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Kleiner Engel

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Akashi Seijūro Kuroko Tetsuya
27.08.2015
24.11.2017
58
95.885
26
Alle Kapitel
146 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
11.03.2016 1.122
 
Heyy :D Dieses mal pünktlich. Ich hatte mal wieder ein wenig Luft zwischen den Klausuren ^^ Die nächste ist Deutsch und die kann ich :3
Keine Sorge! Ich 2 Monaten sind die Prüfungen vollkommen um und dann hab ich wieder mehr zeit :D
Aber nun, viel Spaß beim lesen ~
Lasst eine Review da~~




Kuroko POV

Ich tapste durch das komplett verwüstete Wohnzimmer. Nicht war verschont geblieben. Alles war zerstört. Ein seltsames Gefühl schlich sich in mein Wahrnehmungsvermögen. Es war tief, dunkel und grausam. Ich hatte heute etwas mitbekommen. Es machte mir nichts aus, dass Akashi mich anschrie. Aber... ich hatte das Gefühl, dass er mir irgendwas verheimlicht. Ich wusste nicht warum ich es wusste. Es war nur so ein Gefühl. Mir ist klar geworden, dass ich diesen Mann noch nicht wirklich kenne. Aber sollte man in einer Beziehung nicht alles über den anderen wissen? Sollte man sich nicht so sehr gegenseitig vertrauen, dass das kein Problem darstellen sollte? Die Tatsache, dass er es trotzdem noch tat, versetzte mir einen Stich. Er vertraute mir nicht. Dabei vertraute ich ihm so viel.
Ich strich über die zerstörte Couch. Darauf setzten wollte ich mich nicht. Wir werden alles neu kaufen müssen. Komplett. Kein Möbelstück war verschont geblieben. Naja, Akashi hatte das Geld, aber darum ging es nicht. Es jagte mir Angst ein, dass jemand mutwillig in diese Wohnung einbrach und die Dinger zerstört hatte. Vor allem bei Akashis jetziger Verfassung.
Ich ging in die Küche und kochte einen Tee. Zumindest war der Tee unversehrt. Ich übergoss den Teebeutel mit dem heißen Wasser und ging zu Akashis Arbeitszimmer. Leise klopfte ich an.
„Herein“, ertönte es von innen.
Ich betrat das Zimmer und sah Akashi wie er mit dem Telefon am Ohr vor der Glasfront saß und nach draußen blickte. „Ich hab dir einen Tee gekocht“, sagte ich und hielt die heiße Tasse ein wenig hoch.
„Danke, Tetsu. Lieb von dir. Stell ihn einfach irgendwo ab“, sagte er leicht abwesend.
Ich stellte den Tee wie geheißen auf einen nicht komplett zerstörten keinen Tisch ab, der vor einem der Bücherregale stand und ging wieder hinaus.
Akashi wirkte wie immer so geschäftsmäßig. Als würde es nicht um SEINE Wohnung gehen in die eingebrochen wurde. Es schien, als ließe ihn das komplett kalt. Das verwirrte mich. Wie konnte einen das so kalt lassen? Ich schüttelte den Kopf, als könnte dies meine Gedanken vertreiben. Ich hatte aufgehört mich Gedanken über Dinge an Akashi zu machen. Es gab so viel an ihm was ich nicht verstand, aber das brauchte ich auch nicht. Ich hatte das Gefühl, dass ich ihn irgendwann verstehen würde, aber ich wollte es nicht erzwingen. Ich ließ den Dingen einfach ihren Lauf.
Unentschlossen stand ich nun wieder im Wohnzimmer und wusste nicht was ich machen sollte. Ich entschied, ein wenig Ordnung zu schaffen. Das aufräumen beruhigte mich ein wenig. Ordnung in das Chaos zu bringen verschaffte mir eine Art Befriedigung. Normalerweise war die Wohnung nie wirklich dreckig. Ich hielt sie sauber und aufgeräumt. Man sah fast keinen Unterschied. Jetzt allerdings, wo man fast den Boden nicht mehr sehen konnte, war jedes bisschen was ich weg räumte ein Wohltun fürs Auge.
Akashi kam ins Wohnzimmer gerollte, mit der noch dampfenden Tasse in der Hand. „Was tust du?“, fragte er verwundert.
Ich warf ihm einen verwirrten Blick zu. „Ich räume auf“, sagte ich zögernd.
Akashi schmunzelte. „Das brauchst du nicht“, gluckste er.
Nun war ich noch verwirrter. „Aber warum? Ich muss hier doch Ordnung rein bringen.
Akashi schüttelte den Kopf. „Lass es ruhig. Ich hab schon jemanden verständigt, der hier alles wieder in Ordnung bringt. Wir gehen essen“, sagte er amüsiert.
„Essen?“
„Ja. Nahrungsaufnahme.“, grinste Akashi.
Wie konnte er nur so gut gelaunt sein? „Okay“, sagte ich gedehnt.
Akashi nahm seinen letzten Schluck Tee und stellte sie auf die Spüle. „Los komm“
Ich ging zu ihm und schob ihn zur Tür. Erst half ich ihm die Jacke anzuziehen und einen Schal umzulegen. Dann kleidete ich mich selbst ein und schob ihn zum Aufzug.

