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Kleiner Engel

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 Slash
Akashi Seijūro Kuroko Tetsuya
27.08.2015
24.11.2017
58
95.885
26
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Dieses Kapitel
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09.04.2016 1.056
 
Kuroko POV

Langsam drehte er sich zu mir um und sah mir tief in die Augen. „Tetsu“, sagte er dann langsam. Seine Stimme war weich und nachgiebig. Ich wusste allerdings, dass sie das keineswegs war. Ich ging langsam auf ihn zu, die blutigen Hände nervös zusammen geschlagen. „Seijuro“, sagte ich wieder überglücklich als ich ihn ihn den Arm nahm und ihn spürte. Ich spürte diese Anwesenheit die mich Ausfüllte. Sie machte mich komplett. Ohne sie war ich nichts. „Das hast du gut gemacht“, lobte er mich und streichelte über meinen Kopf.
Ich löste mich von ihm und sah ihn freudig an. „Wirklich?“, fragte ich kindlich.
Er nickte und schenkte mir ein Lächeln.
„Aber... nun sag mir was das alles für einen Zweck hatte“, fragte ich langsam.
Akashi sah mich an wie ein Vater der seinem Sohn beim gewinnen eines Fußballspieles zu sah. „Es war notwendig. Ich musste deine wahren Gedanken ans Licht bringen. Erst wenn du sie selbst kennst, kannst du sie gegen andere einsetzten.“, sagte er geduldig.
Ich nickte und sah ihn weiter an.
„Und? Was hast du heraus gefunden?“
Ich grinste. „Ich liebe dich, Seijuro. Und ich würde alles dafür tun um alles und jeden von dir Fern zu halten und um dich zu unterstützen. Ich kann nicht ohne dich leben.“
Akashi lächelte zufrieden. „Ich liebe dich auch“, sagte er und nahm meine Hand. Langsam ließ ein einen sanften Kuss darauf hinab. Seine weichen Lippen auf meiner geschundenen Haut waren besser als jede Salbe der Welt.
„Spürst du Schmerzen?“, fragte Akashi.
Ich schüttelte den Kopf. „Nein.“
„Gut so“, lobte er mich wieder.
Das Gefühl zu tiefster Befriedigung stieg in mir auf. Ich mochte es, wenn Akashi mich so lobte. Er war stolz auf mich. Ich wollte, dass er immer stolz auf mich war.
„Lass uns von hier verschwinden“, befahl Akashi.
Ich gehorchte sofort und schob seinen Rollstuhl zur Tür hinaus. Draußen trafen wir auf die Misere die ich angerichtete hatte. Aber anders als erwartet erfüllte mich der Anblick nicht mit Abscheu oder Ekel. Ich war Stolz auf mein Werk. Ich wandte den Blick ab und schon Akashi zum Aufzug.
„Erdgeschoss“, sagte Akashi leise.
Ich drückte auf EG und die Türen schlossen sich. Wir fuhren schweigend. Als sich die Türen öffneten, fand ich mich in einen gewöhnlichen Krankenhaus wieder.
„Seijuro... Hast du sowas wie ich auch durchmachen müssen?“, fragte ich vorsichtig. Ich hatte nie solche Narben oder ähnliches gesehen.
Er nickte. „Ich war allerdings erst 5. Seit dem sind die Verletzungen nur noch Erinnerungen.“

