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Kleiner Engel

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Akashi Seijūro Kuroko Tetsuya
27.08.2015
24.11.2017
58
95.885
27
Alle Kapitel
146 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
31.08.2015 1.763
 
Heyho~
Jaa. Das 2. Kapitel heute. Ich habe noch so viel auf Vorrat, dass ich mir dachte, für den Anfang 2 hochzuladen xD
Ich hoffe dass macht nicht allzu viele umstände ^_^''
Viel Spaß~




Kuroko POV

Ich wurde aus dem Schlaf gerissen. Jemand stand vor mir. Ich roch Essen und Kaffee. Ich konnte noch nichts sehen. Das Licht blendete mich. „Ja?“, fragte ich. Meine Stimme brach. Ich hatte lange nicht mehr gesprochen. Ich reckte meinen Kopf aus der Decke hervor und blickte meinen Gegenüber fragend an.
Der andere seufzte erleichtert auf. „Ich hatte schon befürchtet, dass du nicht mehr leben würdest“ Ich schüttelte den Kopf. „Geht es dir gut?“, fragte er weiter. Ich nickte, doch mein in dem Moment Knurrender Magen ließ meine Aussage wenig glaubhaft wirken. „Willst du?“, fragte er und reichte mir seinen halb aufgegessenen Hot Dog. Ich zögerte. Wieso war er so nett zu mir? Ich nickte und nahm das Essen dankbar an. Als ich rein biss erfüllte er meinen Mund mit seinem Geschmack. Wie lange hatte ich schon nichts mehr gegessen? 2 Tage? 3? „Darf ich mich zu dir setzten?“ Ich nickte. Als sich der Mann neben mich setzte sah ich sein Gesicht, und mir wurde schlagartig bewusst, warum er mir geholfen hatte. „Akashi?“, fragte ich mit vollem Mund. Er nickte. Seine Miene war eisig. Er trug einen maßgeschneiderten Italienischen Anzug, dazu Passende Schuhe und eine extrem teuer aussehende Uhr. In seiner Hand hielt er einen Becher Kaffee.
„Kuroko“, sagte er bedächtig und durchbohrte mich förmlich mit seinem Blick.
Ich war geschockt. Ich hätte niemals damit gerechnet Seijuro Akashi jemals wieder zu sehen. Und insgeheim hatte ich es auch irgendwie gehofft. Es war mir ausgesprochen unangenehm, in dieser Situation auf meinen alten Basketball Kapitän und Mittelschul-Freund zu treffen. „Ähm... Also ich“, stammelte ich. Akashi hob die Hand. „Ich möchte keine Erklärung hören.“, meinte er. Ich senkte den Blick. „Hast du einen Ort wo du hin kannst?“, fragte er. Ich schüttelte den Kopf. Akashi richtete sich auf. „Dann komm“, befahl er. Ich richtete mich auch auf, schnappte mir meine Decke und folgte ihm.

Akashi POV

Kuroko folgte mir. Er war eingeschüchtert und verängstigt. Mich beschäftigte die Frage, warum er auf der Straße lebte. Wieso hatte er nie um Hilfe gebeten? Wieso durchlitt er diese Qualen, die er offensichtlich erlitt, allein? Was trieb den kleinen Blauhaarigen so weit, sich dermaßen Verwahrlosen zu lassen.
Als erstes würde ich dafür Sorgen, dass Kuroko weder Hunger, Durst noch Müdigkeit plagten.
Als wir also bei mir zu Hause ankamen, ging ich erst mal ins Bad und ließ heißes Wasser in die Wanne laufen. Kuroko, der bis dahin mit weit aufgerissenen Augen und geöffneten Mund den Luxus meiner Wohnung betrachtete, befand sich immer noch im Eingangsbereich. Während ich auf das Wasser wartete begab ich mich wieder zu Kuroko. „Ich hab dir ein Bad eingelassen.“, sagte ich.
Kuroko setzte sich nur langsam in Bewegung. Dann folgte er mir ins Bad.
Ich stellte das Wasser aus und gab etwas Badezusatz hinzu. „Ich leg dir ein Handtuch hier hin. Kleidung bringe ich dir gleich“, sagte ich. „Wenn du noch was brauchst, frag“ Kuroko schwieg die ganze Zeit. Ich ließ ihn in dem Zimmer allein und ging ins Wohnzimmer.
Es gab einen einfachen Grund, warum ich Kuroko half. Er war mir in der Mittelschule immer egal gewesen. Das redete ich mir zumindest ein. Und das wäre er mir heute auch noch, wäre ich nicht derjenige, der für seinen Miserablen Zustand die meiste Schuld trug.