Wir fuhren weit aus Tokio raus. 2 Stunden mit dem Auto dauerte die gesamte Fahrt. Ich wunderte mich, warum wir so weit fuhren, doch eigentlich wusste ich es. Akashi wollte verhindern, dass ihn irgendwer den er kannte so sah. Es war für ihn gefährlich diese Schwäche zu zeigen.
Es war ein gehobenes Lokal, allerdings keine Oberklasse. Akashi dachte wohl immer noch, dass ich nicht bereit sei in diese Liga aufzusteigen. Ich bezweifelte es ja selbst. Ich wollte für ihn doch keine Last sein. Ich wollte nur mit ihm zusammen leben und nicht sein Leben ändern. Und trotzdem tat ich es. Unbewusst und unbeabsichtigt. Aber das war keine Ausrede. Ich konnte es aber nicht ändern. Es war nunmal so und ich konnte es erst einmal nicht ändern. Das musst eich akzeptieren.
Wir wurden einem Platz zugewiesen, der relativer Privatsphäre bot.
„Seijuro...“, setzte ich an.
Er sah mich erwartungsvoll an und wartete darauf, dass ich den Satz fortführte.
„Wie kannst du bei der ganzen Situation noch so ruhig und gelassen sein?“
Ein lächeln huschte über Akashis Lippen. „Das bin ich nicht, Tetsu. Das bin ich ganz und gar nicht. Aber ich hab keine andere Wahl. Ich kann nicht das tun, was ich gerne tun würde, also überschatte ich meinen Unmut mit diesen Emotionen, sodass sie mich nicht überschwemmen.“, sagte Akashi ruhig, als erzähle er gerade nicht über sich selbst, sondern von irgendwelchen Finanzen. Er blieb einfach sachlich. Ein unglaubliches Talent, was sowohl Vorteile hat als auch Nachteile. Ich strich mir über die Lippen. „Also bist du eigentlich gar nicht so ruhig?“
Akashi schüttelte den Kopf. „Ich schäume vor Wut“, sagte er in diesem unendlich ruhigen Tonfall, dass man an seinen Worten zu zweifeln begann.
Es passte nicht zusammen. Seine aussagen unterschieden sich komplett von deiner Ausstrahlung. Er hatte diese Souveränität, die mich jedes mal verstummen ließen. „Merkt man gar nicht“, murmelte ich verunsichert.
Akashi lachte leise auf. „Was wäre ich für ein Boss, wenn mich sowas komplett aus der Fassung bringen würde? Tetsu, ich bin es gewohnt in solche Situationen zu kommen. Ich kann mit ihnen umgehen.“
„Das merkt man“, merkte ich an und schenkte ihm ein schüchternes Lächeln.
„Genau, Tetsu. Einfach lächeln. Das ist das stärkst Mittel, wie man Menschen täuschen kann.“
„Aber warum sollte ich das wollen?“, fragte ich verwundert, doch der Kellner kam herein und nahm die Bestellung auf.
„Nun, du wirst es brauchen“, sagte Akashi und richtete seinen Ärmel.
„Wobei?“
„Wenn du mich vertreten willst. Das heißt, wenn du das immer noch möchtest“
„Ja, das will ich“, entgegnete ich entschlossen.
Akashi seufzte.
Ich wusste, dass es ihm nicht passte, dass ich das vorhatte. Aber ich wollte es! Ich wollte ihm eine Hilfe sein. Ich meine, so schwer kann es doch nicht sein, oder?
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