich sachlich.
„Also würdest du mich als einen Verbrecher einstufen?“, fragte Akashi interessiert.
„Nicht unbedingt, aber mir steht es nicht zu das einzuschätzen.“
Das Lächeln auf Akashis Lippen blieb und wir unterhielten uns noch ein wenig weiter über belangloses.
Als wir fertig waren räumte ich auf und machte uns noch einen Tee. „Ach ja, Akashi. Wollen wir nicht deine Rückkehr von den Toten feiern und unsere Verlobung?“
„Wenn du das möchtest“, sagte er nur, während er und trank einen Schluck von seinem Tee.
„Ich möchte“
Er nickte. „Die alte Truppe?“
Ich nickte.
„Willst du oder soll ich?“
„Ich mach das. Ich hab da schon eine Idee“, sagte ich dann und lächelte verschmitzt. „Könntest du in der Zeit alles herrichten, sodass wir Gäste erwarten können?“
Akashi musterte mich amüsiert. „Alles klar“

Kise POV

Kuroko hatte angerufen. Er hörte sich gar nicht gut an. Er lud mich und Aomine in Akashis alte Wohnung ein. Ich war besorgt und neugierig, was der Kleine wollte. Es war ein seltsames Gefühl vor Akashis Wohnungstür zu stehen ohne zu wissen, was als nächstes passieren würde.
Aomine klingelte, er war genauso ratlos wie ich. Kuroko öffnete die Tür. Er sah eigentlich ganz gut aus, im Gegensatz dazu, wie er sich am Telefon angehört hatte.
„Kommt rein“, sagte er und trat zur Seite. „Danke dass ihr gekommen seid“
Wir gingen an ihm vorbei und gesellten sich zu Murasakibara und Midorima an den Essenstisch. Kuroko setzte sich zu uns
„Wollt ihr was trinken?“, fragte er höflich.
„Ich will wissen was los ist!“, sagte Aomine aufgebracht.
Er seufzte. „Ich dachte zwar ich sollte es etwas hinauszögern, aber wenn ihr es so dringend wollt“ Kuroko machte eine kleine Pause.
„Erinnert ihr euch daran, was vor ungefähr 6 Jahren passiert ist? Vor 6 Jahren hat Akashi mich und uns alle hier verlassen und ist verschwunden“, sagte er langsam.
Was war dass den jetzt? Wir hatten das Thema tot geschwiegen. Aber vielleicht war es jetzt endlich an der Zeit, dass wir uns alle dem stellten was geschehen war.
„Ich habe euch nie gesagt, warum wir uns überhaupt trennten und wie es zu all dem gekommen ist. Ich denke es ist jetzt an der Zeit dafür die Karten auf den Tisch zu legen. Meine Mutter starb an einem Drogentod. Sie starb durch einen Goldenen Schuss. Ich lebte danach auf der Straße, wie ihr wisst. Nun, an dem Tag eurer Hochzeit“, er nickte zu mir und Aomine, „gingen wir auf den Friedhof und besuchten das Grab meiner Mutter. Es stellte sich heraus, dass Akashi meiner Mutter damals die Drogen gegeben hat. Ich gab ihm die Schuld an ihrem Tod. Nun, ich erklärte ihm den Krieg und wollte ihn töten. All die Jahre nachdem er verschwunden war suchte ich nach ihm. Ich fand ihn nicht“
Ich atmete kaum merklich erleichtert aus, was Kuroko quittierte, jedoch unkommentiert ließ.
„Er fand mich. Vor ein paar Wochen kam er hierher um diese ganze Sachen ein für alle Mal zu klären. Und ich erschoss ihn“
„Du hast was?“, fragte Midorima leicht verwirrt. Er war gerade erst aus Amerika wiedergekommen, wo er eine Fortbildung besucht hatte.
„Ich schoss ihm in die Brust“, sagte Kuroko ungerührt. „Und als er im sterben lag erkannte ich, was für einen gewaltigen Fehler ich begangen hatte. Ich versuchte ihn am Leben zu halten. Es gelang mir.“
Wie aufs Stichwort kam nun Akashi in den Raum. Ich starrte ihn Fassungslos an.
Er stellte sich neben Kuroko und schaute uns an. Sein Gesicht war wie immer steinern und emotionslos, sah jedoch etwas ungesünder aus als früher. Er war dünner, ausgemergelt und … irgendwie kaputt.
