Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Kleiner Engel

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 Slash
Akashi Seijūro Kuroko Tetsuya
27.08.2015
24.11.2017
58
95.885
26
Alle Kapitel
146 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
15.01.2016 1.793
 
Dieses mal wieder freitags und mit gaaaaaaaanz viel spannung.
Im moment ist sehr viel stress und meine Laune erricht oftmals einen nie gekannten tiefpunkt ^^' Kreativität ist ausgeschöpft, ich fühle mich müde und ausgelaugt. In solchen Momenten frage ich mich, ob das alles was ich mache sinn hat. Aber zumindest bei meiner FF bin ich mir sicher :D Immerhin bekomme ich jedes mal so verdammt süße Reviews <3






Akashi POV

Die nächsten Tage zogen sich wie Kaugummi. Kurokos verhalten war immer noch seltsam. Nach langem hin und her schlief ich wieder im Schlafzimmer, jedoch war die alte Zweisamkeit hinfort. Jeder lag an der Kante des Bettes. Generell wurde Körperkontakt vermieden. Manchmal schlich ich mich auf dem Zimmer, wenn ich es nicht mehr aushielt. Ich vergrub mich dann in meine Arbeit und bemerkte gar nicht, wie die Zeit verging. Am Tag lebten wir aneinander vorbei. Kuroko blieb zu Hause und räumte auf oder Kochte. Außerdem las er viel. Da ich mir die Tage frei genommen hatte, saß ich zu Hause rum und ging dort meiner Arbeit nach. Wir waren noch nicht lange zusammen, doch es war, als wären wir ein altes Ehepaar, welches die Gefühle verloren hatte. Es schmerzte. An Sex war nicht mal zu denken. Es war, als würde dich Kuroko vor mir ekeln. Ich wusste, dass seine Gleichgültigkeit gespielt war. Dennoch tat es weh. Höllisch.
Meine Medikamenten Einnahme steigerte sich in den letzten Tagen. Das Maximum war längst überschritten. Doch es war mir egal. Sie halfen, mit den Problemen fertig zu werden. Meist nahm ich um die 10 Stück nach dem Frühstück. Es war, als würde ich mich nur noch von ihnen ernähren. Kuroko kommentierte es nicht. Wie sollte er auch? War es denn Moralisch verwerflich, wenn ein Mörder sich selbst vergiftete? Nein, war es nicht.

Es war morgens. Ich saß im Bad und hatte einen meiner Panikanfälle. Das wurde langsam zur Gewohnheit. Die Schatten hatten mich wieder in ihren Klauen. Und das fester als je zuvor.
Die Schatten umhüllten mich. Schreie meiner Opfer halten in meinem Kopf umher. Langsam würde der Raum heller. Das Bad. Jedoch war es blutig. Die Rote Flüssigkeit lief dickflüssig die Wände herab.
Mit weichen Knien stolperte ich zum Schrank. Die Döschen kippten um, als ich nach der richtigen suchte. Starke Schmerzmittel.
Ich fand sie. Ich schüttete sie achtlos in den Mund und spülte sie schnell herunter. Ich konnte spüren, wie die meine Speiseröhre hinunter wanderten und in meinem Magen ankamen. Die Schatten kehrten wieder. Doch diesmal, wollten sie nicht verschwinden. Sie blieben. Meine Welt war schwarz.

