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Kleiner Engel

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Akashi Seijūro Kuroko Tetsuya
27.08.2015
24.11.2017
58
95.885
26
Alle Kapitel
146 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
30.04.2016 1.244
 
Huiii~ Mal wieder ein Kapitel, was eher meiner Wunschlänge entspricht, nachdem das letzte ja etwas kurz war. Obwohl ich echt wenig Zeit hab (nächste Woche sind die Abschlussprüfungen) hat es echt viel Spaß gemacht und war gar nicht so stressig wie gedacht :D Vorweg: Nächste Woche kommt vllt das Kapi erst ein paar Tage später! Mein wundervoller Freund schaut an meinem Geburtstag vorbei und da will ich die Zeit lieber mit ihm verbringen :3 ich hoffe ihr versteht das <3
Aber jetzt viel spaß beim lesen ^^





Akashi POV

Warum musste es ausgerechnet jetzt zu Streit kommen? Es passte grade so überhaupt gar nicht! Verdammt! Ich rollte zur frisch geputzten Glasfront und starrte hinaus auf das müde Tokio. Es wurde langsam Abend, die Sonne senkte sich Blutrot über die Skyline und tränkte die Stadt in einen angenehmen Ton. Die vielen Scheiben reflektierten die Sonne und zauberten eine wunderschöne Atmosphäre.
Mein Hirn arbeitet auf hochturen. Was hatte ich falsch gemacht? Was war da überhaupt passiert? Kuroko war noch nie so... rebellisch gegenüber mir? Hatte es vielleicht damit zu tun was ich ihm angetan hatte? Das war eine Möglichkeit. Aber es war ungewöhnlich. War es das? Ich war verwirrt. Dieser Mann verwirrte mich immer und immer wieder. Ein ungewohntes Gefühl der Unsicherheit durchflutete mich. Ich wollte mich nicht mit ihm Streiten. Das wollte ich nie.
Ich fuhr mir durchs Haar und seufzte. Ich sah zum Schreibtisch. Meine Augen blieben an der leicht geöffneten Schublade hängen aus der mich eine Schachtel Zigaretten anlächelten. Sie leuchteten förmlich und luden mich ein. Langsam wanderte meine Hand in diese Richtung, öffneten die Schublade komplett und zogen die Zigaretten hinaus. Wie in Trance nahm ich eine hinaus und hielt die zwischen 2 Fingen vor meinem Gesicht. Ich nahm das dazugehörige Feuer. Mechanisch steckte ich mir die Zigarette in den Mund und sog an ihr. Der Qualm durchströmte meine Lungen. Ein Gefühl, welches ich schon seit langem nicht mehr verspürt hatte. Aber es löste wieder die Erinnerung aus, bei der Kuroko entführt wurde. Es Schmerzte, aber ich nahm noch einen Zug. Ich pustete den Qualm in den Raum, wobei er sofortig durch das offene Fenster nach draußen zog.
Ich holte aus meinem Schreibtisch den Whisky und das dazu passende Glas hervor und schenkte mir einen guten Schluck ein. Ich kippte die gold-braune Flüssigkeit schnell den Hals runter. Es brannte, aber ich ignorierte es. Ich schenkte mir ein weiteres Glas ein und verfuhr damit genauso.
Nach dem 4. Glas und der 3. Zigarette verschwamm mein Blick. Das rote Tokio war nur noch ein riesiger rötlicher Schleier.
„Ich weiß, dass du darin rauchst“, hörte ich Kuroko leise. Er stand vor der Türe. „Darf ich hineinkommen?“
Ich antwortete erst ein mal nicht.
Kuroko wartete.
„Komm herein“, sagte ich nach ein paar Minuten.
Kuroko kam herein. Wieder einmal verzog er keine Miene als ihm der Geruch von kaltem Rauch ins Gesicht schlug. „Wir sollten darüber reden“
Er war mal wieder der erwachsenere Part von uns. Ich schwieg weiterhin.
„Seijuro ich liebe dich! Ich liebe dich über alles, aber es gibt Dinge die so nicht weitergehen können“, fing er an und setzte sich auf dem Bürostuhl, den ich ja im Moment nicht verwendete.
„Ich liebe dich auch“, murmelte ich leise. Ich fühlte mich so verletzlich. Und Kuroko war stark. Er war so mutig und zielstrebig. Ganz anders als ich es im Moment war. Wieder waren unsere Rollen vertauscht.
„Wir sollten über alles Reden können, nicht wahr? Über alles. Und es gibt nunmal Dinge die mich stören. Und sicherlich gibt es Dinge die dich stören. Auch darüber müssen wir reden, auch wenn es unangenehm werden wird, es muss gemacht werden.“