Kuroko POV

Ich stand inmitten all des Luxus. Eine edle Badewanne mit teurem Badezusatz wartete auf mich, doch ich konnte es immer noch nicht fassen. Immerhin waren es nicht mal 30 Minuten her, dass er auf der Straße saß und sich Sorgen machte, ob ich heute überhaupt etwas zu essen bekam. Und jetzt stand er in einem der prunkvollsten Badezimmer Japans. Ich schluckte. Dann entkleidete ich mich, legte meine schmutzige Wäsche gefaltet auf einen Schrank und ließ mich in das heiße Wasser sinken. Es war schon eine Ewigkeit her, seit ich das letzte mal Gebadet hatte. Das Wasser umspülte meinen Körper. Es war herrlich.
Während ich in dem Wasser lag, hatte ich Zeit nachzudenken. Ich wunderte mich immer noch, warum sich Akashi so um mich kümmerte. Immerhin waren wir uns in der Schule nie wirklich sehr nahe gewesen. Akashi war immer verschlossen und hat niemanden an sich ran gelassen. Es war wirklich schwierig, mit ihm in einer Freundschaftlichen Zwischenmenschlichen Beziehung zu stehen. Man hat immer gespürt, dass man ihm egal war. Man wusste zwar, dass wenn man in Schwierigkeiten geraten war, er für einen da war, aber er hatte es nie getan um einfach nur einen gefallen zu tun. Meist verlangte er auch keine Gegenleistung, doch das Gefühl der Schuld, das einen dann sein Leben lang verfolgte war um einiges schlimmer. Es war, als hätte er immer darauf abgezielt. Und der Grad der Hilfe die mir gerade zuteil wurde, würde mich mein Leben lang bis aufs Äußerste in den Wahnsinn treiben.
Ich rieb mit dem Wasser den letzten Rest des Blutes von meinen Armen. Die Wunden waren frisch. Aber nichts, was ich nicht überleben würde. Ich hatte sie bis jetzt immer überlebt. Wenn auch nicht immer reibungslos. Die Schnitte, die ich mir selbst zufügte, entzündeten sich manchmal und verursachten starke Blutvergiftungen. Dadurch landete ich schon ein paar mal im Krankenhaus. Aber dann hatte ich zumindest einen warmen Platz zum Schlafen. Außerdem halfen mir die körperlichen Schmerzen mit den innerlichen klar zu kommen. Auch wenn es nur für kurze Zeit war. Die Wunden die sich jetzt auf meinen Armen zeichneten klafften ein wenig, hatten eine leicht gelbliche Färbung und rochen ein wenig unangenehm. Diese waren also auch entzündet. Das Bad würde aber sicher helfen und die Wunden reinigen.
Als ich aus der Wanne stieg und mir das Handtuch über die Schultern legte, bemerkte ich den üblen Geruch, den meine Klamotten anlag. Ich hörte schon ein Klopfen. „Tetsuya-kun? Ich habe Kleidung die du Anziehen kannst. Kann ich reinkommen?“,fragte Akashi. Ich bestätigte. Ich hatte mich komplett in das große weiße Handtuch gehüllt und saß auf dem Badewannenrand. Akashi kam herein. Er hatte Kleidung in der Hand, die er auf den Schrank  neben meine alten legte. „Danke“, murmelte ich. Er verließ das Bad wieder.
Ich trocknete mich ab und schlüpfte in die, mir viel zu große, Kleidung und rubbelte meine Haare ein wenig trocken. Nachdem ich sie geföhnt hatte standen sie in alle Richtungen ab. Jeglicher Versuch, sie zu bändigen ging schief. Ich beließ es also dabei und ging zu Akashi ins Wohnzimmer. Er trank gerade einen Tee und las Zeitung. Als ich eintrat blickte er auf. Ein lächeln huschte über seine, sonst so eisigen, Gesichtszüge. „Du siehst gut aus“, sagte er mit einem hauch von Belustigung in der Stimme. Ich lief rot an und sah weg. „Wenn du etwas essen willst, ist etwas im Kühlschrank“, merkte der Rothaarige an und wandte sich wieder seiner Zeitung zu.
