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Kleiner Engel

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Akashi Seijūro Kuroko Tetsuya
27.08.2015
24.11.2017
58
95.885
27
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
4 Reviews
 
25.12.2015 1.963
 
Ho Ho Ho ~ Ich wünsche euch allen ein fröhliches Weihnachten und ein wunderschönes Fest ^^ Lasst euch reich beschenken! Hier kommt mein kleines Geschenk für euch



Akashi POV

Als ich meine Augen wieder öffnete, war der nächste Tag angebrochen. Kuroko schlief noch friedlich in meinen Armen. Ein kurzer Blick auf dir Uhr verriet mir die Uhrzeit. Es war noch recht früh. 4 Uhr. Ich hatte tatsächlich sehr lange geschlafen. Fast 5 Stunden! Neuer Rekord.
Ich befreite mich vorsichtig von Kuroko und ging ins Bad. Opipramol, Paroxetin, Promethazin, Ability und Atosil fanden ihren Weg in meinen Mund und wurden schnell herunter gespült. Ich putzte mir dir Zähne und ging duschen.
Als ich damit fertig war ging ich zur Glasfront. Mein Handy lag auf dem Küchentisch. Ich schnappte es mir und wählte eine Nummer.
Nach einem kurzen Gespräch mit meinem Geschäftspartner wurden wir uns einig über den nächsten Termin. Die nächsten Tage hatten ich somit zur freien Verfügung.
Ich vermutete, dass Kuroko noch etwas länger schlafen würde, doch zur Sicherheit ließ ich einen Zettel auf dem Tisch.

Bin grade Besorgungen machen. Werde sofort wieder da sein

Schnell verließ ich das Haus. Mein Ziel war ein Tannenbaum Geschäft. Ein kleiner unauffälliger Stand nahe einem Wald. Ich musste etwas weiter aus Tokio heraus fahren, um ihn zu erreichen.
Ein dicker, bärtiger Mann saß in der Kälte auf einem Klappstuhl und trank aus einer dampfenden Tasse einen Kaffee.
Als ich mich näherte blickte er auf. Er musterte mich skeptisch. Es war anscheinend nicht häufig der Fall, dass jemand wie ich hier aufkreuzte.
Er erhob sich als ich an ihn heran trat. „Guten Morgen“, sagte ich höflich. Es war noch dunkel, un aufgrund der Jahreszeit bitterkalt.
„Moin“, antwortete mein Gegenüber. „Ein Baum?“, fragte er dann schroff.
Ich nickte und sah zu den wenigen Tannenbäumen.
„Wie groß?“
„Mittel“, antwortete ich nachdenklich.
Der Mann schritt schnell durch die Baumreihen. Dann hielt er vor einem Mittelgroßen Baum an. Er war dicht und satt grün. „Der?“
„Natürlich“, erwiderte ich höflich. Dieser war perfekt.
Der Mann packte den Baum unter den Arm als wäre er nichts. Er ging an mir vorbei und ging zu einer seltsamen Maschine. Er schob den Baum hindurch, wodurch sich ein Netz um ihn spannte.
„4000 Yen“, sagte der Mann dann. Ich reichte ihm das Geld. Er zählte es und verabschiedete sich.
Glücklicherweise hatte ich den Jeep genommen, wo der Baum reinpasste. Ich musste zwar danach das Auto säubern, aber das war mir egal. Ich wollte unbedingt Weihnachten mit Kuroko feiern. Und dafür würde ich fast alles geben.
Danach fuhr ich Deko kaufen. Kugeln in rot und Gold. Eine prächtige Spitze, Lametta, kleine Glöckchen und Lichterketten in Kerzenform.
Der Weg zurück dauerte um einiges Länger. Mehr Menschen waren jetzt unterwegs. Ich hatte auch über 2 Stunden gebraucht und die Uhr kündigte Viertel nach 7 an. Ich seufzte und lehnte mich nach hinten. Ich stand im Stau. In der Zeit kramte ich mein Handy heraus und schrieb Kuroko.

Schon wach?

Es dauerte nicht lange.

Ja. War ja auch früh schlafen. Wo bist du?

Ich grinste. Machte er sich sorgen?

Ich sitze im Auto und stehe im Stau :( Brauche noch eine halbe Stunde

Er brauchte noch nicht zu wissen, was ich gerade geholt hatte.

Wo warst du denn?, fragte er.

Ist da wer neugierig? , neckte ich.

Nein! ;P

Ich war etwas besorgen. Du wirst sehen.

Soll ich Frühstück für uns machen?

Ja kannst du. Ich hab noch nichts gegessen.

Gut, dann bis gleich.

Ich legte das Handy beiseite. Der Verkehr lief nun zäh. Immerhin besser als ganz zu stehen! Ich drehte das Radio lauter und lauschte den sanften Klängen der Violine. Ein einzelnes Instrument gefüllt mit so viel Gefühl. Ich bekam jedes Mal eine Gänsehaut.