Kuroko POV

Langsam wachte ich auf. Das Bett war leer. Akashi war anscheinend wieder früh wach.
Ich räkelte mich und streckte meine Müden Gliedmaßen. Langsam tapste ins Wohnzimmer. Niemand da. Die Küche war auch leer. Die Wohnung war still. Sorge breitete sich aus. Weg war er auch nicht. Er würde eine Nachricht da lassen.
Ich ging zum Bad. Ich klopfte zaghaft. Keine Antwort. Ich drückte die Klinke herunter und trat in das dunkle Badezimmer. Ich schaltete das Licht an und sah ihn. Akashi lag regungslos auf dem Boden. Ein Döschen mit Medikamenten stand noch auf dem Waschbeckenrand.
„Shit!“, fluchte ich und eilte zu dem rothaarigen Mann. „Akashi!“, rief ich laut und schüttelte ihn. Ich drehte ihn auf den Rücken. Sein Atem war flach. Kaum noch vorhanden. „Shit! Akashi!!!!“, rief ich lauter. „Wach doch bitte auf!“ Tränen liefen über meine Wangen.
Schnell spurtete ich wieder ins Schlafzimmer, wo mein Handy lag und wählte den Notruf. Ich gab meinen Namen durch und beschrieb kurz die Situation. Dann sagte ich noch die Adresse. Der Mann am anderen Ende der Leitung blieb bei mir und versuchte mich zu beruhigen. Es misslang. Panisch blieb ich bei meinem Lebensgefährten. Strich ihm durch das Bleiche Gesicht. Durch das rote Haar.
Nach einer gefühlten Ewigkeit kam dann auch endlich der Krankenwagen.
Die Sanitäter drängten mich weg und kümmerten sich um Akashi. Einer von ihnen hörte Akashis Atem ab. Er wechselte einen Blick mit dem anderen Sanitäter, der gerade seinen Herzschlag geprüft hatte. „Herzschlag tief, kurze Aussetzer.“, sagte der eine. „Atmung flach“ „Beeilen wir uns!“, entschied der eine.
Akashi wurde auf eine Trage verfrachtet und im Rekords tempo in den Krankenwagen verfrachtet.
„Sind sie ein Angehöriger?“, fragte mich dann ein Sanitäter. Ich war ihnen nach unten gefolgt, hatte davor aber noch die Medikamente mitgenommen, die er genommen hatte. Ich hatte das Gefühl, sie würden noch wichtig werden. „Ich bin sein Lebensgefährte.“, antwortete ich schnell. „Sie können vorn Einsteigen. Bitte beeilen sie sich. Jede Sekunde zählt!“
Ich tat wie geheißen. Ich krabbelte auf den Beifahrersitz und wir fuhren los. Beim Krankenhaus angekommen wurde Akashi sofort in die Notaufnahme geschoben. Der OP-Raum war schon bereit. Als die Türen sich hinter ihm schlossen, stand ich vor ihnen. Mir war es untersagt, ihm zu folgen. Ich wusste nicht mehr, was ich tun sollte. Jetzt, wo er mir entglitten war.  Einer der Sanitäter kam wieder heraus. Er sah mich mit Mitfühlendem Blick an, wie ich verwirrt und verloren im Gang stand.
„Wissen sie was sie jetzt machen wollen?“, fragte er mit wärmeren Stimme als noch wenige Augenblicke zuvor.
Ich schüttelte den Kopf und klammerte mich in mein Shirt.
„Sie können die Anmeldung übernehmen. Akashi-san muss noch angemeldet werden. Das können sie hier vorne machen“, sagte der Mann und deutete auf die Rezeption.
Ich nickte und ging langsam auf sie zu. Die Frau im inneren sah auf, als ich vortrat.
„Wie kann ich ihnen helfen?“, fragte sie, leicht gestresst.
„Ähm... Ich wollte den Mann anmelden, der gerade rein gebracht wurde“, stammelte ich.
Sie nickte und tippte etwas in ihren PC ein.
„Fangen wir an.“, sagte sie.
Ich gab ihr die Informationen durch. Als wir am Feld Geburtstag ankamen, zögern.
„20. 12. 1989“, sagte ich.
„Was für ein schrecklicher Geburtstag“, sagte sie.
Ich schluckte. „W-Wie meinen sie das?“, fragte ich.
Sie schenkte mir einen verständnisvollen Blick. „Der 20.12. Das ist heute!“
Ich sah zu Boden. Ich hatte es total vergessen. Ich wusste, wann er Geburtstag hatte, und trotzdem habe ich es vergessen. Was war ich doch nur für ein schlechter Freund!
Gedankenverloren gab ich die weiteren Informationen, die die Frau für die Anmeldung benötigte, preis.
„Sie können dort vorn Platz nehmen und warten, wenn sie wollen“, bot sie an.
Ich nickte und setzte mich auf den Stuhl.
Immer mehr Ärzte rannten in den OP Raum, wo Akashi sich befand. Meine Sorge war immer größer. Ich überlegte, was getan werden musste, um Akashi zu retten. Ich vermutete, dass der Magen ausgepumpt werden musste. Aber würde das so lange dauern und vor allem SO viele Ärzte beanspruchen. Könnte es sein, dass Komplikationen aufgetreten sind? Aber was für welche?
