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Kleiner Engel

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Akashi Seijūro Kuroko Tetsuya
27.08.2015
24.11.2017
58
95.885
26
Alle Kapitel
146 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
19.02.2016 1.231
 
Hier ist ganz frischer Stoff für euch ~ Ist grade fertig geworden xD Dieses mal ist es was weniger, aus bereits genannten Gründen war es mir unmöglich die Gewohnte länge bei zu behalten. Ich bitte nochmals um entschuldigung!
Dann viel spaß beim lesen~





Akashi POV

Ich beobachtet jeder von Kurokos Bewegungen. Jede einzelne schien jetzt von größter Bedeutung.
Er fuhr sich durchs Haar und nahm einen weiteren Schluck seines Tees. „Ich will dir helfen, Seijuro. Ich will dir eine Stütze sein. Ich will nicht jemand sein, der dir eine Last ist. Ich möchte zu deinem Leben beitragen und etwas Sinnvolles sein.“, sagte Kuroko. Seine Stimme zitterte und wirkte zerbrechlich, als könnte man sie durchs bloßes Anschauen zerbersten lassen.
Ich sah ihn geschockt an. „Aber Tetsu... Das bist du doch schon längst! Ich wusste nicht, dass du so denkst“ Ein lächeln huschte über mein, sonst so starres, Gesicht. Ich strich ihm über die Wangenknochen. „Du bist mein Leben. Ohne dich... Ohne dich wäre all das hier“, ich machte eine Handbewegung um mich Herum „Absolut wertlos. Geld, Ansehen, Macht. All die Dinge die für mich früher von Bedeutung waren sind jetzt vollkommen egal. Das sind nicht die Sachen die wert haben. Das sind vergängliche Dinge. Die Erinnerungen und Gefühle die diese Räume jetzt füllen sind tausend mal mehr wert! Und all diese Erinnerungen sind von dir. Nur durch dich habe ich erfahren was im Leben wahre Bedeutung hat. Nur durch dich kann ich jetzt leben. Ich denke, du hast das noch nicht ganz verstanden, was ich damit sagen will. Mein Leben, meine Gesamte Existenz ist Dein. Nichts auf der Welt kann das ändern. Absolut nichts kann meine Liebe zu dir brechen. Niemals! Und das ist mehr Stützte als ich jemals verdient hätte“, endete ich.
Kuroko sah mich schweigend an. Er hatte jedem einzelnen Wort gelauscht und aufgesaugt.
„Ich liebe dich auch“, murmelte Kuroko leicht überwältigt. „Ich will dir trotzdem helfen“
„Du bist echt stur“, sagte ich kopfschüttelnd, aber lächelnd.
„Ich weiß“, grinste er.
Ich trank einen Schluck von meinem Tee. „Okay... Du bist dir der Gefahren bewusst?“
Er nickte eifrig und sah mich fest entschlossen an.
Ich seufzte. „Nun gut... Aber zu aller erst... Musst du lernen mit einer Waffe umzugehen“
Kurokos Pupillen weiteten sich für einen Bruchteil einer Sekunde. „D...Du meinst eine Schusswaffe?“, fragte er und ein Schwung der Angst war in seiner Stimme zu erkennen.
Ich nickte. „Das ist eine Voraussetzung.“, stellte ich klar.
Er schluckte. „Okay“, stimmte er zu.
Ich sah ihn an und versuchte herauszufinden, was ihn zu so einer Entscheidung trieb. Ich konnte nichts außer Liebe erkennen. Aber wie konnte Liebe einen dazu verleiten, ein Drogenimperium vertretend führen zu wollen?
Ich schob die Gedanken beiseite und rollte ins Arbeitszimmer. In der obersten Schublade holte eine Glock 17 heraus. Diese Österreichische Waffe sollte für den Anfang sehr zutreffend sein. Sie war leicht und die 9mm Projektile erzeugten keinen allzu großen Rückstoß.  
Ich kehrte zu meinem Geliebten zurück und hielt ihm die Waffe hin. „Mach dich mit ihr bekannt. Halte sie ein bisschen.“
Kuroko nahm die Glock in die zittrigen Hände und streichte über dem Lauf.
In der Zeit holte ich mein Handy heraus und organisierte eine Fahrt zu meinem Schießstand. Als ich mich grade wieder zu Kuroko wandte hatte dieser die Arme ausgestreckt, die Waffe in beiden Händen auf Kopfhöhe. Ein Augen zugekniffen und die Zunge heraushängend zielte er auf den Fernseher. Kurokos Finger wanderte an den Abzug und...
„Was tust du da?“, fragte ich belustigt.
Kuroko ließ abrupt die Waffe fallen und sah mich schuldbewusst an. „Tut mir leid“, entschuldigte er sich sofort.
Ich lachte auf. „Du sahst einfach so niedlich aus! Reich mir mal die Glock“, bat ich ihn.
Er gab sie mir.
„3 Fehler. Fehler Nummer 1: Die Waffe ist nicht geladen.“, sagte ich und zeigte ihm das leere Magazin. „Fehler Nummer 2: Die Waffe war nicht entsichert“ Ich drückte den kleinen Hebel herunter. „Fehler Nummer 3: Lasse niemals eine Waffe fallen! Wäre sie scharf gewesen, hätte sich ein Schuss lösen können und wer weiß was der getroffen hätte. Außerdem war deine Haltung falsch“ Ich steckte die Waffe in eine Aktentasche und rollte in die Küche. „Mach dich fertig, wir gehen üben“, sagte ich schnell.
Kuroko, der meinen Worten wissbegierig gelauscht hatte, sprang auf und kam zu mir. „Danke dass du es mich versuchen lässt“, sagte er und küsste mich.
Ich erwiderte den Kuss. „Natürlich“, entgegnete ich als wir und lösten.
Kuroko verschwand im Bad. Ich musste auf ihn warten, denn er musste mich anziehen. Nachdem er mir ordnungsgemäß den Anzug angezogen hatte schlüpfte er selbst in passende Kleidung.
„Danke, Tetsu“, bedankte ich mich.
Er sah mich verwundert an. „Wofür?“
„Du müsstest das alles nicht machen und trotzdem tust du es“, sagte ich. Es war mir bewusst, dass ich ohne ihn nicht in der Lage wäre so einfach weiter zu leben. Aber es schien, als wäre es ihm immer noch nicht klar.
„Ach was, das mich ich doch gerne. Ich liebe dich doch“, entgegnete er einfach. Er schien sich den Ausmaß seiner Dienste für mich nicht mal im Ansatz bewusst zu sein. Das er mir körperlich hilft ist die eine Sache, aber die Psychische Unterstützung die er mit bot war so ungewohnt. Noch nie hatte ich mich bei jemanden wohl gefühlt. Noch nie fühlte ich mich bei jemanden Geborgen. Doch all dies rief er bei mir hervor. All diese Dinge die mir vorher fremd waren. All diese Dinge die das Leben lebenswert machten. Aber wenn man diese Dinge nie kennen gelernt hatte konnte man dies natürlich nicht wissen.