„Es freut  mich euch alle wiederzusehen“, sagte er kühl, doch ich hatte das Gefühl dass er es ernst meinte.

Kuroko POV

Ich schaute zu Akashi hoch, er erwiderte meinen Blick und zeigte einen Anflug eines Lächelns auf seinen Zügen.
Ich sah wieder zu den anderen. „Akashi überlebte meinen Mordanschlag, wie gesagt. Mir wurde bewusst, was ich die ganze Zeit getan hatte. Einerseits wollte ich ihn aus meinen Gedanken verdrängen und das Loch in meinem Herzen schließen, welches er hinterlassen hatte, andererseits wollte ich ihn finden. Als ich ihn gefunden hatte und mich für ersteres Entschieden hatte merkte ich, wie falsch diese Entscheidung war. Wie haben über alles geredet“
„Ich weiß, dass es euch schwer fallen wird es zu verstehen. Aber ich denke, dass es so wie es war besser war“, warf Kise ein. „Kuroko war endlich frei von dir. Er war endlich eigenständig. Wieso bist du zurückgekommen“
Akashi sah Kise lange an. „Willst du wirklich die Wahrheit wissen, Kise?“
Kise nickte.
„Ich hatte vor zu sterben. Ich hatte alles vorbereitet, sodass Kuroko niemals etwas vermissen würde. Ich ging davon aus, dass er mich hassen würde. Doch ich lag falsch. Ich kam her, damit Kuroko das vollenden konnte, was er vor Jahren angefangen hat.“
Alle sahen Akashi verdutzt an. Niemand hatte damit gerechnet das DER Akashi, der absolute Akashi, jemals Selbstmordgedanken und Wünsche haben könnte. Dies war die Seite die nur ich von ihm kannte. Und nun hatte er sie ein wenig an die anderen preisgegeben. Ich wusste, was ein großer Schritt dies für Akashi sein musste. Und ich respektierte es.
Ich räusperte  mich. „Kise, du musst verstehen, dass ich niemals damit abgeschlossen hätte. Ich war unglücklich und Leer die letzten Jahre. Ich war nicht ich selbst. Ich war das, was ich so unglaublich vermisste, was ich so brauchte, auch wenn ich es mir nicht eingestanden habe. Ich war wie er.“
Kise sah mich an und verstand.
„Bist du glücklich, Tetsu?“, fragte Aomine plötzlich.
Ich richtete meinen Blick auf ihn. Dann nickte ich.
Er schloss kurz die Augen und senkte den Blick. Dann sah er erst zu Akashi und dann wieder zu mir. „Dann sollte es für mich in Ordnung sein. Willkommen zurück Akashi“ Aomine nickte dem Rothaarigen zu. Dieser nickte kurz zurück.
Ich richtete meinen Blick auf Midorima.
Dieser musterte Akashi durch seine Brille. „Willkommen zurück“, sagte er dann.
Murasakibara grunzte einfach nur, während er sich Chips in den Mund schob.
Kise... „Ich sehe das gar nicht ein!“, maulte dieser.
Ich seufzte. Das war klar. Nun, da er seit Jahren nicht mehr von Akashi eingeschüchtert wurde, war er rebellisch gegenüber ihm. Doch Akashi konnte es sich nicht erlauben ihn zu bedrohen, da er befürchten musste mich damit zu verlieren.
„Ich will ehrlich zu euch sein“, sagte Akashi ruhig. „Es ist eigentlich nicht wirklich wichtig, ob ihr mich hier gutheißt oder nicht. Doch ich lege viel Wert auf eure Meinungen. Wenn auch nur einer von euch dagegen ist werde ich gehen. Dennoch werde ich Kuroko  mit nehmen. Ich bin euch dankbar, dass ihr bei ihm geblieben seid als ich es nicht war.“
Kise sah Akashi immer noch feindselig an. Dieser lehnte sich nun resigniert an die Fensterfront.
„Ich bin damit nicht einverstanden!“, sagte er. „Aber ich will nicht das Kuroko-cchi geht, also … kannst du gern bleiben“
Heftige Mordlust lag in Akashis Augen, als er Kise ansah. Kise seinerseits spürte den Blick nur allzu genau und schauderte. Auch er wusste, dass der einzige Grund warum er zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt noch lebte war ich. Durch ein einziges Wort von mir könnte sein Todesurteil unterschrieben sein.
