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Kleiner Engel

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Akashi Seijūro Kuroko Tetsuya
27.08.2015
24.11.2017
58
95.885
26
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Dieses Kapitel
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22.05.2016 1.109
 
Kuroko POV

Ich löste mich von ihm und sah ihn glücklich an. Dann ging es einmal herum mit dem Knuddeln. Mal waren die Umarmungen mal mehr mal weniger Unangenehm. Dann setzte ich man an den Tisch. Alle starrten mich an. Die Stimmung war auf einmal etwas Angespannt.
„Was ist los?“, fragte ich schüchtern.
In dem Moment kam Aomine mit einem Kleinen Paket um die Ecke, nicht größer als eine Keksdose. Es war in neutrales graues Geschenkpapier eingewickelt. Er stellte es grinsend vor mich. Zögerlich begann ich das Papier langsam von dem Paket zu reißen. Es war eine unscheinbare Schwarze Box. Ich hob den Deckel an und sah hinein. Im inneren befand sich ein Umschlag.
„Hättet ihr mir nicht einfach den Umschlag geben können?“, fragte ich verwirrt.
Kise schüttelte den Kopf. „So ist es witziger“, argumentierte er auch grinsend.
Ich öffnete den Umschlag. Darin war in großen Lettern 'Führerschein' geschrieben. Darunter stand in einigen Wörtern:

Hiermit ist Tetsuya Kuroko befugt, einen Führerschein an der Tokyio-Fahrschule zu machen.

Ich blickte auf. „Ihr habt mir einen Führerschein ermöglicht?“, fragte ich leicht geschockt.
Alle sahen mich erwartungsvoll an und warteten auf meine Reaktion. Abgesehen von Akashi. Der sah nur teilnahmslos in den Raum hinein.
„Vielen, vielen Dank“, sagte ich gerührt. „Es... es war für mich bisher einfach unmöglich überhaupt an so etwas zu denken. Der Luxus eines Führerscheins...“ Immer noch komplett überrumpelt von der Situation strich ich über die Lettern auf dem Blatt Papier.
„Ich weiß“, sagte Aomine lächelnd. „Deswegen haben wir alles zusammen gelegt“
Midorima schenkte mir ein gönnerhaftes Lächeln und Murasakibara knabberte an einer Zuckerstange und nickte mir zu. Zu den beiden hatte ich nicht so ein gutes Verhältnis, wie zu Aomine oder Kise. Aber ich mochte sie und mir bedeuteten mir einiges.
Ich sah zu Akashi. „Ich hab noch etwas für dich“, klinkte er sich nun ein.
Ich sah in noch verwunderter an.
Er überreichte mir ein kleines Kästchen, uneingepackt und schwarz. Mit zitternden Händen öffnete ich sie und fand darin einen Autoschlüssel vor. „E-Ein Auto?“, fragte ich ungläubig.
„Ein Audi R8“, sagte Akashi leicht lächelnd.
„Aber... das kann ich doch nicht annehmen“, protestierte ich.
„Heute ist dein Geburtstag. Also geht das schon klar“, entgegnete er.
Akashi übertrieb mal wieder völlig. „Was bringt dir ein Führerschein, wenn du kein Auto hast?“, fragte er weiter.
Ich legte das kleine Kästchen in das Große und schaffte es aus meinem Blickfeld. „Vielen Dank, euch alles“, bedankte ich mich von Herzen.
„Kein Problem“, nuschelte Murasakibara.
„Dann lasst uns jetzt Essen“, schlug Kise vor. Er sprang auf und eilte in die Küche. Nach und nach füllte sich der Tisch mit allerlei Köstlichkeiten.
„Wieso macht ihr euch die ganze Mühe?“, fragte ich gerührt.
„Weil wir dich mögen“, antwortete Kise grinsend.
Aha... Zuneigung? Lächerlich! „Ich mag euch auch“, sagte ich stattdessen und lächelte leicht. Sie mochten mich? Deswegen haben sie auch nicht einmal in den letzten 7 Jahren versucht mich zu finden. Nur Akashi war ein Heiliger unter all den Ungläubigen. Er war der Gott, auf den ich so lange gewartet hatte.
„Wer will nun etwas von dem Herrlichen Braten?“, fragte Kise in die Runde.
Wir aßen und lachten miteinander. Akashi hielt sich sehr im Hintergrund. Ich fragte mich, ob das immer so war? War er schon immer so Abwesend, wenn er mit seinen Freunden zusammen war?
Ich bemerkte es zwar, aber ich ließ es erst einmal auf sich beruhen. Er hatte sicher seine Gründe und da wollte ich mich nicht einmischen.
„Und was machst du die ganze Zeit, Akashi?“, fragte Midorima. „Wie geht es dir?“
„Es geht schon“, sagte er kalt.
„Was ist eigentlich passiert?“, fragte Aomine.
Akashi versteifte sich kaum merklich. Ich nahm unter dem Tisch seine Hand und drückte sie. Er sah mich kurz an und ich erwiderte den Blick beruhigend. „Kleiner Unfall zuhause“, antwortete ich. „Leitern können verdammt gefährlich sein“
Akashis Kiefer spannte sich an. Es gab nur 3 Personen an diesem Tisch die wussten was los war. Ich, Akashi und Midorima. Dieser durfte allerdings nichts sagen, da das unter die Schweigepflicht fiel. Und das wusste er.
Kise sah Akashi musternd an. „Warum bist du so schweigsam, Akashi-cchi?“, fragte er dann abrupt.
Die gesamte Stimmung am Tisch kippte. Die Ausgelassene Plausderstimmung verfiel in eine Angespannte Schweigsamkeit. „Ich denke, ich habe dem ganzen einfach nichts hinzuzufügen, Kise-kun.“, sagte Akashi monoton und feuerte einen erbarmungslosen Blick auf Kise.
Ich rutschte unruhig auf meinem Stuhl hin und her. Das alles nahm eine vollkommen falsche Richtung an.
Kise musterte auch Akashi. Dann wandte er den Blick ab und sah seinen Lebensgefährten an. Aomine erwiderte seinen Blick und schüttelte kaum merklich den Kopf.
„Das ist doch lächerlich“, rief Kise dann aus und stand auf. „Diese ganze Heimlichtuerei. Wir helfen ihm und nichts kommt zurück. NICHTS! Das geht mir so auf die nerven. Er zählt auf uns, ich dachte wir wären Freunde, und er macht nichts. Er ist so undankbar und egoistisch.“
Ein kleines Lächeln zeigte sich auf Akashis Gesicht. „Was erlaubst du dir?“, rutschte es mir nun raus. „So abfällig über jemanden zu reden, der einfach über dir steht, steht dir nicht zu.“ Alle starrte mich fassungslos an. Niemand hatte so eine Reaktion von mir erwartet. Ich auch nicht, es platzte einfach so aus mir heraus.
„So jemand wie du, der die Wahrheit des Lebens nicht kennt und immer nur auf seiner Wolke aus Zufriedenheit und Glück gelegen hat, kann niemals nachvollziehen wie die Welt funktioniert. Und so unwissend wie du bist, nimmst du dir raus über jemanden zu Urteilen der all das erlebt hat? Du bist so erbärmlich, Kise. Du denkst du wärst der Beste und der Tollste, weil du ein gutes Aussehen hast, Sportlich bist und Schlau. Aber glaubst du, dass reicht? Nein! All diese Eigenschaften sind vollkommen Nutzlos in der richtigen Welt. Die Welt, die du niemals zu Gesicht bekommen wirst, weil du sterben würdest, würdest du sie sehen. Ich habe sie gesehen und bin fast daran gestorben, obwohl ich die grausame Welt kenne. Und trotzdem bin ich fast an seiner Zerbrochen. Und dann glaubst du, du wüsstest was da los ist? Denk darüber nach, Sonnenschein“
Ich stand auf und warf Kise einen Blick zu, der ihn innerlich zu zerstören begann. „Einen schönen Abend noch. Danke für das Essen.“, sagte ich nun ruhig und schob Akashi ohne ein weiteres Wort nach draußen.

Midorima POV

„Er hat es also getan“, murmelte ich und betrachtete meinen leergegessenen Teller vor mir. Die anderen sahen immer noch auf die Tür, in der Kuroko und Akashi gerade verschwunden waren. Es war wie eine Schockstarre der Gruppe. Ich fügte mich der Situation. „Happy Birthday“, sagte Murasakibara ironisch und biss ein Stück seiner Zuckerstange ab“
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