Ich sah einfach nur teilnahmslos aus dem Fenster.
„Seijuro, schau mich an!“, forderte er mich auf.
Langsam hob ich meinen Blick und sah ihn an. Verschwommen.
„Du hast getrunken“, sagte er ruhig, obwohl eine Spur Vorwurf in seiner Stimme lag.
Ich sagte weiterhin nichts und wandte den Blick wieder ab.
„Gott Verdammt, Seijuro! Du musst aufhören immer vor den Problemen wegzulaufen!“
„Ich laufe nie vor Problemen weg“, entgegnete ich kraftlos. Ich fühlte mich unendlich alt.
„Und wie nennst du das hier?“, fragte er und machte einen Handbewegung auf die Flasche und den Aschenbecher. „Ist das nicht eine Art von 'weglaufen'?“
Ich sah den deutlichen Vorwurf in seinen Augen. Ich war Abfall für ihn.
„Nein“, antwortete ich trocken. „Das ist ertränken“
„Das ist keine Problembewältigung!“
„Ich konnte meine Probleme ohne Probleme lösen bevor du aufgetaucht bist!“, sagte ich nun härter und sah ihn klar an. Der Alkohol war wie verschwunden.
„Jetzt bin ich es also Schuld?“, fragte Kuroko frostig.
„Nein... Also doch, aber nein“, ruderte ich zurück.
„Was denn nun?“
„Ich kann Probleme nicht lösen, wenn Gefühle im Spiel sind. Sie sind so Irrational. Eine Eigenschaft, mit der ich nie klargekommen bin“
Jetzt schwieg Kuroko. Niemand sagte etwas, für eine gefühlte Ewigkeit.
„Wir müssen eine Lösung finden, dass ist mir bewusst“, sagte ich nun ruhig. „Es ist nur so verdammt schwierig zu denken, wenn mal die Gefühle mit einberechnen muss“
„Ich weiß“, antwortet Kuroko genauso ruhig.
Ich seufzte. Es war anstrengend. „Lass und eine Nacht darüber schlafen. Morgen sieht alles wieder anders aus“, schlug ich vor.
Kuroko nickte und schob mich ins Bad. Wir machten uns Bettfertig und Kuroko schob mich ins Schlafzimmer.
Nachdem er mich ins Bett gehievt hatte legte er sich neben mich. Ich schlang meine Arme fest um ihn und drückte ihn an mich. „Ich liebe dich“, murmelte ich.
„Ich dich auch“, flüsterte er. Dann küsste er mich. „Schlaf gut, Seijuro.“
„Gute Nacht, mein kleiner Engel“
Kuroko grinste. Ich hatte ihn schon lange nicht mehr so genannt. Er kuschelte sich nah an mich. Ich konnte seinen Geruch wahrnehmen, dieses wundervoll süße und blumige. Konnte ein normaler Mensch so gut riechen? Oder lag ich mit der Bezeichnung 'Engel' schon ganz richtig.
Der Engel und der Dämon. Dieses Pärchen bildeten wir. Wer stärker war hing ganz von der Situation ab. Obwohl der Engel ein paar seiner strahlend weißen Federn verloren hatte und mit Blut beschmiert war, war er wunderschön. Diese Unschuldigkeit und Reinheit die er ausstrahlte waren überwältigend.
Ich hingegen war der Dämon, das Böse. Wegen mir hatte der Engel seine Federn verloren. Oder hatte er sie wegen mir ausgebreitet. Kuroko war ein Wrack als ich ihn bei mir aufgenommen hatte. Nun waren seine Flügel gespannt, aber befleckt. Ich vermutete, dass dies ein guter Tausch war. Und ich als Dämon bin auch nicht mehr der alte. Früher absolut grausam und Egozentrisch. Jetzt war ich, wie konnte man das am besten sagen?, weicher geworden. Es war, als würde ich ein wenig erhellt worden. Etwas, was ich für unmöglich hielt. Aber Kuroko schaffte es immer wieder, eigentlich unmögliches möglich zu machen. Er gab mir Gefühle, er gab mir Nachsicht, er gab mir einen Sinn. Ohne ihn hatte ich nie wirklich gelebt, dass wusste ich nun. Ich hatte gelebt ohne zu leben. Jetzt, wo ich lebte, kam es mir unmöglich vor noch einmal in die alte Welt einzutauchen. Es wirkte in meinen Erinnerungen immer so trist und düster.


Das wars auch schon D: Ich hoffe das Kapi hat euch gefallen :D Und jaaa... ich weiß ich schiebe das treffen vor mir her... ich hab ehrlich gesagt ein wenig angst davor ^^' ich weiß zwar schon was passieren wird, aber es dann tatsächlich abzutippen.... Ich werd mich mal dransetzten >.< versprochen
Lasst nh Review da <3

Bis dann

Sabi-chan :3
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