Ich zerbrach mir den Kopf über ihn. Ich machte mir vorwürfe. Hätte ich nicht so scheiße Reagiert, als er mir das mit Kagami erzählt hat, wäre es niemals so weit gekommen. Er hätte nicht seine Panikanfälle und würde nicht so viele Tabletten nehmen. Ich war doch eigentlich froh, dass er mir die Wahrheit gesagt hatte. Hätte ich mich nicht so scheiße verhalten, wäre er jetzt nicht hier und würde um sein Leben kämpfen. Wir säßen zu Hause, hätten Spaß und würden seinen Geburtstag feiern. Ich hätte ihn vielleicht noch nicht mal vergessen. Ich wusste nicht mal, was ich ihm zum Geburtstag geschenkt hätte. Ich wusste so wenig über ihn. Ich wusste nicht, was er gerne mochte oder was er überhaupt nicht mochte. Ich wusste nicht, welche Musik er hörte oder was er gerne aß. Ich wusste nicht, was seine Lieblingsfarbe war oder sein Lieblingstier. All diese scheinbar Nebensächlichen Dinge wusste ich nicht. Und es machte mich Traurig. Mir wurde bewusst, dass ich den Mann den ich über alles Liebte nicht kannte. Er war eigentlich wie ein Fremder. Doch ich kannte ihn schon sehr lange. Die Verschlossenheit, die zwischen uns herrschte, er versuchte sie zu bekämpfen indem er mich nie anlog. Und ich blockierte dies ab. Er sagte mir die Wahrheit und ich zeigte ihm Abneigung. Was sollte er nun denken? Würde er mir jemals wieder die Wahrheit sagen? Würde er mir jemals wieder Vertrauen? Würde er mich noch lieben?
Die Stunden, die ich in dem Wartezimmer verbrachte, fühlten sich an wie Jahre. Die Vorwürfe gruben sich tief in mein Bewusstsein. Es war, als würde jeder der an mir vorbei ging mich auslachen. Mich anprangern für die Dinge dich ich ihm angetan hatte. Bis dann endlich ein Mann im weißen Kittel auf mich zukam.
„Sind sie der Angehörige von Seijuro Akashi?“, fragte er. Seine Stimme war kühl und professionell. Ich nickte und erhob mich. Er reichte mich die Hand, die ich schüttelte. Sie war kalt.
„Nun, Akashi-san ist jetzt in einem Zimmer untergebracht. Er wird dieses Krankenhaus die nächsten Tage erst mal nicht verlassen können. Folgen sie mir“, orderte er an und ging zu den Aufzügen. Ich folgte ihm.
„Wir haben die Medikamente, die ihn in diesen Zustand gebracht hat aus seinem Magen entfernt. Unglücklicherweise hat dieser Mix einen Herzstillstand verursacht. Wir konnten ihn Reanimieren, jedoch hat er temporäre Schäden davon getragen. Durch das kurzzeitige Versagen des Herzens hat ein Teil seines Hirnes nicht genug Sauerstoff bekommen. Er wird für ein paar Monate an einen Rollstuhl gebunden sein. Danach sollte er an eine REHA teilnehmen, um das abgeschwächte Muskelgewebe wieder zu trainieren. Sonst sollte es ihm jedoch gut gehen.“
Wir waren vor seiner Tür angekommen. Der Arzt klopfte und trat ein, ohne auf eine Antwort zu warten. Im inneren des Einzelzimmers lag Akashi in einem Krankenhaushemd auf dem Bett. Er schlief.
„Die Operation war sehr anstrengend für ihn. Er wird sicherlich noch einige Stunden schlafen. Sie können hier bleiben.“ Damit verließ der Arzt den Raum und ließ uns allein.
Ich ging leise auf den Mann zu, der in dem Bett lag, zog mir einen Stuhl vor und setzte mich zu ihm. Tränen rannen mir wieder über die Wangen und tropften auf das Weiße Bettlaken.
„Ach Seijuro... Was machst du auch nur für Sachen?“, fragte ich leise und vergrub mein Gesicht an seinem Arm. Sein Geruch erfüllte mich wieder. Mein Gehirn registrierte es als die Droge die ich brauchte. „Ich dachte, ich sehe dich nie wieder“, schluchzte ich. „Ich dachte, jetzt ist es vorbei“ Ich sah wieder auf und strich durch sein rotes Haar. Strich ihm die Strähnen aus dem Gesicht. „Mach sowas nie wieder, okay?“
Ich wischte mir die Tränen aus den Augen. „Es tut mir so leid“, murmelte ich, während ich seine entspannten Gesichtszüge betrachtete. „Ich wollte nicht, dass es soweit kommt! Es tut mir so leid“




Es war doch klar, dass dies iwann passieren wird, oder? Dieser ganze Medikamenten Konsum kann ja nicht gesund sein.Und der Streit mit Kuroko war sicherlich auch nicht zuträglich. Danke fürs lesen und lasst ne Review da ~

Bis dann

Sabi-chan :3
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast