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Kleiner Engel

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 Slash
Akashi Seijūro Kuroko Tetsuya
27.08.2015
24.11.2017
58
95.885
26
Alle Kapitel
146 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
30.05.2017 1.714
 
Ich konnte nicht warten :D Ich bin ehrlich stolz auf dieses Kapi. Mal sehen ob ihr das auch seid :D
Viel Spaß beim lesen :D wir sehen uns am Ende des Kapis wieder :D




Kuroko POV

Ich lächelte ihn leicht verlegen an. Die Luft war elektrisiert von der Spannung die zwischen uns lag. Diese war aber anders als die Mordlust und der Hass der sich für gewöhnlich in letzter Zeit zwischen uns herrschte. Es fühlte sich alles so aufregend an, so.... fast schon schön.
„Guten Abend, Akashi. Ich befürchte der Engel konnte es nicht einrichten, du musst dich wohl mit mir zufrieden geben“
„Ach was“, entgegnete er höflich. „Ich kenne nur einen Engel und den schaue ich gerade an“
Ich schaute zur Seite, vermied seinen Blick. Dennoch spürte ich ihn auf meine Haut brennen. Sein Blick hinterließ ein kribbeln auf meiner Haut und noch viel tiefer. Als könnte sein Blick allein meine Seele berühren. Womöglich konnte sie das sogar.
Der Kellner brachte die Speisekarte und ein weiteres Weinglas. Er überreichte uns die Karten. Danach schüttete er Akashi einen Schluck des Weißweins ein.
„Vielen Dank“, sagte Akashi und der Mann verzog sich. Akashi blickte wieder zu mir. „Such dir aus, was du willst. Ich bezahle.“
„Das kann ich nicht annehmen“, protestierte ich.
Akashi sah mich verwundert an. „Warum nicht?“
„Ich habe jetzt einen Job und verdiene mein eigenes Geld. Ich kann dein Geld nicht immer annehmen“
Ein amüsiertes Lächeln schlich sich auf sein Gesicht. „Du solltest mich nicht anlügen, Kuroko. Ich weiß, dass du dich beworben hast. Aber angenommen wurdest du noch nicht.“
„Du irrst dich“, sagte ich ruhig. „Ich habe einen Job“
Verwunderung schlich sich in seine Augen, ganz dezent, kaum zu sehen.
„Ich habe noch einen 2. Job, für die Zeit im Studium.“
„Aha“, sagte er nur und blickte in die Karte. „Such dir trotzdem was aus“
Er schien sich leicht zu ärgern, warum, wusste ich nicht. Ich beließ es aber dabei, ich wollte ihn nicht unnötig provozieren.
„Bist du immer noch so scheiße reich?“, fragte ich dennoch leicht neckisch und hoffte, dass er mir dies nicht übel nehmen würde.
Er ging auf sie Stichelei ein. „Noch viel reicher“
„Hast du gearbeitet, als du weg warst?“ Ich vermied absichtlich dieses 'als du mich verlassen hattest'. Es klang so vorwurfsvoll. Ich warf es ihm zwar vor, wollte jedoch im Moment jegliche Feindseligkeit ablegen und ein normales Gespräch führen.
„Ja sicher“, antwortete er kühl. „Dachtest du ich mach Urlaub in der Karibik und lasse es mir gut gehen. Ich habe mein Vermögen fast verdoppelt.“
Mir fiel die Kinnlade herunter. „Verdoppelt?“, fragte ich atemlos. Ich wusste nicht mal wie viel er damals hatte, aber es war sehr viel. Verdammt viel. Und jetzt das doppelte davon. „Heilige...“
An Akashi schien meine Verwunderung abzuprallen. Er wandte sich wieder der Karte zu.
„Wie lief dein Jurastudium?“, fragte er dann ziemlich beiläufig.
„Ganz okay. Nachdem ich erst einmal alles finanzieren konnte hab ich mein Bestes gegeben. Ich wollte mein Leben leben, und dafür brauchte ich Geld. Ich musste mir eine Lebensgrundlage schaffen.“
„Bist du deswegen arbeiten gegangen?“
„Naja, Kise und Aomine haben viel zugesteuert. Ich konnte eigentlich nur einen Bruchteil davon zahlen.“
Akashi lächelte zufrieden.
„Was?“, fragte ich.
