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Kleiner Engel

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 Slash
Akashi Seijūro Kuroko Tetsuya
27.08.2015
24.11.2017
58
95.885
26
Alle Kapitel
146 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
21.02.2017 1.520
 
Servus :D
Dieses mal was früher. Bin über die Karnevalstage weg und kann nicht schreiben. Kölner Traditionen Ausweichen xD

Viel Spaß beim lesen




Akashi POV

Ich spürte wie die Kugel in meine Brust eindrang. Ich spürte den stechenden Schmerz, den sie verursachte. Doch dieser Schmerz war nichts im Vergleich zu dem Schmerz die ich die letzten 6 Jahre in meiner Brust gespürt hatte.
Ich kippte nach hinten. Dumpf spürte ich den Aufprall, wie mein Körper den Boden berührte. Stumpf spürte ich den leichten Schmerz in meinen Schulterblättern und meinem Rücken. Doch auch das war nichts. Nichts im Vergleich zu dem Verlust. Sein Verlust. Mein Verlust. Unser Verlust.
„Akashi!“, hörte ich Kuroko entfernt schreien.
Schrei so viel du willst. Er hatte seine Entscheidung getroffen. Gegen mich. Unwiderruflich.
Ich schloss die Augen. Der Tod breitete Einladend die Arme aus und ich war bereit mich in diese zu Begeben. Er war die so sehnsüchtig erwartete Erlösung meiner Welt die der Hölle glich.
Der Tod lächelte mich an. 'Es ist wohl endlich so weit', schien es zu sagen. Ich nickte. Meine Zeit war gekommen.
Die ganze Welt verstummte. Ich hörte nur meinen langsam endenden Herzschlag. Alles war Schwarz. Das einzige Gefühl was blieb, war der Schmerz der mein Herz erfasst hatte.
„Akashi!!!! Verdammt“
Ganz weit entfernt, wie aus einer anderen Dimension, hörte ich Kuroko weiter schreien.
Schrei doch nicht, mein Engel.
„Es tut mir leid! Oh Gott! ES TUT MIR LEID, VERDAMMT! Komm zu mir zurück! Bitte Akashi! Bitte... Bitte!“
Waren das... Tränen? Schweren Herzens wendete ich mich von dem Tod ab und kämpfte mich zurück.