Der Chauffeur lud mich in den Behinderten Gerechten Wagen. Kuroko nahm neben mir Platz. „Seijuro, wo fahren wir hin?“, fragte Kuroko verwundert.
Ich grinste. „Üben“, war meine Antwort.
Der Wagen fuhr los und fuhr durch die überfüllten Straßen Tokios. Die Menschen zogen an uns vorbei, doch anders wie sonst beachtete ich sie nicht. Kuroko verdiente meine gesamte Aufmerksamkeit. Er schien zu leuchten. Der sonst so unauffällige Kuroko nahm für mich die gesamte Präsenz ein. Er war überall. Ich war so froh darüber, dass niemand außer mir Kuroko so sah und auch bemerkte. Es war, als würde er nur für mich existieren. Und das beruhigte mein krankhaft Eifersüchtiges selbst.
Der Wagen hielt vor einem unauffälligen kleinen Laden. Ich wurde wieder hinaus buxiert. Zum Glück war hier fast nichts los. Es war einer der düsteren Teile Tokios.
„Was tun wir hier?“, fragte Kuroko wieder leicht ängstlich.
„Über, wie gesagt“, grinste ich wieder und fuhr an einem der leerstehenden Läden mit den verwitterten Schaufenstern vorbei. Die Gasse war dunkel und unschön. Wie man sich diese Gassen nunmal vorstellt wo schlimme Dinge passieren. Überall lag Müll und Dreck überwog die Atmosphäre.
Kuroko schob mich skeptisch weiter. Als wir an einem kleinen Hinterhof ankamen spürte ich, wie seine Hände leicht an den Rollstuhlgriffen zitterten. Ich schmunzelte nur und dirigierte ihn zu einer Tür. Ich klopfte 3 Mal an die schwere Eisentür. Innerhalb von Sekunden wurde sie geöffnet. Dahinter war nur schwarz. Ich nickte Kuroko zu der mich zögernd in die Dunkelheit schob.
„Schön sie zu sehen, Akashi-samma“, ertönte eine Stimme gedämpft weiter vorne. Ein Vorhang, der in der Dunkelheit bis dahin unbemerkt blieb wurde beiseite gehoben und gab den Blick auf den dahinter liegenden Raum frei. Das Licht, welches aus diesem Raum auf uns traf, blendete mich und ich kniff die Augen zusammen. Kuroko schob mich tapfer weiter.
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