„Ich bin stolz auf die beiden“
„Warum?“
„Sie haben dicht gehalten“
„Inwiefern?“
Akashi schwieg.
„Wir wollten ehrlich zueinander sein, Akashi. Zumindest diesen Abend.“, erinnerte ich ihn.
Er seufzte. „Ich habe es bezahlt. Dein Studium. Kise und Aomine könnten es zwar übernehmen, jedoch fand ich es angebrachter, da ich mehr Geld habe.“
Und weil du mir das eingebrockt hast!!! „Aha“
„Tut  mir leid dir das so sagen zu müssen“
„Schon okay.“
„Hast du dir schon was ausgesucht?“, fragte er dann.
„Was ausgesucht?“, fragte ich vollkommen verwirrt.
Er lachte. Es war ein wunderschönes Lachen. „Was du essen willst“, sagte er und nickte zur Karte die ich in den Händen hielt.
„Ähhm, nein“, gestand ich und warf einen Blick auf die Karte. Die meisten Gerichte kannte ich nicht. „Was nimmst du?“
„Das Hummerfilet.“
Ich betrachtete weiter die Karte. „Ich nehm....“
„Du kennst die meisten Sachen nicht, oder?“
Verlegen schüttelte ich den Kopf.
„Nimm die Austern“
Wie Gerufen kam der Kellner zu uns. „Haben sie sich schon entschieden?“
„Ja. Einmal den Hummer und einmal die Austern“
Der Kellner notierte sich die Bestellung. „Darf es sonst noch was sein?“
„Nein, wir melden uns“
Der Kellner zog ab. Akashi richtete seinen Blick wieder auf mich.
„Wie steht es mit deinen Fragen?“
„Ich hab ein paar“, antwortete ich.
„Schieß los“ Ich erkannte die Ironie in dieser Aussage.
„Wie geht es dir? Nach der Schussverletzung meine ich.“
„Wie soll es mir gehen? Es ist fast alles verheilt“
„Gut, gut“
Schweigen. „Du weißt nicht wie du anfangen sollst, oder?“, fragte mich Akashi vorsichtig.
„Absolut nicht“, gab ich zu.
Schweigen. „Warum hast du meine Mutter getötet?“, fragte ich dann plötzlich. Ich hatte den Plan, mich von hinten nach vorne zu arbeiten.
Akashi seufzte. „Ich kann nicht mehr als mich zu entschuldigen. Es tut mir mir leid, Kuroko. Es tut mir wirklich leid. Allerdings habe ich deine Mutter nicht getötet. Und ich bin auch nicht dafür verantwortlich.“
„Warum sagst du das immer wieder?“
„Weil es stimmt. Ich will ehrlich zu dir sein. Ich denke nicht, dass ich Schuld dafür bin. Ich meine, ist ein Waffenhändler schuld, wenn mit einer der Waffen die er verkauft hat jemand umkommt? Nein. Ich gab deiner Mutter das, was sie wollte. Das, was sie sich gewünscht hatte. Ich hab meinen Job gemacht, es war nichts weiter. Ein Job. Ich habe mich an alles gehalten, die über alles aufgeklärt. Ihr Tod war schlicht und ergreifend ihre eigene Schuld. Es hilft nicht die Schuld bei jemand anderem zu suchen. Tu es nicht, es macht dich kaputt.“
Ich betrachtete ihn. Es war eine Antwort die ich erwartet hatte. Es war die Antwort die ich tief in meinem Inneren schon kannte, die ich mir aber nicht eingestehen konnte.
„Ich kann dich nicht um mehr bitten, als mir zu verzeihen.“, fuhr Akashi fort. „Bitte nimm meine Entschuldigung an“
„Es tut  mir leid, das kann ich nicht“, sagte ich und blickte ihn durchdringend an. „Ich kann dir nicht vergeben, ich kann es nicht. Du bist... nicht Schuld an ihrem Tod... Aber indirekt trägst du die Verantwortung an wen du deine Sachen verkaufst“
„Kuroko... ich bin weder Psychologe noch möchte ich das sein. Leute bestellen bei mir, ich liefere. Ich liefere nur an Volljährige Personen die sich der Gefahr im vollen Bewusst sind. Es ist das Risiko des jeden einzelnen. Nicht das meine“
„Das meine ich! Es ist die Schuld meiner Mutter, ich weiß das. Aber ich will... Ich will einfach nicht glauben, dass sie mich allein ließ... Dass SIE mich allein ließ, vollkommen freiwillig.“
„Das musst du“
„Nein, ich kann dir die Schuld geben“