Kuroko POV

Ich hielt ihn in meinen Armen. Blutüberströmt drückte ich ihn an mich. Ihn, den Mann den ich über alles hasste... und liebte.
„Bitte Akashi. Bitte bitte bitte bitte! Ich kann dich nicht noch einmal verlieren!“
Tränen liefen mir unaufhörlich die Wangen herunter. Unaufhörlich. Kontinuierlich.
„Engel weinen nicht“ Seine Stimme war nicht mehr als ein Flüstern.
„Akashi!“, rief ich auf. Er lebte! Oh Gott, er war nicht tot! Er lebte noch!
„Es tut mir so leid! Bitte Akashi! Bleib bei mir!“
„Ich bin doch...“ Er hustete Blut. „... noch da“
„Der Krankenwagen kommt gleich“, sagte ich voller Panik. Er durfte nicht sterben. Er durfte es einfach nicht.
„Du wolltest mich doch töten. Mich jetzt zu retten wäre doch ein Widerspruch“ Ein kaum bemerkbares Lächeln breitete sich auf seinen Lippen aus. Sein Gesicht sah so wunderschön aus, obwohl es von Blut überströmt und vom Tod geküsst war.
„Ich weiß“, murmelte ich und drückte ihn stärker an meine Brust.
Er stöhnte schmerzerfüllt auf.
„Oh Gott, es tut mir leid!“, entschuldigte ich mich sofort. Ich konnte die Sirenen schon aus der Ferne hören. „Sie sind gleich da. Keine Sorge, du wirst es schaffen!“
Akashi seufzte. „Warum konntest du mich nicht einfach erschießen?“
„Hättest du das gewollt?“
Seine Antwort war nur ein schwach spürbares nicken an meiner Brust.
Da trafen die Sanitäter auch schon ein. 2 stark gebaute Männer, dennoch hielten sie kurz inne, als sie uns betrachteten. Es musste etwas sehr verstörendes haben, wie ich dort Blutüberströmt, mit Tatwaffe mein Opfer umarmte und es um jeden Preis am leben halten wollte. Doch das war mir egal.
„Helft ihm. BITTE“ Ich blickte zu den beiden hinauf, mein Gesicht war immer noch Tränen überströmt und Blutschlieren zeichneten sich zahlreich auf ihm. „SOFORT“
„Treten sie einen Schritt zurück bitte“, forderte einer der Männer mich auf, ich tat was er sagte. Sie machten sich an die Arbeit die Wunde provisorisch aber professionell zu versorgen und den verletzten Mann auf die Trage zu hieven. Sie wechselten nur wenige Worte und ich wurde komplett ignoriert. Und das war auch gut so. Ich war weder ansprechbar, noch in der Lage einen ordentlichen Gedanken zu fassen. Mein Hirn arbeitete so schnell, dass es zu zerbersten drohte und die Synapsen sendeten so viele Impulse, dass ich sie nicht verarbeiten konnte.
Offensichtlich hatte man auch die Polizei verständigt, denn kaum waren die Sanitäter hinaus, kamen auch schon Polizisten ins Gebäude. Einer kam sofort auf mich zu, 2 andere Musterten die Szene.
„Kuroko-sama? Geht es ihnen gut?“
Woher kannte er meinen Namen? Warum war er nicht überrascht von der ganzen Szene?
Ich nickte nur.
„Ich werde sie jetzt nach Hause fahren. Können sie laufen?“
Ich starrte ihn emotionslos an. „Ich will zu Akashi“, sagte ich fest.
„Ich fürchte, dass würde nichts bringen“, antwortete der Polizist.
„Warum?“
„Weil Akashi-sama nun auf dem Weg ins Krankenhaus ist und danach sofort operiert wird. Sie können ihn morgen früh besuchen.“
„Ich will jetzt zu ihm“, beharrte ich, ging an dem Mann vorbei und trat ins freie. Ich steuerte auf meinen Wagen, stieg ein und startete den Motor. Ich fuhr schnell ins örtliche Krankenhaus. Bevor ich jedoch das Gebäude betrat, ging ich zum Kofferraum und wechselte meine Kleidung.
Der Polizist hatte recht gehabt, ich würde jetzt nicht zu ihm kommen, daher konnte ich mir die Zeit nehmen mir noch frische Kleidung anzuziehen. Die 3 Minuten waren verzichtbar. Vor allem da ich nicht mit Blutbeschmierten Klamotten in ein Krankenhaus spazieren wollte.
Als ich ins Krankenhaus ging machte ich mir Gedanken über den Polizisten. Allerdings hatte ich schon eine Vermutung und die war stark mit Akashi verbunden. Er musste dafür gesorgt haben, dass egal was passiert eine geschmierte Streife vorbeikommt und sich der Sache annimmt. Entweder er wäre gestorben oder ich. Eine andere Möglichkeit gab es nicht. Bzw. gab es nicht bis vor ein paar Minuten. Bevor ich realisiert hatte, was ich getan hatte.
Ich schüttelte den Kopf und ging zum Empfang. „Ich will zu Akashi“, sagte ich kurz angebunden und gefasst.
„Auch ihnen eine wunderschöne Nacht“, entgegnete die Krankenschwester Ironisch.
„Ich habe keine Zeit für Höflichkeiten, sagen sie mir einfach wo ich ihn finden kann“, sagte ich entnervt und wurde langsam ungeduldig.
„Akashi...“, sie tippte etwas in ihren Computer. „Wurde gerade eingeliefert, ist im OP“
„Weiß ich.“
„Warum fragen sie dann?“
„Hören sie schlecht? Ich will zu ihm!“
„Das geht aber nicht!“, protestierte sie. „Sie dürfen nicht in den OP“
Ich seufzte. „In welchem OP ist er denn?“
„OP-Raum 3“
Ohne ein weiteres Wort ging ich in Richtung des Raumes. Ich wusste, dass ich nicht rein konnte, aber ich konnte davor warten. Ich stellte mich also vor die Tür des Raumes und wartete. Normalerweise hätte ich die Zeit genutzt um nachzudenken, doch das war mir in der jetzigen Situation unmöglich. Mein vorher noch durchdrehende Kopf war nun ganz still. Nicht ein Gedanke, nicht ein Bruchstück verirrte sich in der Leere. Doch das war mich nur Recht. Ich konnte keone störenden Gedanken vertragen. Sie machten mich instabil und das würde ich früh genug sein. Spätestens wenn ich Akashi wieder sehen würde. Dann würde alles in sich zusammenbrechen. Mein Konstrukt der Souveränität und der Gleichgültigkeit werden dann mit einem Schlag zunichte gemacht. Aber das war mir egal. Ich wollte ihn sehen. Ihn, den Mann den ich vor  nicht allzu langer Zeit fast in den Tod geschickt hatte und eigentlich über alles hasste.

Akashi POV

Ich konnte das Licht über meinem Kopf sehen, Menschen, die über mich gebeugt waren und angestrengt auf mich herab blickten. Ich vermutete nicht, dass sie wussten, dass ich hier war.
Mein Körper fühlte sich... taub an. Ich konnte spüren, wie Hände in meiner Braust waren, wie etwas kleines festes in meiner Brust war, aber ich konnte all dies nicht genau zuordnen. Ich wusste, dass mich Kuroko erschossen hatte. Also musste dieses kleine Ding... die Kugel sein, richtig?
Es war zum Verzweifeln. Ich konnte nicht Denken. All diese Dinge, die ich normalerweise sofort wissen müsste, brauchten unheimlich lange, bis ich sie zugeordnet hatte. Das mussten die Schmerzmittel sein, die mir in den Körper gepumpt wurden. Ich wollte sie nicht, ich brauchte sie nicht. Die Schüsse taten nicht weh. Nicht viel. Ich war Schmerz gewohnt. Er war jede Sekunde bei mir in den letzten 6 Jahren. In jedem Moment war der Schmerz mein Ewiger Begleiter. Ich war doch hergekommen, um all dies zu beenden. Ich war hergekommen um endlich zu sterben, um mich zu erlösen von der Ewigen Qual des Verlustes. Ich wollte durch seine Hand sterben, durch die Hand meines Engels. Ich wäre in den Himmel hinaufgefahren und hätte lächelnd über ihn gewacht. Wie er sein neues Leben beginnt, wie er neue Freund findet, ja vielleicht sogar eine neue Liebe. Vielleicht hätte er einen nette Frau gefunden und hätte Kinder bekommen, hätte einen ehrbaren Job gefunden und würde viel Geld mit ehrlicher Arbeit verdienen. Ich wünschte er hätte mich zurückgelassen und begonnen sein Leben zu leben. Aber stattdessen tötet er mich nicht und lässt mich wieder in sein kaputtes Leben. Ich hatte doch versucht ihn wieder zu reparieren. Ich hatte versucht ihn sein Leben in den Griff zu bekommen indem ich mich von ihm fernhielt. Es war zum verzweifeln.


Also doch gerettet :D War doch klar xD Ich kann meine Babys nicht töten D: Ich KANN nicht! Außerdem hab ich so viel positives Feedback bekommen, dass ich das euch nicht antun kann ^^
Akashi ist also ein bisschen Todeslustig. Verständlich, oder? Lasst eure Meinung da und schreibt eine Review :D
Danke fürs lesen :D

Bis dann

Sabi-chan :3
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