Ich tapste zum Kühlschrank. Als ich ihn öffnete, kam mir ein Schwall kalter Luft entgegen. Als ich dann den Inhalt erblickte konnte ich mir ein kleines Lachen nicht verkneifen. „Was ist so witzig?“, ertönte Akashis Stimme hinter meinem Rücken. Ich fuhr abrupt um. Wie und WANN war er hinter mich gekommen? „Ähm“, fing ich an. Als ich Akashis Lächeln sah, wusste ich, dass er nicht sauer auf mich war. „Naja, in deinem Kühlschrank sind irgendwie nur so ungesunde Sachen und Dinge die man nicht groß zubereiten muss. Ich dachte, dass es irgendwie zu einem Mittzwanziger passt der nicht kochen kann“ Akashi musterte mich. Dann wanderte sein Blick zum Kühlschrank. „Stimmt“, murmelte er nachdenklich. „Ich kann auch nicht kochen“ Ich schmunzelte.
„Danke“, sagte ich dann. Akashis Blick war fragend. „Dass ich baden durfte“, half ich ihm auf die Sprünge. Er nickte „Ach ja. Ist doch kein Problem.“ Damit setzte er sich wieder zu seiner Zeitung.
Ich wandte mich auch wieder dem Kühlschrank zu und suchte was zusammen. Ich schmiss 2 Schnitzel in die Pfanne, kochte Nudeln und bereitete eine Tomatensoße zu. Als ich dann 2 Teller auf den Tisch stellte und das dazugehörige Besteck daneben positionierte, sah mich Akashi fragend an. Ich verteilte das Essen auf beiden Tellern und setzte mich ihm gegenüber. „Ich dachte, wenn ich schon koche, kann ich gleich für dich mitkochen.“, erklärte ich. Akashi schien nachzudenken. „Wann habe ich das letzte mal etwas frisch gekochtes gegessen?“, fagte er. Ich lächelte. „Das ist bei mir auch schon was her“
Ich begann zu essen und Akashi tat es mir gleich. Während des Essens schwiegen wir beide. Akashis Gesichtsausdruck war, wie immer, steinern. Nicht eine Regung war von ihm abzulesen.
„Möchtest du hier schlafen?“, fragte Akashi plötzlich. Ich sah ihn überrascht an. „Das ist zu viel!“, protestierte ich. „Du hast so viel für mich schon getan. Ich kann das nicht annehmen“ Akashi schien meine Entscheidung nicht nachvollziehen zu können. „Aber dann schläfst du auf der Straße“
Ich legte das Besteck auf den leergegessenen Teller und schob ihn ein wenig von mir weg. „Das ist richtig“, bestätigte ich. Ich konnte nicht noch mehr schuld auf mich laden. Ich würde daran zerbersten. Verwirrung machte sich auf Akashis Gesicht breit. „Ich lebe jetzt schon lange auf der Straße. Diese Nacht wird mich nicht umbringen“, sagte ich fest. „Bleib hier“, forderte Akashi.
„Ich bin dir wirklich dankbar, Akashi. Aber wenn ich noch weiter Dinge von dir annehme, werde ich sie nie wieder zurückzahlen können.“
„Das musst du auch nicht“, erwiderte der größere.
„Ich möchte es aber“
Ich stand auf und räumte die Teller weg. „Danke Akashi. Ich gebe dir deine Kleidung wieder“ Akashi hob die Hand. „Wenn du schon nicht hier bleiben möchtest, behalte sie zumindest, okay?“ Ich zögerte. Dann nickte ich. Ich schnappte meine alten Sachen und ging zur Tür hinaus. Akashi begleitete mich. „Bist du dir sicher?“ Ich nickte. „Danke“ Akashi schüttelte den Kopf. Langsam streckte er den Arm nach mir aus und strich eine Strähne hinter mein Ohr. Die unerwartete Berührung ließ mich zusammenzucken. „Machs gut“, flüsterte er. Mir lief ein Schauder über den Rücken. In Akashis Stimmer war nichts als tiefe Traurigkeit. Ich nickte, drehte mich um und lief aus dem Haus. Tränen rannen über meine Wangen. Irgendetwas in Akashis Stimme hatte etwas ausgelöst. Irgendetwas, an das ich mich nicht erinnern wollte. Etwas, was mein Unterbewusstsein verdrängt hatte.



Und weg ist der liebe Kuroko wieder :3 Für wie lange? Lasst euch überraschen! Doch zumindest ist der kleine Blauhaarige nun satt und gewaschen. Das ist mehr, als eigentlich geplant ^_^'
Lasst ne Review da~ und danke fürs Lesen

Bis dann

Sabi-chan :3
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