Akashi sah mich lange an. „Kuroko“, sagte er ganz langsam. „Das führt aber doch zu nichts. Warum solltest du jemanden Unschuldigen die Schuld für etwas geben, nur weil du die Wahrheit nicht verträgst. Weißt du wie Ungerecht das ist?“
Ich schwieg. Unser Essen kam.
„Das ist egoistisch. Nicht nur mir gegenüber. Du schadest damit nur nicht selbst. Weil du weißt, dass es falsch ist.“
Ich schwieg.
„Kuroko?“
„Es tut mir leid, Akashi“ Tränen liefen mir über die Wangen. „Aber ich habe bzw hatte immer das Gefühl, du würdest mich nur lieben, um für meine Mutter zu sühnen.“
Akashi beugte sich über den Tisch und wischte mir die Tränen von den Wangen. Seine kühle Haut schmiegte sich perfekt an meine, als ob sie immer dort gewesen wäre. „Weine nicht“
Ich schluckte und sah ihn an. Diesen wunderschönen, rothaarigen Mann. Und ich merkte wie mein Hass Stück für Stück kleiner wurde.
„Ich habe dich immer geliebt, Kuroko. Immer. Nicht wegen deiner Mutter, wegen deiner Hilflosigkeit oder wegen sonst irgendetwas. Ich habe dich geliebt, weil ich dich, dich Kuroko als Person, als Menschen, als das wertvollste ansehe, was ich hatte. Ich habe dich geliebt, weil du wunderschön bist, weil dein Charakter keinem anderen gleicht. Weil du mich so faszinierst, dass mir in jedem  Moment, den wir gemeinsam verbringen die Sprache verschlägt. Weil du so unglaublich stark bist. Du bist so viel stärker als ich es bin. Und um einiges Unschuldiger. Kuroko ich habe dich geliebt... ich liebe dich, weil ich mein ganzes Leben mit dir verbringen möchte. Ich hatte dir die Chance gegeben, mich zu töten. Weißt du warum? Weil ich in keiner Welt leben konnte, in der du mich hasst. Ich konnte nicht mit den Gedanken leben, dass die Person die ich am meisten liebte, mich hasste. Deshalb, allein deshalb kam ich zu dem Schluss mein Leben habe keinen Sinn mehr ohne dich. 6 Jahre habe ich gearbeitet um dir, nach meinem Ableben alles gehen zu können. Du hättest dein Leben lang nie wieder arbeiten müssen. Du würdest das Geld, welches ich dir Hinterlassen hätte, niemals ausgeben können.“
Perplex saß ich auf meinen Stuhl und starrte ihn an. Den rothaarigen Wolf im Schafsmantel. Mein Todesengel, meinen Dämon... meine Ewige Liebe.
Akashi stand auf. „Kuroko... liebst du mich? Sei bitte ehrlich“
Ich zögerte. Liebte ich ihn. Konnte ich ihn lieben?
„Ja“, sagte ich erstickt.
Er ging vor mir auf die Knie. Das gesamte Restaurant wurde still. Alles verlief in Zeitlupe. Er griff in seine Anzuginnentasche und holte eine kleine Schatulle heraus. Langsam öffnete er sie und ein zierlicher Ring mit einem kleinen Diamanten kam zum Vorschein.
„Kuroko... Vor 6 Jahren habe ich einen Fehler gemacht. Ich habe dich gehen lassen, ich bin gegangen. Ich bin bereit die Konsequenzen dafür zu tragen. Doch du hast mich gerettet. Du hast meinem Leben einen Sinn gegeben. Ich bitte dich, Kuroko. Ich bitte dich, mein gesamtes Leben schöner zu machen. Mach es lebenswert. Lass uns jeden Moment zusammen verbringen. Kuroko... Willst du mich heiraten?“




:D



ich liebe es :D Was haltet ihr von dieser Aktion? Ist der Antrag dumm? Wie wird Kuroko wohl antworten? Was wird er sagen? Ja, oder nein?!? Offene Fragen, offene Fragen. Fakt ist, dass ich das Kapi in 2 Tagen geschrieben habe und ich echt stolz auf mich bin. Gut, eigentlich drücke ich mich mal wieder vor den Hausaufgaben, aber das ist egal :D Ich hoffe es hat euch gefallen und danke fürs lesen :3 Lasst doch eine Review da :D

Bis dann

Sabi-chan :3
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