Als ich endlich in der Garage ankam, holte ich den Baum heraus. Die Deko hielt ich mit einer Hand fest. Ich steuerte den Fahrstuhl an. Ich hoffte, dass der Baum hineinpassen würde. Er passte. Gerade noch so.
Während der Fahrstuhl hochfuhr stellte ich mit vor, was Kuroko für ein Gesicht machen würde. Erstaunt? Verwundert? Geschockt?
Ich bekam die Antwort als die Türen dich aufschoben und Kuroko mir gegenüber stand. Mit großen Augen sah er mich an.
„Was ist das?“, fragte er.
„Ein Baum“, grinste ich.
„Wofür-“, setzte er an, doch er schien sich die Frage selbst beantworten zu können. „Warte ich helfe dir“
Er eilte zu mir und nahm die Tüten mit der Dekoration aus meiner Hand. Ich trug den Baum ins Wohnzimmer.
„Was machen wir jetzt mit ihm?“, fragte der blauhaarige.
„Ich werde ihn erst mal auf den Balkon bringen. Wir holen ihn erst am 23. oder so rein. Sonst geht er so schnell kaputt“, entschied ich.
„Welcher Balkon?“, fragte Kuroko mit großen Augen.
Ich lachte. „Du hast ihn noch nicht gefunden?“, fragte ich verwundert.
Er schüttelte den Kopf. Ich grinste. Ich schritt durchs Wohnzimmer. Auf der anderen Seite des Raumes, gegenüber der Küche lag noch ein Raum. Er war ausstaffiert mit einigen Sitzmöglichkeiten und kleinen Tischen. Alles sah eher zusammengewürfelt aus und passte nicht zum Rest der Wohnung. Hinten durch war eine Weitere Tür. Sie führte auf einen großzügigen Balkon.
Ich schleppte den Baum nach draußen. Kuroko folgte mir. Draußen war alles eigentlich recht spärlich gestaltet. Nur ein Stuhl stand an der Lehne. Daneben stand ein Aschenbecher. Er war leer und sah nicht benutzt aus. Das wurde er auch nicht. Zumindest nicht mehr.
Ich stellte den Baum in die hintere Ecke, geschützt von viel Wind und Regen.
Kuroko sah sich mit großen Augen um. „Ich habe diesen Teil nie gesehen!“, sagte er verwundert.
Ich grinste. „Warum auch? Es gab für dich nie einen Grund, hierher zu kommen“, antwortete ich.
Kuroko sah mich an. „Es ist trotzdem seltsam. Auch dass ich die Tür hierher nie bemerkt habe. Immerhin ist sie nicht so unauffällig“
Ich ging zu Kuroko und nahm seine Hand. „Ich würde doch niemals zulassen, dass du etwas anderem außer mir Aufmerksamkeit schenkst“, raunte ich in sein Ohr.
Ich konnte sehen wie ein Schauer über seinen Rücken lief.
Ich richtete mich wieder etwas auf und blickte über die morgendliche Skyline von Tokio.
„Es ist schön hier“, merkte der kleine Blauhaarige an und lehnte sich an mich.
Ich legte meinen Arm um ihn und lehnte meinen Kopf an seinen. „Ja. Wunderschön“
So verweilten wir ein paar Minuten. Genossen die Sonnenstrahlen, die unsere Gesichter kitzelte.
Irgendwann knurrte der Magen meines Freundes. Er wurde leicht Rot. Mit einem „Wir sollten etwas essen“, verkrümelte er sich in die Wohnung. Ich folgte ihm. Die Balkontür schloss ich noch ab.
In der Küche angekommen, sah ich Kuroko auch schon, wie er Tee kochte und Frühstück vorbereitet.
Ich setzte mich an den Küchentisch und beobachtete ihn. Dann stellte er einen Teller vor mich. Ein frisch gemachtes Omelette lachte mich an. Auch eine Tasse Tee stellte er vor mich.
Nachdem er sein eigenes Frühstück vor sich gestellt hatte fing ich an zu essen.
„Itadaki-masu“ (Guten Appetit)
„Du, sag mal Seijuro“, murmelte Kuroko.
„Hm?“, fragte ich.
„Warum schläfst du eigentlich so wenig?“
Ich überlegte kurz. „Ich weiß nicht. Dr. Jefferson sagt, es kommt von der enormen Belastung, der ich ausgesetzt bin“, sagte ich.
„Was meinst du mit 'Belastungen'?“, fragte mein gegenüber Neugierig.
„Nunja ich meine, meine Komplette Lebensweise. Bis dato bestand mein Leben aus Arbeit. Ich ging Morgens aus dem Haus und kam erst irgendwann Nachts wieder. Ständiger Stress. Außerdem könnten andere Psychische Erkrankungen daran schuld sein“ Nachdenklich schob ich mir eine weitere Gabel Ei in den Mund.
Auch Kuroko schien über etwas nachzudenken. „Aber es ist in letzter Zeit besser geworden, oder?“
Ich nickte. „Ja“
„Warum? Was hat sich verändert?“
„Du bist hier“, grinste ich.
Kurokos Gesichtsfarbe wechselte zu rot. Er ließ sein Haar seine Augen verdecken. Dennoch konnte er die Tränen, die über seine Wangen liefen nicht verdecken.
„Kuroko?“, fragte ich vorsichtig.
Er schniefte leise. Dann sah er auf. „Wie habe ich dich verdient?“, fragte er leise. „Wie habe ich dieses Leben verdient?“ Unaufhörlich liefen Tränen über seine Wangen. „Mein Leben war die Hölle und dann kamst du und rettest mich. Wie passt das zusammen? Womit habe ich solch ein Glück verdient? Womit?“
Ich schwieg. Ich konnte ihm nicht antworten. Nein. Ich konnte es nicht. Noch nicht. Vielleicht für immer. Vielleicht werde ich ihm niemals die Wahrheit erzählen können. Die Schuld, die mich zu dem ganzen getrieben hat, lastet schwer auf meinen Schultern. Doch wie würde er Reagieren, wenn er die Wahrheit kannte. Er würde weggehen. Er würde mich alleine lassen. Und dann wäre alles vorbei.
Ich nahm einen Schluck Tee und sah Kuroko leer an. „Ist dir bewusst, welchen wert du für mich hast?“, fragte ich dann langsam.
Kuroko sah mich an. „Wert?“, wiederholte er.
Ich nickte und nahm noch einen Schluck.
„Ich weiß es nicht“, gab er zu.
Ich ließ eine kleine Pause entstehen. „Ich würde für dich sterben, Kuroko. Ohne zu zögern würde ich mich opfern. Auch wenn nur eine Möglichkeit besteht. Ich würde mit allen Mittel versuchen dich bei mir zu behalten. Würdest du wieder verschwinden...“ Ich ließ den Satz unvollendet.
Kuroko schluckte hörbar. „Aber warum liebst du mich?“, fragte er leise.
„Warum atmest du?“, stellte ich eine Gegenfrage. „Weil du musst. Ohne atmen könntest du nicht mehr leben“
„Aber du musst dich doch irgendwie in mich verliebt haben!“
„Erinnerst du dich, als ich dich von der Straße geholt habe und du baden warst? Als du dann ins Wohnzimmer kamst, war es vorbei. Der Unsichere, Schuldbewusste Ausdruck, den du damals hattest, hat mich verzaubert. Ich musste dir einfach helfen. Und wie du immer deinen linken Arm versteckt hast, da du dachtest, ich hätte deine Wunden nicht gesehen“ Ich seufzte wie ein verliebtes Schulmädchen. „Dein nervöses Lachen, wenn ich etwas herausgefunden hab, was du verheimlichen wolltest. Oder wie du unter mir zitterst, wenn du erregt bist. Ich könnte Tagelang weiter machen.“
Den Kopf auf die Hände gestützt sah ich ihn an. Die Tränen versiegten langsam.
„Jetzt kommt die frage, wie du dich in mich verliebt hast“, sagte ich leise.
„Ich glaube, das war wenig später.“, gab er zu. „Ich glaub kurz bevor wir das erste mal miteinander geschlafen haben ist es um mich geschehen. Ich wollte es damals nicht wahrhaben. Aber ich konnte es nach dem 2. Mal nicht mehr verleugnen.“ Ein Lächeln huschte über das Gesicht des Blauhaarigen.

