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Kleiner Engel

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Akashi Seijūro Kuroko Tetsuya
27.08.2015
24.11.2017
58
95.885
27
Alle Kapitel
146 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
05.09.2015 2.205
 
Heyy :D Und mal wieder kommt ein Kapitel online~ Da ich in letztder Zeit extrem Produktiv bin, kommen so viele Kapitel xD Ich hoffe mal das bleibt so!
Nebenbei ein fettes danke an icefairy, die wirklich zu jedem neuen Kapitel eine mega sweete Review schreibt. Und auch Castielina hat eine hinterlassen, die mich wirklich gefreut hat. Ihr gebt mir die Lust am weiterschreiben! Ein RIESIGES DANKE dafür :3
Aber ich nerv mal nicht lange~ Viel Spaß beim Lesen :D


Kuroko POV

War das tatsächlich Realität? Küsste mich Akashi gerade wirklich? Träumte ich? Ich genoss den sanften Druck auf meinen Lippen. Die Wärme die seine Ausstrahlten. Ihren Geschmack. Als Akashi sich löste, war es, als würde etwas fehlen. Meine Lippen waren auf einmal so kalt.
Ich blickte ihn mit großen Augen an. „Der Grund?“, keuchte ich. Er nickte. In seinem Blick lag Unsicherheit. Dass ich das jemals sehen durfte. „Das war immer der Grund“ Ich lächelte. Er lächelte zurück. In diesem Moment fühlte ich mich wie ein Teenager nach seinem ersten Kuss. Naja, es war ja immerhin auch mein erster Kuss. Aber ich war erwachsen.
Ich war irgendwie Glücklich, auch wenn es komisch war. Es war seltsam. Aber es fühlte sich nicht falsch an.

Akashi POV

Ich hatte mich entschieden. Auch wenn diese Entscheidung mit Nichten die beste war. Ich hatte mich immerhin dazu entschieden, Kurokos Naivität und Unschuld gegen ihn zu verwenden. Auch wenn dies mir zuwider war. Aber andere Optionen, andere Auswege gab es nicht.
Ich blickte ihm tief in die Augen. Sie waren leicht mit Tränen gefüllt. Eine löste sich und lief langsam seine Wange herunter. Ich wischte sie sanft mit dem Daumen weg. „Alles Gut?“, erkundigte ich mich. Er nickte nur. Ich schenkte ihm ein seltenes Lächeln. „Wir sollten schlafen gehen“, merkte ich an. Wieder nickte er nur. Er schien unter Schock zu stehen. Ob dieser Schock positiv oder negativ für mich war, würde sich herausstellen. „Ich schlafe auf der Couch. Du kannst das Bett nehmen“ Panik stieg in seinen Augen auf. „I-Ich möchte dir keine Umstände machen“, protestierte er. Ich lächelte wieder. „Das sind keine Umstände“, versuchte ich ihn zu beruhigen. Er schüttelte energisch den Kopf. „I-Ich habe nichts dagegen, auf dem Sofa zu schlafen“, entgegnete er wieder. Ich blickte ihn ernst an. Mein Lächeln war verschwunden. „Ich aber! Was wäre ich für ein mieser Gastgeber, wenn ich meinen Gast auf dem Sofa schlafen lasse?“ Kurokos Miene ließ seine Verwirrtheit durchsickern. „Aber ich verdanke dir so viel! Da ist das doch gar nichts!“ Ich verdrehte innerlich die Augen. Er war so verdammt stur.
Kurzerhand packte ich ihn an der Taille, hob ihn hoch und ging ins Schlafzimmer. Er wehrte sich nicht. Ich legte ihn vorsichtig aufs große Bett. „Tu mir den Gefallen“, bat ich ihn leise. Er schluckte kaum merklich. Nachdem er meinen Blick kurz erwiderte, sah er zur Seite. Ich hatte gewonnen.
Ich verließ den Raum und schloss die Tür. Das würde noch kompliziert werden.