Akashi POV

Ich hatte Kuroko in eine Tickende Zeitbombe verwandelt. Die Kunst bestand nun darin, sie zum richtigen Zeitpunkt detonieren zu lassen. Ich musste es tun. Um in diesem Geschäft zu überleben, war es absolut notwendig.
Kuroko schob mich hinaus, wo schon ein Wagen für uns bereit stand. Ich wurde hinein geschoben und Kuroko nahm neben mir Platz. Das Auto fuhr los.
„Wir fahren nicht nach Hause, oder?“, fragte Kuroko.
Ich schüttelte den Kopf. „Nein, wir fahren wo anders hin.“
Der Wagen fuhr in eine bekannte Hintergasse.
„Schießen?“, fragte Kuroko verwundert.
Ich nickte. „Du wirst sehen warum“, sagte ich nur und ließ mich vom Schaffner hinaus schieben. Dann übernahm Kuroko wieder und schob mich zielstrebig zu Tür. Ich klopfte und die Tür wurde sofort geöffnet. Verwundert blickte ich in die Dunkelheit. Ich griff in den Hosenbund und zog die Desert Eagle heraus. Ich reichte sie Kuroko. „Hier stimmt irgendetwas nicht“, murmelte ich und verengte die Augen. „Halte beide Hände an der Waffe. Der Rückstoß ist stark.“
Ich legte die Hände an die Metallstangen, die an den Rädern befestigt waren und rollte langsam nach vorn. Vorsichtig schob ich den Vorhang beiseite.
Vor mir auf einem Stuhl saß ein, sich heftig weherender, Tank. Vor ihm stand Reo.
Ich starrte ihn an. „Reo“, sagte ich amüsiert und lehnte mich mit einem Lächeln zurück.
Kuroko kam hinter mir hervor, mit gezogener Waffe. Ich drückte sie leicht hinunter. „Warte noch“, murmelte ich zu ihm.
„Wie nett dich hier zu treffen, Sejuro.“, begrüßte mich Reo mit seinem bekannten Lächeln.
„Was für ein Zufall, nicht wahr?“, entgegnete ich süffisant. Natürlich war es das nicht. Reo wusste wo er mich finden konnte. „Was kann ich für dich tun?“
Reo warf mir einen abschätzenden Blick zu. „Was ist mit dir geschehen?“, fragte Reo statt einer Antwort.
„Unwichtig“, tat ich ab.
„Hey, ihr zwei! Wie wärs mal wenn der Typ da endlich die Waffe wegtun würde?“, warf Tank in die Konversation ein.
„Sei ruhig“, herrschten Reo und ich ihn gleichzeitig an. Dann wandten wir uns wieder dem gegenüber zu.
„Aber ernsthaft. Nimm die Waffe runter“, befahl ich Reo. Ich erkannte das gewohnte Flackern.
„Ich muss nicht mehr auf dich hören!“, schrie Reo, nahm aber die Waffe herunter.
„Was möchtest du, Reo?“, fragte ich erneut.
„Ich will... Ich wollte... Ich...“, stammelte Reo.
„Was wolltest du, Reo?“, fragte ich wieder.
„Ich wollte dich töten“, sagte Reo.
Sofort zog Kuroko die Waffe hoch und und schoss Reo die Waffe aus der Hand. Ein perfekter Schuss.
Verdutzt blickte Reo erst auf seine Blutende Hand, dann auf Kuroko. „Wa-?“, fragte er verwundert.
„Jeder, der meinem Seijuro auch nur den Wunsch äußert ihn zu verletzten muss bestraft werden.“, sagte Kuroko kalt und ruhig. Gut so. Es funktionierte.
Reo spannte den Kiefer an. „Was hast du aus Kuroko gemacht?“, schrie Reo entsetzt.
„Das, wozu ich dich auch hätte machen können, wärest du nicht so unfähig. Absolut Loyal“, antwortete ich Ruhig und sah stolz zu Kuroko hinauf. Dieser hatte seinen Blick auf Reo fixiert und beobachtete jede seiner Bewegungen.
„Das wirst du mir büßen, Seijuro“, presste Reo wütend heraus. Er lief Richtung Hinterausgang.
Kuroko schoss wieder. Das Projektil schlug knapp neben seinem Kopf ein. „Komm mir nie wieder unter die Augen, du minderwertiges Drecksstück.“, sagte Kuroko ruhig.
Reo sah ihn verängstigt an und verschwand.
Kuroko gab mir sofort die Waffe wieder und eilte zu Tank. „Geht es ihnen gut?“, fragte er besorgt.
Dieser Nickte und rieb sich die eben noch festgebundenen Handgelenke. „Danke“, sagte er mit seiner unglaublich tiefen Stimme.
Kuroko nickte nur und kam wieder zu mir. „Nun, was wollten wir hier?“, fragte er. Seine Stimme war wieder sanft und leicht Kindlich.
Ich grinste. „Nichts mehr. Ich hab alles gesehen was ich wissen musste. Das hast du brav gemacht“, lobte ich ihn und streichelte seinen Kopf.
Ein strahlendes Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus. „Danke, Seijuro“
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