„Was sind deine Pläne für heute?“, fragte mich Kuroko. Ich überlegte kurz. „Ich muss gleich noch mal weg. Medikamente“, erklärte ich knapp. Kurokos Ausdruck wurde ein wenig Trauriger. Ich wusste, dass er etwas gegen die Medikamente hatte, aber er wollte es ja wissen!
„Achso“, war seine Antwort.
„Und deine?“, fragte ich.
„Ich weiß noch nicht.“, gab er zu. „Ich könnte Kise besuchen gehen“
„Mach das.“, ermutigte ich ihn. „Wie wäre es, wenn wir zusammen fahren?“, schlug ich vor.
„Wie meinst du das?“, fragte der kleinere.
„Naja, wir müssen für mich nur einmal zur Apotheke. Dann können wir sofort weiter fahren.“
Kuroko nickte kurz. „Ich würde vorher noch gerne duschen“, warf er ein.
„Wir können auch baden“, sagte ich und lächelte verschmitzt.
Ein verstehender Ausdruck flackerte in Kurokos Augen auf. Auch er lächelte. „Lass uns das tun!“, grinste er.
Ich ging ins Bad und ließ Wasser in die Wanne laufen. Als ich wieder ins Wohnzimmer ging um Kuroko zu holen, starrte dieser ins leere. Sein Blick war wie der eines Toten. Keine Regung war von seinem Körper auszumachen.


Meh~ das wars auch schon ^^
Ich verbringe weiter zeit mit meinem wundervollen Freund ^^ Ich denke, so sollte man Feiertage nutzen , nicht wahr? Und essen xD Essen ist gaaaaanz wichtig an weihnachten :D Am besten noch mit den Liebsten Essen =w= okee ich hör ja schon auf über essen zu reden... aber... ESSEN! ich steh auf essen xD
Naja genug Hirnmatsch~

Bis nächste Woche

Sabi-chan :3 (die weihnachten nur toll findet wegen dem essen xD)
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