Kuroko POV

Am nächsten Morgen wachte ich morgens auf. Der Wecker zeigte 06:34 an. Ich vermutete, dass Akashi noch nicht wach war. Immerhin war er gestern ziemlich lange wach und hatte obendrein noch auf der Couch geschlafen. Ich krabbelte aus dem Bett und tappste ins Wohnzimmer. Zu meiner Verwunderung saß Akashi schon am Küchentisch, trank Tee und las Zeitung. „Morgen“, murmelte ich. Er blickte kurz auf. „Morgen“, erwiderte er. Er war wieder kühl und distanziert. Es verunsicherte mich. Alles, was in den letzten Stunden passiert war, verunsicherte mich. Ich setze mich zu ihm und starrte auf die grobe Holzmaserung des Tisches.
Zu aller erst verwunderte mich die Gastfreundschaft und Hingabe, wie Akashi sich um mich kümmerte. Er sorgte dafür, dass ich von der Straße herunterkam. Er gab mir Essen, ein Bad und einen Platz zum schlafen. Was sich aber auch noch in meinem Kopf tummelte, war die Tatsache, dass er mir sofort zur Hilfe kommen konnte, als ich von den Jugendlichen angegriffen wurde. Fast so als wäre er mir gefolgt... Aber was war der Sinn dahinter? Ich verstand es nicht. Er hatte mich auch nie etwas gefragt, was auf meinen Verbleib auf der Straße bezogen war. Als wüsste er alles. Als brauche er mich nicht zu fragen. Was mich aber am meisten verwirrte, war der Kuss gestern.  Ich hatte nicht mit ihm gerechnet. Ich verstand ihn nicht. Er hatte sich nicht schlecht angefühlt, aber ich liebte Akashi nicht. Ich war ihm unendlich Dankbar, aber Liebe war das nicht. Ich musste ihm unbedingt klarmachen, dass ich nichts für ihn empfand. Ich musste ihm sagen, dass ich mir nichts mit ihm vorstellen konnte. Ich musste ihm unbedingt sagen, dass ich ihn nicht liebte. Auch wenn es mir schwer fallen würde. Ich musste es tun, um seine Gefühle auf keinen Fall weiter zu verletzten.
Ich sah zu ihm auf. Er hatte die Zeitung beiseite gelegt, die Tasse in der rechten Hand, an die Lippen gehalten und beobachtete mich. Er sagte nichts. Er tat nichts. Er schaute mich einfach nur an. Seine Augen waren kalt. Ohne jegliche Regung oder Gefühle. Das machte er schwer zu glauben, dass er mich liebte. Ich hoffte so, dass es nicht so war. Er trank einen Schluck. Ich wand mich unter seinem Durchdringenden Blick. „Akashi“, fing ich an. Von ihm kam keine Regung. „Ich muss mit dir über diese Nacht reden“, sagte ich. Ich versuchte meine Erscheinung entschlossen und Aufrichtig wirken zu lassen. Es misslang.
„Ich... Ich weiß nicht wie ich es sagen soll, aber dieser Kuss...“, stammelte ich. Sein Blick lag weiterhin ruhig auf mir. Es schien, als wäre er eine Statue.
„Ich kann diese Gefühle von dir nicht erwidern“, brachte ich es auf den Punkt. Dann blickte ich ihn erwartungsvoll an. Ich erhoffte mir eine Reaktion. Es kam eine. Aber keine, die ich erwartet hatte. Ein leises Lachen entsprang seiner Kehle. „Das verlangt doch keiner“, sagte er leise. Seine Stimme war ruhig, doch eine leichte Spur Mordlust lag in ihr. Ich zuckte zusammen. „Wie-?“, setzte ich an, doch er unterbrach mich. „Ich hatte niemals von dir verlangt, meine Gefühle zu erwidern. Es ist ohnehin nicht möglich. Also, wieso sollte ich so etwas erwarten?“
Diese Frage verwirrte mich. „Ich verstehe nicht“
Er nippte an seinem Tee und schloss die Augen, als müsse er nachdenken. „Man kann mich nicht lieben. Das ist nicht möglich“ Es brauchte Zeit bis ich diese Worte verstanden hatte.
Akashi wandte sich ungerührt seinem Tee zu. „Du kannst bleiben, wenn du willst. Geld lasse ich dir auch hier. Du kannst machen was du willst.“ Er stellte die leere Tasse in die Spüle. Dann nahm er sich seine Tasche und ging zur Tür. „Aber lass niemanden rein, okay“ Damit verließ er mich. Ich saß wie Falschgeld auf dem Stuhl und starrte ihm nach.

Akashi POV

Tatsächlich hatte mich diese Ansprache vollkommen verwirrt. Ich war darauf nicht vorbereitet gewesen. Aber ich war es gewohnt, in solchen Momenten Ruhe zu bewahren.
Er liebte mich nicht. Das hatte ich erwartet. Aber es war eine Überraschung gewesen, dass er es so schnell vortrug. Das er sich so schnell beschwerte.
Ich schüttelte den Kopf. Ich hatte jetzt wichtigeres zu tun, als mich um seine Gedanken zu Sorgen. Das würde bis zum Abend zeit haben. Jetzt war der nächste Termin von höchster Priorität.
Ich eilte zum Aufzug, einen Becher Coffee-to-go in der linken Hand. Ich erwischte ihn, bevor die Türen zu glitten.
Oben angekommen ging ich zum Studio. Heute waren die Aufnahmen, die Kise-kun betrafen. Ich setzte mich auf einen Klappstuhl, der für mich bereit stand und beobachtete die Vorbereitungen. Ein Green-Screen war im Hintergrund gespannt. Die restliche Kulisse bildeten ein Paar Kleinigkeiten, die man auf einem Frachter fand. Kise kam aus einer Tür hinein spaziert. Seine Augen begannen zu leuchten, als er mich sah. „Akashi-cchi“, jubelte er. Er schien sich zu freuen, mich zu sehen. Ich blickte ihn unbeeindruckt an. Seine blauen Augen musterten mich. „Du siehst müde aus, Akashi-cchi“, bemerkte er. Ich brachte ein kühles Lächeln zustande. „So fühle ich mich auch“, murmelte ich so leise, dass er es nicht hören konnte. „Hm?“, fragte er. Ich schüttelte den Kopf. Dann blickte ich ihn an. „Sag mal, weißt du was aus Kuroko Tetsuya geworden ist?“, erkundigte ich mich. Kise schien mein plötzliches Interesse an dem kleinen Blauhaarigen zu verwirren. Er sah mich misstrauisch an an und dachte nach. „Ich weiß nicht so recht. Nachdem er an die Seirin gegangen ist, habe ich nichts mehr von ihm gehört. Er soll sich komplett zurückgezogen haben, hab ich gehört. Manche sagen, der er sei nach dem Tod seiner Eltern von einer Brücke gesprungen, aber das traue ich ihm nicht zu“ Kise kniff leicht die Augen zusammen. „Aber tatsächlich weiß ich nichts genaues mehr. Eigentlich Schade! Ich mochte Kuroko-cchi“ Er legte den Kopf schief und musterte mich prüfend. „Warum fragst du?“ Ich sah an ihm vorbei. „Ich glaube, die Aufnahmen fangen jetzt an“, wich ich aus. Er zögerte, drehte sich jedoch um und ging ans Set.
Ich dachte nach. Niemand wusste etwas über den Kleinen. Das war gut. Das bedeutete nämlich, dass sich niemand über seinen jetzigen Aufenthaltsort fragte. Die Wahrscheinlichkeit dass Murasakibara oder Midorima etwas wussten war gering. Bei Aomine musste ich nochmal nach horchen.
Ich fasste kurzerhand den Entschluss und wählte seine Nummer.
„Aomine“, meldete sich Daiki Aomine.
„Hier Akashi“, meldete ich mich auch kurz.
„Hey. Was ist los? Ist irgendwas wegen der Spende?“, erkundigte er sich besorgt.
Ich musste schmunzeln. „Nein, alles in Ordnung“, beruhigte ich ihn. Ich konnte ihn am anderen Ende erleichtert ausatmen hören. „Es geht um etwas privates“, kündigte ich an.
„Etwas Privates?“ Aomines Stimme war Überrascht.
„Weißt du was aus Kuroko Tetsuya geworden ist?“ Eine kleine Pause entstand.
„Ich glaube nicht. Nach der Sache mit der Seirin hab ich ihn nicht gesehen“
Ich war erleichtert. Wirklich niemand kannte seinen Standort.
„Warum“, riss Aomine mich aus meinen Gedanken.
„Nur so. Ich habe gerade an unsere alten Spiele gedacht und mir ist aufgefallen, dass ich alle weiter gesehen hab außer ihn“ Meine Stimme klang überzeugend. Ich hoffte also, dass er mir das Abkaufte.
„Ah. Stimmt“, sagte der andere nur. „Ich muss jetzt weiter arbeiten, Akashi. Ich hab keinen einfachen Job wie du“, frotzelte er.
„Bis dann“, sagte ich und legte auf.
Damit war alles sichergestellt. Ich konnte beruhigt durchatmen.

Kise POV

Ich verließ das Gebäude, nachdem die Aufnahmen im Kasten waren. Ich musste einen Frachtarbeiter Verkörpern und Akashi-cchis Transportfirma bewerben. Als ob ich nichts besseres zu bieten hatte als diese einfachen Schauspielkünste. Aber für Akashi-cchi tat ich das natürlich. Immerhin ist er ein alter Kumpel und Team-Kapitän.
Ich seufzte. Für mich stellte er immer noch eine Art Autoritätsperson dar. Ich konnte es nicht ablegen. Akashi-cchi war nun mal Akashi-cchi.
Doch heute wirkte er irgendwie seltsam. Er wirkte aufgekratzt, nervös, fast schon hektisch. Vollkommen untypisch für den sonst so absoluten Akashi-cchi. Und er hatte sich nach Kuroko-cchi erkundigt. Was wollte er von ihm? Ich hatte mich abwimmeln lassen, da mir bewusst war, dass ich nichts weiter aus ihm rausbekommen würde.
„Bist du nicht Ryouta Kise?“, fragte ein Mädchen mich schüchtern. Ich schenkte ihr mein berühmtes Lächeln. „Ja, der bin ich“, bestätigte ich. „D-Darf ich ein Foto mit dir machen, bitte?“, fragte sie. Ihre Stimme zitterte vor Aufregung. Ich nickte eifrig. „Ja klar“ Sie lachte erfreut auf.
Nach dieser kurzen Unterbrechung dachte ich wieder an die wichtigen Dinge. Ich schnappte mein Handy und rief einen Freund an. Er stimmte einem Treffen zu.
Kurz darauf saß ich mit besagtem Freund in einem Kaffee. Er blickte mich fragend an. „Was gibt es so wichtiges?“, fragte Aomine. Ich blickte ihn verschwörerisch an. „Sag mal, hat dich Akashi-cchi heute kontaktiert?“, fragte ich. Aomines Mine wandelte sich in 'überhaupt nichts mehr verstehen'. „Ja. Er hat mich angerufen“, sagte er kurz angebunden. „Was hat er gewollt?“ Amoine dachte nicht lange nach. Anscheinend war ihm das selbe aufgefallen. „Er hat sich nach Kuroko erkundigt“, sagte er. „Das hat mich gewundert. Normalerweise interessiert er sich doch für niemanden.“ Ich nickte. „Er hat mich heute auch nach ihm gefragt! Ist das nicht seltsam?“, fragte ich ihn. Aomines Gesichtsausdruck versteinerte. „Nein“, hauchte er. Ich wusste was er dachte. „Wenn sich Akashi-cchi für den kleinen Interessiert, schwebt er im großer Gefahr. Wenn wir ihn nicht vor Akashi-cchi finden...“, ich ließ den Satz unvollendet. Aomine verstand. Seine Miene hatte sich nicht verändert. „Wenn wir ihn nicht finden, ist er verloren“




Souu~ Mal ein längeres Kapitel, nach dem kurzen letztes Mal. Ich hoffe mal, ihr wart mit Kurkos Reaktion zufrieden. Natürlich ändert ein Kuss nicht die komplette Gefühlswelt des Kleinen. Das brauchte ein wenig mehr Zeit. Nicht viel! Aber ein bisschen. Versprochen!
Was haben Aomine und Kise wohl damit gemeint, dass Kuroko verloren wäre, wenn Akashi ihn on die Finger bekommt? Nun, immerhin wissen sie nicht, dass er sich längst in ihnen befindet. Mal schauen ;D
Ihr dürft mich auch gerne schlagen, wegen den Miesen Kliffhängern, aaaaaber... ich liebe sie so xD Ich kenne das selber, wenn ich eine FF lese und dort so eben jener vorkommt könnte ich den Autor manchmal würgen und zwingen weiter zu schreiben ^_^
Aber ich denke nicht, dass das nächste Kapitel lange braucht xD

bis dahin

Sabi-chan
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