Akashi ging in die Küche und machte sich einen Tee. Dabei legte er einen Teil seines Armes frei, welcher auch von Narben geziert war. Ich sah, dass Midorima diese bemerkte, es jedoch nicht kommentierte.
„Da gibt es noch etwas, das ich euch sagen muss“, verkündete ich. Vor diesem Teil war ich etwas nervös, ließ es mir jedoch nicht anmerken. „Als wir alles geklärt hatten, war es Zeit für einen Neuanfang. Alles musste wieder von einem anderen Sichtpunkt betrachtet werden. Nun, also... Akashi und ich haben uns verlobt“, brachte ich es auf den Punkt.
Nun ließ sogar Murasakibara seine Chipstüte sinken und starrte mich ungläubig an.
Dann war es still, es war totenstill. Für eine ganze Weile sagte niemand etwas.
Ich schaute unsicher zu Akashi der mir einen aufmunternden Blick zuwarf.
Midorima war der erste der sich wieder fing. „Tatsächlich?“, murmelte er leise.
Ich nickte, hob meine Hand und präsentierte ihnen meinen Verlobungsring.
„Herzlichen Glückwunsch“, gratulierte und der Grünhaarige. Akashi reagierte überhaupt nicht, sondern blich zurückgezogen in der Küche und trank seinen Tee.
„Ich weiß, dass das jetzt ein bisschen viel für euch ist. Aber bitte denkt darüber nach. Ich möchte eure ehrliche Meinung drüber hören. Ihr seid meine Freunde und mir sind eure Meinungen sehr wichtig. Ihr solltet vielleicht in Ruhe darüber nachdenken und wir reden dann nochmal darüber.“
Alle schienen damit einverstanden zu sein. Alle verließen unsere Wohnung, immer noch gedankenverloren. Alle, außer Midorima. Dieser bleib auf seinem Platz sitzen. Er schien schon über alles nachgedacht zu haben.
Ich sah ihn verwundert an.
„Tatsächlich habe ich einige Fragen an euch. An euch beide.“ Er blickte mahnend zu Akashi. Dieser setzte sich nun zu uns.
„Wann bist du hergekommen?“; erkundigte sich Midorima.
„Vor etwa 6 Wochen“, antwortete Akashi kühl, jedoch etwas freundlicher als vorher. Er schien Midorima am meisten von den anderen zu mögen.
Dann blickte der Grünhaarige mich an. „Du hast dich dazu entschieden ihn wieder in dein Leben zu lassen. Das sei dir gegönnt. Aber sei dir der Konsequenzen bewusst“
Ich nickte ihm dankbar zu. „Danke, Midorima“
„Wofür?“, fragte er leicht verwundert.
„Dass du mich mein Leben leben lässt wie ich es für richtig halte. Kise hat damit offensichtlich Probleme“
„Kise hat tatsächlich viele Probleme. Er macht sich nur Sorgen um dich“
Akashi schnaubte. „Ich würde ihn erschießen, wenn ich dürfte“, murmelte er und schielte zu mir herüber.
Ich schüttelte den Kopf.
„Das ist es schon wieder“, sagte Midorima. „Akashi, du scheinst bei allem um Kurokos Erlaubnis zu bitten. Du machst nichts was er dir verbietet.“ Er sah mich prüfend an. „Es ist eure Sache wie ihr eure Beziehung führt, das interessiert mich nicht. Aber ich will dass ich beide glücklich werdet, und so werdet ihr das nicht. Es wirkt für mich so, als gebe es immer noch Dinge zwischen euch, die im Weg stehen.“
Akashi schwieg und blickte unbeteiligt aus dem Fenster.
Midorima wandte sich wieder an mich. „Es ist, als wäre Akashi ein angeketteter Wolf, dem man gewaltsam ein Halsband angelegt hatte. Das ist nicht gesund, für keinen von euch.“Ich dachte noch lange über Midorimas Worte nach. Er hatte recht. Akashi tat alles was ich wollte. Im Moment war das in Ordnung, doch irgendwann würde er es nicht mehr aushalten und ich würde diese Macht nur zu selbstverständlich ausnutzen. Sollte dies passieren wäre es ein für alle mal vorbei mit uns. Ohne Rückkehr. Ohne Plan B. Dann war alles vorbei, denn dann würde die Liebe verschwinden. Allerdings konnte ich auch nicht in mein altes Leben zurückkehren und mich Akashi vollkommen unterwürfig zu Boden werfen. Oder konnte ich das?
„Akashi?“, fragte ich und betrat das Arbeitszimmer in dem er sich gerade befand.
Er sah zu mir hoch und schenkte mir ein Lächeln. „Was gibt es?“
„Wir müssen reden“, sagte ich vorsichtig.
„Wir hatten schon das Thema, dass dies ein echt schlechter Opener ist, oder?“, fragte er.
Ich nickte und kam zu ihm. Er rollte ein bisschen von seinem Schreibtisch weg, sodass ich mich auf seinen Schoß setzten konnte.
„Was ist denn los?“, fragte er sanft und strich mir durchs Haar.
„Weißt du noch, was Midorima sagte, nachdem alle hier waren?“
Akashi nickte. „Ist es das worüber du reden möchtest?“
Ich nickte.
Akashi nahm mich abrupt in den Arm und stand auf. Er trug mich ins Esszimmer, wo er mich auf den Tisch setzte. Er küsste mich.
Widerwillig erwiderte ich den Kuss. Ich wollte mit ihm reden, nicht mit ihm rummachen. Doch ich konnte bei ihm immer so schlecht 'Nein' sagen.
Akashi küsste sich an meinem Hals herunter. „Nun? Rede!“, forderte er mich auf.
„Ich-“, keuchte ich, während ich  meine Lust unterdrückte. „Du musst damit aufhören!“
Ich spürte sein Lächeln auf meiner Haut. „Aber warum?“
Ich drückte ihn entschlossen von mir weg. „Weil ich sonst nicht mit dir reden kann“
Akashi musterte mich eindringlich. „So etwas wäre früher niemals möglich gewesen, Kuroko. Du hättest mich niemals weggedrückt. Niemals! Du hast ein eigenes Leben und ich habe meins. Du bist nicht mehr auf mich angewiesen, zumindest nicht mehr so wie früher. Unsere Beziehung kann nie wieder so werden wie sie einmal war. Ich bin nicht mehr derselbe und du bist es genauso wenig. Wir haben uns auseinandergelebt in den 6 Jahren, genauso wie es angedacht war. Das einzige, was ich nicht mit einberechnet hatte war, dass du mich immer noch liebst. Kuroko, du bei ein eigenständiger Mann der sein eigenes Leben ohne Probleme ohne mich führen kann. Du hast in den letzten Jahren deine verlorene Jugend nachgeholt, du bist nun erwachsen, hast einen eigenen Job und gute Freunde auf die du dich verlassen kannst. Du hast alles was du brauchst. Damals warst du am Ende, jetzt hast du ein Ziel. Du hast einen Horizont der auf dich wartet und dich nicht verstößt. Du BRAUCHST mich nicht mehr. Du WILLST mich nur noch. Das ist etwas komplett anderes. Bei dir liegt die Entscheidung bei mir zu bleiben ohne Konsequenzen fürchten zu müssen oder zu Hungern. Das heißt, ich muss es mir verdienen, dass du bei mir bleibst.“
Ich starrte ihn fassungslos an. Ich hatte einen solchen Ausbruch nicht erwartet. „Aber was redest du denn da? Dummerchen“, tadelte ich ihn liebevoll und strich ihm durchs Haar. „Ich brauche dich.“
„Du weißt, dass das gelogen ist“, sagte er kühl.
Ich schüttelte den Kopf. „Nein, ist es nicht. Ich brauche dich, weil ich dich will. Ich brauche dich, weil ich mich nach dir sehne. Ich brauche dich, damit du mich komplettierst. Du machst mich erst ganz, ohne dich wäre ich nicht ich. Sondern ich ohne dich, und das wäre furchtbar.“
Sein lächeln verschwand. Seine Gesichtszüge froren ein. Er setzte eine Maske auf, anscheinend hatte ich etwas gesagt, was irgendetwas bei ihm ausgelöst hatte. „Kuroko“, sagte er gequält und trat einige Schritte zurück. „Ich... ich kann nicht jemand für dich sein, für den du so empfindest. Ich hatte...“, er brach ab.
Ich rutschte vom Tisch runter und ging auf ihn zu, sodass er nur wenige Zentimeter vor mir stand, und schaute zu ihm hoch. „Denk doch mal nach, Akashi! Du sagst du verdienst meine Liebe nicht? Ich habe versucht dich zu töten, du hast mir verziehen. Ich habe dich verstoßen weil ich meine eigenen Gefühle nicht kontrollieren konnte, du hast mir verziehen. Ich habe mit deinen Gefühlen gespielt, du hast mir auch das verzeihen. Ich haben all unsere gemeinsame Zeit weggeworfen, und auch das hast du mir verziehen. Du liebst mich trotz allem immer noch. Ich denke du hast meine Liebe mehr als genug verdient. Du hast dich immer für mich eingesetzt und hast dich immer nach mir gerichtet. Du hast erst auf mein Wohl geschaut und dann erst auf dein eigenes. Du hast schon damals meinen Will über deinen gestellt. Natürlich waren einige Sachen... sagen wir mal fragwürdig, doch du tatest alles, um mein Leben zu erleichtern. Du hast alles für mich geopfert. Und ich bin dir zu großen Dank verpflichtet. Und ich bin die verdammt Dankbar. Natürlich hast du recht mit dem was du sagt. Ich verdiene mein eigenes Geld und kann alleine leben. Doch ohne dich könnte ich niemals überleben. Akashi, zu leben, bedeutet nicht nur zu essen und zu schlafen. Zu leben gehört noch so viel mehr! So viel, was nur du mir geben kannst. Nur du bist in der Lage mich zum Lachen zu bringen, oder zum weinen. Mich verzweifeln zu lassen oder vor Glück kaum atmen zu können. Du bist mein Gegenstück. Du bist der einige der mich töten kann und der einzige der mich am leben erhalten kann. Du, allein du Akashi Seijuro, bist mein Anfang und mein Ende.“
Akashi blickte mich einfach nur an und schwieg. Er schien mit irgendetwas in seinem inneren zu kämpfen.
Ich stellte mich auf die Zehenspitzen und legte vorsichtig meine Lippen auf die seinen. „Ich liebe dich, Akashi. Ich habe dich immer geliebt und ich werde dich immer lieben. Ich verspreche es dir. Ich werde dich lieben, solange wir leben“
Akashi erwiderte den Kuss sanft. „Ich liebe dich auch Kuroko. Aber das ist es nicht was mir im Weg steht.“
„Was ist es dann?“, fragte ich sanft.
„Es ist... ich kann keine Beziehung führen“
„Du hast es doch schonmal mit mir geschafft. Was ist jetzt so anders?“
„Unsere jetzige Beziehung lässt sich nicht mit unserer alten vergleichen. Es ist, wie soll ich das jetzt am besten ausdrücken..., die Rollenverteilung ist anders. Verstehst du? Früher hast du dich meist zurückgehalten und ich hatte eigentlich freie Hand über alles. Ich konnte machen was ich will, mehr oder weniger zumindest. Doch jetzt... Es ist nicht so, dass ich es nicht mag, aber ich muss mich nunmal daran gewöhnen, dass ich die Entscheidungen nicht mehr allein treffen kann. Du bist ein gleichwertiges Mitglied unserer Beziehung, das warst du auch damals. Nur weißt du dies jetzt auch zu schätzen und nimmst diese Macht wahr. Früher hast du dies nicht.“
Ich dachte über seine Aussage nach. Störte es ihn also... dass ich ihm Gleichberechtigt war?!? Im ernst jetzt? Ich seufzte. „Das kann doch nicht dein ernst sein...“, murmelte ich nur.
Akashi bekam dies natürlich mit und fluchte leise.
Ich wusste, dass er sich unsicher gewesen ist ob er es mir sagen sollte oder nicht und er hatte anscheinend auch mit dieser Reaktion gerechnet, sie sich aber nicht erhofft.
Ich streckte zögerlich meine Hand aus und strich ihm eine Strähne aus dem Gesicht.
Er sah mich einfach nur an. Kalt, emotionslos. Wie früher. Es würde noch etwas dauern bis ich wieder nach genug an ihn ran kam.
„Ich werde mich dir nicht unterwerfen“, stellte ich dann klar.
„Ist mir bewusst. Sollst du auch gar nicht! Es ist nur eine Umgewöhnung für mich.“


Soooooo~ das wars :D Es war sehr lang diesmal, aber ich hoffe es gefällt euch trd :3 Vielen Vielen Dank an meinen Lieblingsautor Renjicchi der mir eine super süße Review hinterlassen hat. Außerdem möchte ich hier noch die liebe icefairy ehren.
Bitte ignoroert wie gewohnt Rechtschreibfehler und Grammatik shit :D
Genug von mir :D
Vielen Dank fürd lesen und lasst nh Review da <3

Bis dann

Sabi-chan :3
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